Schimmel in vermieteter Wohnung

Diskutiere Schimmel in vermieteter Wohnung im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, habe Fragen wegen Schimmel in vermieteter Wohnung. Es gibt aber noch keinen Rechtsstreit bzw. Mietminderung, daher habe ich "Allgemeine...

  1. #1 franz18, 06.02.2020
    Zuletzt bearbeitet: 06.02.2020
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    Hallo,

    habe Fragen wegen Schimmel in vermieteter Wohnung. Es gibt aber noch keinen Rechtsstreit bzw. Mietminderung, daher habe ich "Allgemeine Fragen" als Unterforum gewählt (Wenn falsch, bitte ändern).

    Mein Fall:
    Ein WG-Bewohner meiner an eine Hochschule vermieteten 4-ZKB informierte mich (beiläufig) über kleine Schimmelflecke in der Wohnung. In zwei Räumen ist jeweils eine obere Raumecke zur Außenwand leicht feucht und dort ein kleiner Schimmelfleck, im anderen Raum ein ca. 15 cm langer Streifen (1 cm breit) zwischen Außenwand und Decke. Es wurde über mehrere Monate Wäsche in der Wohnung getrocknet (in den Schlafzimmern), obwohl ein Trockenraum im Keller zur Verfügung steht und die WG-Bewohner bei Einzug darauf hingewiesen wurden. Den Bewohnern wurden danach erklärt, dass nach Mietvertrag bis auf "Klein- und Handwäsche" nichts in der Wohnung getrocknet werden darf und sicherten zu, sich zukünftig daran zu halten. Außerdem habe ich den Verdacht, dass nicht richtig geheizt und gelüftet wird.
    Von Baumängeln ist mir bisher nichts bekannt. Haus ist Baujahr 1974. Drei Außenwände wurden vor ca. 25 Jahren gedämmt. Eine Außenwand vor ca. 10 Jahren, dabei auch Austausch der Fenster und neue Ölbrennwert-Heizung. Es gab bisher im Haus kein Schimmelproblem.
    Eine Prüfung der Außendämmung durch einen Maler ist geplant.

    Freue mich über Tipps/Antworten zu folgenden Fragen:

    - Bin ich (Vermieter) hier für Schimmelbeseitigung verantwortlich oder die Mieter bzw. Bewohner?
    Wenn ich: Kann ich damit einen Maler beauftragen oder wer macht sowas?
    Wäre es sinnvoll, die feuchten Stellen erstmal z.B. mit Infrarot-Heizstrahler zu trocknen?

    - Welcher günstige Datenlogger ist empfehlenswert?

    - Sollte ich (jetzt?) einen Gutachter beauftragen, um sicher zu sein, dass keine Baumängel vorliegen?
    Nimmt man dazu Bausachverständige oder Baubiologen oder was? Brauche ich dann ein komplettes Gutachten,
    was nach telefonischen Infos von Bausachverständigen ca. 3000 € kostet? Oder reicht auch ein Vor-Ort-Termin für ca. 500 €?

    - Was würdet ihr an meiner Stelle machen?


    Danke.
     
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  3. #2 Schnulli, 06.02.2020
    Zuletzt bearbeitet: 06.02.2020
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    Ich hatte vor Kurzem ein ähnliches Problem, was relativ freundlich gelöst werden konnte. Ich habe mir über die Malerinnung eine Malerfirma gesucht, dessen Inhaber "zufälligerweise" Gerichtsgutachter/Sachverständiger für solche Schimmelfälle ist und auch noch praktischerweise im Innungsvorstand tätig ist. also meinem Empfinden nach echte Fachkompetenz. Nach Ortstermin hat er den Mietern höflich aber bestimmt erklären können, dass der vorgefundene Schimmel auf Fehlverhalten ihrerseits zurückzuführen ist und gleichzeitig Tipps gegeben, wie er bekämpft und vermieden werden kann. Verbunden mit dem Hinweis auf Anschaffung von ein paar Hygrometern, dessen regelmäßige Beobachtung und entsprechendes Lüftungsverhalten (zugegeben, meine Mieter waren sehr offen dafür und sind freundlich und umgänglich) und Schimmel-Ex-anwendung durch die Mieter habe ich nun meine Ruhe und nur ne kleine "Beratungsrechnung" zu zahlen.

    Essenz aus dem Event: Ist der Schimmel nun aber auch nachweislich durch das Fehlverhalten der Mieter entstanden dann müssen sie auch für dessen Beseitigung aufkommen - Beauftragen solltest aber du als Eigentümer
     
  4. #3 franz18, 06.02.2020
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    Meinen Maler kann ich ja auch nochmal bitten, sich das anzusehen, ist aber leider kein Gutachter.

    Und wie bringt man Nachweise für Fehlverhalten der Mieter außer mit ziemlich teurem Gutachten?
    Im Forum ist dazu oft der Hinweis zu lesen, das Lüft- und Heizverhalten mit Datenloggern zu prüfen. Daher ja auch meine Frage nach einer Datenlogger-Empfehlung.
     
  5. #4 Schnulli, 06.02.2020
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    Ich wollte ja nur anmerken, dass eventuell ein aufklärendes Gespräch mit einem Fachmann Wunder bewirken kann. Zumindest, wenn die Mieter aufgeschlossen für sowas sind.
    Hier kommen sicherlich noch mehr Ideen zur weiteren Vorgehensweisen.
     
  6. #5 Newbie15, 06.02.2020
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    Bzgl Datenlogger: wir haben einen TFA Klimalogg Pro. Scheint einwandfrei zu funktionieren und ist einfach auszulesen, allerdings weiß ich nicht wie manipulationssicher er ist, wenn er unbeaufsichtigt bei einem Mieter steht, der davon ausgeht, dass korrekte Aufzeichnungen gegen ihn verwendet werden.
     
  7. #6 Kunigunde, 06.02.2020
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    Hallo,
    ich trage mal was aus meiner Erfahrung bei (betrifft teilweise meine eigene Wohnung) und die Erkenntnisse, die ich bei der Renovierung von 3 weiteren Wohnungen innerhalb (m)eines Hauses gewinnen konnte:

    Wände mit Tapeten zeigen sich schimmelanfälliger als Wände ohne Tapeten (Tapeten, Kleister, Grundierungsmittel und Dispersionsfarben sind Nährstoffe für Schimmelpilze).

    Auch warme Wandoberflächen (mit Tapeten) haben Feuchte aufgewiesen wenn die vorhandene Luftfeuchte nicht weggelüftet wurde, die Temperatur im Zimmer über Nacht runtergedreht wurde und sich sodann die Luftfeuchte der abkühlenden Luft an den kälteren Stellen abgesetzt hat. Auch ist komischerweise nicht überall die Wärmeverteilung an ein und der gleichen Wand gleich obwohl die Wärmedämmung über die ganze Wand geht (Vorhangfassade).

    An den Stellen, an denen die Luft nicht so gut zirkulierte, haben sich hier und da Stockflecken gebildet (bei uns z.B. auf einer warmen (tapezierten) Wand, die total zugebaut war, außerdem in zugebauten Zimmeraußenecken. Die Ansammlung von Hausstaub an den betroffenen Arealen hat mich eigentlich auf das Zirkulationsproblem aufmerksam gemacht (Hausstaub ist Träger von Schimmelpilzsporen und zugleich Nährstoff).

    Ein Zimmer hatte bisher nie eine Heizung (jetzt schon, Infrarotheizung). Im Winter ist dort unbeheizt 12 Grad (jetzt mit Heizung 16 Grad, aber absichtlich nur 16 Grad). Die Luftfeuchtigkeit war immer hoch (82%), im Winter wie im Sommer, lüften hat nichts genutzt. An den Wänden waren mit Wandfarbe mehrmals gestrichene Tapeten. Nachdem ich die Tapeten entfernt, einen neuen Kalkputz aufgebracht und mit Silikatfarbe gestrichen habe, ist die Luftfeuchtigkeit nur noch - Trara - 52 %, ebenfalls Winter wie Sommer. Das Ergebnis war und ist reproduzierbar (Wohnung über meiner, hatte früher das gleiche Problem).
    Im Zimmer meines Sohnes, der unbedingt nach Renovierungsarbeiten eine neue Tapete an allen Wänden haben wollte (mit Kunststoffanteil) bei ansonsten wenig feuchtigkeitsregulierenden Flächen im Raum, bildet sich über Nacht bei abgedrehter Heizung sehr schnell Nässe an der handwarmen! Wand unterhalb der Bettliegefläche, die sich dann wand- und eckennah auf dem Boden niederschlägt (wie passend ;-).

    Alle Stellen im Haus mit Schimmelbildung/ Stockflecken waren unter der Tapete trocken und ohne jegliche Anzeichen von Feuchtigkeit. Da wo die Tapeten Schimmel/Stockflecken aufwiesen war auch immer eine Menge Hausstaub auf den Fußleisten.

    Aus einer längeren Abhandlung über Schimmelpilzbildung habe ich entnehmen können, wie sehr die Wärmeverteilung bzw. die nicht vorhandene bzw. nicht ausreichend vorhandene Wärmeverteilung eine Rolle spielt. Auch wäre es kritisch, nicht beheizte Räume mittels beheizter Räume zu heizen. Als Beispiel (traf auf meine Wohnung auch zu): Unbeheiztes Schlafzimmer mit Tür zum beheizten Wohnzimmer die dann tagsüber oder nachts offen steht. Die Warmluft zieht in den unbeheizten Raum und die Luftfeuchtigkeit der Warmluft setzt sich dann an den kältesten Stellen des nicht beheizten Raumes ab (meistens Zimmerecken oben und unten, oder hinter dem Bett etc.).

    Die Probleme mit der Feuchtigkeit auf der Tapete bzw. auf dem Boden im Jugendzimmer haben wir erfolgreich behoben, in dem wir an den beiden betroffenen tapezierten Wänden (da, wo das Bett steht), die Wandflächen unterhalb der Liegefläche von den Tapeten wieder befreit haben und die Temperatur in der Nacht nicht ganz so weit runtergedreht haben wie zuvor).
    An schlecht belüfteten Stellen, z.B. unter einer Eisenbahnanlage (mit darunter gestapeltem Zubehör), haben wir einen Miniventilator installiert der zwischendurch mal die Luft verwirbelt (mit Zeitschaltuhr). Ergebnis: kein Hausstaub, keine stehende Luft die ihre Feuchtigkeit vorzugsweise dort ablädt, keine Stockflecken mehr.

    Schimmelbildung in den Ecken oberhalb von Fenstern (Bdezimmer, Küche) haben wir ebenfalls erfolgreich unterbunden indem wir zum richtigen Lüften die Fenster ganz aufmachen (am besten mit Querlüftung), anstatt die Fenster auf Kippe zu lassen (was nur die Wände auskühlt aber mit Lüften sonst nicht viel gemeinsam hat) und auch dort mit Silikatfarbe gestrichen haben (ohne Tapeten darunter).

    In einer Wohnung mit üppigen Gardinen an den Fenstern haben sich Stockflecken an den Wänden hinter den Gardinen gebildet (ebenfalls eingeschränkte Zirkulation). Es lohnt sich, zu schauen welche Materialen in der Wohnung verbaut wurden und ob überall die Zirkulation gewährleistet ist.

    Hier im Haus waren bis auf eine Ausnahme (Risse im Putz nach Fenstereinbau), alle Schimmelprobleme selbstgemacht. Bei Neuvermietung erhalten die Mieter einen Leitfaden Lüften, Heizen, Schimmelprophylaxe. Wer sich nicht dran hält ist selbst schuld und muss für den Schaden selbst aufkommen.
     
  8. #7 immodream, 06.02.2020
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    Hallo,
    nach über dreißig Jahren Vermietung kann ich den Satz " der Schimmel kommt und geht mit dem Mieter " nur bestätigen .
    Ich habe nur wenige Fälle erlebt, wo durch undichte Fensterfugen oder undichte Silikonfugen in den Bädern bauliche Probleme für den Schimmel verantwortlich waren .
    Meistens sind die Mieter beratungsresistent.
    Wenn man in einige feuchte Wohnungen kommt , bricht einem schon beim Betreten der feuchtwarmen Wohnung der Schweiß aus .
    Selbstverständlich lüftet jeder Mieter ausreichend .
    Man sieht schon an den Gegenständen der vollgestellten und vollkommen verstaubten Fensterbank, das diese Fenster schon lange nicht mehr vollständig geöffnet wurden.
    In Altbauwohnungen werden große Schrankwände , weil es eben so paßt , an die Außenwände gestellt.
    Die Betten im Schlafzimmer berühren schon die Wand.
    Da das heizen ja teuer ist, stellt der Mieter natürlich tagsüber, wenn er arbeiten geht, die Heizung ab .
    Als Vermieter hat man meistens schlechte Karten . Der Mieter hört oft gar nicht zu , wenn man ihm etwas erklären will und fühlt sich sofort angegriffen .
    Gottseidank kenne ich einen älteren Malermeister, von beeindruckender Statur, der als unabhängiger Gutachter auftritt, sein Meßgerät auspackt, ruhig den Mietern die Mängel beim Lüften erklärt.
    Eigenartiger Weise hören dann die meisten Mieter zu und beherzigen seine Ratschläge.
    Auf Wunsch stellt er auch noch so eine Art Minigutachten aus , welches ich den Mietern zukommen lassen.
    Das Geld für seinen Besuch ist bisher immer gut angelegt gewesen.
    Inzwischen habe ich zig analoge Hygrometer für ca. 10 €/ Stück gekauft und hänge die bei Neuvermietung immer an eine Außenwand des Schlafzimmers.
    Da sie auch eine farbige Skala haben, erkenne die meisten meiner Mieter, wenn der Zeiger bei Rot steht, irgendwas nicht in Ordnung ist und Stoßgelüftet werden muß .
    Bei jeder Wohnungsübergabe gebe ich mir viel Mühe, das richtige Lüften und die Funktion des Hygrometers zu erklären .
    Und wenn ein Mieter noch ein oder zwei Hygrometer für die anderen Räume haben möchte, nagel ich die auch noch an die Wand ( sonst verschwinden die wieder )
    Inzwischen habe ich einige Mieter, die ganz stolz darauf hinweisen, das sie sich in ihrem Lüftungsverhalten nach dem Hygrometer richten.
    Seitdem ist der Schimmelbefall in einigen Problemwohnungen gleich Null.
    Wer natürlich uneinsichtig ist, bei dem nützen auch keine Hygrometer.
    Da wünsche ich mir immer Hygrometer ( wie Rauchmelder ) die ein lautes Signal bei zu hoher Feuchtigkeit abgeben und auch nicht ausgeschaltet werden können.
    Grüße
    Immodream

    PS: Ich habe festgestellt, das besonders Junge Mieter, die eigentlich keine Ahnung vom richtigen Lüften haben , weil sie es im Elternhaus nicht richtig beigebracht bekommen haben, sich Mühe geben, meine Ratschläge zu beherzigen .
     
  9. #8 Schnulli, 06.02.2020
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    Genau das was ich oben ausgeführt hatte; Ich wurde mit dem Thema Vermietung ins kalte Wasser geworfen aber genau diese Erfahrung durfte ich nun auch machen - mit meiner jungen Familie mit Kleinkind. :smile011:
     
  10. #9 franz18, 21.02.2020
    Zuletzt bearbeitet: 21.02.2020
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    Sind momentan ca. 50 % Luftfeuchtigkeit in verschiedenen (auch ungenutzten) Zimmern einer anderen Wohnung
    und ca. 59 % in einem Kellerraum normale Werte, oder zu viel?

    Meine verschiedenen ungeeichten Hygrometer (u.a. TFA Klimalogg) haben übrigens doch beträchtliche Unterschiede, z.B. auf einem 50, auf dem anderen 57%.
     
  11. Andres

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    Das sind normale Werte. In der Wohnung dürfte es gerne noch ein bisschen weniger sein und im Keller ist das auch eine bauliche Frage - in so manchem Keller wäre man froh über 60 %.


    Die Hauptschwierigkeit liegt gar nicht so sehr im eigentlichen Messvorgang (jedenfalls solange man keine extremen Anforderungen an die Genauigkeit stellt), sondern in der Methodik. Beim Messen von Raumluft (egal ob auf Temperatur, Feuchtigkeit, Stoffkonzentrationen, ...) geht es dabei um die richtige "Belüftung" des Sensors: Der Sensor muss so exponiert sein, dass er tatsächlich die Umgebung misst und nicht das Mikroklima im Gerätegehäuse, aber gleichzeitig auch so geschützt, dass keine Artefakte vermessen werden.

    Eine gute Messung ist wiederholbar. Dazu muss man also die Umstände der Messung kontrollieren, bestenfalls sind die genormt, z.B. so. Dass zwei Messgeräte "einfach so" verschiedene Werte anzeigen, ist nicht weiter überraschend.
     
  12. #11 franz18, 23.02.2020
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    Mein Maler hat es sich angesehen und führt es auch größtenteils auf mangelndes Lüften zurück.
    Über einer Raumecke fehlt etwas Isolierung im Kniestock darüber. Wird demnächst erledigt sowie auch die Beseitigung / Bekämpfung der 3 Problemstellen.
    Klimalogger mit 4 Sendern ist angeschafft, aber noch nicht in der Schimmel-Wohnung im Einsatz.
    Begutachtung durch Firma Isotec würde 150 € kosten, die bei einem Sanierungsauftrag angerechnet werden.
     
  13. #12 Kunigunde, 23.02.2020
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    Schimmelflecken kann man beseitigen, in dem man einen Haushalts-Chlorreiniger (z.B. einen, mit dem man auch weiße Wäsche waschen/ desinfizieren und auch das Badezimmer putzen kann; steht auch so auf der grünen oder blauen Flasche drauf) auf die betroffenen Stellen aufsprüht, einwirken lässt, abwäscht und das Ablüften nicht vergisst. Wirkt immer, und das zuverlässig (= gesammelte Erfahrungen, funktioniert auch auf hellen Tapeten, auf Putz und auf Holz).
     
  14. Duncan

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    Der funktioniert auf anderen Untergründen auch. Aber das ist halt nicht nur ein starkes Desinfektionsmittel, sondern auch ein starkes Bleichmittel. Und das kann halt entsprechende unerwünschte Spuren hinterlassen, also ganz vorsichtig an verdeckter Stelle testen. Alternativ geht sehr hochprozentiger Alkohol, also 99 % plus. In der Apotheke z.B. vergällt erhältlich, im Chemikalienhandel auch ohne Vergällungsmittel. Der bleicht halt nicht so, aber auch hier die Materialverträglichkeit prüfen, nicht dabei rauchen und der tötet im Gegensatz zum Chlor keine Sporen, also mehrfache Nachbehandlungen wahrscheinlich nötig.

    Am wichtigsten wird immer sein die Ursache zu beseitigen, also die Feuchtigkeit bzw. deren Quelle muss ergründet und trockengelegt werden. Gerade letzteres ist schwierig, wenn es sich nicht um Baumängel oder Defekte handelt, sondern wie zumeist um Nutzerverhalten...
     
  15. #14 Tinnitus, 23.02.2020
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    Könnt ihr gute Hygrometer empfehlen? Ich habe analoge (TFA) und digitale getestet und kein Ergebnis war mit dem anderen vergleichbar, auch nicht nach einer Regenerierung. Ich spreche hier von Messwertabweichungen > 20% bzw. 10% rel. Luftfeuchte.
     
  16. Olbi

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    Ja, das funktioniert.
    Isotec benutzt Isopropanol zur Schimmelbekämpfung.
    Das habe ich mir auch mal in der Apotheke gekauft und angewendet. Funktioniert super.
     
  17. #16 franz18, 24.02.2020
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    Ich hatte mir zuerst 3 von Bresser zugelegt (Amaz. Art. Nr. B01BVG1XJS) und danach den hier schon erwähnten Klimalogger (Art.Nr. B0083HKYOE).
    Die von Bresser zeigen z.B. 50% Luftfeuchtigkeit, steht der TFA-Sender daneben zeigt er höhere Werte an (57).
    Da ich ansonsten keinen Vergleich habe, kann ich auch keinen empfehlen nur Erfahrungen berichten.
     
  18. #17 franz18, 24.02.2020
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    Ergänzung: Die von Bresser kann man besser ablesen, da größeres Display und Temp.- und Feuchtigkeitsanzeige.
    Beim TFA-Sender wechselt außerdem die Anzeige zwischen Temperatur und Luftfeuchtigkeit alle x Sekunden.
     
  19. #18 Papabär, 26.02.2020
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    Wir haben Datenloger von Voltcraft im Einsatz - jeweils zwei pro Vorfall. Die werden am PC "scharfgeschaltet" und vor Ort mit dem einzigen auf den Geräten vorhandenen Knopf ausgelöst. Ausschalten is nich ... zumindest nicht an den Geräten. Die Speicher zeichnen 64K Messdaten auf - bei 60 Messungen/Stunde reicht das 11 Tage (den Messintervall stellt man zuvor ein). Wir messen dann sowohl in dem befallenen Raum als auch in einem "neutralen Raum" (meistens im Flur). Wenn man die Messkurven dann hinterher nebeneinander legt, kann man dann aus dem zeitl. Versatz z.B. gut erkennen ob die Feuchtigkeit aus Bad oder Küche in den befallenen Bereich überschlägt.

    Die Geräte haben Seriennummern, die auch in die Empfangsbestätigung eingetragen werden (die Dinger waren nicht ganz billig ... da überlasse ich die einem Mieter doch nicht ohne Quittung).

    Natürlich kann man nie garantieren, dass der Mieter die Dinger nicht vlt. doch 11 Tage lang in einen Gefrierbeutel packt oder anderweitig zwischenparkt. Aber mit etwas Übung kann man auch solche Tricks anhand der Diagramme erkennen/erahnen.
    Einzig die regelmäßig fälligen neuen Batterien gehen ins Geld. Je nach Intensität der Nutzung hält bei uns so eine Batterie 6-24 Monate.



    Such doch im www. mal nach "Richtig heizen und lüften DMB". So ziemlich jeder Ortsverein hat da seine eigene Broschüre herausgebracht. Immer artig mit dem Logo des DMB ... und mit dem nahezu immer gleichen Wortlaut. Der BVFI hatte dazu mal eine Hochglanzbroschüre mit dem gleichen Titel (und gleichem Inhalt) herausgegeben - und ich rate das IVD & H&G so etwas auch anbieten. Steht überall fast das gleiche drin ... aber die vom DMB ist bei Mietern natürlich glaubhafter. Und ob ein Möbel nun 10cm (BVFI) oder 2cm (DMB Bln-Brb) von der Wand entfernt stehen soll, kommt eh immer auch stark auf das jeweilige Möbel an. Ich hatte zumindest noch keinen Fall, wo das relevant gewesen wäre.
     
  20. #19 Papabär, 26.02.2020
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    Wenn es hart auf hart kommt, würde das Gutachten ohnehin vom Gericht beauftragt werden müssen (Beweissicherungsverfahren). Da will man natürlich am besten vorher wissen, wem hinterher die Kosten aufgedrückt werden. Und dafür liefern die Messungen mit Datenloggern meist ausreichend genaue Hinweise.
     
  21. #20 franz18, 26.02.2020
    Zuletzt bearbeitet: 26.02.2020
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    Der Klimalogger von TFA speichert 50000 Datensätze. Intervall einstellbar. Ein automatisches Übertragen an PC ist scheinbar auch möglich. Die Funksender haben auch Seriennummern. Zum Ausschalten müssten die Batterien entfernt werden. Windows-Software kann man kostenlos herunterladen. Damit ist dann auch grafische Auswertung möglich.
     
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