Schimmel in Wohnung und Mieter ziehen sofort aus.

Dieses Thema im Forum "Bautechnik" wurde erstellt von blackmoon, 28.09.2007.

  1. #1 blackmoon, 28.09.2007
    blackmoon

    blackmoon Neuer Benutzer

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    Hallo und guten Abend,

    ich habe folgendes Problem, welches möglicherweise demnächst vor dem Richter landen könnte.

    Ich würde gerne hier mal ein paar Meinungen hören, um abwägen zu können, ob es sinnvoll ist, sich
    auf einen Rechtsstreit einzulassen.
    Ich betone, daß ich hier niemanden suche, der mir nach dem Mund redet. Ich suche nur Menschen,
    die vielleicht (aus Erfahrung) beurteilen können, wie so etwas ausgehen könnte.

    Ich versuche mal, das ganze so objektiv wie möglich zu schildern... auch wenn`s schwer werden wird:


    Im letzen Winter ist ein junges Pärchen in ihre erste gemeinsame Wohnung bei mir eingezogen und
    hat die Wohnung vom Vormieter übernommen. Tapete überstrichen, Möbel rein, fertig.
    Wohnung war in tadellosem Zustand. Zumindest habe ich nichts gesehen und es wurde auch nix reklamiert.

    Es ging gleich gut los:
    - der eine Partner zahlte gleich mal die beiden ersten Meitanteile nicht und hat bis heute Rückstand.
    - Nebenkosten für 2006 (Bagatell-Betrag) wurde nie bezahlt. Gegenüber meinem Anwalt lies man (jetzt) mitteilen
    man habe die Rechnung nie erhalten.


    Die Mieter haben mir Anfang Mai hinter einer Komode, die an einer Außenwand platziert war Schimmel angezeigt.
    Sehr impulsiv behauptet man, daß das Mauerwerk feucht sei.
    Wir haben dann am gleichen Abend die Tapete und die innen angebrachte Isolierung entfernt, mit dem
    Ergebniss, daß das Mauerwerk "brottrocken" war. (was auch der Mieter bestätigte)
    Ratloserweise wußte er auch nicht, was er sagen sollte und ich schlug vor, das wir einen Gutachter
    holen könnten, der die Ursache feststellen sollte und der Schuldige sollte die Kosten tragen
    => Kein Interesse der Mieter

    Ich verlies die Wohnung mit dem Hinweis, daß ich mir meine Gedanken machen werde, was wir tun könnten
    und daß die Mieter biete keine Wäsche mehr in der Wohnung mehr trocknen sollten und besser lüften sollten.

    Es kam keine Reaktion und kein schriftliche Fristsetzung zur Beseitigung der Schäden. Nach drei Wochen (Ende Mai) meldete
    sich die Mutter (!) der Mieterin mit dem Hinweis, daß man Ende Juni ausziehen Werde.
    Anfang Juni kam dann die fristlose Kündigung zum 30.06 (!!!). An besagtem Datum wollte man eine Überagbe der
    Wohnung machen, die ich verweigerte und bestand auf Einhaltung der Kündigungsfrist.

    Drei Tage später hatte ich die Schlüssel im Briefkasten und die Mieter hinterliesen keine neue Adresse.
    Acht Wochen später waren sie immer noch bei mir gemeldet und die Post kam auch noch bei mir an.
    Die Adresse war nicht ermittelbar, so das ich meine Forderungen ( Miete, NK +Heizkosten ) über einen Anwalt geltend machen mußte.

    NAchdem sich der Anwalt eingeschaltet hatte und die neue Adresse ausfindig gemacht hatte, kam erstmals eine Reaktion
    und die Gegenpartei schaltete den Mieterverein ein, der jetzt natürlich lauter Unsinn schreibt. (Beispiel: Rechnungen
    nie erhalten und ich würde Post unterschlagen... und und und...)

    Allerdings hat man betont, daß man natürlich gerne die Rechnungen begleichen würde, falls ich denn Rechnungen
    vorlegen würde (!!!)
    Und man würde (um einen Rechtsstreit zu vermeiden) eine der drei von mir geforderten Mieten bezahlen.

    Wenn ich allerdings nicht auf das Angebot eingehen würde, behalte man sich vor, Schadenersatz wegen des Schimmels
    an Möbel und Kleider zu verlangen.

    So .... jetzt kommts:

    Mein Anwalt äußert sich gar nicht dazu und überläßt die Entscheidung mir. Er tut, was ich sage.
    Es wäre ihm natürlich am liebsten ich würde jetzt das Angebot annehmen.
    Dann würden mir zwei Mieten durch die Lappen gehen und ich mußte seine Kosten tragen und würde unter dem Strich noch drauf legen.
    Wenn ich aber auf meine Forderungen bestehe, wird er natürlich auch Klagen, warnt aber davor, daß ich die Kosten selbst tragen
    müßte, wenn ein Gutachten negativ für mich ausgehen würde....

    Keine Frage.... sollten Baumängel bestehen (was ich nicht glaube... Wohnung war schon 20 JAhre ohne Schimmel vermietet),
    dann ist es meine Schuld und ich sehe es ein.

    Was ich nicht verstehe, ist, warum mein Anwalt momentan keine Initiative mehr zeigt und ich das Gefühl habe er stand nur am Anfang
    voll hinter mir, bis ich alle Vollmachten unterschrieben hatte.
    Wenn ich jetzt den Schwanz einziehe, zahle ich sowieso ein Haufen Geld für den Anwalt.
    (Am Anfang meinte er, das muß die Gegenpartei zahlen, schließlich haben sie ja keine Adresse hinterlassen usw....)
    Wenn ich weitermach und die Klage will, habe ich das Gefühl, das mein Anwalt nicht 100% hinter mir steht.
    (Denn gegenüber der Gegenpartei hat er bisher nur die Forderungen angezeigt, aber NIE diese auf ihr Fehlverhalten hingewiesen.
    Ob die Mieter sich falsch verhalten haben, interessiert ihn gar nicht. Er will von mir nur wiesen, ob ich auf meinen
    ursprünglichen Forderungen bestehe oder ob ich auf das Angebot eingehe.... )


    Ich fühl mich im Moment total verunsichert.
    Was soll ich tun?
    Aufgeben? Obwohl ich mich im Recht fühle...
    Die Mieter haben doch alles selbst entschieden, ohne mich überhaupt in irgendwas einzubzeiehen.
    (Auf den Schimmel wurde nicht schriftlich hingewiesen und keine Fristen gesetzt usw... und hätte ich keinen Anwalt
    eingeschaltet hätte man mir nie ne Adresse mitgeteilt, wo ich meine Rechnungen noch hinschicken kann)
    Mein Anwalt tut jetzt so, als ob das Verhalten der Mieter völlig unwichtig wäre, sondern letztendlich nur
    ein Guachten über den Schimmelbefall über alles oder nichts entscheiden kann...

    Was meint ihr dazu?
    Mittlerweile neige ich dazu aufzugeben und ca nen Tausender in den Wind zu schießen,
    in der Hoffnung vor den Mietern (und mittlerweile auch vom Anwalt ) meine Ruhe zu haben.
     
  2. AdMan

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  3. beaver

    beaver Benutzer

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    Du musst mit Hilfe deines Anwaltes einen "Titel" erwirken. Sobald du einen Titel hast, verjährt deine Forderung erst nach 30 Jahren.
     
  4. chum

    chum Neuer Benutzer

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    Die Mieter müssen den Mangel gegenüber dem Vermieter anzeigen. Sie sind Ihrer Pflicht nachgekommen und haben nachgewiesen, dass kein Mangel an der Bausubstanz vorhanden ist.

    Den Reaktionen nach sieht es aus als ob nur ein Vorwand gesucht wurde um aus der Wohnung schnellstmöglich auszuziehen, zumal wohl eh Zahlungsprobleme bestanden.

    Für die offenstenden Beträge würde ich einen Mahnbescheid senden, bevor Sie Klage einreichen.

    Ich persöhnlich würde nach dem Motto "Fort mit Schaden handeln", die Wohnung gut lüften, den Schimmel "behandeln" und neu vermieten.

    Wenn Sie vor Gericht Recht bekommen, heisst es noch lange nicht, dass Sie Ihre Geld sehen.
    ----------------------------------------------------------------------------
    Kleiner Tipp für die Zukunft;
    besorgen Sie sich z.B. bei www.conrad.de ein a) Hygromether (wenn Luftfeuchtigkeit über 60% Prozent ist kann Schimmel entstehen) b) einen Baufeuchteindikator (wird an die Feuchte Stelle gehalten und zeigt ungefähren Feuchtigkeitsgrad an).

    Bewaffnet mit diesen Geräten konnte ich bisher des öfteren flasches Lüftungsverhalten als Schadensursache belegen.
     
  5. Laie

    Laie Neuer Benutzer

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    Ich habe das haarscharf gleiche Problem wie Sie! Nur dass meine Mieter sich weigern auszuziehen.
    - Fakt ist, dass ich den Anwalt wechseln werde. Meiner reagiert nämlich auch nicht!
    - Klug ist, das kleinere Übel zu wählen. Als Vermieter zahlt man ja sowieso immer drauf! Geschweigedenn von der nervlichen Belastung. Vor Gericht denke ich, dass es immer so gedreht wird, dass ein Teil am Vermieter hängen bleibt und auch der Mieter etwas abbekommt - so sind dann alle wieder fein raus! Es klingt für mich aber definitiv nach Lüftungsproblematik! - Ist das nachweislich, muß der Mieter für den Schaden aufkommen. Bausachverständiger! - Kostet aber auch wieder! Der Großteil der Mieter ist einfach zu blöd zu lüften!
     
  6. #5 Unregistriert, 14.08.2011
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    Schimmel

    Schimmel entfernen, dann mit Alpenkalkfarbe überstreichen. Kalk tötet Schimmel ab.
     
  7. #6 Unregistriert, 14.08.2011
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    Unregistriert Gast

    anwalt

    ich sehe das so, dass der Antwalt nichts tun möchte, da ihm der Streitwert ggf zu nieder ist.
    Es könnte auch so sein, dass beide Anwälte zusammen telefonieren und bereits abgesprochen haben, wen man gewinnen lässt, nach dem Motto dieses mal lasse ich Dich gewinnen , das nächste mal lässt Du mich gewinnen.
    Ja das Urteil spricht der Richter, aber es kommt immer darauf an wie Klage und Gegenklage aufgesetzt und verteidigt wurden.
    Richter wollen immer einen Vergleich machen, somit müssen beide Parteien dann bezahlen und keiner kann bei einem Vergleich in die Berufung gehen.
    Mein Rea hatte mich bei Gericht immer zu einem Vergleich überredet.

    Wenn Sie den Anwalt wechseln, dann müssen Sie den jetzigen bezahlen und den anderen also ihren neuen Rechtsanwalt auch und diese Kosten richten sich jedes mal nach der Jahresmiete.
    Ich würde keinen anderen Anwalt nehmen, denn der kostet noch einmal und dann zahlt man doppelt.
     
  8. #7 Ingerose, 14.08.2011
    Ingerose

    Ingerose Gesperrt

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    Schimmel

    Ich würde diese angeblich schimmlige Stelle fotografieren, dann die Wand unter der Tapete fotografieren damit man sieht, dass der Schimmel nur oberflächlich war, bzw ist.
    Es ist wohl so, dass diese Mieter beim Einzug in der kalten Jahreszeit die Wände gestrichen haben. Ohne dass diese Wand komplett trocken war, wurden Möbel rangerückt, somit bildet sich Schimmel.

    Da bereits ein Rechtsanwalt beauftragt ist, so würde ich abwarten bis die Kündigungsfrist 3 Monate vorbei ist, dann soll dieser Anwalt die Rückstände eintreiben, denn dafür wurde er beauftragt und dafür lässt er sich bezahlen.
    Mieter muss erst mal einen Mangel anmelden und Gelegenheit geben den Mangel zu beseitigen. Dies wurde gemacht es stellte sich heraus, dass kein Mangel am Gebäude ist (hoffentlich Zeugen vorhanden). Also kann der Mieter nur kündigen mit einer Frist von 3 Monaten.
    Aber das beste Urteil nützt gar nichts, wenn beim Mieter nichts zu holen ist.
    Darum bei Neuvermietung erkundigen, wo der Mietinteressent arbeitet.
    Ingerose
     
  9. #8 Carsten Stemmer, 28.08.2011
    Carsten Stemmer

    Carsten Stemmer Benutzer

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    Mieterwahl,

    ich würde in Ihrem Fall die Sache "abschreiben". Das geschilderte Problem, die mangelnde Initiative der Rechtsberater und die undifferenzierte Vorgehensweise der Mieter-Interessenvertreter sind ja bekannt. Es macht Sinn in Zukunft den Fokus auf die Wahl der Mieter zu legen (http://www.bonusmieter.de/Die-Spreu-vom-Weizen-trennen_21.aspx).
    Bonusmieter.de wird dem Vermieter mehr Sicherheit bringen. Das Portal befindet sich noch im Aufbau. Wer schon bei der Betaphase dabei sein möchte, kann sich gerne hier melden: http://www.bonusmieter.de/contact.aspx Gruß, CS
     
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