Schimmel und andre Probleme

Dieses Thema im Forum "Bautechnik" wurde erstellt von Improver, 14.03.2007.

  1. #1 Improver, 14.03.2007
    Improver

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    Hallo,
    habe gleich mehrere Fragen und wollte nicht für jede ein einzelnes Posting machen.
    Ich fang mal an:
    Wir sind im Oktober letzten Jahres in unsere jetzige Wohnung eingezogen und haben uns nun relativ gut eingelebt. Leider mussten wir vor einiger Zeit feststellen, dass es bei uns schimmelt. Der Schimmel ist im Schlafzimmer an einigen Stellen an den Wänden (und der Decke) und hinter den Fußleisten. Wir haben sofort die Maklerin angerufen, die dann (weil sie mal wieder im Urlaub ist) ihre Tochter geschickt hat zum Nachschaun. Diese meinte dann es sei 100%ig unser Fehler, weil wir nicht ausreichend gelüftet hätten. Wir lüften allerdings 2 mal täglich jeweils min. 10 Minuten bei kompletten Durchzug. In letzter Zeit lüften wir sogar noch länger (bei dem schönen Wetter will ich auch mal Frischluft bekommen). Als sie dann ins Wohnzimmer kam meinte sie plötzlich: Ahh jetzt weiß ich worans liegt <-- im Wohnzimmer steht meine Terrarienanlage (2,40 meter breit, 30c, tief und 1,7 meter hoch, mit Vogelspinnen). Sie meinte die Terrarien würden so viel Feuchtigkeit ausdünsten, dass das der Grund für den Schimmel sei. Diese (bzw. eine noch größere Anlage) stand in unserer alten Wohnung in einem Raum mit ca. 20qm und einem kleinen Dachfenster und dort hatte ich nie Probleme mit Schimmel. Vor allem sind die Wände im Wohnzimmer ja okay.
    Nur zur Erklärung: Ich arbeite wissenschaftlich auf dem Gebiet (diverse Publikationen und Vorträge) und habe deswegen diese Anlage bzw. diese Tiere hier stehen.
    Eben war dann der Vermieter da um sich das ganze anzuschaun. Er hat vor uns beiden eingeräumt, dass es in dieser Wohnung schonmal einen Wasserschaden und Probleme mit Schimmel gab, meinte aber auch, dass wir entweder zu wenig oder zuviel (geht das überhaupt?) lüften. Er hat sich elend lang das Bad angeschaut, wo ja die wenigste Luftzirkulation (kein Fenster Sad ) und die höchste Luftfeuchtigkeit herrscht, konnte aber keinen einzigen Schimmelfleck entdecken.
    Meine Frage dazu ist nun: Wer hat Schuld und wer hätte im Falle einer nötigen Renovierung die Kosten zu tragen?
    Weiteres Problem:
    Bei unserer wohnungsbesichtigung haben wir die Maklerin auf unserer (meine) Tiere hingewiesen und auch den Umfang meiner Anlage erwähnt. Sie meinte sie kläre das mit dem Vermieter ab und es solle eigentlich kein Problem sein. Heute habe ich erfahren, dass sie dem Vermieter nichts davon gesagt hat (und auch einige weitere Punkte nicht weiter geleitet hat). Was mache ich wenn der Vermieter sagt die Tiere müssen weg (mal abgesehn davon, dass es Urteile gibt, die Spinnen als Kleintiere einstufen und deren Haltung nicht untersagt werden kann)? Ich bzw. wir hätten diese Wohnung nie genommen, wenn ich meine Tiere nicht hätte mitnehmen dürfen.
    Letztes Problem:
    Bei der Wohnungsübergabe und Besichtigung (waren im Oktober und immer bei Dämmerlicht) sind uns einige Schäden (Kratzer im Laminat etc.) nicht aufgefallen und seitdem sind noch einige dazu gekommen (Fußleisten fallen bei der kleinsten Berührung ab). Diese sind dann nicht im Protokoll vermerkt worden. Allerdings haben wir eine weitere ausgabe des Protokolls, welches von der Maklerin nicht ausgefüllt wurde, das Exemplar, dass sie für uns ausgefüllt hat (und das wir hätten kriegen sollen --> nicht von uns unterschrieben) hat sie dem Vermieter gegeben.
    Desweiteren wurden die Wände nicht komplett geweißt, sondern lediglich ausgebessert (der o.g. Schimmel troitt allerdings extrem an den als ausgebessert erkennbaren Stellen auf).
    Wir haben zum Vermieter ein recht gutes Verhältnis (sind wirklich sehr nette Leute) und würden das nur ungern gefährden, vor allem, weil das meiste die Maklerin "verbockt" hat, die dafür noch ne riesen Provision bekommen hat (ärgerlich). Was sollen wir machen?
    Sry, Beitrag ist seeehr lang Sad
     
  2. AdMan

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  3. Jerry

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    Moin,

    also wenn die Wohnung - insb. an den problematischen Stellen - einen Vorschaden hatte, und Ihr jetzt an denselben Stellen ("als ausgebessert erkennbar") wieder Probleme habt, dann ist die Ausbesserung dilettantisch erfolgt.

    Bei Schimmel, der durch einen "Wasserschaden" verursacht wurde, muss u.U. die betroffene Wandfläche komplett freigelegt und der Putz erneuert werden - dieses elende Gewächs geht nämlich tief rein. Ich weiss das zufällig, weil wir eine unserer Wohnungen wegen eines durch dilettantische Dachrinnenpflege der Voreigentümer verursachten Regenwassereinbruchs auch trockenlegen lassen mussten - da ging so mancher Euro für Putzerneuerung drauf. Zum Glück waren die früheren Mieter kooperativ (klar - haben im Gegenzug ja auch günstig eine größere Wohnung im gleichen Haus bekommen) und haben alle Tapeten etc. bei Auszug noch entsorgt. So konnte der Putzer gleich alle Problemstellen sehen und es gründlich machen.

    Die seit einem Monat eingezogenen neuen Mieter danken's ;)

    Terrarien-Ausdünstungen: Sorry, ich bin jetzt kein Terrarienfreund, aber soweit ich weiss, sind Vogelspinnen jetzt nicht die heftigen Ausdünster vor dem Herrn und generell sollen Spinnen es doch eher trocken lieben! Die müssten also doch selbst leiden, wenn's da zu feucht hergeht???
    Aber wenn's um Schuldzuweisungen geht, sind manche halt erfinderisch...

    Wegen nicht protokollierter Schäden: Das ist der Grund, warum _immer_ ein gründliches Übergabeprotokoll gemacht werden muss und immer gründlich alles überprüft werden sollte (sowohl vom Mieter wie auch vom Vermieter oder seinem Beauftragten). Hinterher weitere Schäden bzw. deren Verursacher geltend zu machen, schreit geradezu nach Problemen.

    Was also die Fußleisten und evtl. Kratzer im Laminat angeht, kann das schwierig werden. Was die Wände angeht: In welchem "vertragsgemäßen" Zustand habt Ihr die Wohnung denn übernommen. Galt die als "renoviert übergeben" und müsst Ihr sie renoviert zurückgeben? Dann würde ich das - Protokoll hin oder her - zumindest schriftlich kommunizieren, sonst habt Ihr bei Auszug dann Stress - gutes Verhältnis zum Vermieter hilft dann auch nicht zwangsläufig.

    Btw., Maklerin: Was hat die denn noch mit den Problemen in der Wohnung zu tun? Die hat doch nur das Mietverhältnis vermittelt! Oder willst Du sagen, sie ist auch die _Verwalterin_ des Objekts? Dann hat sie im Normalfall von Euch überhaupt keine Provision zu kriegen, sondern wird für die Verwaltertätigkeit (zu der auch das Vermieten gehört) bezahlt! Ich sag nicht, dass es so sein muss, aber es soll da draussen auch Menschen geben, die keine Hemmungen haben, bei Uninformierten extra abzukassieren.

    Ich lass mich allerdings auch gerne aufklären, was es mit der Verantwortung des Maklers für die Mietsache auf sich hat, wenn nach der Vermietung Probleme auftreten.

    Jerry
     
  4. #3 lostcontrol, 16.03.2007
    lostcontrol

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    sorry falls es jetzt 'ne wiederholung geben sollte - ich hab die antwort schon vor zwei tagen getippt, sie aber nicht mehr "absetzen" können weil das forum irgendwie "hing"...

    ohne jetzt die schuld dem vorhandensein eines terrariums zuweisen zu wollen:
    das kann durchaus sein, dass das in der alten wohnung anders war als in der neuen - sowas ist immer schlecht vergleichbar.
    in häusern mit moderner wärmedämmung muss sehr viel mehr auf richtiges lüften und heizen geachtet werden als in altbauten ohne bzw. mit schlechter wärmedämmung. da hängt einfach sehr viel von der bausubstanz ab, insofern ist der vergleich alte/neue wohnung nicht wirklich hilfreich.
    trotzdem: ich hör das zum ersten mal, dass terrarien da ein problem darstellen. von aquarien habe ich das schon mehrfach gehört, allerdings wurde selbst da die "feuchtigkeitsbelastung" als eher geringfügig dargestellt. genaugenommen dürfte man dann auch keine zimmerpflanzen erlauben...

    natürlich muss geprüft werden, was denn nun die ursache des schimmels ist.
    sinnvoll hierfür ist es, sich erstmal ein hygrometer zuzulegen, um die luftfeuchtigkeit im raum zu messen. sollte die zu hoch sein, dann muss tatsächlich öfter gelüftet werden.

    da die bausubstanz da auch eine rolle spielt, müsste man mal klären, ob es eine dämmung gibt und wie die beschaffen ist. klassischerweise ist die folge einer falschen bzw. schlechten dämmung, dass der taupunkt sich nach innen verlagert (die feuchtigkeit kondensiert innen an der wand, und bildet dort den nährboden für in der luft in jedem falle zahlreich vorhandene schimmelsporen).

    laut statistik ist es aber wohl tatsächlich so, dass über 90% der schimmelfälle durch falsches lüften und heizen ausgelöst werden (zumindest hat mir das ein befreundeter architekt und bauphysiker neulich gesagt - angesichts meines minimalen schimmelproblems, das tatsächlich durch nicht-vorhandene aussendämmung ausgelöst ist, also zu den eher seltenen fällen gehört).

    wenn er das so genau kontrolliert, schätze ich mal, dass euer vermieter diesbezüglich sehr verantwortungsbewusst ist - das ist schon mal gut.
    habt ihr denn keine entlüftungsmöglichkeit im badezimmer?

    siehe oben, wer da schuld hat, das wäre noch zu klären. lässt sich aber normalerweise relativ leicht herausfinden.
    eine diagnose aus der ferne ist da schlecht möglich, selbst mit kenntnis der bausubstanz...

    die haltung von spinnen kann er dir nur dann verbieten, wenn es sich um giftspinnen handelt - und selbst da gibt's schon gegenteilige urteile. da du vom fach bist, gehe ich mal davon aus dass du sämtliche "haltungsgenehmigungen" dafür hast.

    tja. das ist pech. darum sollte man immer darauf achten, dass man a) eine wohnung in jedem falle bei TAGESLICHT besichtigt und sich auch wirklich die zeit nimmt, alles genauestens anzuschauen und b) dass ein entsprechendes übergabeprotokoll in aller ausführlichkeit vor ort angefertigt und von allen beteiligten (also vermieter und sämtlichen im mietvertrag aufgeführten mietern) unterschrieben wird - am besten zusätzlich auch noch von zeugen. was da dokumentiert ist, kann man hinterher nicht mehr "drehen".

    aber ich habe eigentlich den eindruck als seien eure vermieter ok und würden mit sich reden lassen. zudem scheint der vermieter verantwortungsbewusst zu sein (badezimmer-kontrolle) und durchaus bereit sich darum zu kümmern.

    das argument mit dem falschen lüften und heizen seitens der tochter der maklerin (was hat die denn überhaupt mit der sache zu tun???) würde ich erstmal ignorieren - das ist ja wohl sache des vermieters.

    wenn sich bezüglich der schimmelproblematik garnichts tut, solltet ihr den vermieter vielleicht demnächst mal daran erinnern, dass es da ein kleines problem gibt - im winter konnte er da ja schlecht etwas machen (falls es ein problem der bausubstanz wäre, müsste man das bei vernünftigen aussentemperaturen angehen), aber jetzt wird's ja wieder wärmer und der zeitpunkt ist günstig, um da mal diverse kontrollen durchzuführen.

    in jedem falle würde ich euch empfehlen die schimmelentwicklung fotografisch zu dokumentieren, das nützt nicht nur euch sondern auch dem vermieter, der dadurch besser einschätzen kann, was tatsächlich los ist (wenn's an der dämmung liegt, tritt das problem fast nur im winter auf - wenn's an eurem lüften und heizen liegt eher ganzjährig - ACHTUNG, dieser satz ist ohne jegliche gewähr, das sind nur meine erfahrungswerte!).

    bevor ihr den schimmel jetzt irgendwie behandelt, solltet ihr ihn in jedem falle nochmal fotografieren. am besten ihr sagt dann auch dem vermieter bescheid, dass er sich die situation nochmal angucken soll, BEVOR ihr irgendwas macht.
    dann jetzt soforthilfe mittels "schimmel-ex" oder ähnlichen produkten bzw. der deutlich billigeren variante mit dem alkohol. die hässlichen flecken überstreichen (nicht weil das was ändern würde - nur damit ihr's hinterher besser seht, wenn's wiederkommt).
     
  5. #4 Improver, 16.03.2007
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    hi,
    erstmal danke für eure antworten :)
    Also, erstmal zu dem Problem mit dem Protokoll: Das hat die Maklerin gemacht, der Vermieter war da überhaupt nicht dabei :-/ Die hat das alles geklärt und wir haben den Vermieter bisher nur 2 mal getroffen: 1. Mal als wir den Mietvertrag unterschrieben haben und 2. Mal als er vor paar Tagen da war. Allerdings haben wir längere Zeit mit ihm geredet (an beiden Treffen) und finden ihn wirklich sehr sympathisch...ist eben ein sehr freundlicher Mensch ;)
    Aber irgendwie finde ich, dass wenn die Maklerin mit all dem betreut wurde sie ihren Job ernst nehmen sollte. Wie gesagt, sie hat uns zugesichert dem Vermieter von den Tieren zu erzählen und das mit ihm zu klären.
    Hmm, die Spinnen die ich halte kommen zT schon aus feuchteren Regionen (Regenwald, tagsüber im Terrtarium ca. 70-80% RLF, nachts höher).
    In den Becken sitzen teilweise schon giftigere Tiere bzw. Tiere mit unbekannter Giftigkeit (aber gerade Vertreter dieser Familie sind mein Spezialgebiet). Aber abgesehen von der Giftigkeit sitzen die eben nur in ihren Terrarien (ausbruchssicher) und diese werden nur kurz geöffnet um die Tiere zu füttern bzw. mit Feuchtigkeit zu versorgen. Rausholen tue ich nichtmal die harmlosen Vogelspinnen.
    Das og ist ja eher hypothetisch, nur falls da mal was kommt. Mich hats einfach geärgert, dass der Vermieter von den Tieren nichts wusste obwohl er es hätte erfahren sollen bevor wir eingezogen sind...was solls. Nebenbei bemerkt wohnen wir in RHP...da gibts keine Regelung bzgl. Gifttierhaltung. Ich habe viele Bekannte, die diverse Giftschlangen (Kobras, Klapperschlangen, etc.) in ihren Mieträumen pflegen. Ich habe von einem neuen Urteil erfahren, nach dem Spinnen unter die Kategorie Kleintiere fallen und somit deren Haltung nicht verboten werden kann ;)
    Falls jemand die quelle braucht einfach melden.
    Zum Schimmel: Der hat sich in letzter Zeit nicht mehr ausgebreitet, scheint so, als würde es langsam aufhören. Wir haben mit dem Vermieter abgemacht, dass wir in den kommenden Tagen 4 mal täglich für jeweils 5-10 Minuten Durchzug lüften und das ganze beobachten. Er meinte wir sollten nichts machen, sondern das ganz nur beobachten. Er will sich in 2 Wochen nochmal melden.
    Bin mal gespannt. Um ehrlich zu sein habe ich keine Lust die Kosten für eine eventuelle fachmännische Beseitigung zu tragen, vor allem weil ich mir keiner Schuld bewußt bin. Gelüftet wurde sicherlich ausreichend (morgens und abends jeweils min. 15 Minuten Durchzug, auch im Winter *bibber*)
     
  6. Jerry

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    Das mit den Kosten ist nur ein Teil des Problems - und da kommt es stark auf die Ursache desselben an. Sind es bauliche Mängel (was durchaus möglich ist), zahlst Du nicht, und im Gegenteil der Vermieter muss Dir sogar noch die Tapeten erneuern wenn z.B. neu verputzt wurde. Ist hingegen die Feuchtigkeit eindeutig auf Fehlverhalten Deinerseits zurückzuführen, so wird mglw. ein Teil der Kosten bei Dir landen.

    >65% Luftfeuchtigkeit sind generell die Schwelle, bei der von Schimmelgefahr ausgegangen wird. Solange die Feuchte nur in den Terrarien gemessen ist (die ja wie Du schreibst ausbruchsicher und damit sicherlich auch ansonsten einigermaßen dicht sind), und der Rest des Raumes deutlich darunter bleibt -> kein Problem. Hat der ganze Raum 80% Luftfeuchtigkeit, wird das Ganze schon sehr schwierig...

    Man kann bei Feuchtigkeit an der Wand relativ gut feststellen lassen, ob das Feuchtigkeit ist, die von außen eindringt (oder aus der Wand kommt -> Leitungsschaden!) oder ob sich auf der Wand von innen Feuchtigkeit niederschlägt (Stichwort "Kältebrücken"). Gegen letzteres hilft je nach schwere Dämmung der Wand (sinnvoll an sich nur von außen, dann hätte das Haus allerdings auch ein generelles Problem) oder eben einfach nur regelkonformes Lüften.

    Feuchtigkeit im Raum sucht sich bekanntlich die kälteste Stelle zum Kondensieren, und wenn dann dort geeigneter Nährboden ist, schimmelt's.

    Jerry
     
  7. #6 lostcontrol, 18.03.2007
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    das mit dem "generellen" des problems muss ich ein bisschen korrigieren - es ist nicht so, dass bei nicht-vorhandener oder schlechter aussendämmung deswegen dann im ganzen haus ein entsprechendes schimmelproblem auftritt.
    weit verbreitet ist das problem ja z.b. gerade in erdgeschossräumen - und da ist eben häufig auch anders gemauert als darüber. und dann spielt natürlich nicht nur das lüftungsverhalten sondern auch das heizverhalten eine rolle und beeinflusst den taupunkt.
    ich hab ja z.b. trotz (bisher) komplett fehlender aussendämmung und ungleichmässig beheizten räumlichkeiten nur an einer mini-stelle im erdgeschoss ein schimmelproblem (bzw. eher "problemchen").
     
  8. Jerry

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    Stimmt, da hab ich zu knapp formuliert: Ich wollte sagen, wenn gegen das Problem nur eine Dämmung der Außenwand helfen kann (das beurteilt im Zweifel ein Sachverständiger), dann hat das Haus ein generelles Problem - nämlich in der Bausubstanz begründet.

    An sich ist gerade ältere Bausubstanz vielfach besser als ihr Ruf, weil die physikalischen Eigenschaften der - oft auch gar nicht mal so dünnen - Wände modernen Verbundsystemen in vieler Hinsicht überlegen sind. Auch ist der "Umgang" mit Wandfeuchtigkeit ein anderer, weil das Baumaterial diffusionsoffen ist - d.h. die "Suppe" kann irgendwohin und ist nicht zwangsläufig auf der Innenseite eingesperrt, wo es dann gammelt. Die Vorteile solcher alter Bausubstanz kann man durchaus auch im Sommer feststellen, indem es z.B. innen angenehm kühl bleibt, weil sich die Wände nicht bis innen aufheizen - wohingegen bei manch modernem Gebäude die Wärme drinnengehalten wird, und man die Bude selbst mit Lüften die ganze Nacht lang nicht kalt bekommt...

    Aber ich schweife ab ;) Alte Häuser haben genauso Probleme wie neue. Trotzdem muss eine Außendämmung allein wegen eines "Schimmelproblems" sehr gut überlegt werden. Manchmal reicht's schon, wenn auf der Innenseite ein dilettantisch reparierter Putz (besonders schön ist der allseits gern genommene Gipsputz -> Rotband und Consorten) dafür sorgt, dass die Wand an einigen Stellen ein deutlich anderes Diffusionsverhalten hat als mit dem "originalen" Putz. Wände funktionieren gut, wenn sie einheitlich gebaut sind. Wenn etwas aus dem Rahmen fällt, gibt es dort Abweichungen, und wenn diese Abweichungen z.B. Feuchtigkeitsspeicher oder eben Kältebrücken sind - okay, der Kreis schließt sich hier...

    Wenn die Bude energetisch sowieso völlig jenseits von Gut und Böse ist, wird's natürlich richtig lustig...

    Jerry
     
  9. #8 lostcontrol, 19.03.2007
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    mal wieder kann ich jerry nur zustimmen:
    "alte gemäuer" haben eben auch 'ne menge vorteile.
    nur sieht die energiebilanz leider meist nicht soooo doll aus.

    und genau da seh ich ein grosses problem auf uns zukommen:
    in zeiten des "drohenden" energiepasses werden jetzt häufig hektisch irgendwelche massnahmen gestartet, die sich hinterher als falsch oder zumindest unzureichend herausstellen. gerade bei den genannten "alten gemäuern" wird da im allgemeinen "aussendämmungs-wahn" aktuell häufig nicht lange überlegt und nachgeforscht, sondern gutgemeint das "allheilmittel" aussendämmung aufgebracht. es empfiehlt sich dringend, so eine (auch sehr teure) massnahme sehr gut anhand einer ausführlichen bauuntersuchung erst einmal zu prüfen!

    ich kenne leider mehr als genug fälle, in denen die massnahme "aussendämmung" sehr negative folgen hatte, die sowohl den geldwert der immobilie als auch ihren wohnwert sehr geschmälert haben...
    man kann nicht jedes "alte gemäuer" per aussendämmung zu einem modernen "passiv-haus" machen - da bedarf es schon etwas mehr als es einfach von aussen "einzupacken". nicht jedem gemäuer tut es gut, "abgeschirmt" zu werden.
     
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