Schimmelbefall bei 3 Dachflächenfenstern

Dieses Thema im Forum "Modernisierung und Sanierung" wurde erstellt von dirk42799, 11.04.2013.

  1. #1 dirk42799, 11.04.2013
    dirk42799

    dirk42799 Neuer Benutzer

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    Hallo Forum,

    erstmal "Hallo", dies ist heute mein erster Beitrag mit der Bitte um Hilfe!

    Folgende Situation:
    ich besitze eine Eigentumswohnung, die in ihrer 2. Etage ein ausgebautes Dachgeschoß ist. Die eine Hälfte beherbergt ein großes Schlafzimmer mit 2 Dachflächenfenstern (Velux, Holz, 3-Fach-Phonstop-Verglasung; nach Süden), die andere Hälfte ist zu einer Hälfte Flur mit Wendeltreppe ins 1. OG sowie ein abgetrenntes Bad. Der Flur hat ein weiteres Dachflächenfenster (Velux, Holz, 2-Fach-Verglasung; nach Norden), im Bad ist ein "normales" Fenster (Kunststoff).

    Vor 2 Wochen offenbart mir mein Mieter (Einzug Frühjahr 2010; Baujahr des Hauses: 1999), daß an allen 3 Dachflächenfenstern starke Verfärbungen und Schimmel auftreten. Dies habe ich mir angesehen und in der Tat dunkle (schwarz-braun-grüne) Flecken und Schimmel (weiß, rund, flauschig) festgestellt.

    Nach Aussage des Mieters ist dieses Erscheinungsbild dem Mieter "in diesem Winter".
    Auf Bildern aus Oktober 2011 (hier wurde das Sonnenrollo eines der Fenster ausgetauscht) ist keine unübliche Verfärbung oder gar Schimmelbildung erkennbar.

    Zwar sind wir von einem Streit darüber noch weit entfernt (hoffe ich), aber dennoch treiben mich ein paar Fragen um, die ich hier beantwortet zu bekommen hoffe:
    1) über welchen Zeitraum kann es bei Holzrahmen zu massiven Verfärbungen und Schimmelbildung kommen?
    2) Wie ich gelesen habe, ist der Vermieter zunächst in der Beweispflicht, daß das Haus technisch mängelfrei ist und der Schimmel hierauf nicht zurückzuführen ist. Für mich zunächst schlüssig und vorliegend der Fall, da zuvor bei keinem der Vormieter eine ähnliche Situation gegeben war. Angenommen, der Schaden ist dem Mieter zuzurechnen, da er ungenügend/falsch gelüftet und geheizt hat: wäre er dann im Fall des Austausches der Fenster verpflichtet, diese als Verursacher (mit)zubezahlen?

    Danke erstmal für eure Hilfe!

    Gruß,
    Dirk
     
  2. AdMan

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  3. #2 Martens, 12.04.2013
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    moin Dirk,

    nur weil die Fenster die letzten Jahre keine Probleme machten, können sie doch nun defekt sein.

    Der Vermieter schuldet dem Mieter zuerst eine mangelfreie Mietsache. Sofern der Mieter für den Schaden verantwortlich gemacht werden soll, ist ihm dies nachzuweisen, im Zweifel über einen Gutachter. Sodann haftet der Mieter natürlich für den von ihm zu vertretenden Schaden.

    Ob die Fenster wegen Schimmelbefall nun gleich ausgewechselt werden müssen, glaube ich zwar nicht, aber egal.

    Ich kenne eine vergleichbare Situation, wo sich die feuchte Raumluft an solchen Fenstern niederschlägt. Hier muß regelmäßig und zwar durch den Vermieter, nachgearbeitet und lackiert werden.

    Christian Martens
     
  4. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo dirk42799


    In deinem Fall (WEG) solltest du auch noch beachten,
    dass Fenster i.d.R. im Gemeinschaftseigentum stehen.


    VG Syker
     
  5. #4 dirk42799, 13.04.2013
    dirk42799

    dirk42799 Neuer Benutzer

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    Hallo Martens,

    danke für die Info.
    Ich bin grds. auch nicht so "weltfern", daß ich das von vornherein ausschließe.
    Daß dieser Defekt allerdings innerhalb der letzten 3 Monate in diesem Ausmaß an allen 3 Dachflächenfenstern gleichzeitig, d.h. parallel auftritt, halte ich jedoch für sehr unwahrscheinlich in einem technischen Defekt begründet. 1 Fenster an einer Stelle - ok. Aber 3 Fenster fast am kompletten Rahmen...eher nein.

    Dennoch danke.

    @Syker:
    Danke auch Dir. Gem. besonderer Vereinbarung haben die Eigentümer in unserem Haus die Fenster selber zu pflegen bzw. auszutauschen. Ansonsten aber natürlich eine "gute Idee". ;)

    Gruß,
    Dirk
     
  6. #5 Kitzblitz, 13.04.2013
    Zuletzt bearbeitet: 13.04.2013
    Kitzblitz

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    Hallo Dirk,

    von den wenigen Angaben ausgehend, die du zum Objekt selbst gemacht hast, schätze ich die Sachelage wie folgt ein.

    Randbedingungen:

    - Das Gebäude insgesamt erfüllt mit Baujahr 1999 bereits die Wärmeschutzverordnung von 1995
    - Bei deiner Wohnung handelt es sich um Maisonette-Wohnung, in der die beiden Stockwerke thermisch
    nicht getrennt sind (Wendeltreppe i.d.R. offene Verbindung zwischenden Geschossen.
    - Schlafzimmer und Bad im oberen Stockwerk
    - Dachflächenfenster in Holz
    - ca. 10 Jahre keine Schimmelprobleme bei den Vormietern.

    Vermutung:

    - Der Schlafraum wird durch den Mieter nicht so beheizt, wie die Wohnräume in der unteren Etage - soll ja auch gesünder sein.

    - Lüftungsverhalten der Mieter wahrscheinlich zum Zwecke der Heizkosteneinsparung minimal bis gar nicht. Dieser Mieter wird sicher ein anderes Lüftungs-/Heizverhalten an den Tag legen als die Vormieter.

    - Unter den betroffenen Velux-Fenstern befinden sich keine Heizkörper bzw. diese werden nicht betrieben oder der Heizluftstrom wird durch eine tiefe Fensterbank an den Fenstern vorbei geführt.

    Schlussfolgerungen:

    - Mängel an der Bausubstanz durch Einbaufehler bereits bei der Erstellung gelegt, schließe ich aus. Andernfalls wäre der Schimmel schon bei den Vormietern aufgetreten.

    - Mit Baujahr 1999 darf ein Velux-Holzfenster noch nicht defekt sein. Mangel durch Alterung schließe ich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch erst einmal aus.

    - Die Schimmelursache ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Heiz-/Lüftungsverhalten des Mieters zu suchen.


    Wahrscheinliche Schimmelentstehung wie folgt:

    - Die Dachflächenfenster stellen die am schlechtesten isolierten Außenbauteile deiner Wohnung dar. Hier wird es zwangsläufig zuerst zu Kondenswasserausfall aus der Raumluft kommen.

    - Weitere Erhöhungen der Luftfeuchtigkeit durch die unmittelbar nach dem Duschen offen stehende Tür aus dem Bad tun ein übriges. Es ist ja auch praktisch, dass man bei der Morgentoilette direkt zwischen Bad und Schlafzimmer pendeln kann.

    - Aus dem unteren, stärker beheizten Wohngeschoss steigt warme, wassergesättigte Luft über die Wendeltreppe auf, kühlt ab, kann die Luftfeuchtigkeit durch die Abkühlung nicht mehr binden, die Luftfeuchte kondensiert an den Verglasungen der Velux-Fenster.

    - Das Kondenswasser rinnt die Verglasungen der Velux-Fenster hinunter und steht erst einmal auf dem Holzrahmen, wegen der werkseitig offenporigen Lasur dringt das Wasser möglicherweise ins Holz ein, so dass es zu Durchfeuchtungen kommt.

    - Staubanhaftungen, Hautschuppen u.ä. auf den Fensterrahmen bieten einem Schimmelpilz einen guten Nährboden ... der untere Holz-Rahmenschenkel des Velux-Fensters wird dunkel und bekommt "Haare".


    Was kannst du machen ?

    - Zunächst einmal würde ich an deiner Stelle mit dem Mieter über das für eine Maisonette-Wohnung richtige Lüften und Heizen sprechen. Hier spielt die Besonderheit der ständig offenen Luftverbindung zwischen beiden Geschossen eine große Rolle in Bezug auf die Temperaturunterschiede in den Geschossen.

    Dem Mieter muss klar werden, dass er im oberen Geschoss ungefähr die gleiche Temperatur halten muss wie um unteren. Das obere Geschoss muss nicht nur stoßbeheizt, sondern ständig beheizt bleiben.

    Aufschluss über das Heizverhalten des Mieters bekommst du z.B. aus den Ablesewerten der einzelnen Heizkörper. Vergleiche einfach einmal die Werte mit denen des Vormieters.

    - Hinterfrage, wie oft der Mieter lüftet und wie er das macht.
    Mind. 3 x tägliches Querlüften durch gleichzeitiges, weites Öffnen der Dachflächenfenster wäre ideal - ständige Spaltlüftung wäre kontraproduktiv, da das Fenster und dessen Laibungen auskühlen, womit sich dort logischerweise sofort wieder Kondensat niederschlägt. Im Internet finden sich viele Beiträge zum richtigen Lüften. Auf der Homepage von VELUX oder ROTO findest du auch entsprechende Anleitungen.

    - Der Schimmel muss natürlich entfernt werden (abschleifen, Schimmelbehandlung, Lasur mit schimmelhemmenden Mitteln).

    - Biete deinem Mieter die Gestellung eines Hygrometers an, damit er selbst jederzeit prüfen kann, wie hoch die relative Luftfeuchtigkeit im oberen Geschoss der Maisonette ist. Ab 60% soll er lüften. Wenn es sich dabei "zufällig" um ein Gerät mit Datenlogger handelt, werden Raumtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit in Zeitintervallen aufgezeichnet, so dass du das Mieterverhalten dokumentiert hast.

    - Mache dem Mieter klar, dass wenn es im oberen Stockwerk zu kalt ist, logischerweise auch weniger Wasserdampf in der Raumluft gebunden ist - er muss also heizen. Damit kann er dann auch die relative Luftfeuchtigkeit beeinflussen (steuern).

    Irgendwann stellt sich hier vermutlich ein vernünftige Lüftungs-/Heizverhalten ein ... bis die nächste Heizkostenabrechnung kommt. Nachzahlungen führen i.d.R. zum Zurückdrehen der Heizkörperventile und der Schlamassel beginnt von vorn ...


    Noch eines kannst du prüfen.
    Was steht eigentlich im Mietvertrag in Bezug auf das Streichen von Fenstern auf der Innenseite ? - I.d.R. ist das Mietersache, wenn du nicht gerade ein Formular des Mietervereins genommen hast oder eine ungültige Renovierungsklausel im Vertrag steht.


    Hat der Mieter insgesamt kein Einsehen, wirst du um die Einschaltung eines Sachverständigen nicht herumkommen. Mache den Mieter aber darauf aufmerksam, dass bei Nachweis seines Verschuldens die Kosten bei ihm geltend gemacht werden.


    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  7. #6 dirk42799, 13.04.2013
    Zuletzt bearbeitet: 13.04.2013
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    Danke...

    ...für Deine ausführlichen Anmerkungen.

    Was Deine Vermutungen, auch zu den Randbedingungen, betrifft:
    Stimmt! Zum Heizverhalten kann ich nichts sagen, werde das aber nochmal vertiefen.
    Auf erstes Anfragen sagte der Mieter aber (natürlich), daß er regelmäßig heizt und lüftet - wie auch immer er das genau dann tut.

    Deine Schlußfolgerungen teile ich - in meiner Laienssphäre - zunächst auch.

    Bzgl. Deiner Lösungsvorschläge: da mir selber am Erhalt meines Eigentums am meisten gelegen ist, steht für mich außer Frage, daß ich das zeitnah wieder Instandsetzen lasse. Wie genau, das sagt mir hoffentlich der Dachdeckermeister am Mittwoch.

    Meines Erachtens wird auch nochmal dringend erforderlich sein, dem Mieter das korrekte Heiz- & Lüftungsverhalten für eine verbundene (1. & 2. OG) Maisonettenwhg. darzulegen. Der Dachdecker meinte auch telefonisch, daß zukünftig eine Erweiterung des Mietvertrages sinnvoll sein könnte, die genau diese Punkte aufführt. Wie man das letztlich dokumentiert und nachhalten kann...

    Und hier kommt der/die/das Hygrometer ins Spiel. Die Idee hatte ich auch schon, hier kam aus meiner Familie aber der Einwand, daß das datenschutzrechtlich ggf. bedenklich ist, wenn ich dokumentiere, wie der Mieter lebt (Temperatur und Luftfeuchtigkeit).

    Was bisher im MV steht, werde ich mal klären.

    Nochmals herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort! Top!!!

    Es grüßt
    Dirk

    NACHTRAG:
    im Mietvertrag (Vordruck des Haus & Grund) konnte ich ad hoc nichts Explizites zum Thema "Fenster streichen" finden und gehe zunächst davon aus, daß das Mieterangelegenheit ist.
    Und gerade die Tatsache, daß hier in der Mietzeit (seit März 2010) die Fläche unterhalb des Flurfensters lt. Mieterangaben dreimal gestrichen werden mußte, läßt mich aufhorchen, daß eine etwaige Anomalie früher hätte erkannt werden können und müssen.
     
  8. #7 Kitzblitz, 13.04.2013
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    Datenschutzmäßig ist das sicher nicht ganz sauber - ob man den so gewonnenen Datensatz letztendlich gegen den Mieter verwenden kann, weiß ich auch nicht. Andererseits kann man sich bei Entdeckung der Geräteeigenschaften durch den Mieter auch dumm stellen und behaupten, dass man das Ding für ein ganz normales Hygrometer gehalten hat ...

    Letztendlich verschafft dir der Datensatz die Möglichkeit das Heiz- und Lüftungsverhalten des Mieters zu prüfen - zumindest weist du dann, ob er dich anlügt.

    Du kannst das aber auch ganz offiziell machen und den Mieter mit einbinden (d.h., er weiß über die Datenaufzeichnung Bescheid und der Datensatz wäre im Zweifelsfall gegen ihn verwendbar). Ein Sachverständiger geht hier auch nicht anders vor. Es nun aber leider so, dass der Mieter mit dem Wissen der Datenaufzeichnung dann vielleicht sein Heiz- und Lüftungsverhalten ändert.

    Wichtig wäre mir allerdings schon zu wissen, dass es nicht an der Bausubstanz selbst liegt und dass die Nummer mit dem Sachverständigen für den Mieter nach hinten losgehen wird, wenn es so weit kommen sollte.

    Jetzt ist es ohnehin zu spät für vernünftige Messreihen. Damit muss man im Spätherbst anfangen, wenn die ersten Fröste kommen. Je geringer die Differenz zwischen Außen- und Innentemperatur, umso weniger kommt es zu Kondensationserscheinungen an den Fenstern.

    Vorhin vergessen: Wie/wo trocknet der Mieter seine Wäsche ? - Der Wäschetrockenständer in der Wohnung ist da noch so ein Klassiker für Feuchtigkeitseintrag.

    Aquarien, Blumenurwälder in den Zimmern ? = Weitere Feuchtigkeitsquellen.


    Wenn du Flurfenster schreibst, meinst du damit das Veluxfenster über der Wendeltreppe ? - Wenn dort eins ist, bekommt es die meiste Feuchtigkeit der aufsteigenden, wasserhaltigeren Warmluft aus dem unteren Stockwerk mit.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  9. #8 dirk42799, 17.04.2013
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    Ergebnis der Besichtigung

    Hallo Ulrich,

    erstmal Danke nochmal für Deine ausführliche Stellungnahme.

    Vom Hygrometer habe ich aus zwei Gründen erstmal Abstand genommen:
    zum einen wegen der Sinnlosigkeit für die aktuellen Fenster (dazu gleich mehr) und zum anderen weil ich davon ausgehe, daß der Mieter - unabhängig davon, ob er weiß, daß das Teil aufzeichnet oder nicht - sein Verhalten kurzfristig ändern würde. Im Ergebnis wäre das dann u.U. sogar eine Beweisumkehr: dadurch hätte er mir exemplarisch nachgewiesen, daß er doch richtig gelüftet hat (sofern man unterstellt, daß er das im Meßzeitraum genauso getan hat wie in den Wintermonaten zuvor).

    Du schriebst es auch selber:
    Zu den weiteren Rahmenbedingungen:
    Wäsche wird im Keller gemacht und getrocknet, soweit ich weiß, wird keine Wäschespinne im Wohnraum verwendet. Aquarien gibt´s nicht, Blumen im Übermaß auch nicht.

    So, nun komme ich zum Ergebnis der heutigen Besichtigung durch den Dachdecker und mich! Dessen erste Einschätzung war bei erstem Blick auf das Schadensbild "das liegt am Heizen & Lüften, kein technischer Mangel, weil breitflächig und gleichmäßig am ganzen Fenster und nicht punktuell".
    Bilder versuche ich mal anzuhängen:
    20130417_07.36.51 Dachflächenfenster HW2b.jpg 20130417_07.38.38 Dachflächenfenster HW2b.jpg 20130417_07.35.53 Dachflächenfenster HW2b.jpg 20130417_07.35.42 Dachflächenfenster HW2b.jpg 20130417_07.39.52 Dachflächenfenster HW2b.jpg

    Das Urteil des Dachdeckers und Schlußfolgerungen für mich sind wie folgt:
    - Ursache ist falsches Lüften und Heizen; auf Nachfrage erhielten wir die Antwort (Zitat) "wir lüften immer morgens und abends auch mal..." (Zitatende; ergänzend: beide Mieter sind berufstätig, Kleinkind (2 Jahre) bei Tageseltern)
    - Reparatur nicht mehr möglich bzw. wirtschaftlich unsinnvoll, da die Glasscheiben entfernt, das Holz abgeschliffen, neu lasiert und die Glasscheiben wieder eingebaut werden müßten, was bei einer Rückfallquote von 50% eben unrentabel sein kann
    - neue Fenster (Kiefer weiß, kunststoffbeschichtet) liegen inkl. Einbau und innenliegenden Sonnenrollos bei ca. 4,0 T€.
    - Ergänzung des Mietvertrags um korrekte Reinigungsanleitung (tägliches Entfernen von aufgetretenem Kondenswasser) Lüftungs- und Heizaufforderungen
    - regelmäßige Überprüfung der Mietwohnung (bspw. im Dezember/Januar, da hier regelmäßig schon Kälte/Frost vorhanden ist/war und erste Ansätze von Schäden erkennbar sein können)

    Mit meinem Anwalt werde ich pro forma heute Nachmittag schonmal Kontakt aufnehmen, dann möchte ich klären, ob und in welcher Höhe (bzw. Quote) der Mieter an den Arbeiten beteiligt werden kann.

    Bei Interesse halte ich Dich (und alle Mitleser) natürlich gerne auf dem Laufenden.

    Gruß,
    Dirk
     
  10. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Ich glaube dass diese beiden Punkte sehr wichtig sind.
    Deinen Bildern nach zu urteilen, behaupte ich mal, dass die Fensterrahmen sehr selten bis garnicht gereinigt werden.
     
  11. #10 dirk42799, 17.04.2013
    dirk42799

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    Fensterreinigung

    Hallo Jobo45,

    danke für Deine Meldung.

    Diese Behauptung würde ich ggf. auch aufstellen.
    Es gibt noch ein weiteres Bild
    20130417_07.46.11 Dachflächenfenster HW2b.jpg
    auf dem man unter dem Fenster eine kleine Wasser-Auffangrinne erkennen kann.
    In dieser sind links und rechts Befestigungsschrauben (hier nur eine sichtbar), die offenkundig schon rosten oder sich sonst wie zersetzen (weiße Aussinterungen).

    Gruß,
    Dirk
     
  12. #11 Kitzblitz, 17.04.2013
    Zuletzt bearbeitet: 19.04.2013
    Kitzblitz

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    Ich denke mal, dass an einer solchen Information sicher viele interessiert sind.

    4.000 EUR sind viel "Holz". Um den Mieter hier "ran zu kriegen" wird dir der Anwalt sicher die Hinzuziehung eines Sachverständigen empfehlen. Den Dachdecker kann man als solchen noch nicht sehen, es sollte möglichst ein vereidigter Sachverständiger sein.

    Optisch sehen die Verfärbungen zwar sehr erschreckend aus, doch wenn man den Schimmel erst einmal durch Essigwasser entfernt hat und das Holz etwas mit dem Deltaschleifer abgeschliffen hat, könnte das Ganze sehr wahrscheinlich noch sanierbar sein, falls das Holz nicht schon stark angefault ist.

    Du wirst berichten.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  13. #12 dirk42799, 17.04.2013
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    Hallo Ulrich,

    ob nachher die Konsultation eines weiteren Sachverständigen erforderlich sein wird, möchte ich erst noch abwarten.

    Die Aussage des Dachdeckers war bislang, daß eine Reparatur nicht (mehr) möglich sei, da der Befall zu weit fortgeschritten sei.
    Eine Alternative wäre die Entfernung der Glasscheiben (wie beschrieben), dann abschleifen, reinigen etc., aber da Schimmel & Sporen renitent und resistent sind/sein können, wäre die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Aufblühens der Flora zu hoch und der dann wirtschaftliche Schaden zu groß, um es jetzt darauf ankommen zu lassen.

    Dann lieber - und so bin auch ich gepolt - jetzt die Kohle in die Hand nehmen, alles ordentlich machen lassen und dann dem Mieter deutlichst klarmachen, wie der Hase in Zukunft läuft.

    Ich werde berichten. ;-)

    Gruß,
    Dirk
     
  14. kathi

    kathi Gesperrt

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    Da liegt der Hund begraben: Hier ist es eigentlich egal, ob der Mieter für den Schaden durch sein Lüftungs-und Heizverhalten verantwortlich ist, denn für eines ist er auf jeden Fall verantwortlich und zwar dafür, dass aus einem kleinen Schaden ein so grosser Schaden geworden ist, dass die Fenster ausgetauscht werden müssen. Der Mieter hätte beim ersten Auftreten einer leichten Schimmelbildung/Verfärbung den Schaden melden müssen. Stattdessen hat er 3 Heizperioden lang in aller Ruhe zugesehen wie der Schaden grösser und grösser wird.
     
  15. Berny

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    Hallo Dirk,

    das Holz sieht (im wahrsten Sinne des Wortes) sehr billig, ausserdem nicht gepflegt, aus.
     
  16. #15 dirk42799, 18.04.2013
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    Hallo kathi und Berny,

    @kathi: das ist in der Tat auch der zweite Gedanke, den ich verfolgen würde. Deswegen auch meine zukünftige Konkretisierung im Mietvertrag, in dem Schäden nochmal etwas genauer und weiter umfassend definiert werden.

    @Berny: was genau meinst Du mit "billig"? Ich habe mir gerade nochmal die Bauunterlagen des Voreigentümers angesehen. Die Fenster haben die Bezeichnung GPL 606 von Velux, wobei die zwei Schlafzimmerfenster Schallschutzklasse 4 sind (rückseitig verlief mal eine Güterverkehr-Bahnstrecke). Bei den Rechnungen bzw. dem aktuellen Angebot würde ich nicht von "billig" sprechen, sondern unter Berücksichtigung der Bilder eher von "schlecht gepflegt vom aktuellen Mieter".

    Gruß,
    Dirk
     
  17. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Moin Dirk, mit billig meinete ich jetzt das Holz. Wird wohl nicht unbedingt FiTa sein...:sauer016:
    Schlecht bzw. kaum gepflegt isses jedenfalls .
     
  18. Moni69

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    Stichwort Datenlogger

    Hallo Dirk,

    ist noch gar nicht so lange her, da steckten mein Mann und ich in einer ähnlichen Situation und wir mussten auch sehr viel Lehrgeld zahlen (im wahrsten Sinne des Wortes).

    Damit sich das ganze nicht wiederholt haben wir nachträglich Klimagriffe (Datenlogger) eingebaut. Du hast ja bedenken geäußert dem Mieter gegenüber, er könne sich kontrolliert fühlen, Datenschutz etc.

    Gut, ich kann jetzt nur von uns und unserem Mieter sprechen. Dieser zeigte sich aber sehr offen, denn letztendlich ging es um seine Gesundheit und der Gesundheit seiner Familie. Die Familie war uns sogar dankbar dafür, dass sie für sich selber eine Kontrolle oder zumindest eine Richtlinie hatten, an die sie sich orientieren konnten.

    Diese Klimagriffe haben sich echt bezahlt gemacht und weitere Schimmelschäden sind auch nicht wieder aufgetreten. Also bis jetzt jedenfalls nicht.

    Mein Mann und ich haben uns für den Klimagriff entschieden, der nicht nur Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit speichert, sondern auch festhält, wann, wie lange und vorallem wie gelüftet wurde (Stoßlüftung oder Kipplüftung). Ich meine, es wäre eine Firma aus Solingen, wo wir diese Fenstergriffe her haben.

    Ach ja und auch erwähnenswert finde ich, dass unsere Mieter sogar meinen eine Ersparnis an Energiekosten erwirtschaftet zu haben. Genaue Zahlen kann ich dir natürlich nicht nennen,aber in Anbetracht der stetig steigenden Energiekosten hilft dir dieses Argument vielleicht beim Gespräch mit deinem Mieter und bei der Entscheidungsfindung.

    Gruß Moni
     
  19. #18 dirk42799, 18.04.2013
    Zuletzt bearbeitet: 18.04.2013
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    @Berny: wie Du erkennen kannst, bin ich hier im Forum und in bautechnischen Dingen noch recht unerfahren; deshalb weiß ich auch leider nicht, was FiTa ist, vermutlich aber was anderes als KiTa. ;-)
    Mehr als die benannten Infos habe ich nicht, aber ich gehe davon aus, daß in einem Velux-Fenster kein minderwertiges Holz verarbeitet wurde/wird bzw. selbst das beste Holz bei falscher/keiner Pflege irgendwann das gezeigte "Verhalten" an den Tag legt.

    @Moni: danke für den Hinweis. Das werde ich mir mal ansehen und ggf. mit dem Mieter besprechen.

    Gruß,
    Dirk

    Edit: bzgl. der Klimagriffe habe ich gerade nochmal gesucht. Die Fa. sitzt in Solingen, allerdings sind die Griffe laut Homepage u.a. nicht für Dachfenster gedacht bzw. funktionieren hier nicht ordentlich.
    Quelle: http://www.klimagriff.de/klimagriff/1-0/
    Allerdings wäre allein das Mitschreiben der Daten für beide Seiten schon eine gute Kontrolle.
     
  20. Berny

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    Hallo Dirk, Fichte Tanne, also vom billigsten. Ich möchte aber wirklich gerne annehmen, dass es etwas höherwertigeres Holz ist.:smile031:
     
  21. #20 dirk42799, 20.04.2013
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    @all:

    Hallo nochmal,
    am Do. war ich bei einem Anwalt, u.a. für Mietrecht, und habe mit ihm den Sachverhalt diskutiert.
    Auch sein Urteil nach Sichtung der 22 Bilder sowie der Vergleichsbilder aus Okt. 2011 war, daß durch die lokale Begrenzung auf die Fenster (und nicht umliegende oder andere Mauerteile) sowie hier die Flächigkeit (die ganzen Fensterrahmen sind betroffen) kein baulicher Mangel vorliegt.

    Nach seiner Auffassung könnten die Fenster aber noch durch einen Maler mit entsprechender Behandlung zu retten sein. Hierzu müßte - glücklicheweise wird´s jetzt wärmer draußen - über mehrere Wochen im regelmäßigen Rhythmus die Fenster mit Isopropanol (so hieß das, glaube ich; jedenfalls ein starker/reiner Alkohol) behandelt, abgeschliffen und anschl. neu lasiert/versiegelt werden.

    Er formuliert mir nun eine Ergänzung zum Mietvertrag unter Bezug auf Info-Materialien von Velux und HuG zum Thema "Schimmelbefall" und "richtig heizen und lüften" sowie eine jährliche Besichtigungsvereinbarung der kompletten Wohnung inkl. Bilder.

    Zunächst aber steht nächste Woche ein Besichtigungstermin mit einem Malermeister an. Mal sehen (hoffentlich), ob seine Einschätzung auch die ist, daß man das so noch behandeln und retten kann. Wäre jedenfalls billiger als 3 neue Fenster. ;-)

    Gruß,
    Dirk
     
Thema: Schimmelbefall bei 3 Dachflächenfenstern
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