Schneeräumen

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von fusa, 01.10.2013.

  1. fusa

    fusa Neuer Benutzer

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    Schneeräumen
    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    wir erstellen z. Zt. die Betriebskostenabrechnung 07/12 - 06/13. Wir haben ein Mehrfamilienhaus mit 3 Mietparteien (Wohnungen), einem Gewerbemieter (Laden) und wir wohnen auch selbst darin. Die Hausmeisterarbeiten wie Hausordnung, Vorgartenpflege und Schneeräumen (ca. 70 m²) übernehmen wir selbst zu einem Stundensatz von 18 EUR. Meine Frage betrifft das Schneeräumen. In der letzten Abrechnungsperiode 2011/2012 hatten wir nicht so viel zu tun (9 h haben wir abgerechnet). Die Abrechnung erfolgt nach Aufwand. In der Abrechnungsperiode 2012/2013 hatten wir sehr viel Schnee. Es sind dieses mal ca. 50 Stunden (900 EUR, eigentlich waren es noch mehr) die auf die Mieter umzulegen sind.
    Es wäre sehr nett, wenn wir von anderen Vermietern erfahren würden, wie man den Mietern die Anzahl der Stunden vermitteln kann, oder besser auf welcher Grundlage man die Schneetage nachweisen kann.
    Vielen Dank um Voraus. fusa
     
  2. AdMan

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  3. #2 immodream, 01.10.2013
    immodream

    immodream Erfahrener Benutzer

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    hallo fusa,
    es wäre sinnvoll gewesen, ein entsprechendes Protokoll oder Stundenaufzeichnung direkt jeden Tag zu erstellen.
    Alles andere wird bei einer Erhöhung der Arbeitsstunden und Kosten von 9 auf 50 Stunden sicherlich zu Problemen mit den anderen Mietern führen.
    Grüße
    Immodream
     
  4. Andres

    Andres
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    Zwei erste Einwände:

    Was ist "Hausordnung"? Das Wort kenne ich nicht im Zusammenhang mit Hausmeistertätigkeiten ...

    Als Mieter würde ich hier zuerst einmal den Stundensatz beanstanden, der meiner Meinung nach zu hoch ist. Ein externen Dienstleister wird wohl kaum um die 21,50 € pro Stunde (das ist dann mit USt, ihr dürft nur netto ansetzen) verlangen. Sätze zwischen 10 und 15 € gelten als akzeptabel.


    Selbst wenn du nachweist, an welchen Tagen es geschneit hat, ist das noch kein Nachweis ob und wie lange ihr geräumt und gestreut habt. Bevor ich mir also große Gedanken mache, wie man Schneetage vielleicht über den DWD nachweisen könnte, würde ich mir erst einmal überlegen, was mir das bringt.

    Sonst sehe ich das wie Peter: Für den letzten Abrechnungszeitraum ist das Kind in den Brunnen gefallen, zukünftig solltet ihr umlagefähige Arbeitsstunden protokollieren. Ein angestellter Hausmeister müsste das auch tun, um eine Abgrenzung zwischen umlagefähigen und nicht umlagefähigen Tätigkeiten herzustellen.
     
  5. #4 Pharao, 02.10.2013
    Zuletzt bearbeitet: 02.10.2013
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    sind diese 70m2 die gesamt Außenfächen incl Bügersteig oder ist das wirklich nur das, was auch geräumt wird ? Ich mein, zb einen Bürgersteig räumt man ja i.d.R. nicht vollständig, sondern nur 2-3 Schaufeln breit.

    Ich hab`s bei uns zwar noch nie nachgemessen, aber 70m2 erscheinen mir auch etwas viel bei einem normalen Haus, denn i.d.R. räumt man ja nur den Bürgersteig und den Weg zum Hauseingang, mal abgesehen davon, das auch ich 18€ Stundensatz etwas arg viel finde und die Mieter hier auch garnicht nachvollziehen können, wie lange du wirklich auch "geräumt" hast.
     
  6. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Wie kommt man eigentlich zu der Erkenntnis, dass ein Stundensatz von 18 € "etwas arg viel" sein könnte?

    Die Arbeitsstunden werden für den Mieter durch einfache Stundenzettel nachvollziehbar sein. M.a.W.: der Vermieter muss es nur aufschreiben. Wenn der Mieter die Arbeitsstunden anzweifelt, wird er das belegen müssen.
     
  7. tokape

    tokape Erfahrener Benutzer

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    Was mich da mal interessieren würde: Wie stellt ihr denn die Rechnungen für euch aus? Habt ihr da Gewerbe angemeldet?
     
  8. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Warum sollte man sich selbst Rechnungen ausstellen? Geht es um die "endgültige Wahrheit", dass für die Umlage von Betriebskosten eine Rechnung zwingend erforderlich wäre?

    Sach- und Arbeitsleistungen des Vermieters werden nach § 1 Abs. 1 Satz 2 BetrkV mit dem Betrag angesetzt den ein Unternehmer für eine gleichwertige Leistung berechnen würde. Dazu wird man einfach auf einem Blatt Papier aufschreiben, wie man zu irgendeinem Wert gekommen ist.
     
  9. tokape

    tokape Erfahrener Benutzer

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    Hm...

    für mich als Laie in so etwas stellt sich die Frage: Das sind doch Zusatzeinkünfte! Wie gebe ich die denn dem Finanzamt an ohne Rechnung?

    Ich wollte das auch schon mal machen und mein Steuerberater meinte, das das so nicht ginge!



    Dann wäre für mich ja noch die weitere Frage, ob sich die Vermieter die ja auch im Haus wohnen diese Kosten bei der Kostenabrechnung auch für sich mit umlegen.
     
  10. Andres

    Andres
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    Genau, und ich habe einen derartigen Stundensatz für eine ungelernte Arbeitskraft ohne Steuern, Material, Anfahrt (das darf bei Selbstvornahme nicht in den Stundensatz eingerechtnet werden) einfach noch nicht gesehen. Hast du da andere Erfahrungen?


    Für die Miete schreibst du auch keine Rechnung ...

    Aus (nachvollziehbaren) Gründen ist das Finanzamt nicht besonders pingelig, wenn es um die Nachweise des Einkommens geht. Wenn du angibst, dass du Einkünfte hattest, sagt das Finanzamt sicher nichts Gegenteiliges :50:


    Bevor man diese Aussage bewertet, sollte zuerst einmal geklärt werden, was "das" eigentlich ist: Eigenleistungen? Rechnungen schreiben? Etwas anderes? Abhängig davon ist die Aussage irgendwo zwischen uneingeschränkt richtig und völlig falsch.


    Selbstverständlich, wie bei allen anderen Positionen auch.
     
  11. #10 RMHV, 02.10.2013
    Zuletzt bearbeitet: 02.10.2013
    RMHV

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    Hier geht es nicht um Erfahrungen, sondern um die Kalkulationsgrundlagen eines externen Dienstleisters und der hat sehr wohl Steuern zu zahlen und dazu auch noch Sozialabgaben. Darüber hinaus muss ein Dienstleister einkalkulieren, dass er nicht 100% der Arbeitszeit seiner Beschäftigten irgendwo in Rechnung stellen kann. Nicht zuletzt werden die Beschäftigten gelegentlich auch krank oder haben Urlaub. Kosten für ein Fahrzeug fallen übrigens auch noch an.
    Wenn man bei einem Stundenlohn von vielleicht 7,50 € anfängt zu rechnen, wird man auf Kosten von ca. 20 € pro in Rechnung gestellte Arbeitsstunde kommen und dabei hat der Unternehmer noch keinen Gewinnaufschlag. Rechnet man einen moderaten Gewinnaufschlag dazu, wird man bei ca. 25 € ankommen und genau diesen Wert kann der Vermieter auch ansetzen. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass die Leistung auch gleichwertig ist, was beim Schnee räumen nicht allzu schwierig sein sollte.
    Alles in allem dürfte ein Satz von 18 €/Std. also recht günstig sein.

    Anders sieht es aus, wenn z.B. beim tapezieren oder anstreichen gegenüber einem gelernten Maler wesentlich mehr Arbeitszeit benötigt wird.
     
  12. Pitty

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    Habt Ihr Euch mal ein Angebot erstellen lassen?
     
  13. #12 Yoki, 10.10.2013
    Zuletzt bearbeitet: 10.10.2013
    Yoki

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    Hallo,

    Ohha ... Als Mieter würde ich bei dem geforderten Stundenlohn schon alleine umfallen und würde ehrlich gesagt meckern und das so nicht wirklich akzeptieren wollen - ausser es würde mit entsprechend aufgezigt dass so ein Std.lohn berechtigt ist !

    Wir haben bisher auch immer den Abürgersteig selbst gefegt und auch das Schneeräumen übernommen, wenn ich morgens oder zwischendurch raus muss fegen bei mir vorm Haus kann ich auch gleich links und rechts mit fegen .... Aber 18,0. Euro dafür nehmen .... Heftig. Und das quasi bar auf die Kralle, oder .

    ich würde mich da wirklich mal bei den Untnehmen erkundigen was die für die Schneeräumung in der Saison nehmen (Angebot) und ich vermuetet jetzt mal ganz kess, dass das deutlich günstiger leigen wird..... Man bedenke dass diese auch noch Steuern dafür abführen müssen etc. Etc. .... Das werdet ihr auch tun, oder ? ;-) bei solchen Summen ....

    Kurzum, wir haben jetzt auch eine Firma beauftrag die das ab dieser Wintersaison übernimmt, ich kann das ohne Probleme auf die Mieter umlegen weiterhin und diese können die Kosten auch, da es ein Anternehmen ist und haushaltsnahe Dienstleistung mit zu ihren Steuererklärungen packen , genauso wie die Gartenpflege, da druckt mein Abrechnngsprogramm gleich die erforderliche Bescheinigung mit aus.

    Aber so finde ich das nocht so prickelnd und würde als VM gar nicht auf die Idee kommen solche Stundenlöhne zu nehmen .... Aber das ist meine Ameinung, muss jeder selber wissen sich aber dann auch damit auseinander setzen dass die Amiete auch sauer werden.

    So wie mir bekannt ist darf man als VM wenn man die Arbeiten selbst%2
     
  14. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Allerdings ist zu beachten, dass ich von einem Dienstleister eine Rechnung bekomme, die die haushaltsnahen Dienstleistung für den Mieter steuerlich absetzten lassen.
    Und sollte der Vermieter nicht nur den Schneeräumen sondern auch noch andere Hausmeisterlichen Tätigkeiten auf diese weise Abrechnen wollen so ist da ja wohl schon "gewerbsmäßige" Schwarzarbeit zu vermuten!

    In den 25€ einer Firma ist sind jeden Fall Kosten für Sozialversicherung und Steuerabgaben einkalkuliert.
     
  15. #14 WohnTraum, 11.10.2013
    WohnTraum

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    Ich kann nur aus der Praxis berichten. In unserer Region bekommt man ohne Probleme einen professionellen Schneeräumdienst für ein durchschnittliches MFH für etwa 20-50 € im MONAT (und das inkl. einer Haftpflichtversicherung falls doch trotzdem was passiert). Berechnet man etwa einen durchschnittlichen Zeiteinsatz von 10-15 Minuten, komme ich maximal auf einen Stundenlohn von 10 € inkl. MwSt. Wohlgemerkt bei 30 Tagen Schnee im Monat. Was in unseren Breiten selten vorkommt.

    Wozu sollte man sich dann unnötig Streß mit Mietern und dem Schnee machen?! Es sei denn, man möchte selbst daran nicht unerheblich verdienen.
     
  16. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Bei uns ist es nicht einfach einen Schneedienst zu bekommen. Das liegt wohl daran, dass sie die letzten 4 Jahre kein Geld verdient haben. Oder anders ausgedrückt zu viel Arbeiten musten. Viele haben dieses Jahr den Schneedienst aufgegeben. :evil:
     
  17. #16 trinchen, 11.10.2013
    trinchen

    trinchen Benutzer

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    Bei uns muss man den Dienst bei den meisten Anbietern das ganze Jahr buchen, inkl. Straßenreinigung. Es wird nach Meter abgerechnet, je länger der Bürgersteig, desto teurer die Rechnung. Allerdings liegen wir hier auch nicht bei gerade günstigen 80€ brutto.
     
  18. fusa

    fusa Neuer Benutzer

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    Vielen Dank für die vielen Antworten. Ich möchte nur noch einmal sagen, mit 10 min ist es bei uns nicht getan, wir haben vor unserem Mehrfamilienhaus ca. 20 m + ca. 15 m Zufahrt/Zugang zur Haustür im Hof + 20 m Hof (Zugang zu den Containern). Bei uns handelt es sich um ein Haus bei dem der Giebel frei steht. Da wir viel Schnee haben im Erzgebirge (außer in diesem Jahr) benötigen wir ca. 1 h um einmal rum zukommen. Wir haben inzwischen eine Pauschale von 600 € pro Jahr angesetzt. fusa
     
  19. #18 hugohalle, 29.04.2014
    hugohalle

    hugohalle Gast

    Im Erzgebirge 18 E / h?

    Das freut den Mieter der ganz bestimmt wg Wucher diese Rechnung anzweifelt und auch bestimmt Recht bekommt.

    Warum nicht mal einen professionellen Dienst ein Angebot machen lassen und dann einen Teil des Geldes ansetzen oder die Mieter das selber machen lassen?
     
  20. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Hugohalle,

    wenn man mal davon ausgeht, das ein Mieter (und ggf. auch sein Partner) einer geregelten Arbeit zu "normalen Arbeitzeiten" nachgeht, dann kann man m.E. garnicht sicherstellen, das der Mieter ordnungsgemäß räumen kann, falls es mal zu "normalen Arbeitszeiten" schneien sollte.
     
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