Selbst gebastelter Mietvertrag

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Staubwolke, 10.10.2009.

  1. #1 Staubwolke, 10.10.2009
    Staubwolke

    Staubwolke Gast

    Ich habe mir selbst aus diversen Mustern einen Mietvertrag gebastelt. Wer hat Zeit, da mal drüber zu gucken und mir evtl. Bedenken gegen diverse Klauseln mitzuteilen?
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 10.10.2009
    lostcontrol

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    halte ich für ganz schön mutig, dir selbst einen vertrag zu basteln, vor allem wenn da so viel ungewöhnliches drin steht.
    du läufst gefahr dass so einiges darin ungültig ist...

    fangen wir mal an:

    warum schreibst du die quadratmeterzahl rein (auch wenn's ein circa-wert ist)? das müsstest du nicht... und dass der balkon eingeschlossen ist, ist normal, sinnvoll wäre es da eher dazuzuschreiben, wie die balkonfläche eingerechnet wird, 100% darfste nicht, also wieviel % der balkonfläche?
    die ganzen nicht-wohnräume wie kellerraum, spitzboden, garage etc. laufen nicht als wohnfläche - so wie du es schreibst gehören sie aber auch zu den von dir angegeben quadratmetern, das wird so sicher nicht richtig sein.

    den passus bezüglich der betriebskosten kannst du so nicht schreiben.
    wie soll denn bitte der mieter seinen allgemein- und heizungsstrom-anteil selbst mit dem versorger abrechnen? er ist ja nicht der vertragspartner...
    ich weiss ja nicht wie du die heizkosten berechnest, aber die gängigen progrämmchen dafür wollen auch eine eingabe beim heizungsstrom, warum willst du den wo anders unterbringen?

    überhaupt den ganzen betriebskostenkram den du da schreibst - das ist ziemlich schräg formuliert, der mieter KANN die betriebskosten nicht zusätzlich zur kaltmiete bezahlen, er kann höchstens eine vorauszahlung darauf monatlich leisten - und du bist VERPFLICHTET eine jährliche abrechnung zu machen, wenn du dich schon auf die betriebskostenverordnung berufst. so geht's jedenfalls nicht.
    und keinesfalls würde ich die betriebskosten vom hauptteil des vertrags in einen anhang verlagern, damit befinden sie sich ja HINTER der unterschrift des mieters und das könnte die ganze sache dann wirklich knicken.
    überhaupt ist mir das zuviel "wenn" und "falls" usw. - schreib da rein was sache ist, und zwar ÜBER die unterschrift des mieters und nicht in irgendwelche anhänge.

    warum schreibst du einmal was von pauschale und einmal was von betriebskostenverordnung? ja was denn nun? genau DAS muss im mietvertrag geklärt werden (und zwar VOR der unterschrift des mieters), sonst kannst du dir den vertrag sparen.

    den umlagemaßstab kann der vermieter nicht einfach ändern - diese klausel ist mit sicherheit ungültig.

    die rückerstattung bzw. nachzahlung - warum gibst du hierfür einen zeitraum an? das ist eigentlich zu deinem nachteil, vor allem wenn's dann um den auszug geht oder wenn der mieter schulden bei dir hat (du wirst ihm doch wohl kaum etwas auszahlen wollen, wenn er dir geld schuldet, oder?).

    der satz "Diese Kaution ist bei Übergabe der Mietsache zu erbringen. Der Mieter hat das Recht, die Kaution in drei gleichen aufeinander folgenden Raten zu erbringen. In diesem Fall ist die erste Rate bei Übergabe der Mietsache zu leisten." ist in sich widersprüchlich.

    das hier: "Wird der Gebrauch der Mietsache zum hier vereinbarten Mietbeginn nicht gewährt, ist der Mieter berechtigt, Schadensersatz zu fordern. Dies gilt jedoch nur, wenn der Vermieter die nicht rechtzeitige Überlassung vorsätzlich oder grob fahrlässig zu vertreten hat." entspricht nicht der rechtslage. der mieter kann den schadensersatz so oder so fordern, wird also auch ungültig sein.

    bezüglich garten:
    liegt denn überhaupt eine gartennutzung vor? ansonsten würde ich sowas tunlichst NICHT reinschreiben...

    bezüglich kleinreparaturen:
    da solltest du nicht einen festen geldbetrag für die jährliche obergrenze eingeben sondern einen prozentualen betrag von der jahresmiete.
    und dass die auftragsvergabe vermietersache wäre, das würde ich da keinesfalls reinschreiben, denn wer die musik bestellt, bezahlt sie auch - damit schneidest du dir ins eigene fleisch!

    vermieter-besuch:
    da würde ich um himmels willen keine festen zeiten reinschreiben!
    und schon garnicht die von dir angegebenen, denn die sind total kontraproduktiv, kein handwerker wird sich zu diesen zeiten breitschlagen lassen, die wollen tagsüber in die wohnungen rein, und auch für besichtigungstermine mit folge-mietern empfiehlt sich eine besichtigung bei tageslicht. sonntags kannst du ohnehin keinen termin verlangen, es sei denn bei "gefahr im verzug", aber ganz sicher nicht für blosse besichtigungen.
    und was eine "rechtzeitigen vorherigen Abstimmung mit dem Mieter" ist, darüber kann man sich trefflich streiten. du denkst dabei vielleicht an ein, zwei tage, der mieter könnte darunter auch 3, 4 wochen verstehen.

    bei dieser klausel hier:
    "Die Mieter bevollmächtigen sich gegenseitig zur Entgegennahme von Erklärungen des Vermieters. Erklärungen eines von mehreren Mietern oder eines von mehreren Vermietern gelten auch für die übrigen Mieter bzw. Vermieter. Daher muss sich ein Mieter die von einem anderen Mieter gesetzte Kündigung bzw. andere Handlungen, Tatsachen und Erklärungen ebenfalls zurechnen lassen." bin ich mir nicht sicher ob das mietrechtlich ok ist - ich fürchte nein.
     
  4. #3 Staubwolke, 11.10.2009
    Staubwolke

    Staubwolke Gast

    Erstmal vielen Dank, dass Du Dir die Mühe gemacht hast und drüber geschaut hast.

    Will jetzt auch nochmal meine Gedanken zu Deinem Posting mitteilen:

    O.k., meinetwegen lass ich die Quadratmeter weg. Es war jedenfalls nicht so gemeint, dass der Keller, Spitzboden und die Garage zu den Quadratmetern gehören. Die Quadratmeter beziehen sich rein auf die Wohnungsfläche mit anteiliger Balkonfläche laut meinen damaligen Bauunterlagen.

    Die Wohnung wird mit Strom mit so Marmorplatten beiheizt. Es gibt einen reinen Zähler für diese Heizung und einen reinen Zähler für den Reststrom, der in der Wohnung produziert wird. Diese Stromzähler sind allein Sache des Mieters. Er kann mit jedem Stromanbieter dafür einen eigenen Vertrag abschließen und kann sich daher selbst um seine Zahlungen kümmern, insbesondere die Abrechnung mit seinem Anbieter direkt machen.
    Für Allgemeinstrom (wie Treppenhauslicht und Strom für den Warmwasserboiler, der im Keller steht) gibt es ebenfalls zwei weitere Zähler im Haus. Diesen Strom muss ich anteilig mit den Nebenkosten auf den Mieter umlegen und nur für diesen Strom muss ich eine Abrechnung machen, weil der teilweise natürlich auch meinen Bruder mit seiner Wohnung betrifft. Ich wollte eigentlich in meinem Mietvertrag wegen den Nebenkosten einfach auf die Betriebskostenverordnung verweisen, weil ich hier mehrmals gelesen habe, dass das geschickter ist. Sollten irgendwann weitere Kosten anfallen, die es derzeit noch nicht gibt, dann könnte ich auch die umlegen. Wenn ich allerdings jetzt den jetzigen Stand mit den Betriebskosten in den Vertrag aufnehme, dann kann ich wohl auch in der Zukunft daran nix mehr ändern. Irgendwo hier im Forum war ein Beispiel mit einem Aufzug. Sollte der irgendwann gebaut werden, dann möchte ich auch hierfür die Kosten umlegen können.

    Ich möchte monatlich eine Pauschale von X € für Allgemeinstrom (Treppenhaus- und Kellerlicht, Boiler), Wasser, Müll, Grundsteuer, anteilige Gebäudeversicherung vom Mieter haben. Und einmal jährlich soll es eine Abrechnung geben, wo ich die Kosten dann abrechne. Entweder Mieter muss dann nachzahlen oder ich muss erstatten.

    Aha! O.k., lass ich dann eben raus.

    Öhm, nö natürlich nicht. Was empfiehlst Du dann? Die Klausel einfach wegzulassen. Aber hab ich dann nicht gerade dann eine Regelungslücke im Vertrag?

    Seh ich eigentlich nicht so. Er schuldet mir die Kaution ab Übergabe und ich stunde ihm die auf drei Monate.

    Kann ich nix zu sagen, soll heißen: Weiß ich nicht. Lass ich halt dann eher raus.

    Der Garten ist derzeit Gemeinschaftseigentum der Wohnungseigentümer. D.h. meine Mieter haben das Recht auf Mitbenutzung des Gartens, gleichermaßen aber auch die Pflicht, mal Rasen zu mähen.

    Hmm, es dürfen ja höchstens alle Reparaturen 8 % der Jahreskaltmiete sein, oder? Und wie soll das dann gehen für eine einzelne Reparatur?

    Ich will damit eigentlich nur sicherstellen, dass ich mir meine Handwerker selbst aussuchen kann.

    Irgendeine Regelung sollte aber m.E. auf jeden Fall rein. Gerade wenn ich die Wohnung mal verkaufen wollte, will ich das Recht haben, die mit Interessenten zu betreten und nicht erst warten müssen, bis mein Mieter ausgezogen ist. Gleiches gilt für einen etwaigen Nachmieter!


    Warum sollte es nicht? Es ist lediglich eine Vollmacht!?!
     
  5. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    1. Der Balkon kann nur maximal zu 50% eingerechnet werden. Wenn der Plan also sagt, dass der Balkon 5 qm hat, dann darfst du maximal 2,5 qm als Wohnfläche einrechnen. (WoFlVO)

    2. Eine Pauschale bewirkt, dass keine Abrechnung erstellt werden muss. Jedenfalls gibt es keine Nachzahlung oder Rückzahlung. Das ist Pauschal, alles andere ist eine Vorauszahlung. Das ist es wohl auch, dass du machen willst. Also nenne es nicht Pauschale, da dreht dir jeder RA einen Strick draus und du bleibst auf den Kosten sitzen.

    3. Kaution. Die darf in 3 Raten bezahlt werden und wird nicht nach 2 Monaten wohnen fällig! Da das sowieso die gesetzliche Regelung ist, kannst du das weg lassen.

    Berufe dich lieber auf die aktuelle Gesetzgebung, dann wird das handfester, anstatt diese falsch zu zitieren.

    4. Kleinrep: Es muss eine prozentuale Obergrenze für alle Kleinreps im Jahr angegeben sein und eine Obergrenze für die einzelne Kleinrep. "100€ und insgesamt 8% der Jahresmiete über den Zeitraum eines Kalenderjahres."

    5. Instandhaltung/ instandsetzung: Das ist natürlich Vermietersache. Es ist auch die Pflicht des Mieters, jeden Mangel zuerst dem Vermieter zu melden. Wenn er einen Handwerker beauftragt, bezahlt er den auch. Du kannst ihn nochmal auf seine Meldepflicht hinweisen, dass er jeden Mangel sofort und umgehend meldet.
    Weiter würde ich nicht gehen. Sonst zahlst du ihm bald noch den neuen E-Herd (ist instandhaltung..)
     
  6. #5 Staubwolke, 11.10.2009
    Staubwolke

    Staubwolke Gast

    Da würde ich mich ja nach meiner Wohnflächenberechnung, die ich von meinem Bau her habe, richten. Da wurde der Balkon auch nur anteilig mit eingerechnet. Aber ich lass die Quadratmeterzahl jetzt ganz weg.

    O.k., dann schimpf ich es Vorauszahlung. So ist es ja auch gewollt.

    Aber so steht es doch auch in meinem Vertrag drin!?! Der Mieter kann sie auf 3 Raten bezahlen.

    Da bin ich ja mit monatlich 75 € noch weit drunter. Und 300 € sind in meinem Fall auch weniger als 8 % der Jahreskaltmiete. Aber auch das werde ich ändern.

    Da meine Einbauküche mit Elektrogeräten mit vermietet wird, hänge ich da eh drin, wenn ein Gerät verreckt. Leider ....

    So langsam krieg ich echt Angstzustände mit diesem ollen Mietvertrag. Diese Muster von Formblitz und weiß der Geier was es noch gibt passen irgendwie nie hundertprozentig. Vor allem auch, weil ich ja eine Eigentumswohnung vermiete und es hier ja auch noch eine Gemeinschaftsordnung gibt, an die sich auch der Mieter halten muss. Soll heißen, ich kann ihm nicht mehr Rechte geben, als ich als Wohnungseigentümerin habe.
    Ich weiß, dass hier alle diesen Haus- und Grundbesitzerverein so loben und dessen Muster wohl so toll wären. Aber ich hab eigentlich keinen Bock, nur wegen einem Mustermietvertrag dort Mitglied werden zu müssen. Waaaaaaaah :help
     
  7. #6 lostcontrol, 11.10.2009
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    so steht's aber dummerweise da, drum mein ich ja dass du das ändern solltest.

    ich fasse zusammen: die wohnung wird also mit strom beheizt, für den es einen eigenen zähler gibt abgesehen vom normalen stromzähler für diese wohnung.

    den verteiler musst du aber schon vorher angeben, also z.b. ob der allgemeinstrom nach parteien, nach quaratmetern oder gar nach personen abgerechnet wird.

    das steht aber in jedem standard-mietvertrag auch drin, dass kosten, die erst später dazu kommen, sofern umlagefähig auch umgelegt werden können.

    dann drückst du dich aber falsch aus.
    das wort "pauschale" bedeutet dass es KEINE abrechnung gibt, sondern dass mit zahlung dieser pauschale alles abgegolten ist.

    dann gilt das allgemeine mietrecht. du hast ohnehin 'n haufen zeuchs in deinem vertrag das ohnehin schon im mietrecht steht - das könntest du dir an sich sparen.
    genaugenommen müsstest du garnichts von dem, was schon im mietrecht geregelt ist, in deinen vertrag schreiben (obwohl es bei vielen dingen natürlich sinnvoll ist).

    nein, lies deinen satz nochmal genau.
    wenn du schreibst die kaution ist bei der übergabe zu erbringen, dann bedeutet das, dass sie zum übergabezeitpunkt auf deinem konto zu sein hat oder bar auf dem tisch zu liegen hat, und zwar in voller höhe. da dies vom allgemeinen mietrecht abweicht, würde ich das definitiv nicht schreiben.

    davon steht aber nichts in deinem mietvertrag. DAS solltest du unbedingt reinschreiben.

    bezüglich der jährlichen summe: die verändert sich ja mit deinen mieterhöhungen, wenn du sie prozentual angibst - das ist durchaus sinnvoll sinnvoll so.
    bei der einzelnen reparatur darfst du ja einen höchstbetrag angeben. der kann übrigens (irgendwo hat capo ein aktuelles urteil angegeben) bis zu 150 € sein. ist aber immer die frage ob das sinnvoll ist, überleg dir gut wieviel eigeninitiative in sachen reparaturen du deinem mieter erlauben willst und ob nicht eine höher kalkulierte kaltmiete unter umständen sinnvoller ist.

    das wirst du bezüglich kleinreparaturen nicht durchsetzen können, wenn du sie laut vertrag dem mieter überlässt - entweder A oder B, beides geht nicht.

    siehe dazu auch allgemeines mietrecht.
    und in ganz normalen standard-mietverträgen steht ja auch was dazu drin.
    warum willst du da unbedingt selbst was formulieren, was für dich deutlich schlechter ist als das, was in standard-mietverträgen bzw. im mietrecht steht?
    dass der mieter einen etwaigen nachmieter vorzeitig in die wohnung lässt kannst du nicht verlangen - weshalb auch?

    dann verlange doch einfach eine ganz normale vollmacht, unabhängig vom mietvertrag. was meinst du wie oft ich das schon erlebt habe dass paare sich zerstreiten oder gar WG-partner. wenn dann der eine für den anderen sprechen UND haften darf, ist der gang vor gericht vorprogrammiert.
    ich glaube nicht dass irgendein mieter das akzeptieren wird.
    ich glaube noch nicht mal dass das rechtlich erlaubt ist, da befürchte ich sogar dass das sittenwidrig ist.

    sag mal, warum willst du unbedingt selbst was schreiben?
    warum nimmst du nicht einfach einen standard-mietvertrag? dann wärst du doch auf der sicheren seite!
    du riskierst 'ne menge damit, sowas selbst aufzusetzen - es sei denn du lässt das dann noch vom profi (anwalt für mietrecht) prüfen...

    vergiss "formblitz". da ist der mietvertrag aus dem schreibwarenladen noch besser.
    dass man bei "haus und grund" mitglied sein müsste, um einen mustermietvertrag zu erhalten wäre mir neu.
     
  8. #7 Thomas76, 11.10.2009
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    Aber steht das nicht so ähnlich ohnehin in jedem Standardmietvertrag, Stichwort Personenmehrheit als Mieter ?

    Edit : Ich würde mir übrigens auch die Mühe mit dem selbstgebasteltem Mietvertrag sparen und mir einen Vorgedruckten kaufen.Ich nehme immer Zweckform Nr.2849 aus dem Schreibwarenhandel und finde, das da alles sehr gut formuliert ist.Außerdem werden die Vordrucke auch immer wieder aktualisiert.
     
  9. #8 lostcontrol, 11.10.2009
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    nein, eben nicht.
    wenn du als mieter-paar eine wohnung kündigen willst, dann müssen ja auch beide unterschreiben, wenn der mietvertrag mit beiden geschlossen wurde.
     
  10. #9 Thomas76, 11.10.2009
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    Also ich habe jetzt gerade keinen aktuellen Mietvertrag von mir vorliegen, aber bei mir steht immer Sinngemäß das drin, was auch Staubwolke zu dem Thema Personenmehrheit als Mieter machen wollte : Das quasi jeder einzelne dieser Personengruppe zu Entgegennahme oder Abgabe von Erklärungen, also auch Kündigung, berechtigt ist und dieses dann für alle Mieter gilt.
    Und ich benutze, wie gesagt, vorgedruckte Mietverträge, die auch aktualisiert werden.
    Ich kann mir nicht vorstellen, das das da vorgedruckt drinstehen würde, wenn es grundsätzlich nicht rechtmäßig wäre.
     
  11. #10 F-14 Tomcat, 12.10.2009
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    einen Mietvertrag selbst zu schreiben halte ich für sehr gewagt

    es gibt tausende urteile bezüglich klauseln

    mann bräuchte sehr viel zeit um einen einigermaßen guten Mietvertrag zu schreiben

    deshalb mein Rat gehe zu Haus & Grund und lass dir einen anfertigen

    PS. ich vermiete Wohnraum nicht mit Garage oder Stellplatz es gibt tausend gründe die dafür sprechen und keinen der dagegen spricht
     
  12. #11 Staubwolke, 12.10.2009
    Staubwolke

    Staubwolke Gast

    So ist es! Zwei eigene Zähler für die Wohnung, wo der Mieter seinen eigenen Stromanbieter sich suchen kann und seine eigenen Verträge schließen kann.

    Hab ich jetzt auch grad entdeckt. Allerdings hab ich hier eben bei dem Wohnraummietvertrag das Problem, dass vieles nicht auf meine Situation zutrifft. Und das ganze wird irgendwann so unübersichtlich, dass keiner mehr durchblickt. Es geht schon los bei diesem Passus mit der zentralen Heizungsanlage und Warmwasserversorgung. Es gibt bei mir keine zentrale Heizungsanlage. An Warmwasserversorgung gibt es den Boiler im Keller, an dem der Mieter sich wegen dem Strom anteilig gemäß seinem Warmwasserverbrauch beteiligen soll (also nix mit Wohnfläche und so). Was Treppenhaus- und Kellerlicht betrifft, möchte ich tatsächlich eine Pauschale mit meinem Mieter vereinbaren. Hintergrund hierfür ist, dass mein Bruder, der auch im Haus wohnt, im Keller diverse Flipper stehen hat. Seit dies der Fall ist, ist natürlich der Allgemeinstrom im Haus wesentlich höher geworden, sodass mein Bruder und ich die Vereinbarung getroffen haben, dass ich - wie vor Aufstellung der Flipper - meinen Anteil Allgemeinstrom zahle und er den Rest selbst zahlen muss. Schließlich schalte ich jetzt deswegen nicht mehr oder weniger Licht im Treppenhaus und Keller an, als sonst.
     
  13. #12 lostcontrol, 12.10.2009
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    das ist ja kein problem, dann streichst du den passus halt durch.
    mach ich bei uns bei den wohnungen, die mit eigener wohnungsheizung ausgestattet sind ja auch so.

    also doch eine zentrale warmwasserversorgung - ist doch nichts anderes.

    moment - du schriebst doch dass es nur 2 wohnungen im haus gäbe?
    wo wohnt denn dann dein bruder?

    du nicht, aber dein bruder wohl offensichtlich.
     
  14. #13 Staubwolke, 13.10.2009
    Staubwolke

    Staubwolke Gast

    Mein Bruder wohnt im Haus in der Wohnung im Erdgeschoss und ich bisher eben in der Wohnung im Obergeschoss. Es gibt zwei Zähler, die mein Bruder und ich gemeinsam abrechnen müssen. Einer für Keller- und Treppenhauslicht (über den aber auch seine privaten Flipper laufen) und einer für den Warmwasserboiler. Ich habe mich für den Kellerzähler bisher mit pauschal 30 € jährlich beteiligt und zahle auch nicht mehr. Und der Zähler für den Boiler wird gemäß dem Warmwasserverbrauch abgerechnet und die Abschläge zwischen uns aufgeteilt. So wollte ich das auch mit dem Mieter weiterführen.
     
  15. #14 immobald09, 19.01.2010
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    wo kann man einen Muster-Mietvertrag herkriegen ?
     
  16. #15 Christian, 19.01.2010
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    Hallo,

    ich hab meinen aus nem Buchladen.
    Vermutlich tut's auch ein Schreibwarenladen.
     
  17. #16 lostcontrol, 19.01.2010
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    schreibwarenladen, mieterschutzbund, haus&grund.
    gut anschauen und vergleichen!
     
  18. RMHV

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    Nun unterliegen Formularverträge dem AGB-Recht. Das hat zur Folge, dass es "so" unwirksam sein könnte, "so ähnlich" aber wirksam.


    Richtig... allerdings kann sich jeder der beiden Mieter bei der Abgabe der Willenserklärung auch vertreten lassen. Es ist also keineswegs zwingend, dass beide Mieter eigenhändig unterschreiben.

    Soweit es um die Empfangsvollmacht geht, ist die Klausel zumindest dann unproblematisch, wenn eine Widerrufsmöglichkeit vorgesehen ist. Empfangsvollmacht bedeutet, dass einer der Mieter berechtigt ist, z.B. eine Kündigung entgegenzunehmen. Das bedeutet aber nicht, dass die Kündigung nur gegenüber dem empfangsbevollmächtigten Mieter erklärt wird. Er darf lediglich die Willenserklärung entgegennehmen und der Vollmachtgeber, in diesem Fall also der andere Mieter, muss den Zugang gegen sich gelten lassen.
    Mit der Vollmacht zur Abgabe einer Willenserklärung bin ich, auch wenn die Kündigung grundsätzlich auch durch einen Bevollmächtigten erfolgen kann, vorsichtiger.

    Sorry, aber das ist eine ziemlich naive Vorstellung...
    Was, wenn nicht ein vorgedruckter und auch aktualisierter Vertrag mag denn wohl Streitgegenstand in Prozessen zum AGB-Recht gewesen sein? Der vielleicht bekannteste Fall der Unwirksamkeit aus der jüngeren Vergangenheit dürften die starren Fristen für Schöbheitsreparaturen gewesen sein. Ich kann mich irren, meine aber mich zu erinnern, dass die verworfene Klausel in Formularen von Haus und Grund Hessen enthalten war.
    Die Grenze zur Unwirksamkeit ist nun mal nicht eindeutig und endgültig durch eine dicke rote Linie markiert. Bei der Gestaltung eines Formularvertrags wird sich daher jeder entscheiden müssen, ob er die rechlichen Möglichkeiten in irgendeiner Richtung ausnutzen will und damit Gefahr läuft, die Grenze auch mal zu überschreiten oder ob er sich einfach nur auf die gesetzlichen Regelungen beschränkt, damit auf der absolut sicheren Seite ist. In diesem Fall könnte man sich ein Formular aber auch schenken und den Vertragsinhalt auf die dürren Worte "Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Gesetz" beschränken.


    Losti, hat immobald dir irgendetwas getan dass du den Mieterschutzbund als Bezugsquelle für ein Mietvertragsformular nennst? Unterwerfungserklärung wäre für dieses Formular wohl eine treffender Überschrift. :wink
     
  19. #18 lostcontrol, 19.01.2010
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    *lach* - er hat ja nicht gesagt dass er den "optimalen" mietvertrag haben will.
    und dass man beim mieterschutzbund mietverträge erhalten kann dürfte ja unzweifelhaft sein.
    ich denke mal immobald wird selbst so schlau sein sich denjenigen mietvertrag auszusuchen, den er für den besten hält, sich alle mal anzuschauen kann jedenfalls nicht schaden.
     
  20. #19 Thomas76, 19.01.2010
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    Sagen wir mal so : Vorgedruckte Verträge, bei denen man davon ausgehen kann, das die Entwerfer einigermaßen Sachverstand haben, werden sich an dem orientieren, was gesetzlich korrekt ist oder was bis dahin für gesetzlich korrekt gehalten wird, sonst würde man es wohl kaum in einen Vertrag aufnehmen.

    Dein Beispiel mit den starren Fristen paßt da ganz gut : Die enthielten nämlich sehr viele, wenn nicht sogar alle Formularvordrucke, bis dann mal irgendwann irgendwo entschieden wurde, das das so nicht dem Gesetz entspricht.Darauf hin haben vernünftige Formularvertragsanbieter ihre Verträge dann eben überarbeitet.
    Natürlich gibt es auch Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen, die werden dann im Idealfall regelmäßig gesichtet und fließen in aktualisierte Versionen des Vertragsvordrucks ein.

    Das aber jeder Vertrag auch schon alle sich möglicherweise in der Zukunft ergebenden Rechtsansichten und Gesetzeslagen mit berücksichtigt wird verständlicher Weise nie möglich sein.Übrigens ein Problem, das alle Personen haben dürften, die Verträge entwerfen.

    Wenn man vernünftige, vorgedruckter Formulare verwendet kann man aber meist davon ausgehen, das sie die momentane Gesetzeslage so optimal wie möglich berücksichtigen.Dies sollte für den durchschnittlichen Kleinvermieter aber sicherlich die bessere Variante sein, als sich quasi aus dem nichts selbst einen Vertrag zusammenzuschustern.
     
  21. RMHV

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    Man kann zumindest die - je nach nach Herkunft des Formulars - mehr oder minder berechtigte Hoffnung haben.

    Das ist allemal richtig, ist aber nichts anderes als der Spruch: unter den blinden ist der Einäugige König. :wink
     
Thema: Selbst gebastelter Mietvertrag
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