Seltsame suspekte Kaufinteressenten...

Diskutiere Seltsame suspekte Kaufinteressenten... im Immobilien - Erwerb/Veräußerung im Inland Forum im Bereich Immobilien Forum; Hallo, ich verkaufe gerade eine Eigentumswohnung, die als Fewo genutzt wird. Vor ein paar Wochen meldete sich auf mein Inserat ein Paar Mitte 50...

mrege77

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Hallo, ich verkaufe gerade eine Eigentumswohnung, die als Fewo genutzt wird.
Vor ein paar Wochen meldete sich auf mein Inserat ein Paar Mitte 50, 700km entfernt, sie hätten das "nötige Kleingeld" und würden es gerne nehmen. Ich war etwas irritiert, wieso jemand gleich aus der Ferne ohne Besichtigung kaufen will. Also schlug ich vor dass sie doch erstmal die Wohnung besichtigen sollten. Ein paar Tage später reiste der Mann alleine die 700km an und sah sich die Wohnung allein an (Lebensgefährtin konnte nicht mitkommen, weil sie angeblich eine OP hatte und daher zuhause blieb). Der Mann gab an, dass die alleinige Erwerberin seine Lebensgefährtin sei, er also nur sozusagen als "Vermittler" fungieren würde. Er erzählte mir weiter, dass er ihr seine baufällige alte Hofstelle überschrieben hatte, was sie nun verkauft und aus diesem Erlös nun die Fewo kaufen wollen. EInen Käufer für Ihre alte Hofstelle hätten sie schon und würden auf die Anzahlung der Käuferin warten, da ein Teil schwarz bezahlt werden würde...
Sie würden dann Ihren Lebensabend in einer Fewo in Südeuropa verbringen, und als Fuß in der Tür meine Fewo in Deutschland noch kaufen wollen.
Er wollte dann gleich bei der Besichtigung eine schriftliche Vereinbarung abschließen dass ich es seiner Lebensgefährtin verkaufe. Ich antwortete , schriftliche Vorvereinbarungen haben keine Gültigkeit, nur der Notarvertrag zählt. Er ist dann wieder abgereist und sagte ich solle dann den Notar schonmal beauftragen für Vertragsentwurf. Mein Notar machte den Vorschlag, aufgrund der Distanz und Corona könne das Käuferpaar bei sich am Wohnort den Notar beauftragen zur Beurkundung, dann wird die Urkunde zum Notar an meinem Wohnort geschickt und ich kann per Nachgenehmigung den Kaufvertrag unterzeichnen. Allerdings wollte das Paar diese Vorgehensweise nicht, da die Notariate an ihrem Wohnort aufgrund Corona geschlossen seien, und sie würden dann viel lieber gleich direkt zu meinem Notar anreisen zur Beurkundung und anschließend 2 Wochen in der neuen Fewo Urlaub machen wollen. Ich entgegnete, dass das so nicht ginge dass sie nach Beurkundung sofort die Wohnung beziehen könnten, weil solange der Kaufpreis nicht bezahlt sei, kein Lasten Nutzen Übergang erfolgt und ich daher noch an andere Gäste vermiete bis mit Kaufpreiszahlung der Besitzübergang einhergeht.
Ich habe nochmal mit dem Notariat telefoniert und dem mitgeteilt, ob der Kaufpreis vor der Beurkundung gezahlt werden kann, damit das Paar dann direkt nach Beurkundung die Wohnung übernehmen könnte. Der Notarfachangestellte war skeptisch bei diesem Vorschlag, denn die Käufer hätten keine Sicherheit wenn sie den Kaufpreis schon vor Beurkundung zahlten, denn ich als Verkäufer könnte die Wohnung mehrere Male gleichzeitig verkaufen. Auch auf die Frage ob die Zahlung über ein Notaranderkonto abgewickelt werden könnte, wurde ablehnend vom Notariat entgegengenommen.
Der Interessent hat mich kürzlich wieder angerufen, ich fragte wie es nun mit der Liquidität aussehe, ob der Verkauf Ihrer alten Hofstelle schon beim Notar ist? Er entgegnete, dass noch kein Notar beauftragt sei, sie hätten vorerst einen privatrechtlichen Vertrag ohne Notar geschlossen und dass das Geld in 3-4 Wochen fließe. Ich entgegnete, dass der Verkauf schon beim Notar gemacht werden muss, sonst habe ich keine Sicherheit dass wenn Ihr Verkauf der Hofstelle platzt, ich dann kein Geld erhalte. Er versicherte, der Hof-Käufer würde die Hofstelle sehr sicher nehmen, weil er schon fleißig die Hofstelle renoviert und daran werkelt.
Außerdem habe er (der Interessent) schon eine Lagerhalle in der Nähe meiner Fewo angemietet, sodass Sie dort ihr Hab und Gut einlagern können.

Folgende Dinge machen mich zusätzlich stutzig:
- Der Lebensgefährte der Käuferin meldete sich immer nur mit Vornamen, man hat den Eindruck er möchte seinen Nachnamen nicht preisgeben (auch nach mehrmaligen Nachfragen bei Telefonaten)
- Mit der Lebensgefährtin habe ich zweimal telefoniert, sie erscheint mir eher teilnahmslos am Verkaufsgeschehen, als ob sie eine Strohfrau Käuferin wäre, da sie als eigentliche Erwerberin nichtmal bei der Besichtigung dabei war und auch sonst am Telefon keine Fragen zur Immobilie stellte
- Die Interessenten gaben an, dass Notar an Ihrem Wohnort nicht möglich sei, da aufgrund Corona die beiden Notariate im Ort bis auf weiteres geschlossen seien --> ich googlete die dort ansässigen Notariate und rief dort an, Auskunft von dort: Notariate haben geöffnet und arbeiten ganz normal
- wie mir das Notariat mitteilte, führt ausschließlich der Lebensgefährte die Kommunikation mit dem Notariat obwohl sie die Käuferin ist
- er schickt auf Whatsapp unaufgefordert Ausweisdokumente von seiner Lebensgefährtin und schickt mir einmal die Woche auf Whatsapp irgendwelche irrelevanten Spruchbilder auf Whatsapp, die mit dem Verkauf überhaupt nichts zu tun haben.
- Erwähnt bereits getätigte Anmietung einer Lagerhalle in der nähe der Fewo, obwohl der Kaufvertrag noch nichtmal beurkundet ist.

Ich habe dem Notariat vorgeschlagen, dass die Erwerber mir vor dem Notartermin den vollen Kaufbetrag überweist, dann bin ich bereit zu beurkunden. Nicht dass beurkundet ist, und die Käufer sind nicht liquide und ich habe am Ende die Notarkosten für einen gescheiterten Kauf zu zahlen, da ich auch für die Notar-Kosten hafte. Allerdings hat wie oben erwähnt das Notariat bei dieser Vorgehensweise erhebliche Bedenken da dann der Käufer nicht gesichert sei.

Wie seht ihr die ganze Geschichte? Ist alles ein bisschen suspekt.
 
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GSR600

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Wenn dir das suspekt ist, mir wäre es das auch, dann verkaufe doch nicht.
 
Goldhamster

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Wie seht ihr die ganze Geschichte? Ist alles ein bisschen suspekt.

Hallo @mrege77

das hört sich alles ziemlich schief an.

Ich würde dir raten, den Verkauf etwas professioneller zu sehen.

-WA-Nachrichten und Bilder einfach hinnehmen.

Was mir aufgefallen ist:
Ich würde darauf bestehen, dass die Käufer den Notor aussucht und auch beauftragt.
Das kann ja auch der von dir vorgeschlagene und dir bekannte Advokat sein.

Und dann geht alles seinen Lauf per Email mit den Vertragsentwürfen bis zur Beurkundung.

Kein Problem im Ablauf sieht
DER HAMSTER
 
Andres

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Wenn dir das suspekt ist, mir wäre es das auch, dann verkaufe doch nicht.

Und wenn du diese subjektive Einschätzung, die ich vollumfänglich teile, noch ein bisschen objektiv untermauert haben möchtest:

EInen Käufer für Ihre alte Hofstelle hätten sie schon und würden auf die Anzahlung der Käuferin warten, da ein Teil schwarz bezahlt werden würde...

Schon an diesem Punkt enden alle Verhandlungen. Der Kaufpreis unterliegt der Einziehung (§§ 73 ff. StGB) und da du vorab informiert warst auch bei Dritten, § 73b StGB. Wird die Straftat bekannt, zieht der Staat den Kaufpreis ein - auch bei dir!

Natürlich bliebe nun noch die Möglichkeit, dass die Aussage gelogen war. Das ist aber nicht wirklich besser: Vielleicht ist die Wahrheit noch schlimmer, vielleicht soll damit später Druck auf dich ausgeübt werden, vielleicht sollen vorab schon einmal Ausreden geschaffen werden, bevor dann später der Vertrag nicht erfüllt wird, ... . Im Ergebnis ist das ziemlich egal.


- Der Lebensgefährte der Käuferin meldete sich immer nur mit Vornamen, man hat den Eindruck er möchte seinen Nachnamen nicht preisgeben (auch nach mehrmaligen Nachfragen bei Telefonaten)
- Mit der Lebensgefährtin habe ich zweimal telefoniert, sie erscheint mir eher teilnahmslos am Verkaufsgeschehen, als ob sie eine Strohfrau Käuferin wäre, da sie als eigentliche Erwerberin nichtmal bei der Besichtigung dabei war und auch sonst am Telefon keine Fragen zur Immobilie stellte
- er schickt auf Whatsapp unaufgefordert Ausweisdokumente von seiner Lebensgefährtin und schickt mir einmal die Woche auf Whatsapp irgendwelche irrelevanten Spruchbilder auf Whatsapp, die mit dem Verkauf überhaupt nichts zu tun haben.

Mit wem du telefoniert hast, weißt du nicht. Die Ausweisdokumente bzw. deren Kopien könnten gestohlen oder gefälscht sein und die Identität der Personen, mit denen du zu tun hattest, ist dir völlig unbekannt. Jegliche Ansprüche gehen damit ins Leere.


- Die Interessenten gaben an, dass Notar an Ihrem Wohnort nicht möglich sei, da aufgrund Corona die beiden Notariate im Ort bis auf weiteres geschlossen seien --> ich googlete die dort ansässigen Notariate und rief dort an, Auskunft von dort: Notariate haben geöffnet und arbeiten ganz normal

Der Mann hat dich also mindestens einmal direkt und unzweifelhaft angelogen.


Dazu kommt der Zeit-Faktor: Natürlich gibt es Käufer, die es aus guten, legitimen Gründen eilig haben. Davon abgesehen ist es allgemein in Verhandlungen ein häufig angewandter Trick, Zeitdruck aufzubauen. Es ist aber auch das klassische Element der meisten Betrügereien.


Ergebnis:
  • Im einfachsten Fall ist es genau das, was der Mann behauptet: Geldwäsche.
  • Der Mann ist ein erwiesener Lügner.
  • Ich halte es für wahrscheinlich, dass das der Prolog zu einer Betrugsmasche ist.

In solchen Fällen bin ich ein großer Fan des Ententests: Die beiden verhalten sich nicht wie ehrliche Interessenten, also sind sie auch keine ehrlichen Interessenten.
 

mrege77

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Danke für die bisherigen Einschätzungen!
Heute rief mich der besagte Lebensgefährte der Käuferin an und fragte mich wie es mit dem Vertragsentwurf aussehe, und wie besprochen würde er mit seiner Lebensgefährtin dann zum Notartermin an meinen Wohnort kommen, und gleich im Anschluss nach dem Notartermin würden Sie dann 2-3 Wochen in ihrer neuen Fewo Urlaub machen wollen. Ich bremste ihn sofort aus in seiner Euphorie: Ich sagte, solange der Kaufpreis nicht bezahlt ist, ist laut Notar noch kein Lasten Nutzen Übergang und solange vermiete ich noch an anderweitige Übernachtungs-Gäste, da ich Mieteinnahmen generieren möchte, solange es mir gehört. Wenn der Kaufpreis bezahlt ist, kann gerne die Schlüsselübergabe durchgeführt werden. Man merkte deutlich dass er etwas perplex war und mit dieser deutlichen Ansage nicht gerechnet hatte.

Ich fragte heute auch nochmal sicherheitshalber im Notariat nach wie es sich verhält, wenn die Käufer dann gleich am Notartermin die Schlüsselübergabe bekommen und sie in die Fewo einziehen, danach aber keine Kaufpreiszahlung erfolgt. Dann meinte der Notarangestellte, dass man dann Räumungsklage gegen die Käufer beantragen kann, falls der Kaufpreis nicht gezahlt wird.
Der Notarangestellte meinte, es sei problematisch, wenn die Kaufpreiszahlung vor Beurkundung erfolgt. Man könne jedoch auch mit der Bank der Käufer vereinbaren, dass diese direkt nach dem Beurkundungstermin die Zahlung anweist, sodass der Kaufbetrag am nächsten Tag eingehen sollte. Aber irgendwie hab ich jetzt schon das Gefühl bei diesen Käufern, dass dies nicht Reibungslos ablaufen wird mit der Bank. Der Notarangestellte meinte: "tja, dann müssen die Käufer sich halt für 1-2 Tage ein Hotelzimmer nehmen bis der Kaufpreis eingegangen ist"
Außerdem fragte ich den Notarangestellten, was wäre wenn das Kapital aus krummen Geschäften stammt, ob dann das Geld bei mir beschlagnahmt wird. Er meinte dass es für mich kein Risiko sei.
 

Ferdl

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Ich vermute mal das es sonst keinen ernsthaften Interessenten gibt? Ansonsten hätte sich die Fragestellung für mich erledigt.
Ich verstehe zumindest auf den ersten Blick nicht warum sich der Notar wegen einem Notaranderkonto so ziert? Vielleicht mal einen anderen Notar fragen.
was wäre wenn das Kapital aus krummen Geschäften stammt, ob dann das Geld bei mir beschlagnahmt wird.
Würde mich auch interessieren, kennt sich da wer aus wegen Geldwäsche und co?
 
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Ich verstehe zumindest auf den ersten Blick nicht warum sich der Notar wegen einem Notaranderkonto so ziert? Vielleicht mal einen anderen Notar fragen.

Problem ist, dass es ein Rundschreiben der Bundesnotarkammer gibt, in welchem diese vor exzessiver Abwicklung über Notaranderkonten warnt. Man ist dort der Meinung, dass die geringen Gebühren für das Anderkonto die Haftungsrisiken nicht wett machen. Es sei also verstärkt auf das besondere Interesse am Anderkonto abzustellen.

https://www.haufe.de/recht/deutsche...erungsinteresse_idesk_PI17574_HI11368486.html

Nachdem sich auch der Notar der Geldwäsche strafbar machen kann vereinfacht das die Sache nicht gerade!
 

Ferdl

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Das besondere Interesse sollte doch in diesem Fall gegeben sein ;)
Nachdem sich auch der Notar der Geldwäsche strafbar machen kann vereinfacht das die Sache nicht gerade!
Laut Geldwäschegesetz müsste er wohl den Sachverhalt melden, damit wäre er, vermute ich, aus der Strafbarkeit raus.
Könnte ja sein dass die Käufer einfach nur merkwürdig sind, soll es ja auch geben.

Kann aber auch sein dass die beiden einfach 2 Wochen Gratisurlaub nehmen wollen...
 

mrege77

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Ich vermute mal das es sonst keinen ernsthaften Interessenten gibt?
Doch hätte schon auch andere Interessenten, jedoch haben die besagten Leute einfach als erstes zugesagt.
Kann aber auch sein dass die beiden einfach 2 Wochen Gratisurlaub nehmen wollen...
Versteh ich auch nicht. Für die Kosten wo für Notar etc anfallen, könnten Sie 2 Wochen 5 Sterne Urlaub verbringen. Aber das hab ich denen eh schon klar gemacht, dass erst Kaufpreis bezahlt sein muss, dann gibts Zutritt.
 
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Warum sprichst du die anderen Interessenten dann nicht an ob nooch Interesse besteht?
 
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habe denen schon abgesagt
Klassischer Fehler, nicht nur beim Verkauf (nicht nur Immos), sondern auch bei Vermietung.
Absagen gebe ich erst raus, wenn alles wasserdicht abgeschlossen ist.
Solange nicht die Unterschriften beider Parteien unter dem Mietvertrag stehen, sage ich gar keinem Interessenten ab.
Solange der Gegenstand nicht wirklich verkauft wurde, bleibt die Anzeige bei ebay-Kleinanzeigen online - egal, was der Käufer mir alles versichert.

Ich hatte es bereits mehrfach, dass alles perfekt war, und kurz vor knapp kam dann ein "Ach ne, doch nicht".
 
SaMaa

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Meine Eltern sind auch mal auf so einen "geplanten" Nichtkauf reingefallen. Gott sei Dank hat die Polizei sie gerettet.

Folgender Sachverhalt:
Mein Elternhaus - in einer sehr sehr hohen Preisklasse - sollte verkauft werden. Leider ergab sich eine grosse Differenz zwischen Marktwert und dem was mein Vater gerne für sein Haus wollte. Somit... war es schwer Käufer zu finden.

Auf einmal meldete sich ein vermeindlicher "Scheich". Man traf sich in Paris. Da überhaupt nicht über den Kaufpreis verhandelt wurde - ganz im Gegenteil der Scheich war sogar bereit noch ein bisschen mehr zu zahlen - war man sich sofort einig. Meine Eltern waren der Meinung das Geschäft ihres Lebens zu machen. Das die Beurkundung im Ausland stattfinden sollte, störte somit wenig. Ganz im Gegenteil... ein Urlaub dort wurde auch noch vom "Scheich" organisiert.

Als die Polizei kam und meine Eltern aufklärte fielen sie aus allen Wolken...
Geplant war, meinen Eltern beim Notoartermin, das Geld bar zu übergeben. Dann meine Eltern auf dem Weg zur Bank zu überfallen
und somit ein Haus lt. Notarvertrag UND das Geld wieder zu haben. Selbst vor einem Tod beim Überfall sollte nicht zurück geschreckt werden.
 

mrege77

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bei der Besichtigung erzählte er mir, dass der alte Hof usprünglich ihm gehörte, er hat ihn dann seiner Freundin überschrieben, denn er sah die Gefahr dass wenn er stirbt, würde seine Schwester erben und die würde seine Freundin rausschmeißen und den Hof versilbern.
Interessehalber fragte ich ihn ob er dann wenigstens für sich ein Wohnrecht eingetragen hätte, wenn er schon sein Vermögen an die Freundin übertragt, er meinte nein, denn er hätte Vertrauen. Falls das wirklich so sein sollte finde ich es wirklich blauäugig, andererseits denke ich das ist wiederum ne konstruierte Geschichte. Denn einfachhalber hätte er ja auch einfach der Freundin lebenslanges Wohnrecht eintragen lassen können. Bei ner Schenkung an die Freundin fallen ja auch erhebliche Schenkungssteuern an, verheiratet sind sie ja nach eigener aussage nicht.
Nunja die ganze Geschichte etwas sonderbar. Irgendwie hab ich das Gefühl er stellt sich offiziell mittellos (vielleicht Insolvenz, oder er hat Kinder und stellt sich mittellos um keinen Unterhalt zu bezahlen??) und wickelt nun alles über seine Freundin als Strohfrau ab.

Seltsam ist auch, der Mann überflog bei der Besichtigung einfach nur die Nebenkostenabrechnung, wollte sich davon keine Kopie machen, forderte bisweilen auch keinen Grundbuchauszug, weder Gemeinschaftsordnung, noch Protokolle und sonstige Dokumente etc zum Objekt an.
 
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andererseits denke ich das ist wiederum ne konstruierte Geschichte.
Es wäre mir egal, ob das konstruiert wäre oder nicht - das Ergebnis wäre das selbe.

Jemand, der mir sowas erzählt, ohne dass ich ihn danach frage (und ich würde nicht fragen!), ist bei mir schon quasi unten durch.
Jemand, der Geschichten konstruiert, ist bei mir schon quasi unten durch.

Egal, ob konstruiert oder nicht: Diese Person ist (mir) höchst suspekt.
 

mrege77

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Jetzt hat er mich angerufen, weil er mit dem Passus im Kaufvertragsentwurf nicht einverstanden wäre und gestrichen werden sollte:
"bei ausbleibender Kaufpreiszahlung unterwirft sich der Erwerber der sofortigen Zwangsvollstreckung in sein gesamtes Vermögen".
Ich sagte ihm dass ich auf solche Forderungen nicht eingehe und beendete die Verhandlungen.
 
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