sichtschutz

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von ceppo, 27.03.2007.

  1. ceppo

    ceppo Gast

    Hallo zusammen,

    wir wohnen in einer Doppelhaushälfte zur Miete. Nach unserem Einzug hat unser Vermieter in Abstimmung mit uns einen 1,80 Sichtschutz (Palisaden) Zaun aufgebaut.

    Nun ist die andere Doppelhaushälfte verkauft worden und die neuen Besitzer wollen keine so hohe Abtrennung weil sie es so unpersönlich finden und ihnen die Farbe der Palisade nicht gefällt. Wir wollen das die Palisade (oder auch eine andere) erhalten bleibt weil wir auch ganz gerne ein wenig Privatsphäre im Garten geniessen wollen.

    Wie sieht die Rechtslage zu diesem Thema aus? Wer kommt für eventuelle Schäden an unserer Bepflanzung in Palisadennähe auf?

    mit bestem Dank und Gruß,
    Christian
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 Thomas123, 28.03.2007
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.02.2007
    Beiträge:
    865
    Zustimmungen:
    1
    Also wenn ich das recht verstanden habe, wurde von Eurem Vermieter der Sichtschutz (hoffentlich) auf "eurer" Seite und auf "eurem" Grundstück auf seine Kosten angebracht...... :wink Der Zaun gehört also Eurem Vermieter.
    Naja, und ihr sagt ihm halt, dass der Zaun dran bleiben soll....

    Wo liegt das Problem? :? :? :gehtnicht

    Die Palisade bleibt stehen.... :wisper.wenn es dem lieben (bösen) Nachbarn nicht gefällt....ist das sein Problem.....er kann sie ja auf seiner Seite zupflanzen..... :wand:und ihr habt wenigstens noch eure Privatsphäre... :lol :lol würde mir auch so gehen.... :zwinker :zwinker

    Wenn der neue Nachbar was beschädigt, macht er sich der Sachbeschädigung schuldig....Ich würde alles dokumentieren und fotografieren (Datum der Aufnahme nicht vergessen.... :zwinker :zwinker :zwinker ....vielleicht "prophylaktisch" :wisper noch einen Freund als Zeugen dazunehmen.... :wisper

    Merke: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt........ :gehtnicht :gehtnicht
     
  4. ceppo

    ceppo Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    27.03.2007
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    soweit ich das beurteilen kann ist die palisade genau auf der grundstücksgrenze.
    mir haben nur einige bekannte gesagt das es einen anspruch auf 1,80 sichtschutz gibt. da ich beim googeln nicht fündig wurde wollt ich hier mal fragen ob es soeinen anspruch tatsächlich gibt
     
  5. #4 Thomas123, 28.03.2007
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.02.2007
    Beiträge:
    865
    Zustimmungen:
    1
    Ich denke, das kann man so pauschal nicht sagen, weil es vermutlich "förderalistisch" geregelt ist....

    Erkundige dich mal beim Baurechtsamt der Stadt, oder wie das bei dir heißt.... : :wink :wink :wink
     
  6. farmer

    farmer Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    11.02.2007
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    warum sollst du deinen Garten nicht abtrennen dürfen ?
    Je nach Bundesland gibt es das sog. Nachbarschaftsrecht. Da ist der Abstand, die Höhe der Abgrenzung festgelegt.
    Googeln.....
     
  7. Cesar

    Cesar Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.10.2006
    Beiträge:
    202
    Zustimmungen:
    1
    Sichtschutz/Zaun

    Ob vergoldet, aus Stein, Holz oder schlichtem Maschendraht, die "Einfriedung" eines Grundstücks (so bezeichnet das Gesetz den Zaun) ist auch heute noch nicht frei bestimmbar.

    Zum einen können sich Einfriedungspflichten aus privatrechtlichen ebenso wie aus öffentlich-rechtlichen Vorschriften ergeben, zum anderen muss der Zaun auch der einheitlichen Gestaltung des Straßen- und Ortsbildes genügen.

    Pflichten zur Errichtung oder Entfernung eines Zaunes können sich beispielsweise aus dem Flurbereinigungsrecht, dem Straßenrecht und dem Bauordnungsrecht ergeben. So kann die Bauaufsichtsbehörde nach den jeweiligen Landesbauordnungen in der Regel die Einfriedung von Baugrundstücken entlang öffentlicher Verkehrsflächen sowie anderer öffentlicher Flächen vorschreiben, wenn dies aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung notwendig ist. Ebenso kann die Bauaufsichtsbehörde die Errichtung von Einfriedungen untersagen oder beschränken, wenn die Sicherheit des Verkehrs oder die einheitliche Gestaltung des Straßenbildes dies erfordert. Auch ein Bebauungsplan kann Festsetzungen über die Notwendigkeit und die Gestaltung von Einfriedungen enthalten.

    Rechtstipp: Sie sollten sich sich in jedem Fall bei der zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung erkundigen, denn solche öffentlich-rechtlichen Vorschriften gehen privaten Vereinbarungen und dem privaten Nachbarrecht immer vor.

    Soweit nicht das öffentliche Recht etwas anderes vorschreibt, bleibt es dem Grundstückseigentümer freigestellt, sein Grundstück zu umzäunen oder nicht.

    Innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils ist der Eigentümer eines Grundstücks auf Verlangen des Nachbarn jedoch zur Einzäunung seines Grundstücks verpflichtet, wenn von seinem Grundstück wesentliche Beeinträchtigungen für das Nachbargrundstück ausgehen, die durch eine geeignete Einfriedung abgehalten werden können. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn auf einem Grundstück Tiere gehalten werden oder spielende Kinder ständig auf das Nachbargrundstück laufen und dort Schaden anrichten. Hierbei kommt es aber auch auf die örtlichen Verhältnisse an. So dürfte es zum Beispiel im dörflichen Bereich nicht ungewöhnlich sein, dass sich gelegentlich der Nachbarsgockel auf ein fremdes Grundstück verirrt.


    Standort und Höhe des Zaunes
    Ein Zaun muss stets auf eigenem Grund und Boden errichtet werden. Ein Grenzabstand zum Nachbargrund ist jedoch nicht einzuhalten, denn die Bauordnungen der Länder schreiben dies nur für die Errichtung von Gebäuden vor. Nur wer sich mit seinem Nachbarn einigt, darf die Einfriedung auf die gemeinsame Grenze unter Inanspruchnahme beider Grundstücke setzen.

    Soweit baurechtlich nichts anderes vorgeschrieben oder gefordert wird, richtet sich die Art der Einfriedung nach der Ortsüblichkeit. Lässt sich eine ortsübliche Einfriedung nicht feststellen, so gilt ein 1,2 bis 1,3 Meter hoher Zaun aus festem Maschendraht je nach Landesrecht als ortsüblich. Erforderlichenfalls muss die Einfriedung verstärkt oder erhöht werden, um dem Nachbargrundstück angemessenen Schutz vor Beeinträchtigungen zu bieten.

    Entscheiden sich die Nachbarn, einen (gemeinsamen) Zaun direkt auf der Grundstücksgrenze zu errichten, so geht das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) davon aus, dass beide Eigentümer gemeinschaftlich berechtigt sind, die Einrichtung zu nutzen und beide zu gleichen Teilen verpflichtet sind, die Unterhaltskosten zu tragen (§§ 921, 922 BGB).

    Dient der Zaun nicht als Grundstücksgrenze, richten sich die Ansprüche rund um die "Einfriedung" nach den jeweiligen Nachbarrechtsgesetzen der Bundesländer. Diese bestimmen, ob der Nachbar einen Zaun verlangen kann oder nicht, wer ihn bezahlen muss und wie er auszusehen hat.
     
  8. ceppo

    ceppo Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    27.03.2007
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Herzlichen Dank für diese umfangreiche Ausführung.
     
  9. Cesar

    Cesar Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.10.2006
    Beiträge:
    202
    Zustimmungen:
    1
    Hey, dafür sind wir da :wink

    (alle Angaben ohne gewähr)
     
Thema: sichtschutz
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. Anspruch auf Sichtschutz

    ,
  2. sichtschutz doppelhaushälfte

    ,
  3. doppelhaushälfte sichtschutz

    ,
  4. palisade auf grenze,
  5. sichtschutz zwischen doppelhaushälften,
  6. mietrecht sichtschutz garten,
  7. palisaden nachbar,
  8. palisaden auf grenze,
  9. sichtschutz garten mietrecht,
  10. Sichtschutzzaun rechtliche bestimmungen,
  11. palisaden sichtschutz,
  12. rechtliche bestimmungen sichtschutz,
  13. anspruch sichtschutz,
  14. bgb sichtschutzzaun,
  15. ist ein sichtschutz eine einfriedung,
  16. holzpalisaden an grundstücksgrenze,
  17. kann nachbar sichtschutz verlangen,
  18. palisaden sichtschutzwände,
  19. Mietrecht Sichtschutz im Garten,
  20. grundstücksabstände bei palisaten zu nachbarn,
  21. palisaden abstand zu nachbarn,
  22. palisaden abstand,
  23. grenzabstand palisaden,
  24. palisade nachbar,
  25. gersetzliche bestimmungen sichtschutz zaun
Die Seite wird geladen...

sichtschutz - Ähnliche Themen

  1. Sichtschutz der Balkonbrüstung sieht unansehnlich aus

    Sichtschutz der Balkonbrüstung sieht unansehnlich aus: Im Laufe der Zeit (10 Jahre nach Ersteinzug) wurde der Sichtschutz der Balkonbrüstung immer mehr unansehnlich durch Kratzer und Flecke. Ich bin...
  2. Sichtschutz/Terrassentrennwand - diesmal nicht 'erlaubt oder nicht' ;-)

    Sichtschutz/Terrassentrennwand - diesmal nicht 'erlaubt oder nicht' ;-): Hallo, diesmal geht es nicht darum, ob ein Sichtschutz im Terrassenbereich gebaut werden darf oder nicht, sondern es geht um die Zuordnung der...
  3. Mietminderung wegen neuem Zaun ohne Sichtschutz?

    Mietminderung wegen neuem Zaun ohne Sichtschutz?: Hallo, unser Vermieter hat unseren alten Holzzaun gegen einen neun Maschendrahtzaun ersetzt. Soweit eigentlich nicht schlecht. Doch leider bietet...