Sind Anweisungen an Mieter über den Miterverein gültig?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Leo Zurt, 17.10.2013.

  1. #1 Leo Zurt, 17.10.2013
    Leo Zurt

    Leo Zurt Gast

    Hallo,

    nach der vorletzten Betriebskostenabrechnung habe ich über den Mieterverein (wie immer) ein Schreiben bekommen, dass er meinen Mieter vertritt und eine Position seiner Meinung nach nicht abgerechnet werden dürfe. Daraufhin habe ich es an den Mieterverein erklärt und gleichzeitig in das Antwortschreiben verfasst, dass diese Position berechtigter Weise abgerechnet werden darf und aufgrund dessen eine höhere Betriebskostenvorauszahlung zu leisten ist. Nun wurde diese geforderte Erhöhung jedoch vom Mieter nicht bezahlt (sind jetzt fast 2 Jahre). Auch die Betriebskostenabrechnungen wurden deshalb vollständig nicht bezahlt. Nun hat sich herausgestellt, dass ich recht hatte.
    Nun meine Frage: Ist eine solche Aufforderung von mir (zur Zahlung eines erhöhten Abschlages) an den Mieterverein gültig oder hätte diese direkt an den Mieter gehen müssen. Ich dachte, der Mieterverein hat sich als Vertreter ausgegeben, somit ist er doch auch berechtigt meine Schreiben verbindlich für den Mieter in Empfang zu nehmen?!
    Die Möglichkeiten die ich dann habe sind mir bekannt.
    Gruß

    Leo
     
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  3. #2 Hulk Holger, 17.10.2013
    Hulk Holger

    Hulk Holger Erfahrener Benutzer

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    Der kleine Satz "der Mieter wird mit einem Abdruck dieses Schreibens ebenfalls informiert" und die 0,58 € tun keinem Weh...
     
  4. Andres

    Andres
    Super-Moderator

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    Einfache Frage: Ist dir eine schriftliche Vollmacht vorgelegt worden? Also ist diese Vollmacht nicht nur behauptet worden (z.B. in einem Anschreiben: "in der Sache ... vertreten wir ..."), sondern lag dir eine Kopie einer Bevollmächtigung (Mieter beauftragt Verein) vor?

    Falls ja, darfst du auch an den Mieterverein zustellen (§ 171 ZPO). Andernfalls ist das zwar möglich (der Verein kann Schriftsätze an den Mieter weiterleiten und so kann eine wirksame Zustellung zustande kommen), aber nicht rechtssicher.


    Noch was anderes:

    Sollte man nicht machen. Wenigstens den unstrittigen Teil sollte man umgehend einfordern. Wenn der Mieter in der Zwischenzeit in finanzielle Schieflage gerät, könntest du ansonsten auf der ganzen Forderung sitzen bleiben.
     
  5. #4 Pharao, 18.10.2013
    Zuletzt bearbeitet: 18.10.2013
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    naja, solange da nichts dinnen vorkommt, das alles absofort nur noch über den Mietervein zu regeln ist .... . Also das der Mietervein den Mieter vertritt, bedeutet ja nur das er mitreden darf.

    Im übrigen, das der Mieterverein gelegendlich daneben liegt, ist keine Seltenheit. Und als Vermieter würde ich unabhängig vom Mieterverein und dessen Ansichten, meine Forderungen an den Mieter weiter geltend machen, wenn ich fest der Meinung bin das ich mich im Recht befinde.
     
  6. #5 Have_a_nice_day, 27.10.2013
    Have_a_nice_day

    Have_a_nice_day Neuer Benutzer

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    Ein Mieterverein liefert "Produkt", das heißt ein Mieterverein ist nicht der Wahrheit verpflichtet oder der Moderation zwischen Mieter und Vermieter !

    Ein Mieterverein ist nur sich und seinem Mitgleid verpflichtet und schreibt auch ohne Unterlagen und ohne Prüfung derer, die jeder andere Rechtsbeistand eigentlich erst sichten und auswerten müßte.

    Ich kann Dutzende von polemischen Schreiben des Mietervereines Köln vorweisen, die nicht nur immer knapp an der Wahrheit vorbei, ohne die Sichtung der erforderlichen Unterlagen, und auch immer recht krawallig, ohne Rücksicht auf die Gesetzeslage oder derzeitige höchstrichterliche Rechtsprechung polemisch dem Mitglied nach dem Maul schreiben ...

    Man will ja sein Mitglied nicht vergretzen - Die Wahrheit ist ja nicht immer bequem ...

    Ich habe entsprechend beleidigend geantwortet - teilweise unter Verwendung des demagogischen und polemischen Bezuges und Vergleiches - es kam von Seiten des Mietervereines nichts !

    Nun ist die sicherlich kein "Ruhmesblatt" aber man kann sich von solchen Gesinnungsgenossen nicht immer alles gefallen lassen !

    So steht es im BGB !

    Fordern Sie den Mieter nochmals per Einwurf-Einschreiben zur Zahlung auf !
    Ein Einschreiben mit Rückschein nimmt der Mieter ggf. nicht an ...

    Dann suchen Sie sich einen FACHANWALT FÜR MIETRECHT ! und klagen ggf. Ihre berechtigten Ansprüche ein !

    Es gibt keine "Anweisungen" über den Mieterverein ... Sie haben Forderungen und Ihr Mieter kommt denen nicht nach - dann bleibt Ihnen nur der Weg über das örtlich zuständige Gericht mit einem Rechtsbeistand der weis was er tut, einen FACHANWALT FÜR MIETRECHT ....

    Je länger Sie warten um so eher kommt das für den Mieter erlösende Ziel der VERJÄHRUNG ...

    Sie als Vermieter sind nicht daran gehalten sich mit dem Mieterverein auseinanderzusetzten. Das wäre ggf. nur Ihr Anwalt wegen des Standesrechts. An das sind Sie als Vermieter aber nicht gebunden ! Sie können und sollten mit Ihrem Mieter korrespondieren ...
     
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