Sind "neue" Zentralgasheizöfen wirklich sparsamer?

Diskutiere Sind "neue" Zentralgasheizöfen wirklich sparsamer? im Modernisierung und Sanierung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Guten Tag, leider bin ich gewzungen in naher Zukunft aufgrund des Alters meines Gasofens (=Brennwertkessel) diesen bald auszutauschen da er schon...

  1. #1 Hip, 17.01.2020
    Zuletzt bearbeitet: 17.01.2020
    Hip

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    Guten Tag,
    leider bin ich gewzungen in naher Zukunft aufgrund des Alters meines Gasofens (=Brennwertkessel) diesen bald auszutauschen da er schon fast 40 Jahre alt ist.
    Ich frage mich jedoch ob die neuen Baureihen wirklich sparsamer sind?
    Also mein Heizungstechniker sagte mir zumindest dass es quatsch ist.
    Hat hier jemand Erfahrung wie der Verbrauch ca.aussieht bei gleichen Bedingungen?

    Besten Dank im Voraus.
     
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  3. Andres

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    Wir reden hier vom Umstieg auf einen Brennwertkessel? So etwa 10 %. Falls ein (wirklich!) alter Konstanttemperatur-Kessel ersetzt wird, vielleicht noch ein bisschen mehr. Das ist nicht wenig, aber trotzdem ist es wirtschaftlich meist die beste Lösung, eine funktionierende Anlage so lange weiterzubetreiben, wie es erlaubt ist und nicht größere Reparaturen anfallen. Bei ausreichend weiter Betrachtungsweise ist das auch ökologisch die sinnvollste Vorgehensweise.
     
  4. Olbi

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    Man könnte es auch so verstehen, dass

    von einem Backofen die Rede ist.

    Ich weiss es auch nich t:28::31:
     
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  5. Hip

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    Nein, also ich habe bereits einen Gasofen (=Brennwertkessel). Ich muss jedoch bald einen neuen Kaufen da ich bereits ein Schreiben erhalten habe dass ich ihn sobald er 40 Jahre alt ist ersetzen muss.
     
  6. Andres

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    Ok, also erstens ist das kritische Alter 30 Jahre, nicht 40 ...

    ... zweitens sind von der Nachrüstpflicht nur die bereits erwähnten Konstanttemperaturkessel betroffen (und es gibt weitere Ausnahmen!) ...

    ... und drittens hat der Heizungstechniker Recht: Einen 40 Jahre alten Brennwertkessel kann man ohne Flugscham weiter betreiben. Bei der Effizienz ist da nicht viel mehr erreichbar.
     
  7. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Brennwertkessel gibt es doch noch keine 40 Jahre oder was ist hier eigentlich gemeint?
     
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  8. Andres

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    Doch, gerade so, auch wenn sich Wikipedia da auch nicht so ganz sicher zu sein scheint.

    Es ist letztendlich auch egal: Selbst für einen Niedertemperaturkessel gäbe es keine Nachrüstpflicht.
     
  9. set

    set Erfahrener Benutzer

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    Magst du mal den Hersteller/Typ deines jetzigen Brennwertgerätes verraten?

    Vor 40 Jahren war noch vor meiner Zeit. Bin erst seit gut 30 Jahren dabei. Das Problem bei solch alten Geräten ist meist die Ersatzteilversorgung, da können Kleinigkeiten schnell das Ende bedeuten. Man sollte da auf jeden für den Totalausfall vorbereitet sein. 10-15 % Energieeinsparung sind aber schon drin. Allerdings sollte die reine Energieeinsparung kein Grund für einen Austausch sein...
     
  10. Ferdl

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    Irgendwie kann ich mir kein Brennwertgerät von Bj. 1980 vorstellen.
    Weder dass es die da schon gegeben hätte noch dass das so lange halten würde.
    aber es gibt nichts was es nicht geben würde.
    Von einer Austauschpflicht ist mir nicht bekannt, wer will dich zwingen?
    Bei einem neuen Gerät wird man sich jedenfalls keine Gedanken um eine Austauschpflicht in 40 Jahren machen zu müssen.
     
  11. Hip

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    Ich bin gesetzlich verpflichtet nach 40 Jahren diesen Kessel auszutauschen. Die 14.000 € könnte ich auch lieber woanders reinstecken :-D
    Typ etc. habe ich gerade nicht zur Hand, müsste ich mal nachschauen.

    @Ferdl
    Gibt es tatsächlich schon seit den 1970ern.
    Und mein Gerät hat noch perfekte Abgaswerte, etc.
    Früher war noch nicht so viel unnötiger Schrott verbaut!
    Ich habe letztes Jahr eine Therme in einem anderen Haus einbauen lassen von Vaillant... nach 5 Monaten war sie schon defekt wegen der ganzen Elektronik...
     
  12. Andres

    Andres
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    Dazu würde mich eine Quellenangabe interessieren. Ich werfe mal § 10 EnEV in den Raum und da steht etwas deutlich anderes.
     
  13. #12 ehrenwertes Haus, 18.01.2020
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    Rede nochmal mit deinem Kaminkehrer bzw. einem anderem.
    Es gibt eine ganze Reihe von Ausnahmen, die einen Betrieb von Heizungen auch über die magischen 30 Jahre hinaus ermöglichen.

    Manchmal reichen kleinere Nachrüstungen, mit denen sich ein Kompletttausch vermeiden bzw. hinauszögern läßt.

    Eine wirkliche Energieeinsparung erreicht man oft nicht mit einem reinen Kesseltausch bei alten Anlagen, wenn sich wegen dem restlichen Heizungssystem nichts an den Vor- und Rücklauftemperaturen ändert.


    Das betrifft auch einen meiner Bekannten mit einem Heizungsdinosaurier.
    Seine Heizung darf noch so lange in Betrieb bleiben, wie die Abgaswerte passen. Allerdings darf seine Heizung, wenn es nach seinem Schlotfeger geht, nicht mehr für Wartung und Reparatur geöffnet werden. Das ist dann ein Fall für kreative Geisterwartungen...
     
  14. Hip

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    Das bringt nichts, da der Schornsteinfeger dass weitergeleitet hat und ich bereits ein Anschreiben der Stadt erhalten habe dass ich ihn bald austauschen muss mit der Frist zum 31.12.2020.
     
  15. #14 ehrenwertes Haus, 19.01.2020
    ehrenwertes Haus

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    Kennst du denn das Schreiben an die Stadt oder nur das Schreiben an dich?
    Abhängig von den Angaben des Schornsteinfegers, kann man evt. Gegenargumente, sprich Ausnahmeregelungen, finden.
    Oder hast du dich schon mit einer neuen Heizung abgefunden bzw. angefreundet?
     
  16. Ferdl

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    Auf welcher Gesetzesgrundlage soll die Heizung denn Stillgelegt werden?
     
  17. Olbi

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    Auf welcher Rechtsgrundlage fordert die Stadt das? Das sollte im Schreiben stehen. Kannste es ja mal anonymisiert hier einstellen. Falls aber tatsächlich auf den §10 I EnEV bezug genommen wird, sollte man sich den § 10 I Satz 4 EnEV mal durchlesen.
    Zitat:
    "Die Sätze 1 bis 3 sind nicht anzuwenden, wenn die vorhandenen Heizkessel Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel sind, sowie auf heizungstechnische Anlagen, deren Nennleistung weniger als vier Kilowatt oder mehr als 400 Kilowatt beträgt, und auf Heizkessel nach § 13 Absatz 3 Nummer 2 bis 4."

    Deshalb nochmal die Frage, auf welcher Rechtsgrundlage?
     
  18. set

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    Vielleicht doch noch mal in den Keller gehen und gucken über was für eine Heizgerät hier genau reden?
     
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  19. #18 Papabär, 20.01.2020
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    Und dieses Problem - in Verbindung mit Murphys Gesetz speziell für Vermieter - wäre für mich bereits Grund genug, so eine Anlage auch dann auszutauschen, wenn sie derzeit noch halbwegs passabel funktioniert. So ein Totalaufall passiert nämlich immer, stets und ständig im Winter. Für Vermieter bedeutet das ein erhöhtes Risiko von Mietausfällen/Mietminderungen. Und da ich bei Heizungsbauern gerade einen Vorlauf von 3-5 Monaten habe ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Ausfall letztendlich teuerer wird als eine "vorzeitige" und geplante Erneuerung, nicht ganz unerheblich.

    Wer einen besseren Draht zu einem Heizungsbauer hat - oder eine von den hunterten Firmen gefunden hat, denen laut Handwerkskammer die Aufträge durch die Mietendeckelarie weggebrochen sind, für den mag das sicherlich anders aussehen. Wir arbeiten derzeit mit 5 verschiedenen Heizungsbaufirmen zusammen - und in deren Auftragsbüchern ist der Mietendeckel irgendwie noch nicht so richtig angekommen.
     
  20. #19 immodream, 27.01.2020
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    Hallo,
    ich habe in 2002 meinen damals 20 Jahre alten Heizkessel wegen Steuerungsproblemen und Ersatzteilprobleme gegen einen Brennwertkessel tauschen lassen.
    Einsparungen ohne weitere Maßnahmen zur Wärmedämmung ca.15 - 20 % .
    Der neue Brennwertkessel war leider nach 15 Jahren durchgerostet ( Kommentar des Heizungsbauers andere Kessel halten nur noch 10 -12 Jahre .
    Der in 2017 eingebaute gleichwertige Brennwertkessel hat erwartungsgemäß zu keiner meßbaren Energieeinsparung geführt.
    In diesem Jahr werde ich meinen 40 Jahre alten Viessmann Heizkessel in einem anderen Objekt tauschen .
    Aber nicht weil er defekt ist, sondern mein lieber Heizungsbauer vor fehlenden Ersatzteilen gewarnt hat.
    Der Schornsteinfeger ist von den Meßwerten begeistert und der Heizungsbauer schämt sich immer bei der jährlichen Reinigung,mir den sauberen Brenner zu zeigen.
    Da in diesem Fall auch nur die Heizung getauscht wird, bin ich gespannt, wie sich die Verbrauchssituation ändert .
    Ich werde in den nächsten Jahren berichten.
    Grüße
    Immodream
     
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