sinnvolle Versicherungen für Vermieter (EFH)

Diskutiere sinnvolle Versicherungen für Vermieter (EFH) im Versicherungen Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Ich habe erstmals ein EFH vermietet. Beim Stöbern im Forum stösst man naturgemäss auf allerlei Vorkommnisse. ich möchte daher die bestehenden...

drnicolas

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Ich habe erstmals ein EFH vermietet.
Beim Stöbern im Forum stösst man naturgemäss auf allerlei Vorkommnisse.
ich möchte daher die bestehenden Versicherungen anpassen und evtl weitere abschliessen.

Es existiert:
- WOhngebäudeversicherung
-Feuerversicherung
bei beiden habe ich mir angelesen, daß man besser ohne Selbstbeteiligung macht und auf den Mieter umlegt - korrekt?
Beide Versicherungen muss ich evtl. entsprechend anpassen; geht das im laufenden Mietverhältnis?

Existiert nicht:
Haft pflicht für Hauseigentümer
Hatte ich bsiher aus meinen Überlegungen ausgeklammert, da der Mieter die Verkehrssicherungspflicht hat.
Braucht man aber wohl doch. Was wenn jemandem ein Ziegel auf den Kopf fällt. Umlegbar?

Existiert nicht:
Vermieter-Rechtsschutz
Ich habe bisher mit allen Arten von Rechtsschutzversicherungen eher shclechte Erfahrungen gemacht.
Wäre diese Versicherung umlegbar?
 
immobiliensammler

immobiliensammler

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- Grundbesitzerhaftpflicht: M.E. auf jeden Fall, sichert Deine Haftung z.B. auch für den Fall, dass Du zwar Deinerseits eigentlich beim Mieter Regreß nehmen kannst, der aber keine Versicherung hat und nicht solvent ist. Außerdem umlagefähig!

- Vermieter-Rechtsschutz: M.E. absolut überflüssig - leg das durch die nicht gezahlte Prämie ersparte Geld auf die Seite!
 
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Tinnitus

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Was steht denn im Mietvertrag bei den Betriebskosten?

Vermieter-RS ist schon mal nicht umlegbar, aber absetzbar.
 

FMBerlin

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Umlegbar: Versicherung gegen Feuer, Sturm, Leitungswasser, Elementarschäden, Glasbruch sowie Grundeigentümerhaftpflicht. Sinnvoll: alles, was umlegbar ist, vielleicht mit Ausnahme von Glasbruch (teuer).
Versichern sollte man sich nur gegen Schäden, die man finanziell nicht selbst ersetzen kann. Auch wenn meist der Mieter die Prämien zahlt hat der Vermieter das Interesse an der Versicherung. D.h. selbst ein Selbstbehalt ist sinnvoll, wenn ohne wegen Vorschäden keine Versicherung mehr möglich ist oder wenn die Schadenshöhe nicht existenzbedrohend ist und der Selbstbehalt die Prämie deutlich senkt (Glasbruch).
Versicherungen berücksichtigen nicht nur die Schadenshöhe, sondern auch die Häufigkeit. Es kann also sinnvoll sein, Selbstbehalte zu vereinbaren, auch wenn die Prämienersparnis nur der Mieter hat, und kleinere Schäden gleich selbst zu bezahlen ohne sie der Versicherung zu melden. (Ausnahme: Haftpflichtschäden immer melden, da die tatsächliche Schadenshöhe kaum absehbar ist und die Versicherung auch die Abwehr unberechtigter Forderungen übernimmt.)
 

Ferdl

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Einbruchschäden sind bei mir noch mitversichert.
 

elknipso

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Ich handhabe das ebenfalls so, Versicherung nur gegen Schäden die meine finanzielle Existenz bedrohen können.
Aus dem Grund haben wir unsere Rechtsschutzversicherung nicht auf Vermieter Rechtsschutz erweitert da dies einfach viel zu teuer war im Verhältnis zu den abgedeckten Schandenssummen.
 

ehrenwertes Haus

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Existiert nicht:
Vermieter-Rechtsschutz
Finde ich in den meisten Fällen ebenfalls eine unnötige Versicherung.

Für Neulinge als Vermieter mit Selbstverwaltung kann das in der Anfangsphase aber sinnvoll sein. Ebenso wenn die Finanzierung einer Immo ziemlich auf Kante gestrickt ist oder man durch unvorhersehbare Ereignisse in einen vorübergehenden finanziellen Engpass gerät.
Gerade in der Anfangszeit ist die Chance selber Fehler zu machen, die in Prozessen enden, am höchsten, ebenso die Gefahr Kosten für Reparaturen und Instandhaltungen zu unterschätzen.

Die Kernfrage ist wieviel Sicherheit möchte man sich erkaufen, hat man in Reserve bzw. können Rücklagen dafür gebildet und verwendet werden.


In meiner Anfangszeit hätte ich mir eine VM-RS gewünscht. Mein Einstieg mit übernommenen Mieter aus einer Verwaltung mit unterirdischer Qualität hat weit mehr als nur eine Jahresmiete gekostet. Ich wäre damit zwar aus jeder VM-RS raus geflogen, hätte aber trotzdem sehr viel Geld sparen können, selbst bei einer Rundum-Sorglos-RS zu Luxustarifen.

Das Problem ist ja nicht was am Ende eines Rechtsstreits an Kosten beim VM hängenbleibt, sondern dass man erst mal in Vorleistung gehen muss, wenn man Klage einreicht um seine Rechte wirklich durchzusetzten. Die wenigsten VMs streiten nur um des Streitens Willen, Mieter teilweise schon, weil RS zahlt.
Gewinnt man einen Prozeß stehen die Chancen die vorgestreckten Gelder zurückzubekommen bei zahlungsfähigen Mietern gut, bei Pleitegeiern als Mieter, gibt es Nichts mehr außer kleinem Trostplaster bei der Steuererklärung, Nachwinken und auf Konto Lehrgeld buchen.
 
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