Solaranlage auf dem Dach (theoretische Frage)

Diskutiere Solaranlage auf dem Dach (theoretische Frage) im Modernisierung und Sanierung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Das ist aber lieb von dir, die Ausgangssituation völlig über den Haufen zu werfen...

ehrenwertes Haus

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Und zur weiteren Erklärung wegen dem Dach: Angenommen Mieter plant eine eigene, kleinere Anlage für den Inselbetrieb, bzw. hat die schon drauf. Die Frage ist, wer gewinnt? Der Mieter, der sich da eine kleine 1KW Anlage draufgebaut hat und diese mit Batterien für den Eigenbedarf betreibt, oder der VM der eine große Anlage zur Einspeisung anbringen lassen möchte?
Das ist aber lieb von dir, die Ausgangssituation völlig über den Haufen zu werfen...
 

teilhalt

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Naja, alles nur Theorie. Wenns einfacher wird, dann unterhalten wir uns zunächst einfach darüber das der Mieter querschlägt. Aus welchen Gründen er das macht bleibt dann mal aussen vor...

Aber, es gibt anscheinend soviel Meinungen wie Teilnehmer, ein Konsens, eine Richtung der Rechtssprechung scheint nicht zu existieren. Zumindest verstehe ich das so...
 

ehrenwertes Haus

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Wenns einfacher wird, dann unterhalten wir uns zunächst einfach darüber das der Mieter querschlägt. Aus welchen Gründen er das macht bleibt dann mal aussen vor...
Das ist doch Quark, weil es im Zweifelfall immer zu einer Interessensabwägung des Einzelfalls kommt.
Wie soll man Interessen abschätzen können, wenn die Gründe, sprich Argumente einer Seite dabei völlig außer Acht gelassen werden sollen?
 

teilhalt

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Das Dach natürlich. Wer darf es im Zweifelsfall nutzen? Der VM für seine Solaranlage oder der Mieter für seine (Solaranlage/Aussicht/Wohlbefinden). Das ist die tatsächlich große Frage. Ich habe dazu nichts grundsätzliches finden können.
 

Nochso'nTrottel

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Wirf mal einen Blick in den theoretischen Mietvertrag. Bei allen mir bekannten Mietverträgen - sogar dem vom Mieterbund - ist von Wohnräumen die Rede, aber weder von einer ganzen Wohnung noch einem ganzen Haus. Die Dachfläche ist also nicht mitvermietet, weil eben kein Raum. Vielleicht hilft Dir das bei der Beurteilung.
 
immobiliensammler

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Wirf mal einen Blick in den theoretischen Mietvertrag. Bei allen mir bekannten Mietverträgen - sogar dem vom Mieterbund - ist von Wohnräumen die Rede, aber weder von einer ganzen Wohnung noch einem ganzen Haus. Die Dachfläche ist also nicht mitvermietet, weil eben kein Raum. Vielleicht hilft Dir das bei der Beurteilung.

Auch wenn ein Einfamilienhaus vermietet wird? - Wie sieht es dann mit dem Garten/Grundstück aus? Nehmen wir mal die Garagenzufahrt, beim MFH ist klar, nicht mitvermietet, selbst wenn die Garage dahinter vermietet wird. Wie siehst Du das beim EFH?
 
Andres

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Bei allen mir bekannten Mietverträgen - sogar dem vom Mieterbund - ist von Wohnräumen die Rede, aber weder von einer ganzen Wohnung noch einem ganzen Haus.

Die Vorlage des DMB beginnt mit der Überschrift "Wohnungs-Mietvertrag" - viel deutlicher als gleich im ersten Wort kann man es nicht machen. Außerdem werden selbst die Knalltüten vom DMB nicht bestreiten, dass diese Vorlage nicht für EFH geeignet ist. Mir sind zwei verschiedene Vorlagen von Haus & Grund für EFH bekannt und beide stellen ausdrücklich auf "ein [freistehendes] Einfamilienhaus" ab.


Die Dachfläche ist also nicht mitvermietet

Selbst wenn das so wäre, würde ein Teil der Installation trotzdem die Mietsache betreffen. Die Argumentation, dass der Mieter das Dach nicht gemietet hat oder wenigstens kein Nutzungsrecht daran hat, geht in meinen Augen völlig am eigentlichen Problem vorbei, selbst wenn das in Einzelfällen so geregelt sein sollte. Es geht um die Duldungspflicht für die gesamte Maßnahme, also auch das Verlegen von Leitungen durch das Haus und den Einbau von Wechselrichter, ggf. Batterie, zusätzliche Zähler, Anbindung an die Heizungsanlage und so weiter. Dazu muss man aber über eine Modernisierung argumentieren.
 
Justinian

Justinian

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Guten Abend,

interessante Diskussion.
Abseits der Frage, wie es rechtlich gehandhabt wird, würde ich gerne wissen, ob hier jemand schon Erfahrungen damit hat ein EFH inkl. Photovoltaikanlage zu vermieten. Ich habe mich nun etwas in Photovoltaik eingelesen und unterm Strich kann man glaube ich festhalten, dass es aktuell nur lohnt eine Anlage zu installieren, wenn man den Strom zumindest teilweise selbst verbraucht.

Auf der anderen Seite wird aber aus Vermietersicht geraten, den Ertrag einer Photovoltaikanlage bei vermieteten Immobilien zu 100% ins Netz einzuspeisen, da ein "Verkauf" an den Mieter sehr umständlich ist. Das würde dann dem Rat, den Strom selber zu nutzen, entgegensprechen.

Hat hier jemand Erfahrung damit? Gibt es eine leichtere Regelung als den Verkauf an den Mieter? Kann man die Anlage mitvermieten und dem Mieter damit den Selbstverbrauch und die Einspeisung ins Netz für einen Pauschalbetrag überlassen?

Würde mich über Anregungen und Erfahrungen freuen.

Schöne Grüße
 

Ferdl

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Kann man die Anlage mitvermieten und dem Mieter damit den Selbstverbrauch und die Einspeisung ins Netz für einen Pauschalbetrag überlassen?
Ohne eigene Erfahrung stelle ich mir dass schwierig vor. Der M wird ja dann Anlagenbetreiber incl. diverser Meldepflichten. Wenn das Mietverhältnis 10-20 Jahre andauert kann ich mir dass ja noch vorstellen nicht aber bei alle 3-5 Jahre Mieterwechsel.
 

teilhalt

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Diese Erfahrung habe ich nur von Mieterseite aus. Es läuft bei mir tatsächlich so, dass der VM auf dem Dach eine Solaranlage installiert hat, die hauptsächlich zum einspeisen gedacht ist. Allerdings beliefert diese auch mich mit Strom, der VM verkauft mir also Strom zu einem günstigeren Preis als ich beim normalen Anbieter zahlen würde.
Der Zähler kann das auseinanderhalten, man sieht also was von der Solaranlage geliefert wurde, was eingespeist wurde. Die Differenz ist dann logischerweise mein Verbrauch.
Abgerechnet wird das alles zusammen über die jährliche Nebenkostenabrechnung. In meinem Fall (EFH) laufen tatsächlich alle Verträge (Strom, Gas, Wasser, Müllabfuhr) über den Vermieter.
 

Nanne

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Was mir daran nicht so wirklich verständlich ist, warum darf der VM was auf dem Dach installieren, wenn das komplette Haus vermietet wird?
Wenn im Haus ein Mangel entsteht wirst Du doch auch den VM davon benachrichtigen, dieser muss dann wohl oder übel auch erst mal in das Haus.
Das Haus bleibt trotz Vermietung erst mal das Eigentum des Vermieters/Eigentümers, der evtl. auch eine Solaranlage auf den Dach installieren darf. Ich gehe davon aus, dass diese Montage den Mieter nicht übermäßig störrt.
Ist nur meine Meinung.
 
Justinian

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@teilhalt
Danke für die Antwort!
Um wieviel Geld sprechen wir da monatlich ungefähr? Wie hoch ist die Differenz zwischen dem Vermieterstrom und dem Netzstrom, den du beziehst pro kwh?
 

teilhalt

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Ich hab die Differenz ehrlich gesagt nie ausgerechnet. Der VM liegt mit seinem KW Preis um 10ct. unter dem Preis der Stadtwerke. Was das jetzt im Monat ausmacht? Keine Ahnung. Aber es ist ein passendes Geschäft für beide Seiten. Er bekommt von mir mehr als er für´s Einspeisen bekommen würde und ich bekommen meinen Strom günstiger. Klassisches Win-Win.
 
Justinian

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@teilhalt
Okay, aber vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen!
Liebe Grüße
 

Aktionär

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Diese Erfahrung habe ich nur von Mieterseite aus. Es läuft bei mir tatsächlich so, dass der VM auf dem Dach eine Solaranlage installiert hat, die hauptsächlich zum einspeisen gedacht ist. Allerdings beliefert diese auch mich mit Strom, der VM verkauft mir also Strom zu einem günstigeren Preis als ich beim normalen Anbieter zahlen würde.
Der Zähler kann das auseinanderhalten, man sieht also was von der Solaranlage geliefert wurde, was eingespeist wurde. Die Differenz ist dann logischerweise mein Verbrauch.
Abgerechnet wird das alles zusammen über die jährliche Nebenkostenabrechnung. In meinem Fall (EFH) laufen tatsächlich alle Verträge (Strom, Gas, Wasser, Müllabfuhr) über den Vermieter.
Und wie sieht es zu den Zeiten aus, in denen die Anlage nichts produziert? Läuft das über einen Speicher? Ansonsten geht die Differenz-Rechnung nicht auf, denn zu Zeiten mit zu geringer Produktion wird, sofern kein Speicher angezapft werden kann, Strom vom z.B. örtlichen Versorger bezogen.
Die Zähler sind normalerweise so aufgebaut, dass es einen reinen Erzeugungszähler der PV-Anlage gibt und dann einen Zweiwege-Zähler, der Einspeisung und Entnahme zählt. Hier nur die Differenz aus Erzeugung und Einspeisung als Grundlage zu nehmen greift m.M.n. zu kurz (Stichwort Licht in der Nacht). Wenn es doch so gemacht wird, wäre es wohl zu deinem Vorteil. Immer vorausgesetzt es hängt nicht noch ein Speicher dazwischen.
Bleibt noch die Frage, ob der Betreiber der PV-Anlage seine Stromlieferung an den Mieter ordnungsgemäß angemeldet hat ...
 

teilhalt

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Es ist kein Speicher verbaut, produziert die Anlage nichts, kommt der Strom vom Versorger. Zähler hab ich hier nur einen, bei dem werden zur jährlichen Ablesung drei Wert abgelesen und an den VM/Stadtwerke weitergemeldet.
Ob und was der VM wie angemeldet hat geht mich nichts an. Müssig darüber zu sinnieren.
 

Ferdl

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Zähler hab ich hier nur einen, bei dem werden zur jährlichen Ablesung drei Wert abgelesen
Das kannte noch gar nicht dass ein Zähler alle drei Werte darstellen kann (Erzeugung-Lieferung-Bezug)

@Aktionär ich glaube du hast das Prinzip nicht verstanden. So wie es verstanden habe wohnt @teilhalt als Mieter in einem EFH, da ist das von der technischen Seite genauso wie Eigenverbrauch des Anlagenbetreibers.
 

Aktionär

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Das kannte noch gar nicht dass ein Zähler alle drei Werte darstellen kann (Erzeugung-Lieferung-Bezug)

@Aktionär ich glaube du hast das Prinzip nicht verstanden. So wie es verstanden habe wohnt @teilhalt als Mieter in einem EFH, da ist das von der technischen Seite genauso wie Eigenverbrauch des Anlagenbetreibers.

Doch Ferdl, hab ich. ;-)
 
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