Sonderkündigung wegen Arbeitsplatzwechsel

Diskutiere Sonderkündigung wegen Arbeitsplatzwechsel im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, ich bin neu hier und möchte unser Problem schildern. Wir haben eine kleine DG seit April 2017 unbefristet an eine Einzelperson vermietet....

  1. #1 Hatikva, 30.08.2017
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    Hallo, ich bin neu hier und möchte unser Problem schildern.
    Wir haben eine kleine DG seit April 2017 unbefristet an eine Einzelperson vermietet.
    Nun haben wir heute in unserem Briefkasten eine Kündigung zum 30.09.17 vorgefunden.
    Der Mieter kündigt mit einem Sonderkündigungsrecht aufgrund Arbeitsplatzwechsel.
    Wir sind vollkommen überrascht von diese Aktion.
    Darf der Mieter dies? Was ist mit der gesetzlich vorgeschriebenen 3 Monatsfrist?
    Was ist zu beachten? Können wir auf die gesetzliche Frist von 3 Monaten bestehen?
     
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  3. #2 immobiliensammler, 30.08.2017
    immobiliensammler

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    Hallo Hativka,

    bestätige die Kündigung zum regulären Termin, also mit der gesetzlichen 3-Monats-Frist. Es gibt kein Sonderkündigungsrecht bei Arbeitsplatzwechsel, so was ähnliches gab es früher mal für Beamte, aber auch dann musste die "normale" gesetzliche Kündigungsfrist eingehalten werden, nur längere Kündigungsfristen wurden ausgehebelt (sollte den Staat schützen, da er ja bei einer Versetzung hier zahlen musste).
     
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  4. sara

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  5. #4 Lucky Strike, 30.08.2017
    Lucky Strike

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    Die verlinkte Nachmieter-Regelung gilt aber nur für einen ZEIT-Mietvertrag...unbefristete MV unterliegen der regulären Kündigungsfrist. Oder verstehe ich das falsch?
     
  6. #5 Papabär, 30.08.2017
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    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Der Mieter kann meinethalben auch seine Hausschuhe suchen - das tangiert mich etwa genauso.

    Des Pudels Kern liegt hier vermutlich in der freien Interpretation eines konkreten Gerichtsentscheides durch den DMB. Ohne die Volltextversion dieses Urteils sind solche Aussagen zweckfrei. Zumindest wäre es mir neu, wenn der Vermieter zu einem Vertragsabschluss mit einem Nachmieter gezwungen werden könnte (seltene Ausnahmen bei Ehescheidungen mal außen vor lassend).
     
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  7. #6 sara, 30.08.2017
    Zuletzt bearbeitet: 30.08.2017
    sara

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    Sorry, diese Seite wollte ich eigentlich nicht verlinken, aus versehen hatte ich den Link erst kopiert und danach noch eine Seite die zumindest nicht aus DMB Sicht erstellt wurde gesucht:
    http://www.mietrecht.org/kuendigung...mietvertrages-bei-jobwechsel-oder-jobverlust/

    Ob man einen Nachmieter akzeptiert bzw. selbst in der Kündigungsfrist einen neuen Mieter findet und dann einen Mietaufhebungsvertrag macht ist zumindest eine Option die möglich ist, jedoch nicht erzwungen werden kann.
     
  8. #7 Hatikva, 31.08.2017
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    Vielen Dank für Eure Antworten.
    Ich denke, es wird Diskussionen geben mit dem neuen Mieter, da er natürlich nicht
    die 3 Monate zahlen möchte.
    Darf ich die Kaution dafür verwenden, falls er sich querstellt?
     
  9. Andres

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    Ja, aber bevor ich leichtfertig die Kaution verbrate, würde ich sehr genau überlegen, ob ich noch andere Forderungen gegen den Mieter haben könnte, z.B. weil es Schäden an der Wohnung gibt oder noch Betriebskosten nachzuzahlen sein werden.
     
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  10. #9 Lucky Strike, 31.08.2017
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    Ja, dafür ist die Kaution ja u.a. da. Allerdings kannst Du sie erst nach Ende des MV angreifen. Und Du solltest dem M gegenüber dies auch vorher nicht großartig ankündigen...die Wahrscheinlichkeit ist sonst evtl. höher das er die Mietzahlung gleich einstellt ;)
     
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  11. Berny

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    Ich würde mit dem M versuchen, eine Lösung zu finden, bspw. mich sogleich auf Nachmietersuche begeben, anstatt meine visionären Rechte durchzusetzen.
     
  12. #11 Hatikva, 30.09.2017
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    Update:
    Mieter ist nun zum 30.09.2017 ausgezogen, obwohl die gesetzliche Kündigungsfrist
    am 30.11.2017 endet. Es wurde aber gesagt, dass die Miete weiter gezahlt wird. Wir
    sind gespannt.
    Aber er hat sich einfach beim Stromversorger zum 30.09.2017 abgemeldet und
    den Zählerstand gemeldet. Die Ummeldung hat er wieder bei uns in den Briefkasten
    geworfen. Was soll das? Er ist doch auch dort verpflichtet, die Gebühren bis dahin zu zahlen.
    Er hat ja keinen Verbrauch, aber es laufen ja noch die Grundgebühren weiter.
    Bei Abmeldung durch den Mieter fallen diese Kosten ja jetzt wieder auf uns Eigentümer.
    Wir sind aber dafür nicht zuständig.
    Kann ich das einfach beim Stromversorger wieder rückgängig machen?
     
  13. #12 immobiliensammler, 30.09.2017
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    [QUOTE="Hatikva, post: 220985, member: 19228"Kann ich das einfach beim Stromversorger wieder rückgängig machen?[/QUOTE]

    Nicht beim Stromversorger (ich kann morgen meinen Vertrag mit dem Versorger xy kündigen obwohl ich noch dort wohne) sondern beim Netzbetreiber. Es kommt irgendwann ein Anschreiben, ihr sollt den neuen Nutzer für den Zähler mitteilen. Dann einfach die Meldung, dass bis zum 30.11. noch Herr X Nutzer war und schon kriegt er die Rechnung vom Grund-/Ersatzversorger. Eventuell auch mal vorsorglich dort anrufen und das mit denen klären.
     
  14. Berny

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    Dann würde ich dem Versorger mitteilen, dass der Mietvertrag seines Kunden erst zum 30.11. endet und ich ggf. anschliessend übernehmen würde.
     
  15. #14 Hatikva, 30.09.2017
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    Auf der Abmeldung durch den Mieter steht aber drauf, dass nach Kündigung und Nichtbenennen eines Nachmieters der Vertrag automatisch auf den Eigentümer läuft. Also auf uns. Der Stromanbieter ist der Grundversorger. Also müssten wir ja die Grundgebühren für 2 Monate zahlen obwohl der Mieter dafür zuständig wäre.
     
  16. #15 immobiliensammler, 30.09.2017
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    Nein, nochmal, Du teilst dem Netzbetreiber mit, dass die Wohnung weiter durch Herrn X genutzt wird, im Zweifel schickst Du eine Kopie des Kündigungsschreiben bzw. der Kündigungsbestätigung. Wir hatten auch schon Fälle wo es andersrum gelaufen ist, Mieter hat sich nie auf den Zähler angemeldet, Netzbetreiber hat auch gepennt und erst 1 1/2 Jahre nach Einzug kam dann plötzlich die Rechnung über 1.500 Euro Stromkosten. Einfach das Übernahmeprotokoll hingeschickt und das erklärt, dann kam für uns die Gutschrift - und 2 Monate später hatte der Mieter Sperrkappen drauf .....
     
  17. #16 immobiliensammler, 30.09.2017
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    Und ich kenne es eigentlich nicht, dass der Netzbetreiber angebliche "Ummeldungen" durch den Mieter akzeptiert, dass muss immer der Eigentümer machen (zumindest kenne ich es so!)
     
  18. #17 Hatikva, 30.09.2017
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    Der Stromanbieter/Grundversorger hat ja nicht mit uns Eigentümern einen Vertrag, sondern
    mit dem Mieter. Darin sehe ich das Problem. Wir sind ja nicht Vertragspartner des Grundversorgers,
    sondern der Mieter, solang er diesen Vertrag nicht kündigt. Und das hat er ja jetzt gemacht.
    Wir Eigentümer werden aber automatisch in die Pflicht genommen, wenn der Mieter den
    Vertrag mit dem Stromversorger kündigt. Es ist ja keine Ummeldung, sondern eine Kündigung.
    Ich werde mich nächste Woche mal telefonisch schlau machen.
    Danke
     
  19. Berny

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    Der Noch-Mieter kann ja draufschreiben was er will...
     
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  20. #19 immobiliensammler, 30.09.2017
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    Ich versuchs jetzt noch ein letztes Mal, wenn dann noch mal das Wort Grundversorger fällt nehme ich an, dass Du es einfach nicht verstehen willst:

    Ich habe nie geschrieben, dass Du Dich mit dem Grundversorger absprechen sollst sondern mit dem NETZBETREIBER, nur der ist Dein Ansprechpartner, und zwar nur der Ansprechpartner des Eigentümers, nicht irgendeines Mieters. Und wenn der Netzbetreiber den Mieter X als Nutzer des Zählers führt dann bekommt der die Rechnung vom Grundversorger, wenn er sich nicht bei einem anderen Versorger anmeldet.

    Was der Mieter dann mit dem Grundversorger ausmacht interessiert mich nicht die Bohne, sollte der mir eine Rechnung schicken geht die zurück mit dem Vermerk "ich war im fraglichen Zeitraum nicht Nutzer des Zählers, sondern Herr X"

    Und ergänzend:

    Die Grund- bzw. Ersatzversorgung kann der Mieter überhaupt nicht kündigen, er kann nur einen anderen Vertrag machen, ansonsten ist und bleibt er in der Grund-/Ersatzversorgung.
     
  21. #20 Hatikva, 30.09.2017
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    Vielen Dank, dass Ihr antwortet, aber der Netzbetreiber ist der Grund Versorger und dort hat der Mieter seinen Stromvertrag gekündigt , da er weg zieht. Wieso soll er diesen Vertrag nicht kündigen können. Es gibt doch in D viele davon. Entweder stehe ich jetzt auf dem Schlauch oder wir reden aneinander vorbei. ...Auf dem Formular steht drauf, dass mit der Vetragskündigung ohne eine ÜberGabe an einen Nachfolger die künftigen Verbräuche und Gebühren zu Lasten des Hausbesitzers übergehen. Das hat nicht der Mieter draufgeschrieben
     
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