Sondernutzungsrecht Garten / Schimmel / Ärger mit neuem Verwalter

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von sweetsour80, 16.04.2012.

  1. #1 sweetsour80, 16.04.2012
    sweetsour80

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    Hallo,

    ich hoffe das mir hier ein paar Leute evtl. weiter helfen können bzw. ähnliche Erfahrungen haben. Denn auch mein Anwalt hat ausser Rechnungen schreiben noch nicht viel zustande bekommen.

    Im Jahr 2002 habe ich eine Eigentumswohnung in einem 7 Parteien Haus gekauft. Die Parteien haben dieses Haus gemeinsam 1970 bauen lassen. Dementsprechend sind die anderen Eigentümer auch schon etwas älter. Ich hatte mich für diese Wohnung entschieden, da es vorab von Verkäufer und damaligen Verwalter und auch Notar hies, dass der Gartenanteil zu meiner Wohnung von mir allein wie ein eigener Garten genutzt werden könne ich hätte als Ausgleich nur die Kosten hierfür zu tragen. Nach dem Kauf hatte ich erst einmal ziemlich viel Ärger mit dem Urwald. Die ältere Dame von der ich diese Wohnung gekauft hatte hat über Jahre hinweg nichts mehr in diesem Garten gemacht. Also habe ich alles im alleingang herausgerissen, gezackert und neuen Rasen gemäht. Wie gesagt alles auf meine Kosten. Auf diesem Sondernutzungsrecht standen zusätzlich noch 2 Gartenhäuser welche auf einem Betonfundament gebaut wurden. Dieses Fundament wurde von allen Eigentümern damals zusammen gebaut. Leider habe ich keine Protokolle der Eigentümersitzungen von vor 1990 so das ich über diese Baumassnahmen nichts finden kann. Seit 2005 ist die Wohnung vermietet da ich aus beruflichen Gründen weg ziehen musste.
    Im Jahr 2006 wurde ich von den Eigentümern gebeten die Zäune welche mein Gartenstück eingrenzen und gleichzeitig auf der linken Seite zum Nachbargrundstück abgrenzen aufgrund des alters und zustandes zu erneuern. Natürlich auf meine Kosten. Ich habe diese Zäune abgerissen und entsorgt jedoch der WEG angeboten mit dem neuen Zaun zu warten sobald die WEG sich bei dem Zaun des Gemeinschaftsgartens welcher auch erneuert werden sollte auf eine Art geeinigt hätte damit man hier den gleichen verwenden kann. Im Jahr 2007 gab es dann einen Verwalterwechsel da der andere aus gesundheitlichen Gründen dies nicht weiter übernehmen konnte. Und damit fing der ganze Ärger an.

    1. Der Verwalter schlug vor Hecken als Abgrenzung auf die Linke seite zu pflanzen und auf die rechte seite einen Metallzaun. Mein bei ihm eingereichter Einspruch wurde übergangen. Am Ende bekam ich eine anteilige Rechnung für die gepflanzte Hecke. Von der Pflanzung etc. bekam ich nichts mit. Das ganze ging aufgrund das ich diese nicht zahlen wollte (da eine Hecke bei einem 2 meter breiten weg in meinen augen zuviel vom weg nimmt und ausserdem schon L-Steine für einen Metallzaun gesetzt wurden) zum Gericht wo mir gesagt wurde das ein Einspruch nur wirksam ist wenn er bei Gericht (natürlich verbundne mit Kosten ) eingereicht wird. Am Ende musste ich diese Hecke zahlen.

    2. An der Versammlung im letzten Jahr konnte ich nicht teilnehmen. Somit wartete ich gespannt auf das Protokoll. Hier wurde dann vom Verwalter protokolliert das ein Zaun auf die Linke Hausseite passend zu dem zaun auf der rechten Seite gebaut werden solle. Um keine Zeit zu verlieren schrieb ich den Verwalter sofort an und fragte welche linke Seite gemeint ist. Er schrieb das es die Abgrenzung meines Sondernutzungsrechts zum Nachbargrundstück sei und ich beachten soll das auch noch ein Gartentürchen gebaut werden würde. Da der Verwalter leider nicht schneller auf meine Frage reagiert hatte und ich mich an die gesetzliche Frist für einen Einspruch halten musste. Entschied ich mit meinem Anwalt einen Einspruch gegen diesen Beschluss einzulegen. In einem weiteren Brief von dem Verwalter an meinen Anwalt schickte er den Grundris mit und setzte nun als Grenze die LInie zwischen C und B fest. (Diese LInie ist die Grenze vom Sondernutzungrecht zum Gemeinschaftsgarten) Doch hier kann kein Zaun oder ähnliches gesetzt werden da im Boden eine Klappe ist für das Rückstauventil des Grundwassers. Im Januar diesen Jahres hat der Anwalt des Verwalters nun eine neue Zeichnung geschickt und dazu geschrieben das das Gartentörchen welches gebaut werden soll an die Stelle gebaut werden soll wo das alte stand. Dagegen habe ich grundsätzlich nichts einzuwenden nur hat der Verwalter sich so blöd ausgedrückt das hier das Verfahren eröffnet werden musste und ich möchte die Kosten für dieses Verfahren nicht tragen. Hat jemand eine Ahnung wie ich hier weiter vorgehen kann?

    3. Wie bereits beschrieben konnte ich mit dem SOndernutzungsteil (natürlich im Rahmen) tun und lassen was ich wollte. Seitdem der neue Verwalter da ist bezieht dieser sich auf die Teilungserklärung wo drin steht das der Verwalter hier die hoheit hat und auf die kosten der WEG beide Bereiche (sonderteil und Gemeinschaftsteil) gleich gestalten möchte. Auch hier gab es bereit im letzten Jahr einen Brief von meinem Anwalt zu wo der Verwalter daraufhin antwortete das er natürlich für den Sonderteil die Kosten auf die WEG umlegt und das dieser Teil auch durch ihn verwaltet werden würde. Nun ist es so das mit den Hecken auf dem Gemeinschaftsteil ein schöner rollrasen verlegt wurde die Bäume mit schönen Abgrenzungsteinen geschmückt wurden etc etc. Der Sonderteil jedoch wurde nicht angerührt und auch von meinen MIetern gepflegt. Auch nach dem Schreiben vom Verwalter habe ich im März zufällig beobachten können wie der Garten der Gemeinschaft von einer Gartenfirma gemäht wurde und mein Teil nicht. Hierauf gab es nun wieder einen Brief von meinem Anwalt an den Verwalter.
    Wie seht ihr das? Kann der neue Verwalter die alte Regelung einfach ausser Kraft setzen? Gilt hier nicht das Gewohnheitsrecht? Mein Anwalt meint das man darauf pochen könne aber ich soll erst mal die Füsse still halten. Aber ganz ehrlich ich wüsste das gerne mal geklärt anstatt immer wieder dem Anwalt für jeden Brief geld in den Rachen zu schmeissen.

    4. Auf dem Sonderteil standen 2 Gartenhäuschen das eine hatte ich bereits in 2005 abgerissen da ich auf dem Stück freien Beton mir eine Terasse angelegt hatte. Nun möchten die anderen Eigentümer das ich das zweite Häuschen auch abreisse. Ganz ehrlich wenn diese Häuser nicht bestandteil des Gartens gewesen wären hätte ich diese Wohnung nicht gekauft. Hat jemand hier eine Erfahrung muss ich dieses Häuschen jetzt wieder auf meine Kosten abreißen? Muss ich es überhaupt abreissen oder reicht es wen ich es erneuere? Wie gesagt leider habe ich keine Protokolle von früher um nachzusehen wie der Bau damals vereinbart wurde. Und der Verwalter hat sie angeblich auch nicht und kümmert sich auch nicht darum sie zu besorgen.

    5. Im Januar gab es Klopfgeräusche in der Heizung da meine Wohnng im EG ist hieß es sofort das diese Geräusche aufgrund einer defekten Heizung aus meiner Wohnung entstehen würden. Ein von mir beauftragter Sachverständiger beneinte dies und verwies auf die Heizungsanlage. Der vom Hausmeister beauftragte Sachverständige (ein älterer Herr an die 70 mit dem ich schon einigen Ärger wegen falsch eingebauter neuer Heizkörper hatte und dementsprechend nicht vertraue) meinte wiederum es läger an einem Heizungsventil. Vom Verwalter wurde ich unschön per email aufgefordert dieses sofort auf meine Kosten austauschen zu lassen. Auf die Frage welches überhaupt defekt sei und ob die WEG die Kosten dann übernimmt wenn es doch nicht an diesem Ventil liegt. Blieb bis heute offen. Ich erhielt nur eine erneute schroffe aufforderung des Verwalters und Anrufe von meinen Mietern welche vom Hausmeister täglich mehrmals gedrängt wurden mich um den austausch zu bitten. Nach 2 Tagen ohne anruf hörte ich einmal bei meinen Mietern nach und bekam die Info das ein 3. Sachverständige sich das Geräusch angehört hatte. Meine Ventile wären in Ordnung wurde festgestellt und da das Geräusch komischerweise dann verschwand konnte man auch nicht mehr den Defekt finden. Vom Verwalter kam bis heute hierüber keine Info. Hat der Verwalter denn keine Informationspflicht?
    Zudem kommt das ich dan herausgefunden habe das Heizungsventile sofern nicht anders vereinbart von der WEG getragen werden müssen. Womit ich es unverschämt finde vom Verwalter die Kosten auf mich abwälzen zu wollen.

    6. Zu guter letzt wurde von meinen Mietern im Januar an 2 Aussenwänden Schimmel festgestellt. Meine Wohnung befindet sich ca. 60cm im Boden so das die Aussenwände im unteren Bereich immer mit dem Boden in Kontakt sind. Der Schimmel ist auch genau dort aufgetreten wo die Aussenwand im Erdreich ist. Von der Fa. MBS wurde festgestellt das diese Feuchtigkeit zu 90% von einer schadhaften Aussenisolierung kommen. Der Verwalter jedoch hat sich weder um die 2. Messung noch an den Kosten beteiligt und ist weiterhin der Meinung das dieser durch falsches Lüften meiner Mieter entstanden ist. Ich kann hier nichts tun bzw. was kann ich hier tun? Die Aussenisolierung auf meine Kosten kann ich nicht ohne die Zustimmung der anderen Eigentümer in Auftrag geben. Ausserdem wie bereits gesagt sind meine miteigentümer alle über 70 und so einem jungen ding wie mir gibt man ungern recht und schlägt sich dann schnell und gerne auf die Seite des Verwalters. Ist ja auch kostengünstiger (im ersten Augenblick). Nun habe ich Angst das meine Mieter die Miete kürzen oder gar ausziehen und ich keine neuen Mieter bekomme. Was kann ich hier tun wem kann ich den ausfall in Rechnung stellen?

    Ich hoffe das ich euch nicht allzusehr zugetextet habe.

    Viele Grüße
    Tanja
     
  2. AdMan

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  3. #2 Papabär, 16.04.2012
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    Hallo Tanja,

    Doch! Nach etwa der Hälfte hab´ ich nichts mehr verstanden ... nicht um diese Uhrzeit.

    Mein Tip: Such Dir´n neuen Anwalt - möglicht einen Fachanwalt.
     
  4. Berny

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    Ich habe schon früher aufgegeben...:unsicher026:
     
  5. #4 sweetsour80, 17.04.2012
    Zuletzt bearbeitet: 17.04.2012
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    Sorry, ja ist alles bissel viel. Dann könnt ihr euch evtl. vorstellen wie es mir mit 6 offenen Themen die alle der neue Verwalter verursacht hat gerade geht.

    Ich versuche die ersten Punkte mal zusammen zufassen. Kann ein neuer Verwalter eine mir nicht schriftlich vorliegende Vereinbarung welche (in welcher Form auch immer) mit dem Vorbesitzer und den anderen Eigentümern vor meiner Zeit vereinbart wurde so mir nichts dir nichts zu meinem Nachteil ändern? Was ist mit dem Gewohnheitsrecht?

    Bzgl. des Anwaltes, das ist schon der zweite und er nennt sich Fachanwalt. Er gibt mir zwar recht sagt aber das die Deutschen Gerichte das oft anders sehen. Und auch nie sich den gesamten Fall betrachten sondern nur den Teil. (Siehe Punkt 1). Das gericht bezog sich nur auf die Kosten der Hecke und wollte nicht klären ob die Hecke gepflanzt werden durfte oder nicht dafür hätte ich früher gerichtlichen Einspruch einlegen müssen und nicht erst den Verwalter um Klärung bitten sollen.


    Viele Grüße
    Tanja
     
  6. #5 Martens, 17.04.2012
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    moin Tanja,

    die Teilungserklärung gilt uneingeschränkt, sie ist die Verfassung der WEG.

    Ich kenne auch Fälle, in denen die Eigentümer meinten, dies oder das wäre ja damals ganz anders gemeint gewesen und daher würde man es in Abweichung von den Regelungen der Teilungserklärung handhaben können.

    Solange sich alle Eigentümer einig sind, kann man im Prinzip tun und lassen, was man möchte.
    Im Zweifelsfalle jedoch gilt eben die Teilungserklärung. Der jetzige Verwalter tut gut daran, Euch alle auf die vereinbarten Spielregeln hinzuweisen und auf deren Einhaltung zu drängen. Täte er es nicht, ginge er in die Haftung.

    Auch wenn bisher irgendwelche Dinge anders gehandhabt wurden, gibt es kein Gewohnheitsrecht, die Regelungen der Teilungserklärung sind anzuwenden.

    Ich habe auch ein Objekt, in dem eine Teilungserklärung mit "offenen Punkten" besteht. Die Vorverwaltung hat sich darum nicht gekümmert und einfach irgendwie und drumherum verwaltet, und mir wird jetzt der Vorwurf gemacht, ICH hätte plötzlich Probleme herbeigeredet, die bisher nicht bestanden hätten.
    Verständlicherweise sehe ich das anders. ;)

    Will damit sagen, es ist nicht unbedingt der Kollege, der die Probleme macht, er weist Euch vielleicht nur darauf hin, daß in Eurer WEG ggfs. Probleme bestehen und man sie anders angehen muß, als bisher geschehen.

    Zu den Sondernutzungsrechten kann ich im Detail nichts sagen, das ist nicht so mein Thema.

    Grundsätzlich muß geklärt werden, ob die gefaßten Beschlüsse der Beschlußkompetenz der WEG unterliegen und ordnungsgemäßer Verwaltung entsprechen, falls ja, dann ist das so hinzunehmen, falls nein, mußt Du innerhalb der Anfechtungsfrist von vier Wochen gerichtlich dagegen vorgehen. Das wird Dir Dein Anwalt auch bereits erklärt haben und jeder andere Anwalt wird das auch so sehen.

    Nach aktuelle Rechtsprechung des BGH sind Heizkörper und -ventile (nun wieder ;)) Sondereigentum, da darf der Verwalter also gar nichts machen. Das Problem scheint aber nun gelöst zu sein, wie Du schreibst.

    Zum Thema Schimmel und Isolierung, solche Schäden treten in den vergangenen Jahren bei unseren Objekten an verschiedenen Stellen verstärkt auf...

    Es wäre eindeutig zu klären, ob die Feuchtigkeit von Innen kommt (Dein Problem) oder von Außen (Problem der Gemeinschaft). Dazu mißt man die Feuchte in der Wand. Ist das geschehen und sauber protokolliert?

    Weiterhin ist zu klären, ob die Wärmedämmung (sofern vorhanden) noch funktioniert, sie kann nach 40 Jahren beschädigt und durchnäßt sein, dann sinken die Temperaturen innen an der Wand unter den Taupunkt.

    Sofern der Mangel in Deiner Wohnung durch Schäden am Gemeinschaftseigentum hervorgerufen wird, muß sich die Gemeinschaft um die Mangelbeseitigung kümmern. Den Nachweis darüber, daß das so ist, mußt im Zweifel jedoch Du führen und auch die Kosten dafür zumindest vorstrecken.

    Bei Schimmel ist in den meisten Fällen (nicht in allen) der Mangel im Nutzerverhalten begründet, hinzu kommen ungeeignete Farben und Tapeten oder auch Wandputz an den Außenwänden, die die Schimmelbildung unterstützen.

    Christian Martens
     
  7. #6 sweetsour80, 17.04.2012
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    Hallo Martens,

    danke für deine Antwort.

    Bzgl. des Falls letztes Protokoll (September) wo der Verwalter von einem Zaun spricht welcher auf der linken Hausseite angebracht werden soll und damit wie heute auf dem Gericht geklärt wurde keinen Zaun sondern ein Gartentürchen an der linken Frontseite des Grundstücks meint, hatte ich ein Verfahren innerhalb der Frist eröffnet. Dieses Verfahren habe ich sogar am letzten möglichen Tag eröffnet weil der Verwalter sich 1. so viel Zeit mit dem Protokoll lies und 2. nicht auf meine Fragen bzgl. des Protokolls antwortete bzw. nur das gleiche aussagte was im protokoll stand. Die Fristsetzung von Rechts wegen mit den 4 Wochen nach Versammlung macht das alles ziemlich schwierig um eine aussergerichtliche Klärung zu erhalten. Und erhlich gesagt sehe ich es nicht ein das ich die Kosten für ein falsch aufgesetztes und anders gemeintes Protokoll vom Verwalter zahlen muss nur weil er sich Zeit lässt. Wie kann man hier weiter vorgehen?

    Das Gericht hat eben den Verwalter zurecht gerückt als er sagte das es egal sei er könne dieses Gartentürchen an jede Stelle setzen wo er wollte schließlich sei er der Verwalter. Dies geht nicht. Aber er sieht das anders und eben so verhält er sich auch. Er möchte den Garten so gestalten wie er es für richtig hält dabei wohnt er nicht einmal dort.

    Wie kann eine Teilungserklärung geändert werden? Welche Beschlüsse sind dafür nötig? Gelten hier nicht die Beschlüsse der WEG? Wenn eben diese WEG vor 20 jahren beschlossen hat das anstelle wie in der Teilungserklärung beschrieben statt einer Hecke ein Zaun gesetzt werden soll. Was gilt dann? Kann dann der nächste Verwalter kommen und sagen, ´nein liebe leute in der Teilungserklärung steht hier soll eine hecke stehen also baue ich hier eine hecke hin´?

    Bzgl. Heizungsventil muss ich dich leider enttäuschen das gehört laut Gesetz nicht zum Sondereigentum ausser es ist in der Teilungserklärung so festgehalten. Hier hatte ich auch schon mit meinem Anwalt gesprochen.

    Der Schimmel ist zu 90% laut der von mir 2x beauftragten Firma wegen der defekten Aussenisolierung entstanden. Demnach hat der Verwalter jetzt die Aufgabe diesen entfernen zu lassen. Aber wie gesagt er legt die Hände in den Schoss und tut nix.
    Und ich will nicht schon wieder Kosten für ein Verfahren übernehmen. :unsicher026:

    Viele Grüße
    Tanja
     
  8. #7 Martens, 17.04.2012
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    moin Tanja,

    Zahlen muß derjenige, dem das Gericht die Kosten auferlegt, das kann auch der Verwalter sein.

    Ansonsten ist die Problematik mit den vier Wochen Widerspruchsfrist bekannt und man muß sich damit arrangieren. Der Verwalter hat unverzüglich nach der Versammlung die Beschlußsammlung zu verfassen bzw. zu aktualisieren, diese kann er daher ca. 10 Tage :) nach der Versammlung verschicken, einfach mal nachfragen. ;)

    Ah ja. Solche Kollegen muß es irgendwie auch geben... :D

    Um die Teilungserklärung zu ändern, ist die Unterschrift aller(!) Eigentümer vor einem Notar unter die entsprechende Urkunde nötig. Sofern Rechte aufgegeben werden, kann auch die Unterschrift der betroffenen Grundpfandgläubiger notwendig werden. Soetwas ist also möglich aber sehr aufwendig.

    Knirsch.
    Ja, ich habe zu kurz geschossen.
    Der BGH hat entschieden, daß eine Regelung der Teilungserklärung wirksam ist, nach der Heizungen Sondereigentum seien. Fehlt diese Regelung in der Teilungserklärung, sind Heizungen Gemeinschaftseigentum.

    Du solltest mit der schriftlichen und begründeten Aussage dieser Fachfirma rechtzeitig vor der nächsten Eigentümerversammlung (= jetzt) den Antrag stellen, daß die defekte Außenisolierung repariert wird.
    Die Eigentümer entscheiden dann über das weitere Vorgehen, dieser Beschluß kann angefochten werden.
    Die Frage ist natürlich, wie hat die Firma festgestellt, daß die Außenisolierung defekt ist und war sie für diese Aussage überhaupt qualifiziert?

    Die Aufgabe des Verwalters ist es, die gefaßten Beschlüsse umzusetzen, sonst nix.
    Im Falle eines Falles hat er Notmaßnahmen zu ergreifen und / oder zu einer Sonderversammlung zu laden.

    Es bietet sich natürlich an, die Sache außen mal zu Lasten der Gemeinschaft untersuchen zu lassen und ggfs. Kostenvoranschläge für die nächste Versammlung einzuholen, aber jeder hat da so seine eigenen Arbeitsweisen...

    Christian Martens
     
  9. #8 Papabär, 17.04.2012
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    Steht das auch in dieser BGH-Entscheidung? Hättest Du zufällig das AZ griffbereit, bzw. die Grundlage für die Aussage mit den Heizungen (/Heizkörper?)

    Wenn ich als Sondereigentumsverwalter mit derart vielen Klagen/Klagedrohungen sowie Gutachten überzogen werden, dann wäre ich aber auch erst einmal skeptisch. Ggf. würde ich es hier - schon aufgrund der offenen Frage zur Übernahme der Gutachterkosten - evtl. auch auf ein gerichtliches Beweisaufnahmeverfahren ankommen lassen. Meiner Erfahrung nach reden Gutachter stets ihrem Auftraggeber nach dem Mund - ein gerichtlich bestellter Gutachter macht aber genau das nicht.

    Dem Bewohner würde ich also zunächst mal ein Hygrometer empfehlen. Ist preiswerter und hilft in den allermeisten Fällen.
     
  10. #9 sweetsour80, 19.04.2012
    Zuletzt bearbeitet: 19.04.2012
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    Das Nachfragen hilft hier leider auch nicht viel, bevor ich eine Antwort bekomme muss ich im durchschnitt 4x nachfragen dementsprechend geht die Zeit ins Land.
    Da frag ich mich wofür wir diesen Verwalter bezahlen.



    Gerade weil es so aufwendig ist, vermute ich das die Eigentümer früher (bevor ich die Wohnung gekauft hatte) die Regelungen bzgl. Garten in einer Eigentümerversammlung beschlossen hatten. Können ältere Beschlüsse durch Mehrheit wieder rückgängig gemacht werden? Bei welchen Beschlüssen benötigt man alle Zustimmungen?


    Danke für den Tipp ich hätte gedacht das der Verwalter das eh auf die Tagesordnung setzt.
    Die Firma (MBS Schadenmanagement) hatte verschiedene Feuchtigkeitsmessgeräte und Geräte womit man prüfen kann ob die Feuchtigkeit durch einen Rohrbruch kommen könnte.
    Sie waren bereits das letzte mal unsere Gutachter als sich wegen einer verstopften und überlaufenden Regenrinne in meiner Wohnung schimmel gebildet hatte. Dies ging alles noch über den alten Verwalter und hier gab es kein Trara. :-(
    Das Gutachten wurde extra 2x gemacht einmal im Januar und wegen des Frostes noch einmal Ende März. Mir persönlich wäre es lieber gewesen wenn es auf schlechtes Lüftungsverhalten zurückzuführen gewesen wäre da hätte ich weniger Theater mit meinen Mietern gehabt wie jetzt mit dem Verwalter. Deswegen kann der Gutachter mir nicht nach dem Mund gesprochen haben da er sonst die Sache auf die Mieter geschoben hätte.
    Noch eine Möglichkeit in meinen Augen wäre ein Rückstauventil welches sich im Boden direkt vor der Aussenwand befindet. Hier habe ich beide Fa. MBS und die Firma des Rückstauventils vor ort gefragt ob dieses der Grund für die Feuchtigkeit sein könnte. Aber leider nein. Wobei dies dann auch Sache der Eigentümer und nicht von mir wäre.




    Genau das erwarte ich ja das er Notmaßnahmen ergreift, hat ein Verwalter hierzu nicht auch die Pflicht? Ich meine er kann doch nicht wissen das es ein Problem gibt und dann evtl. 12 Monate bis zur nächsten Versammlung warten?!
    Aber da passiert nix. Kosten will er auch nicht übernehmen. Oder einen Gutachter wenn er meinem nicht vertraut bestellen. Wenn der andere Gutachter anderer Meinung ist bin ich ja nicht böse. Nur das der Verwalter sich seit Januar nicht dazu äußert und nichts tut finde ich unverschämt.
     
  11. #10 Martens, 19.04.2012
    Martens

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    ein paar Gedanken...

    Wenn man selbst nicht an der Eigentümerversammlung teilnehmen kann und auch niemenden unter den Miteigentümern hat, der einem zuverlässig mitteilt, was beschlossen wurde, das Protokoll auch erst spät kommt und eine Beschlußsammlung nicht einsehbar ist... dann würde ich innerhalb der vier Wochen die Beschlüsse anfechten. Man hat dann weitere zwei Monate Zeit, die Sache zu begründen, muß aber vermutlich den Gerichtskostenvorschuß zahlen und den eigenen Anwalt im Zweifelsfalle zumindest teilweise.

    Wenn es die alten Beschlüsse nicht mehr gibt, dann gibt es sie nicht mehr, da kann der jetzige Verwalter auch nichts machen, selbst wenn er wollte.

    Man kann den Umgang mit der Situation, über die damals beschlossen wurde, nun erneut zur Abstimmung stellen, da sich die Umstände ja durch Zeitablauf etc. geändert haben. Allerdings weigere ich mich grundsätzlich, jedes Jahr über Themen zu diskutieren, zu denen es keine neuen Erkenntnisse gibt.

    Die meisten Dinge können mit einfacher Mehrheit beschlossen werden, Veränderungen bedürfen jedoch bestimmter qualifizierter Mehrheiten und die Änderung der Teilungserklärung eben die Zustimmung aller Beteiligter.

    Du hast also die schriftliche Aussage einer Fachfirma über die Herkunft der Feuchte, das ist gut. Ich hatte befürchtet, irgendein windiger Maler hat einfach eine Behauptung aufgestellt - dabei nichts gegen Maler! ;)

    Ich würde nun die Informationen der Fachfirma komplett dem Verwalter zur Verfügung stellen und die WEG zu Händen des Verwalters auffordern, das Gemeinschaftseigentum unverzüglich instandzusetzen, nötigenfalls eine Sonderversammlung zur Beschlußfassung über die nötigen Maßnahmen abzuhalten.

    Christian Martens
     
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