Sondernutzungsrecht Vorgarten Grillen

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Schneider1983, 19.02.2016.

  1. #1 Schneider1983, 19.02.2016
    Schneider1983

    Schneider1983 Benutzer

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    2 Parteienhaus mit EG und OG.

    EG hat Sondernutzungsrechte für den Vorgarten. OG darf den Gehweg selbstverständlich nutzen.
    Darf OG auf dem Gehweg zur Haustür Grillen? Die Treppe ist relativ breit, Grill steht nicht im Weg aber es fällt oft Dreck an und die Treppe wird als Ablage benutzt.

    Ist sowas erlaubt oder nicht?
     
  2. AdMan

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  3. dots

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    Nur, wenn man die anderen auch einlädt. Die anderen müssen im Gegenzug eine Kiste Bier mitbringen, dürfen dafür aber pro Person eine Wurst vom Grill essen.

    Ob Krombacher oder Warsteiner ist vorher allstimmig zu beschließen. Falls keine Einigung zustande kommt, gibts Veltins. Oder das Grillen darf dann nicht stattfinden.
     
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  4. #3 BHShuber, 19.02.2016
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    Hallo,

    man sollte in unserer modernen Gesellschaft schon davon ausgehen können, dass eine Gemeinschaft das unter sich regeln kann ohne hier gleich Rechtsgrundlagen für etwas was man darf oder nicht darf zu suchen.

    Gruß

    BHShuber
     
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  5. Duncan

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    Mal grundsätzliche Überlegungen:
    - was sagt die Stadt Münster (bzw. die zuständige Stadt/Gemeinde) per Satzung oder Verordnung zum Grillen/offenen Feuer?
    - was sagt die landesrechtliche Regelung so es eine solche gibt? Wald(juristisch) in 100m Umkreis?
    - Wege? hm - Fluchtwege? (Ich halte Hauszuwegungen für grundsätzlich ungeeignete Orte zum Grillen!)
    - Verunreinigungen, Beschädigungen, Unfallgefahren (Stolperfallen)?

    Man wird ganz einfach zusammenfassen können, grillen ist erlaubt, wenn sich niemand dran stört. Wenn sich jemand dran stört, kann man versuchen ihn durch Teilnahme zu überreden oder man lässt es besser.
     
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  6. #5 Newbie15, 19.02.2016
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    Idealerweise wurde in der Teilungsvertrag ein Wegerecht festgehalten. Dann dürfte die Partei den Weg nur dazu nutzen, um ins Haus zu kommen.

    Aber mal im Ernst, in einem Zweifamilienhaus sollte man vielleicht eher das Gespräch suchen und sich einigen anstatt auf Unterlassung zu klagen.
     
  7. Nanne

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    Ob sich jemand daran stört, kann ich leider erst feststellen wenn bereits gegrillt wird. In meinen Mietverträgen ist Grillen auf dem Balkon verboten, und das ist gut so. Grillen hat Nebenwirkungen z.B. nachts Partys auf dem Balkon und entsprechend laut, Rauch- bzw. Grillfleichschwaden in Nachbars Wohnung u.m. Trotzdem würde ich eine Ausnahme akzeptieren.
     
  8. #7 Schneider1983, 20.02.2016
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    Es geht mir nicht ums Grillen. Es geht darum dass die Hofeinfahrt neu gepflastert wird, und wenn er diese Privat mit nutzt, sich auch mit 10% an den Kosten beteiligen kann. Man kann halt nicht immer für sich das beste raussuchen und daher hätte ich gerne gewusst, was so ein Wegerecht mit beinhaltet. Und nein ich halte meinem Nachbar keinen Paragraphen unter die Nase. Will einfach wissen was Recht ist. Zudem der Gesamteindruck auch eine Wertsteigerung der ganzen Immobilie ist.
    Danke für die vernünftigen Antworten.
     
  9. #8 Schneider1983, 20.02.2016
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    Wer klagt denn hier auf Unterlassung? Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
     
  10. #9 BHShuber, 20.02.2016
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    Hallo,

    zunächst, muss man nicht unleidlich werden, das schickt sich nicht.

    Dann, ein Geh- und Fahrrecht beinhaltet wie die Benennung schon sagt, gehen und Fahren, wenn eine Teilungserklärung vorhanden ist, ist entweder dort hinterlegt was das Wegerecht beinhaltet, ausweichend vielleicht in der Gemeinschaftsordnung.

    Wenn gar nichts zu finden ist, dann kuck mal hier:

    http://www.anwalt.de/rechtsanwalt/wegerecht.php

    Das Grillen jedenfalls ist nicht Inhalt eines Wegerechtes allerdings wenn man das untersagen möchte, dann wird das wohl nur über Gericht gehen, falls das Gegenüber nicht einsichtig ist.

    Gruß
    BHShuber
     
  11. Nanne

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    Auf einem Weg, der für den Zugang/Durchgang zum Haus bestimmt ist, zu grillen, ist meines Erachtens bedenklich.
    Wenn die Hausgemeinschaft damit einverstanden wäre, kein Problem, aber der VM kann das verbieten, muß es nicht dulden. Meine Meinung.
    Grillen mit offenem Feuer nehme ich mal an. Dazu dürfte es auch Vorschriften/'Bestimmungen der Gemeinde/Stadt geben, denke ich.
     
  12. #11 Schneider1983, 20.02.2016
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    Wir sind beide Eigentümer und verstehen uns sehr gut, nur was Investitionen am und im Haus betrifft will er nie mitziehen. Da sind die Interessen verschieden.
     
  13. Nanne

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    @BHShuber

    Du warst mit Deinem Beitrag schneller. Ich zögere zu lange mit "Antwort erstellen", habe Dich also nicht kopiert.
     
  14. Duncan

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    siehe mal oben...

    Warum sind die Interessen so unterschiedlich? Darauf sollte man eingehen. Wenn die Kasse gerade Knirsch auf Knapp steht habe ich auch keine Lust zu ausschweifenden Geldausgabeorgien. Die Freude hat man aber in jeder WEG. Der eine braucht die Mieteinnahme dringend um über die Runden zu kommen und fürchtet Sonderumlagen wie der Teufel das Weihwasser, der andere sieht sein Geld lieber in die Immobilie investiert als auf der Bank dahin schmelzen. Bei sehr kleinen WEG, 2-3 ET, habe ich es auch schon gesehen, dass man Geld mit Muskelkraft und Arbeitszeit ausgleicht. Vielleicht ein Ansatz.

    PS: Sondernutzungsrechte, Wegerechte und Sondereigentume haben trotz ähnlicher praktischer Folge durchaus Unterschiede, hier wäre eine genaue Durchsicht eurer Unterlagen durchaus hilfreich. Wenn man weiß was man da mal geregelt hat, kann man auch viel leichter davon abweichen... Eine ETV kann auch mit glühendem Grill und Bier in der Hand stattfinden.
     
  15. Nanne

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    Dazu mein #12.
     
  16. #15 BHShuber, 20.02.2016
    BHShuber

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    Hallo,

    das sind ja schon mal die besten Voraussetzungen, wenn sich die Hausgemeinschaft versteht.

    Ob es bei Investitionen des Gemeinschaftseigentumes Zwiespalt gibt, ist sekundär, denn dringende Instandhaltungen sind verpflichtend auch für den Miteigentümer, natürlich wird man nicht erfreut Hurra schreien, wenn das Gebäude alle 5 Jahre mit ner neuen Farbe gestrichen werden soll oder so, dennoch besteht auch für den Miteigentümer die Verpflichtung zur Rücklage und auch der Instandhaltung des Gebäudes und Gemeinschaftseigentum.

    Gäbe es denn zum Grillen eine andere örtliche Möglichkeit für den Miteigentümer?

    Gruß

    BHShuber
     
  17. dots

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    Wenn man den anderen mit 10% an den Kosten beteiligen will, wird der andere sich vermutlich auch an der Auswahl (und der Optik) entsprechend beteiligen wollen.

    Wenn man alles selbst bezahlt, kann man auch selbst entscheiden und aussuchen.

    Das nur mal so nebenbei als zwischenmenschlicher, moralischer Aspekt.
     
  18. #17 Goldhamster, 21.02.2016
    Goldhamster

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    Schon mal daran gedacht, was dabei alles passieren kann??????
     
  19. #18 Tobias F, 21.02.2016
    Tobias F

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    Frage zum Verständnis: ist der erwähnte Gehweg der Zugang zum Haus?



    Da die Hofeinfahrt (wie das gesamte Grundstück) Gemeinschaftseigentum ist kann niemand ohne Zustimmung des anderen hier eine Veränderung, neues Pflaster, durchführen. Denn diese stellt eine bauliche Veränderung dar (§ 22 Abs. 1 WEG).
    Sofern in der Teilungserklärung hierzu keine gesonderte Vereinbarung darüber getroffen wurde, wer die Kosten der Instandhaltung/Instandsetzung zu tragen hat, so sind diese Kosten (nach Beschluss der Eigentümergemeinschaft über die Maßnahme) gemäß §16 Abs. 2 WEG nach Miteigentumsanteilen zu tragen.



    Wie, wo, was? Welches Wegerecht?
    Grundsätzlich ist das ganze Grundstück Gemeinschaftseigentum, hier kann es also kein Wegerecht für einen der Sondereigentümer geben.
    Denn ein Wegerecht "Weg über ein fremdes Grundstück nur zum Zwecke des Durchganges / der Durchfahrt zu nutzen" setzt voraus das es sich um ein fremdes Grundstück handelt.
     
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