Sonderumlage : Zahlungsunwillige Miteigentümer? & Privatinsolvenz Zwangsversteigerung

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von frenchberlin2, 13.03.2013.

  1. #1 frenchberlin2, 13.03.2013
    Zuletzt bearbeitet: 13.03.2013
    frenchberlin2

    frenchberlin2 Benutzer

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    Hallo in die Runde,

    bevor ich nun wieder zum Anwalt rennen werde nächste Woche, hätte ich gerne von Euch Eure Meinung gehört:

    -3 Miteigentümer zahlen die wirksam beschlossene Sonderumlage nicht. Zugegeben, das sind nicht eben Kleckerbeträge. Bei einem sind es über 30.000€.
    1. Miteigentümer 1 - Mahnverfahren
    2. MIteigentümer 2 - Mahnverfahren, Ehemann hat an Ehefrau verkauft, nun wird gestritten, wer SU zahlen soll.
    3. Miteigentümer 3 - Privatinsolvenz

    [Nebenbei, mein Tipp für alle Geplagten: falls mal jemand wissen will, ob jemand Privatinsolvenz angemeldet hat, dies ist öffentlich einsehbar unter: https://www.insolvenzbekanntmachungen.de/cgi-bin/bl_suche.pl ]


    Ansonsten, Kredite, die von der Hausverwaltung organisiert wurden, hätten alle drei in Anspruch nehmen können. Aber sie haben offensichtlich nichts unternommen, sondern schauen nun, was passiert.

    Mich macht das etwas traurig, weil wir als Eigentümer in einem anderen Haus schon einmal einen netten Nachbarn verlohren haben durch die von dem Hausverwalter eingeleitete Zwangsversteigerung. Gibt es denn keine andere Möglichkeit?

    Natürlich müssen wir alle Miteigentümer an das Geld kommen .. Aber Gemeinschaft sagt auch immer: es haften alle gemeinschaftlich.

    Wie geht denn normalerweise ein vernünftiger Hausverwalter vor?
    Ich habe heute die drei Eigentümer angeschrieben, und ihnen das Gespröch angeboten. Normalerweise bin ich immer für Kommunikation. Das hilft in der Regel, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Andererseits geht es um über 70.000€ nur von den drei Miteigentümern. Und die Hausverwaltung will nun mit den Arbeiten beginnen, obwohl der Beschluss anders lautet - erst nach dem vollständigen Geldeingang soll überhaupt ein Auftrag erteilt werden.
     
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  3. #2 frenchberlin2, 15.03.2013
    Zuletzt bearbeitet: 15.03.2013
    frenchberlin2

    frenchberlin2 Benutzer

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    Mittlerweile haben sich noch viel schlimmere Sachen aufgetan. Die Hausverwaltung unternimmt nicht einmal Mahnverfahren sondern wartet ab. Und insgesamt haben 6 Miteigentümer keine Sonderumlage gezahlt, einige benötigen nun einen Kredit bei einer anderen Bank, das dauert angeblich. (-> Also, bei meinen Banken dauern Kreditanträge maximal zwei Wochen.)

    Was sagen denn hier die Verwalter dazu: 4 Monate abwarten, dass die Miteigentümer zahlen? Keine Mahnungen rausschicken ? Ja, geht's noch?
    In der Zwischenzeit sind in anderen Häusern die Wohnungen unter dem Hintern weg versteigert bzw. Zwangshypotheken eingetragen. In der Zwischenzeit hat ein Miteigentümer Zeit gehabt, in die Privatinsolvenz zu flüchten. Der will angeblich über Raten zahlen ? - Also, das habe ich noch nie gehört. Zumal, was soll man einem insolventen Miteigentümer denn bitte glauben. Von der Auftragsvergabe (und der daraus entstehenden Zahlungsfrist) einmal abgesehen. Das wird docoh nie etwas.

    Ich überlege wirklich, ob's nicht Sinn macht, dass man diese Miteigentümer einfach verklagt - nur damit werden die Wohnungen unverkäuflich.
    In einer zerstrittenen WEG kauft keiner eine Wohnung.
     
  4. #3 Kitzblitz, 16.03.2013
    Kitzblitz

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    Wenn das so ist, mach' dir doch keinen Kopf - der Hausverwalter sollte dann doch wohl auch für sein Handeln haftbar gemacht werden ... so weit sollte es aber nicht kommen.

    Ich würde dem Hausverwalter eine e-mail (alle Hausbewohner in den Kopieverteiler) schicken und ihn auf den Beschluss hinweisen. Dabei würde ich auch durchblicken lassen, dass er für sein eigenmächtiges Handeln von der WEG haftbar gemacht wird. Zusätzlich würde ich das auch noch einmal im persönlichen Gespräch oder telefonisch vorbringen. Damit ist das Thema der Sanierungsmaßnahme ohne gesicherte Finanzierung sicher vom Tisch, denn so blöde kann auch der unbedarfteste Hausverwalter sein.

    Ein Hausverwalter ist kein Gebieter, sondern nur ein Erfüllungsgehilfe der WEG.

    Noch scheint kein finanzieller Schaden entstanden zu sein. Wenn mit den Arbeiten allerdings kurzfristig begonnen werden soll, würde ich ihn mal fragen, ob er die Arbeiten etwas schon vergeben hat. Damit würde er auch schon gegen den Beschluss der WEG gehandelt haben.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  5. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Kennst Du denn den Beschluss ? habe ich da was überlesen ?
    Jeder vernünftige Hausverwalter legt im Beschluss fest, wann er den Auftrag vergeben darf (so und so viele haben bezahlt bzw. es ist so und soviel Geld eingegangen). Ebenso regelt er gleich den Umstand, wie gegen Nichtzahler vor gegangen wird.
    Das kann ich aber alles nicht aus dem Tread herauslesen, frenchberlin2 läßt zudem offen ob es sich um eine WEG mit 1000 Eigentümer oder nur 10 Eigentümer handelt.
     
  6. #5 Kitzblitz, 16.03.2013
    Zuletzt bearbeitet: 16.03.2013
    Kitzblitz

    Kitzblitz Erfahrener Benutzer

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    Ja - frenchberlin2 hatte im 1. Beitrag geschrieben:

    "Und die Hausverwaltung will nun mit den Arbeiten beginnen, obwohl der Beschluss anders lautet - erst nach dem vollständigen Geldeingang soll überhaupt ein Auftrag erteilt werden."

    Ein derartige Handeln gebietet unabhängig davon auch der normale, gesunde Menschenverstand. Ich kann als Verwalter erst dann einen Auftrag vergeben, wenn ich die erforderlichen Mittel "in der Tasche" habe.

    Als alleiniger Gebäudeeigentümer kann ich schon mal anders handeln, wenn ich z.B. weiß, dass ich bis zur Rechnungstellung über die erforderlichen Mittel verfügen kann.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
Thema: Sonderumlage : Zahlungsunwillige Miteigentümer? & Privatinsolvenz Zwangsversteigerung
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