Spätere Kündigung auf Eigenbedarf im Mietvertrag festhalten!?

Diskutiere Spätere Kündigung auf Eigenbedarf im Mietvertrag festhalten!? im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo liebes Forum, ich möchte das Haus meiner Eltern vermieten, da ich im Moment nicht die Mittel habe dort selber einzuziehen (laufender Kredit...

  1. Kaller

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    Hallo liebes Forum,

    ich möchte das Haus meiner Eltern vermieten, da ich im Moment nicht die Mittel habe dort selber einzuziehen (laufender Kredit für meine Gewerbeimmobilie in der ich auch eine kleine Wohnung habe etc.).

    Ich weiß allerdings das ich in ca. 4-5 Jahren den Umzug stemmen kann und möchte nun die spätere Kündigung auf Eigenbedarf im Mietvertrag festhalten. Der zukünftige Mieter weiß davon und ist auch damit einverstanden, nur ist nun die Frage wie ich dies angehen kann.

    Ich habe irgendwo schoneinmal einen Bericht zu diesem Thema gelesen, finde ihn aber leider nicht mehr. Vielleicht kann mir diese Forum ja ein wenig 'auf die Sprünge' helfen. :)

    Vielen Dank schonmal und auf bald.

    Kaller
     
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  3. #2 Newbie15, 17.12.2015
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    Zukünftiger Eigenbedarf ist ein Grund für den Abschluss eines befristeten Mietvertrages. Du hältst also keine Kündigung fest, sondern es wird bereits bei Abschluss des Mietvertrages ein Endtermin festgelegt.
     
  4. #3 BHShuber, 17.12.2015
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    Hallo,

    in diesem Fall sollte man den Mietvertrag begründet befristen.

    Siehe hier: http://dejure.org/gesetze/BGB/575.html

    Gruß

    BHShuber
     
  5. Andres

    Andres
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    Was du darin gelesen haben solltest, ist folgendes: Vorhersehbarer Eigenbedarf berechtigt nicht zur Kündigung. Die Frage, was genau "vorhersehbar" ist, beschäftigt immer wieder die Gerichte (zuletzt übrigens mit durchaus vermieterfreundlichen Ergebnissen), aber es wäre sicher eine schlechte Idee, bereits jetzt festzuhalten, dass in X Jahren Eigenbedarf angemeldet wird, wenn man darauf später eine Kündigung stützen will. Wenn es so ablaufen soll: Klappe halten. Du hast eine Wohnung und bist dort gut untergebracht - und in ein paar Jahren hast du es dir dann eben anders überlegt, brauchst noch drei Kinderzimmer, ...

    Die Alternative wurde bereits genannt: Zeitmietvertrag, Tante google kennt Details. Hierbei sind allerdings erhebliche formale Anforderungen zu beachten, also ist auch das kein Selbstläufer.
     
  6. dots

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    Ich würde es so machen, wie von Andres (indirekt) empfohlen: Klappe halten. Wer weiß schon, was in 4 Jahren ist? Vielleicht kannst du den Umzug dann gar nicht stemmen? Also kannst du jetzt auch noch nicht vorhersehen, dass du in 4 Jahren Eigenbedarf haben wirst.
    In 4 Jahren kann sich eine ganze Menge ändern, auch an den persönlichen Lebens- und Finanzverhältnissen.

    Und wenn du dann in 4 Jahren ganz plötzlich merkst, dass du die vermietete Wohnung selbst bewohnen willst (und es dir leisten kannst), dann solltest du ganz normal per Eigenbedarfskündigung kündigen.

    Das ist zwar auch keine Garantie auf Erfolg, aber m.E. sehr Fehler-unanfälliger (und damit unterm Strich erfolgreicher) und unkomplizierter als Befristung, Zeitmietvertrag, Nennung des zukünftigen Eigenbedarfs im Vertrag, ...
     
  7. #6 Aktionär, 17.12.2015
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    "Klappe halten" hat sich nach dieser Aussage eigentlich schon erledigt, wobei der Meiter das natürlich im Fall der Fälle nachweisen müsste.
    Lass dich beraten und wähle einen Zeitmietvertrag.
     
  8. #7 anitari, 17.12.2015
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    Befristung auf so lange Zeit. Ich weiß nicht ob das eine Gute Idee ist.

    Was ist wenn es Probleme mit dem Mieter gibt die immer haarscharf am Recht zur außerordentlichen Kündigung vorbei gehen?

    Oder der Mieter sich "verändern" möchte/muß? Sei es nun privat oder beruflich. Dann ist Knatsch vorprogrammiert.

    Von einer so langen Vertragsbindung rate ich persönlich ab.

    Der Mieter weiß das ihm vielleicht in 4 oder 5 Jahren wegen Eigenbedarf gekündigt wird. Das reicht aus meiner Sicht.
     
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  9. #8 Newbie15, 17.12.2015
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    Das ist aber vorhersehbarer Eigenbedarf, wenn es dem Mieter bereits mitgeteilt wurde. Natürlich müsste der Mieter das noch nachweisen können, aber unsicher ist es trotzdem.

    Wenn man den Mieter nicht zu so einem langen Vertrag zwingen will, kann man ihm ja ein ordentliches Kündigungsrecht einräumen, das ist ja nicht zu seinem Nachteil.
     
  10. #9 anitari, 17.12.2015
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    Das hat er doch per Gesetz.
     
  11. Syker

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    Aber nicht bei einem ZeitMV...
     
  12. #11 anitari, 17.12.2015
    anitari

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    Meine Antwort bezog sich auf Post #8
    Da schrieb Newbie15
    Wenn man den Mieter nicht zu so einem langen Vertrag zwingen will, kann man ihm ja ein ordentliches Kündigungsrecht einräumen, das ist ja nicht zu seinem Nachteil.
     
  13. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Ja das ist mir schon klar ...

    Ein unbefristeter MV mit ggf. Kündigungsauschluss stand aber eigentlich nicht zur Diskussion.
    Und ein ZeitMV ist per Gesetz nicht ordentlich kündbar, daher dieses Recht für den M explizit vereinbaren ist nicht zu dessen Nachteil und m.E. keine so ganz schlechte Idee.
    ...
    Mal noch Gedanken zum vorhersehbaren Eigenbedarf:
    Strittig ist das ja immer wenn es den M überrascht, dass plötzlich Eigenbedarf angemeldet wird und davon ausgegangen wird das es bei Abschluss des MV absehbar war. - das ist m.E. genau dieses hier empfohlene "Klappe halten".
    Natürlich muss einem das ein M erst mal beweisen, aber evtl. ist es dann doch besser im MV einen Passus einzufügen, dass evtl. ab ##/20## Eigenbedarf bestehen könnte.

    VG Syker
     
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  14. #13 BHShuber, 18.12.2015
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    Hallo,

    sowohl als auch ist in § 575 Abs. 3 BGB hinterlegt, dass es Gründe für die Befristung auch später eintreten können, das ist kein Beinbruch, somit hat der Vermieter wiederum alle Zügel in der Hand und gibt dem Mieter die Möglichkeit wenn der Eigenbedarf nicht eintritt, das Mietverhältnis in ein Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit umzuwandeln.

    Auszug:

    "(3) Tritt der Grund der Befristung erst später ein, so kann der Mieter eine Verlängerung des Mietverhältnisses um einen entsprechenden Zeitraum verlangen. Entfällt der Grund, so kann der Mieter eine Verlängerung auf unbestimmte Zeit verlangen. Die Beweislast für den Eintritt des Befristungsgrundes und die Dauer der Verzögerung trifft den Vermieter."

    Warum herumexperimentieren, wenn es doch rechtlich einwandfrei auch geht?

    Gruß

    BHShuber
     
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