stark verrauchte Wohnung - wer trägt Kosten bei Auszug (Mieter wird vom Amt betreut & hat kein Geld)

Diskutiere stark verrauchte Wohnung - wer trägt Kosten bei Auszug (Mieter wird vom Amt betreut & hat kein Geld) im Schönheitsreparaturen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Guten Tag, ich bin neu im Forum und habe über die Suchfunktion leider keinen passenden Beitrag gefunden. So hoffe ich, dass ich meine Frage...

AnRe

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Guten Tag,

ich bin neu im Forum und habe über die Suchfunktion leider keinen passenden Beitrag gefunden. So hoffe ich, dass ich meine Frage richtig poste und freue mich sehr über Unterstützung bzw. Erfahrungen.


Wir haben zum Jahreswechsel eine Wohnung in einer Wohnanlage für betreuter Wohnen gekauft. Den Mieter haben wir übernommen.

Es war da schon abzusehen, dass die Wohnung über die Maßen verraucht ist. Türen, Wände, Fenster (sogar aussen) alles voll mit Nikotin. Es ist unterm Strich alles vergilbt und stinkt bestialisch nach Rauch.


Der Mieter wird vom Amt betreut und hat wohl nur geringstes Einkommen. Vor dem Kauf wurde uns in Aussicht gestellt, dass die Kosten für Malerarbeiten und professionelle Reinigung vom Amt getragen werden - jetzt nach der Kündigung gibt es plötzlich keine zu beantragenden Mittel dafür.



Die Kaution wird nicht ausreichen.

Hat jemand Erfahrung mit einem ähnlichen Fall? Gibt es noch Stellen an die wir uns wenden können? Einen Vermieterrechtsschutz haben wir zwar, aber wenn nichts zu holen ist, wird sich auch dieser schwer tun....

Vielen Dank und schöne Grüße
Anja
 

GSR600

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Hallo,
naja dann wird das an euch hängen bleiben, waren diese Kosten beim Kaufpreis denn berücksichtigt?
 

immobiliensammler

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Gibt es noch Stellen an die wir uns wenden können?

Klar, die Bundesstiftung für durch rauchende Senioren geschädigte Vermieter - im Ernst: Ist Risiko aus der Vermietung und muss eben schon beim Kauf bzw. bei der Ermittlung der Miete mit einkalkuliert werden.
 

ehrenwertes Haus

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Gibt es noch Stellen an die wir uns wenden können?
Schau mal nach Resozialisierungs- und Wiedereingliederungsprogrammen für Langzeitarbeitslose, Jugendliche usw. in deiner Nähe. Gratis wird dort nicht gearbeitet, aber teilweise relativ günstig.

Wenn man mit Leuten aus solchen Projekten arbeitet muss man Abstriche machen in Bezug auf sonst übliche Arbeitszeiten und Arbeitstempo, aber nicht an der fachlichen Qualität. Sollten dort Kapazitäten frei sein, kann man mit diesen Leuten oft etwas günstiger Renovieren als bei der Vergabe an Handwerksbetriebe.

Mit solchen Projekten kann man zwar nicht alle Arbeiten erledigen lassen, die Vor- und auch viele Nacharbeiten von Sanierungen gehen ganz gut. Bei dir z.B. Malerarbeiten und Reinigungsaufgaben im Zusammenhang mit der Rauchersanierung.

Nach der manuellen Nikotinentfernung reicht mit etwas Glück eine Ozonbehandlung + Tapezieren und Streichen.
Die meisten Raucherbuden sehen nur schlimm aus, sind aber gar kein so großes Sanierungsdrama, wie man auf den 1. Blick meint.
 

dots

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Vor dem Kauf wurde uns in Aussicht gestellt, dass die Kosten für Malerarbeiten und professionelle Reinigung vom Amt getragen werden
Von wem wurde das in Aussicht gestellt?
jetzt nach der Kündigung gibt es plötzlich keine zu beantragenden Mittel dafür.
Die könnte, wenn überhaupt, sowieso nur der Mieter beantragen.
Das kann dir (in diesem Fall) aber auch egal sein, woher dein Mieter das Geld nimmt.
Hat jemand Erfahrung mit einem ähnlichen Fall? Gibt es noch Stellen an die wir uns wenden können?
An den Mieter. Er ist euer Vertragspartner. An wen euer Mieter sich wozu wendet, ist erst mal völlig irrelevant.
 

AnRe

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Klar, die Bundesstiftung für durch rauchende Senioren geschädigte Vermieter - im Ernst: Ist Risiko aus der Vermietung und muss eben schon beim Kauf bzw. bei der Ermittlung der Miete mit einkalkuliert werden.

Vielen Dank für die freundliche Auskunft
 

AnRe

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Schau mal nach Resozialisierungs- und Wiedereingliederungsprogrammen für Langzeitarbeitslose, Jugendliche usw. in deiner Nähe. Gratis wird dort nicht gearbeitet, aber teilweise relativ günstig.

Wenn man mit Leuten aus solchen Projekten arbeitet muss man Abstriche machen in Bezug auf sonst übliche Arbeitszeiten und Arbeitstempo, aber nicht an der fachlichen Qualität. Sollten dort Kapazitäten frei sein, kann man mit diesen Leuten oft etwas günstiger Renovieren als bei der Vergabe an Handwerksbetriebe.

Mit solchen Projekten kann man zwar nicht alle Arbeiten erledigen lassen, die Vor- und auch viele Nacharbeiten von Sanierungen gehen ganz gut. Bei dir z.B. Malerarbeiten und Reinigungsaufgaben im Zusammenhang mit der Rauchersanierung.

Nach der manuellen Nikotinentfernung reicht mit etwas Glück eine Ozonbehandlung + Tapezieren und Streichen.
Die meisten Raucherbuden sehen nur schlimm aus, sind aber gar kein so großes Sanierungsdrama, wie man auf den 1. Blick meint.


Ganz lieben Dank für die guten Anregungen - es gibt tatsächlich ganz in der Nähe eine Einrichtung bei der ich anfragen könnte, da bin ich zugegeben erst durch deinen Tipp drauf aufmerksam geworden
 

AnRe

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Von wem wurde das in Aussicht gestellt?

Die könnte, wenn überhaupt, sowieso nur der Mieter beantragen.
Das kann dir (in diesem Fall) aber auch egal sein, woher dein Mieter das Geld nimmt.

An den Mieter. Er ist euer Vertragspartner. An wen euer Mieter sich wozu wendet, ist erst mal völlig irrelevant.

Vielen Dank für deine Antwort. Ich verhandle von Anfang an nur mit dem Betreuer - nicht mit dem Mieter selbst. Dieser ist an sich viel zu jung für die Seniorenwohnanlage und nur aufgrund einer Behinderung wohnberechtigt. Der Betreuer hatte die Mittel in Aussicht gestellt und rudert jetzt zurück.
 

ehrenwertes Haus

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Der Mieter wird vom Amt betreut und hat wohl nur geringstes Einkommen. Vor dem Kauf wurde uns in Aussicht gestellt, dass die Kosten für Malerarbeiten und professionelle Reinigung vom Amt getragen werden - jetzt nach der Kündigung gibt es plötzlich keine zu beantragenden Mittel dafür.
Manche Gemeinden haben dafür Sondertöpfe. Bedingung, dass daraus was fließt, ist dass der Mietvertrag forgeführt wird.
Mit der Kündigung wurde dieser Topf für dich unerreichbar.
 

dots

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Ich verhandle von Anfang an nur mit dem Betreuer - nicht mit dem Mieter selbst.
Auf welcher Grundlage?
Hat der Betreuer nachgewiesen, dass er berechtigt ist, den Mieter in dieser Angelegenheit zu vertreten?



Nur mal so generell: Ich finde die Denkweise, die hinter "
Der Betreuer hatte die Mittel in Aussicht gestellt
" steckt, komisch ... ähh unüblich.
Ganz allgemein: Der Mieter hat den Vertrag zu erfüllen. Mehr nicht. Wenn er das nicht tut, hat er Schadenersatz o. Ä. zu leisten. Ob er dafür irgendwelche Mittel nutzt oder Anträge stellt oder seine Oma anbettelt, oder was auch immer tut, sollte dir in diesem Fall zunächst egal sein. Du kannst es eh nicht beeinflussen.

Bisher ist außerdem noch gar nicht klar, in welcher Form die Wohnung zurückzugeben ist. Vielleicht ist ja vertraglich vereinbart, dass der Mieter die Wohnung verraucht zurückgeben darf? Ausschließen kann ich es bisher nicht.
 

Olbi

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Oh Betreuer? Mit Aufgabenkreis Wohnungsangelegenheiten und Einwilligungsvorbehalt? Kündigung durch Betreuer oder Mieter? Wenn durch Betreuer mit Zustimmung des Betreuungsgerichts?
 
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