Steuern - Vermieter-Forum Steuerfuchs gesucht! Bestandsschutz

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  1. #1 Oberbayern, 01.03.2014
    Oberbayern

    Oberbayern Gast

    Hallo alle zusammen!
    So, nachdem nun mein Thema mit ISTA & Co. geklärt ist, hier ein neues "Schmankerl", an dem sich so mancher anscheinend schon die Zähne ausgebissen hat:
    Also, wie bereits geschrieben, habe ich nun dieses Haus. Es besteht aus insgesamt 5 Wohneinheiten, 2 davon bewohne ich mit meiner Familie (zusammengeschlossen zu einer Wohneinheit, wird aber noch als 2 verrechnet), die anderen 3 sind vermietet.
    Frage 1: Kann ich die Überschreibungs- (Grundbucheintrag), Notar-, und Anwaltskosten steuerlich absetzen? Oder nicht, weil wir ja ebenfalls in dem Haus wohnen?
    Frage 1.1: Wenn ja: Unter welchem Punkt in der Steuererklärung absetzbar?
    Frage 2: Kann ich die Nebenkostenabrechnung so aufteilen, daß ich mit meiner Familie zusammen nur für eine Wohneinheit die Nebenkosten bezahle? (Die Heizungs-, Warmwasserkosten natürlich je nach Verbrauch - die anteilige Grundsteuer selbstverständlich nach den von UNS bewohnten Quadratmetern)

    Frage 3: Nach welcher Zeit tritt der Bestandsschutz (i. Bezug auf Gewohnheitsrecht) der Mieter in Kraft???
    Die Thematik hierzu: Einer der Mieter benutzt unser (Flach-)Garagendach als Terasse - es ist weder ein Geländer oder Zaun drum noch sonst eine Bebauung zur Nutzung als Terasse (es befindet sich nur Dachpapp auf dem Dach) - außerdem hängt das Dach bereits bedenklich durch und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es mal ganz runter kommt.... Muß ich dem Mieter das Betreten des Daches als Einschreiben mit Rückschein senden, damit ich einen Beweis habe oder wie läuft das (MUSS es laufen, damit es rechtlich bindend ist)?

    Wer kennt sich aus?

    VG und vielen lieben Dank schon mal für eure (hoffentlich) hilfreichen Antworten! :-)))
     
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  3. Andres

    Andres
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    Grundbuch und Notar auf jeden Fall, beim Anwalt wäre die Frage, wofür der in Anspruch genommen wurde. Zur Durchsetzung einer Eigenbedarfskündigung wäre er z.B. nicht absetzbar.

    Der Anteil, der auf eure eigene Nutzung entfällt, ist herauszurechnen und nicht absetzbar. Im Regelfall sollte das nach Wohnfläche erfolgen. Über andere Verteilungen kann man sich mit seinen FA streiten, was bei diesen Positionen aber kaum lohnen dürfte.

    Grundbuch und Notar werden den Erwerbskosten zugerechnet. Der auf das Grundstück entfallende Anteil wird nicht berücksichtigt, der Rest wird mit dem übrigen Haus (bzw.: dem vermieteten Anteil) zusammen über 50 Jahre abgeschrieben (Anlage V, Z 33).

    Anwalt s.o., vielleicht bringt man den ja in den sofort abziehbaren Werbungskosten unter.


    Ob es sich um eine oder zwei Wohneinheiten handelt, lässt sich aus deiner Beschreibung nicht erkennen. Sind die Einheiten irgendwie baulich "zusammengefasst" worden (Wände raus, zusätzliche Türen, ...) oder nutzt ihr sie nur gemeinsam?

    Wie auch immer: Darüber kann man sich dann mit den Mietern streiten. Wenn ihr nur eine Einheit ansetzt, heißt das dann aber selbstverständlich, dass ihr 1/4 zahlt, nicht etwa 1/5. Welche NK werden denn nach Einheiten abgerechnet?

    Nie. Auf eine solche Nutzung des Garagendachs kann der Mieter niemals Anspruch haben. Um Haftungsrisiken deinerseits zu vermeiden, würde ich diese Nutzung aber trotzdem umgehend untersagen. Das Dach der Garage ist für eine solche Nutzung nicht vorgesehen, erst recht nicht für punktuelle Belastungen, z.B. durch Gartenmöbel.


    Ist eine Fördermaßnahme für die notleidende Deutsche Post AG, aber keine geeignete Art, um Dokumente rechtssicher zuzustellen. Den Zugang eines Umschlags (mit ungewissem Inhalt) beweist ein Einwurfeinschreiben genauso gut. Der Beweis des Inhalts gelingt durch die Zustellung per Gerichtsvollzieher (ca. 18 €, dauert bis zu 2 Wochen, absolut sicher), per Zeuge oder Bote (Preise ab 0 €, schnell, relativ sicher) oder gegen Quittung (kostenlos, schnell, sicher, aber freiwillig).
     
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