Strom Heizungsanlage

Diskutiere Strom Heizungsanlage im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, ich habe eine Wohnung in meinem 2-Parteien-Haus vermietet, die zweite Wohnung bewohne ich selbst. Der von mir beauftragte...

  1. #1 Christian..., 01.11.2013
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    Hallo zusammen,

    ich habe eine Wohnung in meinem 2-Parteien-Haus vermietet, die zweite Wohnung bewohne ich selbst.

    Der von mir beauftragte Dienstleister, der die Heizkostenabrechnung erstellen soll, hat im Fragebogen-Vordruck eine Spalte "Strom Heizungsanlage" vorgesehen.

    Die Heizung hängt an meinem Zähler, es gibt lediglich 2 Zähler (meinen und den für die vermietete Wohnung) - also keinen separaten Zähler für Heizung, Treppenhausbeleuchtung oder "Allgemeinstrom". Das läuft alles über meinen Zähler.

    Hier im Forum habe ich gelesen, daß es üblich sei, 3 bis 5 Prozent der Brennstoffkosten als Heizungsstrom zu Grunde zu legen.

    Ist das so rechtens? Gibt es dazu was offizielles, z.B. Paragraphen oder Gerichtsurteile, auf das man sich berufen könnte, wenn der Mieter nachfragen sollte?

    Die Brennstoffkosten sind mir noch nicht bekannt, im Vordruck ist der Anfangsbestand mit z.B. X Euro angegeben (vorgedruckt - ist dem Dienstleister als Endbestand vom letzten Jahr bekannt). Ich muss nun die Brennstoffzukäufe eintragen (in Liter[Heizöl] und Euro) sowie den am Ende des Abrechnungszeitraums noch vorhandenen Endbestand (in Litern). Der Betrag zum Endbestand wird laut Formular vom Dienstleister berechnet.
    Ich vermute, daß eine first in-first out-Berechnung durchgeführt wird - dann könnte ich dann ja auch die Brennstoffkosten berechnen, um von diesem Wert 3 bis 5 % als "Strom Heizungsanlage" einzutragen.

    Ist das so okay?

    Spielt es eine Rolle, daß über die Heizanlage auch die Warmwasserversorgung läuft?

    Herzlichen Dank für Eure Hilfe!

    Ein schönes langes Wochenende wünscht

    Christian
     
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  3. Andres

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    Damit gibt es für dich keine Verpflichtung, die Heizkosten nach Verbrauch abzurechnen. Ich würde das auch nicht tun, jedenfalls solange die andere Wohnung eine einigermaßen ähnliche Größe hat, wie deine. Die Kosten für die Verbrauchserfassung kann man sich so sparen.


    Wie auch immer:

    Der Dienstleister wird dafür bezahlt, also soll er dich gefälligst auch beraten.


    Es gibt dazu diverse Urteile, die die Obergrenze bei 5 oder 6 % der Brennstoffkosten angesetzt haben. Dann gibt es noch ein neueres Urteil des BGH (VIII ZR 27/07 vom 20.02.2008), das in dieser Hinsicht auch aufschlussreich ist: Egal welchen Prozentsatz du anwendest, die Schätzung ist dem Mieter auf Verlangen zu erläutern. Wenn du sicher gehen willst, kommst du also nicht um einige Überlegungen zum Stromverbrauch deiner Heizung herum.


    Ja. Wenn du Heizkosten "wie die Großen" abrechnen willst, musst du den Anteil des Aufwands der Warmwasserbereitung herausrechnen. Ein weiterer Grund, warum ich das nicht tun würde.
     
  4. #3 Christian..., 02.11.2013
    Christian...

    Christian... Neuer Benutzer

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    Hallo Andreas, hallo Forum,

    die Heizkosten wurden die letzten Jahre immer nach Verbrauch abgerechnet. Kommt man da "einfach so" raus?
    Wie sähe denn eine alternative Abrechnung aus? Alle Kosten nach m² umlegen?

    Mit freundlichem Gruß,
    Christian
     
  5. RMHV

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    An der Stelle werden durch - zumindest - schlampige Formulierungen regelmäßig falsche Aussagen gemacht.
    Bei Gebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Vermieter eine selbst bewohnt, sind von der Heizkostenverordnung abweichende Vereinbarungen wirksam.

    Die Aussage "nicht verpflichtet" bedeutet und wurde offensichtlich auch so verstanden, dass der Vermieter frei darüber entscheiden konnte, ob er nach Der Heizkostenverordnung oder nach einem anderen Verfahren abrechnen will. Dies ist nicht der Fall. Vielmehr kann im hier in Rede stehenden Ausnahmefall eine von der Verordnung abweichende Abrechnung vereinbart werden. Ohne derartige Vereinbarung ist aber zwingend nach Verordnung abzurechnen. M.a.W.: die Heizkostenverordnung ist im Ausnahmefall abdingbar.


    Wohnfläche wäre sicher ein denkbarer und auch der naheliegende Umlageschluessel. Da der Umlageschluessel mit dem Mieter vereinbart werden müsste, könnten die Parteien sich aber auch auf jedes beliebige andere Verfahren einigen.
     
  6. Andres

    Andres
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    "Du bist nicht verpflichtet, diesen Teppich zu kaufen." Ich glaube nicht, dass irgendjemand diesen Satz so versteht, dass er Vorrang vor einer vertraglichen Pflicht hat. Wie in der Vergangenheit abgerechnet wurde (und ob überhaupt - es könnte ja auch erstmalig vermietet worden sein) und was vereinbart wurde, ist nicht bekannt.

    Es wurde auch nicht so verstanden, was die Nachfrage zeigt.
     
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