Stromanbieter will bei leerstehender Wohnung vollen Strom-Abschlag

Diskutiere Stromanbieter will bei leerstehender Wohnung vollen Strom-Abschlag im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Ich besitze eine Zwei-Zimmer-Wohnung in einem Haus mit 9 Wohnungen. Seit ich dort ausgezogen bin und in einem anderen Ort wohne, steht die Wohnung...

  1. ahg128

    ahg128 Neuer Benutzer

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    Ich besitze eine Zwei-Zimmer-Wohnung in einem Haus mit 9 Wohnungen. Seit ich dort ausgezogen bin und in einem anderen Ort wohne, steht die Wohnung leer, da ich sie vor dem Verkauf noch renovieren will (was sich zugegeberermaßen aus Zeitmangel seit zweieinhalb Jahren hinzieht). Nun will der Stromlieferant (Süwag) trotzdem weiterhin den vollen Abschlag. Hat jemand eine Ahnung wie da die Rechtslage ist? Da die Süwag nämlich bekannt dafür ist, dass man zuviel bezahltes Geld vor Gericht einklagen muss, will ich nicht mehr Geld bezahlen, als unbedingt nötig. Und für eine unbewohnte Wohnung bezahle ich nicht den vollen Abschlag.
     
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  3. #2 immobiliensammler, 15.06.2019
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    Wenn die Wohnung schon zweieinhalb Jahre leersteht muss es doch schon eine Jahresabrechnung mit entsprechendem Guthaben wegen des Leerstandes (Minderverbrauch) geben! Wurde der Abschlag dann nicht angepasst?
     
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  4. #3 ehrenwertes Haus, 15.06.2019
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    Ich glaube der TE will auf Leerstandstarif hinaus. Der ist bei vielen Anbietern befristet möglich, danach fällt man in den Grundversorgertarif.

    Warum wechselst du dann nicht den Anbieter?
     
  5. Andres

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    Es hat mich 20 Sekunden gekostet, deren AGB und die einschlägige Bestimmung zu finden. Ich habe hohes Vertrauen, dass du das selbst auch schaffst. Die Antwort ist auch einigermaßen naheliegend und quasi deckungsgleich mit der Antwort von @immobiliensammler.

    Wenn das Vorgehen des Versorgers nicht gefällt, bleibt entweder der Ansatz von @ehrenwertes Haus oder man verklagt die Jungs eben jetzt auf die Festsetzung der Abschläge in entsprechender Höhe statt später auf die Erstattung von bestehenden Guthaben. Ich würde - wegen massiver Erfolgsaussichten - lieber später klagen ...
     
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  6. ahg128

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    Ich habe inzwischen den Vertrag gekündigt. Danach schickten sie mir einen neuen Stromvertrag, den ich natürlich nicht unterzeichnete. Seitdem mahnen sie sich einen Wolf, weil ich keine Abschläge bezahle. Falls die sich irgendwann dazu durchringen können, einen Mahnbescheid zu schicken, werde ich den natürlich anfechten.
     
  7. #6 ahg128, 17.06.2019
    Zuletzt bearbeitet: 17.06.2019
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    Da ich die Wohnung seit Jahren nicht mehr bewohne und auch nicht vermieten will, warum soll ich mir einen Stromlieferanten besorgen, der dann keinen Cent verdient? Der Tarif spielt sowieso keine Rolle, weil ich den Strom komplett abgeschaltet habe.
     
  8. #7 ehrenwertes Haus, 17.06.2019
    ehrenwertes Haus

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    Der wird kommen und gespart hast du dann rein gar nichts.
    Zählermiete wird trotzdem fällig, wenn das kein eigener Zwischenzähler ist.
    Anfechten kannst du natürlich, dann geht das halt vor Gericht und diesen Prozeß wirst du verlieren.

    Du hast den Strom abgeschaltet oder den Zähler sperren lassen?
    Wenn du auch keine Zählermiete zahlen möchtest, hilft nur der Ausbau des Stromzählers.
     
  9. #8 FMBerlin, 17.06.2019
    Zuletzt bearbeitet: 17.06.2019
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    Bis zur Vertragskündigung muß gezahlt werden.

    Wenn der Stromliefervertrag wirksam gekündigt und beendet ist, kein neuer Vertrag abgeschlossen (geht auch mündlich am Telefon!) und kein Strom verbraucht wurde besteht auch keine Zahlungspflicht für Abschläge oder eine Grundgebühr.

    Der übliche Werdegang ist folgender: Diverse Mahnungen vom Grundversorger, der behauptet, man habe automatisch einen Vertrag weil man Eigentümer sei. Dann mahnt ein Inkassobüro, dem man 1x schriftlich mitteilt, daß es keinen Vertrag, keinen Stromverbrauch und damit auch keine Zahlungspflicht gibt. Danach mahnt ein Anwalt, dem man das gleiche mitteilt, wie dem Inkassobüro. Der Anwalt kennt die Rechtslage und damit ist bis zur nächsten Jahresablesung Ruhe. Danach beginnt das Spiel mit den Mahnungen vom Grundversorger erneut.

    Der Grundversorger kann auf die Idee kommen, den Zähler sperren lassen zu wollen, wenn die Zahlungsforderung 100 € überschreitet. Das darf er zwar nicht, weil er keinen Vertrag hat, das ist ihm aber praktisch egal. Dem Netzbetreiber, der die Zählersperrung durchführen wird, muß man als Eigentümer den Zutritt zum Zähler gewähren. Die Kosten für die Zählersperrung trägt wie auch die Kosten für die Entsperrung letztlich der Grundversorger, weil er unberechtigt und unnötig die Maßnahmen veranlaßt hat. Er wird aber die Kosten vom Eigentümer fordern, nachdrücklich aber vergeblich.
    Will man wieder Strom verbrauchen, wählt man sich einen Stromanbieter (praktischerweise nicht den Grundversorger mit seinen abenteuerlichen Zahlungsforderungen) und bauftragt diesen, die Zählerfreigabe beim Netzbetreiber zu veranlassen, kostenlos.

    So zumindest die jahrelange Erfahrung mit Vattenfall in Berlin.

    Der Grundversorger kann auch damit drohen oder fordern, daß der Zähler ausgebaut wird. Das ist einerseits wohl nicht legal kann aber andererseits dazu führen, daß bei Wiedereinbau die neuesten Vorschriften für die Elektroanlage einzuhalten sind. Also Vorsicht wenn die Anlage schon älter ist und man keine Lust hat, sie umzurüsten. Jedenfalles sollte man dem Zählerausbau nicht freiwillig zustimmen sondern es auf eine Sperrung ankommen lassen.

    Sollte der Grundversorger aus dem gekündigten Vertrag auf einem Guthaben sitzen, wird die Sache wohl nicht ohne Klage abgehen, da er dann seine Forderungen bestimmt mit dem Guthaben aufrechnet.
     
  10. jorgk

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    @FMBerlin
    Danke, ist mal ein schönes Horrorszenario aber wohl machbar. Was macht man aber, wenn der Zähler doch mal ein kW weiter 'springt' oder jemand den angezeigten Zählerstand anders aufrundet (nach oben) ?
    Ein Stromverbrauch ist ja ein faktischer Vertragsabschluss mit dem Grundversorger. Oder gibt es da bekannte Werte, bei denen man dieser Argumentation entkommt?
     
  11. #10 ehrenwertes Haus, 17.06.2019
    ehrenwertes Haus

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    Ich habe nur allgemeine Infos gefunden, aber es gibt scheinbar ein paar AG-Urteile (konkrete habe ich nicht), die einen geringfügigen Stromverbrauch nicht als Vertragsabschluß sehen. Geringfügig z.B. nur für Wohnungsbesichtigungen ohne weitere Verbräuche.
     
  12. #11 FMBerlin, 17.06.2019
    FMBerlin

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    Also bei aller Antipathie gegen gierige Konzerne, aber entweder (ver)braucht man Strom, dann bezahlt man ihn halt oder man (ver)braucht ihn nicht, dann springt auch kein Zähler weiter.
    Bei der Selbstablesung wird manchmal auch die erste Nachkommastelle verlangt. Der Ableser und die meisten Karten für Selbstablesung berücksichtigen nur die Stellen vor dem Komma.
     
  13. #12 Gewohnheitstier, 17.06.2019
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    Schlage vor, den Zähler ausbauen zu lassen, wenn du ihn eh nicht brauchst.

    Ansonsten einfach mal die Suchfunktion benutzen, ist wirklich nicht das erste Mal, dass hier sowas gefragt wird.

    Auch sollte man mal zwischen der ,Zählermiete' und dem kWh-Preis unterscheiden. Im Prinzip will der Netzbetreiber, über den Umweg des Stromversorgers, Geld dafür, dass du jederzeit Strom hast, damit du jederzeit mit den Arbeiten beginnen kannst.
    Klingt irgendwie fair.
     
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