Systemtrenner für Heizungsbefüllung

Diskutiere Systemtrenner für Heizungsbefüllung im Bautechnik Forum im Bereich Technische Abteilung; Da ich einen neuen Systemtrenner bekommen habe, ist mir eine Frage durch den Kopf gegangen. Muss man ein Anschreiben an die Mieter machen, die...

  1. #1 TimeToSayGoodbye, 15.07.2019
    TimeToSayGoodbye

    TimeToSayGoodbye Neuer Benutzer

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    Da ich einen neuen Systemtrenner bekommen habe, ist mir eine Frage durch den Kopf gegangen.
    Muss man ein Anschreiben an die Mieter machen, die keinen fest Verbauten Systemtrenner haben, für die Heizungs-Befüllung (Etagenheizung)?

    So und jetzt wird es interessant.
    Angenommen es ist den Mietern bekannt, das ein Systemtrenner benutzt werden muss, um die jeweilige Heizung nachzufüllen.
    Wenn jetzt ein Mieter auf die Idee kommt seine Heizung ohne einen entsprechenden Systemtrenner zu befüllen/nachzufüllen (Leitungswasser) und es kommt zu einer Rückspülung des Brauchwasser (verunreinigtes Heizungswasser) in das Frischwassersystem der Stadt/Ortschaft und der Frischwasserversorger nach weisen kann aus welcher Heizung das Brauchwasser gekommen ist.
    Wer müsste dann für die Schadens- und Reinigungs- Kosten aufkommen?
     
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  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Garantiert nicht.
    Ein Anruf würde bestimmt auch reichen, oder ein kurzer Schwatz, wenn man sich zufällig im Treppenhaus begegnet.
    Angenommen, du würdest einfach mal sagen, was Sache ist. Dann könnte man auch sagen, ob die Mieter zu irgendetwas verpflichtet sind - und warum.
    Mal ganz praktisch gedacht:
    Wenn jemand jemand anderen zu etwas verpflichten will, sollte irgendwer dafür sorgen, dass der, der verpflichtet werden soll, davon erfährt. Ein Anschreiben ist dazu nicht zwingend nötig. Du bist dazu auch nicht zwingend nötig.
     
  4. #3 ehrenwertes Haus, 15.07.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Ich nehme an deine Frage bezieht sich ausschließlich (und nicht nur beispielhaft) auf Etagenheizungen oder Heizung in vermietetem EFH. In allen anderen Fällen hat für mich ein Mieter absolut nichts an der Zentralheizung rumzufummeln.

    Normalerweise muss der Verantwortliche für einen Schaden für die Kosten der Beseitung aufkommen. Nach meiner Meinung wäre das erst mal der Wohnungseigentümer, einfach weil nur dieser einen Vertrag mit den Versorgungsunternehmen hat und daher als Verursacher angenommen wird. Der Wohnungseigentümer ist i.d.R. für die korrekten Installationen in seiner Wohnung verantwortlich.

    Ob sich ein Vermieter in deinem Fall am Mieter schadlos halten kann, wird wieder das Nachweisthema sein, ob der Mieter den Schaden wirklich zu verantworten hat.
    Bei fest installierten Systemtrennern müsste der Mieter das nachzufüllenden Heizungswasser aus irgendeiner anderen als der dafür vorgesehenen Leitung/Anschluß entnommen haben. War das dann ein Irrtum oder Vorsatz? Vermutlich eine Frage wie schwer man es dem Mieter gemacht hat den "falschen" Wasseranschluß zu verwenden.

    Bei mobilen Systemtrennern habe ich Zweifel, ob man einen Mieter wirksam dazu verpflichten kann für jedes Nachfüllen der Heizung das Mobiteil z.B. beim Hausmeister anzufordern und selbst anzuschließen. Nach meinem Empfinden könnte man bei mobilen Systemtrennern leichter einem Hausmeister diese Aufgabe aufs Auge drücken als Mietern. Bei Mietern würde ich das handwerkliche Geschick dafür nicht als voraussetzbares Können annehmen.
     
  5. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Dem schließe ich mich an. Erzähl mal worum es eigentlich geht. Möglichst mir der Info wer du in dem Fall bist, Mieter, Vermieter, Dachdecker oder...
     
  6. set

    set Erfahrener Benutzer

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    Deine Frage ist rein theoretischer Natur. Welche Umstände sollen dazu führen das Heizungswasser aus einer Wohnung ins öffentliche Netz gelangen? Das ist sicher theoretisch möglich, aber doch sehr unwahrscheinlich das das passiert. Wenn es wirklich zu einem Rückfluss kommt dann bleibt er eher im Haus, der Wasserinhalt einer Heizung für eine Wohnung ist endlich.

    Wenn du ein Geräteanschlussventil als Trinkwasserzapfstelle verwendest bist du schon auf der richtigen Seite, das schließt einen Rückfluss aus. Der Rohrtrenner verhindert dann noch zusätzlich die Übertragung von Keimen. Wie alt ist denn die betreffende Heizungsanlage? Viele neuere Geräte brauchen aufbereitetes Wasser (je nach Region und Hersteller), da ist nix mit einfach Leitungswasser nachfüllen.
     
  7. #6 TimeToSayGoodbye, 15.07.2019
    TimeToSayGoodbye

    TimeToSayGoodbye Neuer Benutzer

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    Ja meine Frage/n sind rein theoretischer Natur.
    Mir ist durchaus bewusst, dass die Sache mit den Systemtrennern grober Unfug ist, zumindest solang wie keine Extrapumpe gebraucht wird (wäre bei uns ca. 5Bar und mehr).

    Zumindest die einfacheren Geräteanschlussventil aus dem Baumarkt sind in dem Bereich eher unbrauchbar.
    Ich frage mich auch ein Stück weit was sich die erstellen der DIN EN 1717 und DIN 1988-100 durch den Kopf ging.

    z. B. https://www.fh-muenster.de/egu/down...ader_Schutz_des_Trinkwassers_DIN_1988-400.pdf

    Was in die jeweiligen Geräte/Anlagen rein sollte und rein geht hatten wir zu genüge in einem anderen Thema bereit diskutiert.
    Ich habe ernsthaften Zweifel das sich ein Mieter ala DIY erst noch sehr ausführlich erkundigt, was der Hersteller XX zum Gerät XY alles vorschreibt.

    Mich würde nebenbei aber auch interessieren wie es andere Vermieter mit den Systemtrenner handhaben.
     
  8. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Als Freizeitwasserwerker kann ich dir mit Sinn des Systemtrenners auf die Sprünge helfen.
    Bei einem Rohrbruch der Versorgungsleitung oder ähnlichen kann ein Unterdruck im Leitungssystem entstehen und somit Wasser aus der Verbrauchsanlage ansaugen.
    Zwar nur dann wenn das KFR (Rückschlagventil an der Wasseruhr) versagt. Alles Wasser das die Trinkwasserleitung verlässt gilt nicht mehr als Trinkwasser, also auch das Wasser aus einem waschwaschinenschlauch oder Heizungsfüllschlauch.
    Da die früher übliche Art der Systemtrennung (abnehmbarer Wasserschlauch) nie Benutzt wurde zwingt man heute die Leute zum Systemtrenner.
    Ganz nebenbei Verdient die GWS-Branche noch mal nett an diesem Bauteil.
    wie oft es in der Realität zu Problemen gekommen ist :unsicher001:
    Der Verordnungsgeber regelt halt gerne alles und mit ausschweifender Gründlichkeit. Mit irgendetwas muss die Bürokratur ja beschäftigt werden.
    Das ist in der Summe dem Sicherheitswahn der westlichen Zivilisation geschuldet.
     
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