Teil von Sanierungsobjekt vermieten? Steuern sparen?

Diskutiere Teil von Sanierungsobjekt vermieten? Steuern sparen? im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo Leute, ich bin neu im Forum und komme aus Mannheim / Baden Württemberg. Meine Eltern möchten ein Haus kaufen. Dieses muss bzw. würde nach...

  1. fluppy

    fluppy Neuer Benutzer

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    Hallo Leute,

    ich bin neu im Forum und komme aus Mannheim / Baden Württemberg.

    Meine Eltern möchten ein Haus kaufen. Dieses muss bzw. würde nach dem Kauf saniert werden.
    Wir planen das so, dass meine Eltern z. B. oben wohnen und mein Bruder und ich unten. Es sind auch 2 Eingänge vorhanden.

    Nun hat mein Vater von der Maklerin folgenden Tipp bekommen.
    Sie hat ihm gesagt, dass er für meinen Bruder und mich einen Mietvertrag machen soll. Damit könnte er einen Teil der Sanierungs- und Finanzierungskosten steuerlich absetzen.

    Wegen dem Thema würden wir sowieso dann zu einem Steuerberater gehen müssen. Vielleicht gibt es unter euch jemanden der mir etwas zu den Überlegungen sagen kann.

    Also ich verstehe das so, wenn wir Mieter werden, müssen wir ja zumindest auf dem Papier Miete zahlen.
    Dadurch, dass meine Eltern einen Teil vermieten, können Sie für diesen Teil des Hauses Steuern absetzen, also von den Renovierungs/Sanierungskosten.
    Wenn die Sanierung vom ,,vermieteten Teil" 20 000 Euro gekostet hat, was kann man da in etwa erwarten?

    Denn die Miete die wir dann zahlen, müssen meine Eltern ja dann auch andererseits versteuern. Also wenn wir jetzt unten 300 Euro Miete monatlich zahlen, sind dass 3600 Euro Einnahmen im Jahr.
    Die Zinsen die mein Vater für das Gesamte Objekt zu zahlen hat sind z.B. 500 Euro.
    Könnte man diese von den Zinsen (Aufwendungen) die Miete abziehen, so dass diese Mieteinnahme nicht versteuert wird?

    Vielen Dank für´s Lesen!
     
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  3. #2 frenchberlin, 19.02.2011
    frenchberlin

    frenchberlin Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    auch die lieben Steuerbeamten sind nicht dumm. kaufen und an Familie vermieten?
    Wer's glaubt.

    Meiner Meinung nach will hier eine besonders schlaue Maklerin, die sonst keine interessanten Objekte anzubieten hat, ein Objekt schön rechnen.

    Immer schön Abstand zu Objekten, die sich nur durch Steuervorteile oder wie hier Tricks (die auch nach hinten losgehen können) rechnen.

    Such dir lieber ein schönes Objekt, preisgünstig, in Top Lage und dann gehe damit zum Steuerberater. Seit wann beraten Makler für Steuern? Kompetenzüberschreitung würde ich sagen. :hase
     
  4. #3 McFelsen, 19.02.2011
    McFelsen

    McFelsen Benutzer

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    Ich würde wie frenchberlin auch immer dazu Raten, den Maklern nicht zu trauen.

    Was jedoch die Vermietung angeht, man kann Steuern sparen, jedoch nur Steuern die man auch selbst zahlt.


    Ein Beispiel, kenne mich mit der Steuerhöhe nicht aus.

    Geht du mit deinen Eltern ein Mietvertrag ein, so zahlst du eine Summe z.B. 500 Euro Miete, hierauf werden 250 Steuern an dem Staat gezahlt. Hier werden die Sanierungen von der Steuer abgesetzt. So zahlt man z.B. anstatt 250 Euro Steuern nur noch 30 Euro Steuern.

    So hast du 220 Euro an Steuern gespart, machst du keinen Mietvertrag mit deinen Eltern, so sparst du 250 Euro Steuern.

    Das Finanzamt hat mit diesem Steuermodell des Marklers kein Problem.

    Wenn deine Eltern aber sehr viel verdienen, z.B. 500000 Euro im Jahr usw. So kann es Möglichkeiten geben hier etwas zu Gewinnen. Nur dann würde man nicht so ein Haus kaufen.

    In der Regel kann man es vergessen, PS: für Vermieter gibt es bald eine Sondersteuer:

    http://www.welt.de/finanzen/immobil...tshaeuser-werfen-nur-schmale-Renditen-ab.html
     
  5. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo fluppy,

    wie die Mieter heissen, interessiert den Fiskus nicht.
    Die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung (Anlg. VP) sind grundsätzlich zu versteuern. Werbungskosten (auf den Mieternutzflächenanteil bezogen) können hiervon abgesetzt werden, aber maximal soviel, wie Mieteinnahmen waren.
     
  6. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Selbstverständlich kann eine Wohnung auch an Angehörige vermietet werden. Auch wenn sich das Finanzamt durchaus dafür interessieren wird, ist der Werbungskostenabzug keineswegs ausgeschlossen. Alles hängt davon ab, in welcher Höhe die Miete vereinbart und - genauso wichtig - auch wie unter fremden Dritten bezahlt wird.

    Der Werbungskostenabzug ist bei einer vereinbarten Miete bis zu 56% der ortsüblichen Vergleichsmiete nur anteilig möglich.
    Bei einer Miete zwischen 56% und 75% der ortsüblichen Vergleichsmiete wird die Einkünfteerzielungsabsicht geprüft. Ergibt die Prognose für die vereinbart Miete langfristig einen Überschuss, können die Werbungskosten voll abgezogen werden, bei negativer Prognosen nur anteilig.
    Bei einer Miete über 75% der ortsüblichen Vergleichsmiete können die Werbungskosten immer voll abgezogen werden.

    Der Werbungskostenabzug ist auch keineswegs auf die Höhe der Mieteinnahmen begrenzt. Es kann selbstverständlich auch negative Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung geben, die dann mit anderen Einkünften des Veranlagungszeitraum oder mit den Einkünften anderer Veranlagungszeiträume verrechnet werden können. Das Verfahren der Verlustverrechnung ist allerdings so kompliziert, dass es hier den Rahmen sprengen würde.

    Es gibt nicht den geringsten Grund, einen Makler wegen einer angeblichen Unseriosität zu verleumden. Vermietung an Angehörige ist ein völlig normaler Vorgang.
     
Thema: Teil von Sanierungsobjekt vermieten? Steuern sparen?
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