Termin für Ablesung Strom/Gas/Wasser in Eigentumswohnung verweigern?

Diskutiere Termin für Ablesung Strom/Gas/Wasser in Eigentumswohnung verweigern? im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Herzlichen Dank für den regen Austausch und die Informationen. Fand ich insgesamt ergiebig und zweckmäßig. Aus meiner Sicht kann das Thema seit...

  1. #21 Andy027, 09.05.2018
    Andy027

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    Herzlichen Dank für den regen Austausch und die Informationen. Fand ich insgesamt ergiebig und zweckmäßig.
    Aus meiner Sicht kann das Thema seit Montag (07.05.2018) geschlossen werden.
    Viele Grüße aus Bayern
     
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  3. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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  4. Andres

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    Voll und ganz, zumindest mir. ;)


    Nein, warum auch? Aus einer Ablesung irgendwann im Abrechnungszeitraum lässt sich ja kein Verbrauch ableiten. Anfangs- und Endstand sind nach wie vor unbekannt, also wird geschätzt, und zwar so lange, bis für ein Abrechnungsjahr zwei Ablesewerte vorliegen, aus denen man den tatsächlichen Verbrauch ermitteln kann.


    Müssen müssen sie nicht. Seitens des "Verweigerers" verjährt dieser Anspruch auch und bei gut gezielter Schätzung haben die anderen Eigentümer kein Interesse an einer Korrektur.


    Unmittelbar zahlt die Gemeinschaft die Kosten der Verwaltung, mittelbar ist ja klar, wohin sich Schadenersatzforderungen richten.


    Ich lasse mich gerne korrigieren, aber für mich sieht das hauptsächlich nach einer Aufgabe für eine souveräne Verwaltung aus, die sich nicht auf der Nase herumtanzen lässt, sondern geeignete Maßnahmen ergreift, damit der Schwarze Peter wieder genau da landet, wo er herkam. Und da bin ich wieder beim Vergleich mit den Schätzungen des FA ...


    Dafür ist die Frage zu interessant. :wink001:
     
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  5. #24 immobiliensammler, 09.05.2018
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    Nochmal für mich zum Verständnis:

    Bleiben wir bei meinem fiktiven Fall:

    Letzter abgelesener Zählerstand = 100 Ende Jahr 1
    Schätzung 150 m³ = somit fiktiver Zählerstand 250 Ende Jahr 2
    Schätzung 150 m³ = somit fiktiver Zählerstand 400 Ende Jahr 3

    um es jetzt abzukürzen Ende Jahr 4 wird abgelesen und der Zähler steht auf 300, wenn man mit der Schätzung fortfahren würde dann wären ja im Jahr 4 ebenfalls 150 m³ Verbrauch, für den Zeitraum der Schätzung insgesamt 450 m³, effektiv waren es hier nur 200

    Wie wäre dann vorzugehen, wären im Jahr 4 dann 150 anzusetzen und gleichzeitig ein Endzählerstand von 300, damit das Jahr 5 dann wieder richtig läuft?

    Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass man - sobald der Zähler abgelesen wird - wieder zu den echten Zahlen zurückkehren muss.

    Ich habe das für mich immer mit dem Mietern verglichen, die in den drei Jahren, in denen einer unserer Netzbetreiber den Strom nicht selbst abliest sondern Ablesekarten verschickt schummeln und einige Kwh zu wenig angeben, das rächt sich dann halt, wenn im vierten Jahr wieder der Ableser kommt.
     
  6. Andres

    Andres
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    Davon gehe ich aus. Der Anfangsstand Jahr 4 ist ja nicht bekannt, also bleibt auch hier nur die Schätzung.


    Ja, wobei das natürlich vorbehaltlich einer Ablesung am Ende von Jahr 5 ist - sonst wird eben wieder geschätzt.


    Wie du ja selbst festgestellt hast, ist das nicht ohne weiteres möglich. Daher würde ich in deinem Beispiel bestenfalls die Schätzung nach unten anpassen.
     
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  7. #26 notwendiges Übel, 10.05.2018
    notwendiges Übel

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    Jetzt mal ganz praktisch gedacht.....so ein Wäschtrockner wiegt ca. 40 kg. Da würde ich mit dem Ableser einen Termin vereinbaren und mit ihm zusammen das Ding von der Waschmaschine wuchten und nach dem Ablesen wieder daraufstellen.
    Da lohnt sich doch das Rumzicken ;-) nicht für.
     
  8. #27 ehrenwertes Haus, 10.05.2018
    ehrenwertes Haus

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    Naja, für Manche soll das ja der Lebensinhalt sein...

    ... und die beklagen sich dann, wie schlecht die Welt zu ihnen ist, weil sie selbst so blöde waren den Wäschetrockner vor den Verbrauchszählern zu parken und dafür sogar extra das alte Kinderspiel "Türmchen bauen" wieder ausgraben.
     
  9. #28 Olbi, 15.05.2018
    Zuletzt bearbeitet: 15.05.2018
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    Diese Frage verneine ich, die Interessen der WEG sind nicht ausreichend gewahrt.

    Der § 16 Abs. 2 WEG bestimmt dazu, dass jeder Eigentümer nach seinem Anteil die Lasten und Kosten zu tragen hat.
    In meinem Kommentar steht dazu: Ausnahme für Heiz- und Warmwasserkosten. Für Ihre Verteilung gilt zwingend und ohne Einführung durch die Wohnungseigentümer die HeizkostenV (BGH NJW 12, 1434); den Wohnungeigentümern obliegt nur die Festlegung eines HeizkostenV 7-9 genügenden Verteilungsmaßstabes (vgl. Rn 29), der vor der Verteilung eingeführt werden muss. (Palandt/Wicke §16 WEG Rn 6)
    BGH Urteil dazu: V ZR 251/10

    Übrigens ist das Schätzen des Verbrauches nur einmal zulässig, eine wiederholte Schätzung nicht.

    Daher könnte m.M.n. der nicht willige Eigentümer wie ein nicht williger Mieter behandelt werden.

    Die Duldung der Ablesung könnte dann über § 4 HeizkostenV in Verbindung mit § 14 Abs. 3 und 4 WEG erfolgen.
     
  10. #29 Tobias F, 15.05.2018
    Tobias F

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    Es gibt zwar einige Urteile diesbezüglich, dabei ging es jedoch immer um Mietrechtsfälle.
    Mir zumindest ist kein Urteil bekannt das einer Eigentümergemeinschaft verbietet eine Hausgeldabrechnung, deren Bestandteil ja auch die Heizkostenabrechnung ist, zu beschließen wenn in einer Wohnung wiederholt geschätzt wurde.

    Was bitte soll § 4 HKV damit zu tun haben? In diesem geht es um die Pflicht des Gebäudeeigentümers zur Verbrauchserfassung, nicht jedoch um die Pflicht des Bewohners die Ablesung zu ermöglichen.

    Und §14 Abs. 3 - 4 WEG: Auch hier kann man natürlich alles mögliche hinein interpretieren, man muss es aber nicht.

    Deshalb nochmals, kennt jemand ein Urteil in dem ein Wohnungseigentümer dazu verpflichtet wurde die Ablesung zu ermöglichen?
     
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  11. Olbi

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    Ja und?

    Da die HeizkostenV zwingend angewendet werden muss, sehe ich keinen Grund nicht auch bei den Mieten zu schauen.

    Das war ja auch gar nicht die Frage.

    Mal bitte lesen, was ich geschrieben habe: Man kann über den § 4 HeizkostenV in Verbindung mit den § 14 Abs. 3 und 4 die Duldungspflicht herleiten.

    Das wäre dann die Begründung: §4 Heizkostenverordnung, i.V.M. § 14 Abs. 3 WEG und den Vorschriften des §§ 241 ff BGB (Insbesondere Treu und Glauben).
    Ein Urteil zu einer WEG ist mir nicht bekannt.
    Ich glaube allerdings, dass die Beschränkung auf die WEG nicht zielführend ist. Vielmehr wird man sich mehr an der Rechtsprechung zu der HeizkostenV orientieren. Da ist es dann im Grunde egal, ob Eigentümer oder Mieter.

    Die Duldung zur Ablesung wirst Du immer herleiten müssen.
     
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  13. #31 SingleBells, 17.05.2018
    SingleBells

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    Warum ruft man die ablesende Firma nicht gleich nach Terminzugang an und verabredet gleich einen passenden Termin?
     
  14. GSR600

    GSR600
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    Es geht doch nicht um den Termin, sondern darum, dass er seine Waschmaschine verschieben müsste.
     
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