Tierhaltung

Dieses Thema im Forum "Tierhaltung" wurde erstellt von kunz_peti, 25.05.2014.

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  1. #1 kunz_peti, 25.05.2014
    kunz_peti

    kunz_peti Gast

    Hallo Zusammen

    ich lebe mit zwei Katzen in einer 3.5 Zimmerwohnung mit Balkon.
    Im Mietvertrag sind Haustiere erlaubt.
    Seit drei Jahren haben wir ein Netz am Balkon (keine Bohrungen) da wir im dritten Stock wohnen.

    Jetzt habe ich von der Verwaltung ein Schreiben erhalten, das ich das Netz entfernen sollte, da Sie grossen Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild legen. Das Netz sei sofort zu entfernen!

    Wie soll ich mich verhalten?

    Vielen Dank für euere Feedbacks.
     
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  3. #2 notwendiges Übel, 25.05.2014
    notwendiges Übel

    notwendiges Übel Benutzer

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    Hm, Stubentiger drinnen halten, Netz entfernen ?

    Gedanken machen wie man ein Netz aufhängen kann damit man es nicht auf den ersten Blick sieht (in Farbe des Hauses) und das Persönliche Gespräch suchen, ob der Vermieter damit leben kann.....ansonsten bleibt die Katze eben drinnen.
     
  4. #3 Bürokrat, 25.05.2014
    Bürokrat

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    Äh, ich glaube nicht dass die Verwaltung euch wirksam vorschreiben kann welche Art oder ob überhaupt ein Netz am Balkon erlaubt ist oder nicht.
    Bist du Mieter oder Eigentümer?
    In ersterem Fall würde ich mit dem VM reden. Wenn ihr sonst gute Mieter seid sollte sich der VM schon für euch einsetzen.

    Ganz abgesehen davon dass man Katzen meiner Ansicht nach Freilauf gewähren sollte. In einer Wohnung (mit oder ohne Balkon) werden die doch wahnsinnig...:unsicher040:
     
  5. #4 ChristianP, 25.05.2014
    ChristianP

    ChristianP Gesperrt

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    Unabhängig davon, ob das konkrete Netz okay ist oder nicht:

    Soll das ein Argument sein oder werden?
    Wenn ja, dann besorge ich mir direkt morgen einen Elefanten und miete ein für Elefantenhaltung nicht geeignetes Objekt an.

    (Ersetze Elefant wahlweise durch Hund, Katze, Schlange, Auto, Flugzeug, ...)
     
  6. #5 Tobias F, 26.05.2014
    Tobias F

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    Es gibt viele Hausordnungen in denen sehr genau steht was erlaubt ist und was nicht. So darf z.B. in manchen Häusern Wäsche nur so auf dem Balkon getrocknet werden das dies von unten nicht sichbar ist.
    Natürlich darf die HV in so einem Fall verlangen das ein derartiges Netz entfernt wird.


    Es ist völlig gleichgültig ob er Mieter oder Eigentümer ist.
    Denn:
    falls Mieter - siehe Hausordnung;
    falls Eigentümer - siehe Hausordnung (zudem es sich dann um eine baulische Veränderung nach WEG handeln würde, die sowieso zustimmungspflichtig wäre - und daher auch hier der Rückbau zu forden ist).


    Das interssiert weder die Verwaltung, noch eventuelle Vermieter oder Miteigentümer.
     
  7. #6 Bürokrat, 26.05.2014
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    Die katze interessiert es aber.

    Muss man halt nachsehen was in der Hausordnung zum Balkon steht. In meinen Mietverträgen von HuG steht nichts von Netzen, Sichtschutz an Balkonen etc...
     
  8. #7 ChristianP, 26.05.2014
    ChristianP

    ChristianP Gesperrt

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    Die Katze interessiert es, das stimmt.

    Aber dann darf ich mir halt entweder keine Katze kaufen oder ich muss eine Immobilie kaufen oder mieten, die die Katzenhaltung ermöglicht.

    Ich kann mir doch nicht einen Elefanten zulegen, und dann das Vorhandensein des Elefanten als Argument für meine Forderungen und Wünsche anbringen.

    (Das sagt jetzt noch gar nichts darüber aus, ob das Netz erlaubt ist oder nicht!)
     
  9. #8 Bürokrat, 26.05.2014
    Bürokrat

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    Ich habe auch nie behauptet dass das was mit dem Netz zu tun hat, es war eine reine Nebenbemerkung von mir dass ich es für falsch halte eine Katze auf so engem Raum zu halten.
     
  10. #9 ChristianP, 26.05.2014
    ChristianP

    ChristianP Gesperrt

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    Okay, dann sind wir uns ja einig. :-)
     
  11. Hund

    Hund Gast

    Entfernung Katzennetz

    Habe ein Urteil des AG Köln vom 03.12.2001 gefunden:

    Kein Anspruch auf Entfernung eines am Balkon angebrachten Katzennetzes bei
    fehlender ! Substanzverletzung der Mietsache und
    geringer optischer ! Beeinträchtigung.
    Die fehlende Substanz- und Störeinwirkung begründet die Zustimmungspflicht des Vermieters.

    Die eingangs erwähnten Vorschäge, das persönliche Gespräch zu suchen und eventuell erforderliche Zugeständnisse zur Optik des Netzes zu machen, scheinen mir vor diesem Hintergrund für Katze und Halter die beste (stressfreieste) Lösung.
     
  12. #11 Tobias F, 26.05.2014
    Tobias F

    Tobias F Erfahrener Benutzer

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    Demgegenüber gibt es natürlich auch andere Urteile.

    "Der Mieter ist dazu verpflichtet, ein ohne Zustimmung des Vermieters am Balkon angebrachtes Katzennetz zu entfernen (AG Wiesbaden, Urteil vom 17. Dezember 1999, Az: 93 C 3460/99 - 25). Dies gilt zumindest dann uneingeschränkt, wenn das Katzennetz an der Hausfassade angebracht ist, da dadurch der optische Gesamteindruck der Wohnanlage durch diese bauliche Veränderung gestört ist. (Auch wenn das "Katzennetz" von dunkler Farbe ist - OLG Zweibrücken 3. Zivilsenat, Beschluss vom 9. März 1998, Az: 3 W 44/98 -). Ein Mehrheitsbeschluss der Wohnungseigentümergemeinschaft, mit dem einem (Katzen haltenden) Wohnungseigentümer aufgegeben wird, ein an seinem Balkon angebrachtes so genanntes "Katzennetz" zu entfernen, ist als gültig zu erachten (OLG Zweibrücken a.a.o, ebenso: Bayerisches Oberstes Landesgericht, Beschluss vom 3. April 2003, Az: 2Z BR 38/03).

    Verpflichtung eines Wohnungseigentümers zur Beseitigung eines an seinem Balkon angebrachten "Katzennetzes" widerspricht auch nicht der Eigentumsgarantie des Grundgesetzes (BVerfG 1. Senat 2. Kammer, Kammerbeschluss vom 22. Dezember 2004, Az: 1 BvR 1806/04). Bauliche Veränderungen können von Wohnungseigentümern nur gegen den Willen der anderen Eigentümer durchgeführt werden, "soweit diesen kein über das bei einem geordneten Zusammenleben unvermeidliche Maß hinausgehender Nachteil erwächst". Als Nachteil wird hierbei jede nicht ganz unerhebliche Beeinträchtigung verstanden (BGH - BGHZ 116, 392). Dies gilt entsprechend auch für den Mieter einer Wohnung gegenüber dem Eigentümer, auch wenn die Wohnung selbst keine Eigentumswohnung ist."
     
  13. Hund

    Hund Gast

    dann schieß mal los ,

    ohne besonderen Grund mit der "dicken Berta " auf Spatzen!

    Motto: Von hinten, durch die Brust, ins Auge!

    Viel Spaß !
     
  14. Duncan

    Duncan
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    @Hund: im Gegensatz zu einem kleinen AG sind zwei, drei OLG-Urteile schon Argumente, zumindest unter Juristen.

    In der hiesigen HO sind Netze auch nicht erwünscht, wenn diese so angebracht werden das a) nichts beschädigt, angebohrt usw. und b) niemand davon gestört wird, kann sowohl der Hausmeister wie auch die Hausverwaltung und die Eigentümer eine beachtliche Sehschwäche entwickeln. Aber wehe der Katzenmutti die sich an der neuen Fassade vergreift.

    Aber wenn man sonst keine Sorgen weiter hat...
     
  15. Hund

    Hund Gast

    Ja Potzblitz, Liebe Frau Duncan (oder Frau Mahlzahn) , hat sie der "Lämmes gepickt",

    warum machen sie sich so lächerlerlich, indem sie inkompetent und emotional Umstände/Paragraphen durcheinander wirbeln.

    Es gab ein sehr einrfache Frage! Diese habe ich in einem Satz, wie meine Vorredner zu beantworten versucht.

    Warum sie sich dennoch veranlasst fühlen, sich mit einen vernetzten Katzenklo (am besten wohlgefüllt) mit einem inkompetenten Gehilfen) zum Verfassungsgericht aufzumachen, finde ich jetzt gerade sehr witzig - Gutes Gelingen!!!

    Herzlich Grüße...
     
  16. Duncan

    Duncan
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    tja - Frau Hund, ich weiß wie Richter ticken, ich habe jahrelang mit ihnen auf der gleichen Bank gesessen. Und die folgen als RiAGs sehr gerne OLG-Entscheidungen, gerade wenn es "ihr" OLG ist. Auch wenn ein ambitionsloser RiAG der freieste Mensch in diesem Lande ist. Aber die gerade in Masse auftretenden Jungrichterinnen, mit Freischuß und Dr. in Regelstudienzeit, haben eines nicht: Lebenserfahrung!

    Und der Vorschlag eine Hausordnung in einigen Punkten zum wohle Aller auch mal etwas freier auszulegen ist sicher nicht so ganz fern.

    Aber bitte, wer nicht verstehen will der muss auch nicht. Der kann auch auf seiner Meinung beharren. Kann teuer werden.

    Ich halte es für sinnvoll einmal den rechtlich richtigen Weg zu beleuchten und einmal den technisch und menschlich richtigen. Dann kann man sich immer noch entscheiden.
     
  17. Hund

    Hund Gast

    Liebe Frau Duncan - warum alles so kompliziert?,

    ich habe die Fragestellung sehr wohl verstanden, ebenso die Fakten:

    U. a.: Katzenhaltung wurde erlaubt, erst nach ca. 3 Jahren erfolgt eine Beanstandung (Netz).
    Auch diese Details kann man ja immer weiter vor diversen Urteilen juristisch verhackstückeln.

    Mein Ansatz war, dass das Thema unter Umgehung richterlicher Instanzen, einvernehmlich im Interesse aller Beteiligten , zu lösen sein sollte/argumentativ zu lösen wäre.

    Zielsetzung:
    Flugunfähige Katzen vor finalem Aufprall zu schützen, (falls nicht möglich: Neues Thema: Verschmutzung der Gehwege),
    überlastete Richter vor Trivialitäten bewahren,
    Katzenhalter bei geöffneter Balkontür im Sommer unbeschwertes Grillen ermöglichen,.
    die HV zu erfreuen, weil das Katzendings endlich zur Fassade passt.

    Meiner Meinung nach wäre dieses Ergebnis zwischenmenschlich sehr wohl möglich - zumindest auf dem Land.

    G. trotz der Differenzen!
     
  18. Hund

    Hund Gast

    Abschluss,

    ich finde es wirklich toll, dass Insiderwissen vorliegt.

    Dennoch sollte man den Wald vor den Bäumen zuerst in s Auge fassen.
    Ist nicht böse gemeint! Aber egal

    Hund wie Katz wie Maus...Aus
     
  19. #18 Petra_44, 28.05.2014
    Petra_44

    Petra_44 Erfahrener Benutzer

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    Schreib zurück, dass das ein sehr gepflegtes Netz auf deinem Balkon ist, dass du es außerdem für Tierquälerei hältst, die Katzen, die bislang freien Auslauf auf den Balkon hatten, in die Wohnung zu sperren und im Zweifelsfall den Tierschutzverein einschalten wirst.
     
  20. #19 Tobias F, 28.05.2014
    Tobias F

    Tobias F Erfahrener Benutzer

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    Der dann im Zweifelsfall was macht? Die Hausverwaltung/den Hausbesitzer/die WEG verklagen? ;-)

    Was nicht erlaubt ist (ob dem so ist können wir ohne Einblick in die Hausordnung und nähere Info's nicht beurteilen) wird durch den Tierschutzverein auch nicht besser. Wer einer Katze keinen Auslauf bieten kann darf sich eben keine Katze anschaffen.
     
  21. Duncan

    Duncan
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    Wenn jeder der seinem Haustier nicht die artgerechten Lebensbedingungen bieten kann, dieses einschläfern lässt, dann könnten wir mittels Tierkörperbeseitigungsanlagen mit Kraft-Wärmekopplung über Jahre unseren Energiebedarf decken...
    :unsicher033:

    Allein in Berlin dürfte das gut 90% der Hunde betreffen. Ja, ich weiß das die Hundehalter das anders sehen.
     
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