Toilettenwasserabrechnung

Dieses Thema im Forum "Kaltwasserversorgung" wurde erstellt von registriert, 15.03.2010.

  1. #1 registriert, 15.03.2010
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    Hallo zusammen,

    in einem 5 Familienhaus hat jede Wohnung einen seperaten Kaltwasserzähler. Das einzigste was nicht über diese Uhren läuft sind die Toiletten! Hintergrund dieses Umstandes ist, das der Vermieter ursprünglich mal das Toilettenwasser über einen Brunnen versorgen lassen wollte. Da er dies aber nicht (oder noch) gemacht hat bestimmt er den Verbrauch für das Toilettenwasser auf folgende Art. Er zieht die ganzen Wohnungszähler von dem Hauptzähler ab und verteilt die Differenz dann auf die Personen im Haus. Soweit ich das weiß, darf man aber eine Differenzrechnung nicht machen.
    Wie muss der Vermieter denn dann abrechen? Gibt es eine Statistik von irgendeinem statistischem Amt? Oder muss man mal den Mieterbund fragen (wenn die einem Nichtmitglied überhaupt eine Auskunft geben)?

    Vielen Dank für die Hilfe!
     
  2. AdMan

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  3. #2 BarneyGumble2, 15.03.2010
    BarneyGumble2

    BarneyGumble2 Erfahrener Benutzer

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    Das mit dem Warmwasser aus Deinem anderen Thread kann ich verstehen, aber möchtest Du es Dir unbedingt mit Deinem Vermieter verscherzen und jede Sache, die evtl. grenzwertig abgerechnet wird an den Pranger stellen?
    Was versprichst Du Dir davon?

    Selbst wenn es da geringe Differenzverluste gibt, aufgeteilt auf die 5 Parteien wird das sicher kein Vermögen im Jahr pro Mieter sein oder?

    Wenn ich Dein Vermieter wäre und mich Deinetwegen mit solchen Sachen rumärgern müsste (selbst wenn Du recht hast und Dir evtl. 3 € pro Jahr zuviel berechnet werden), dann würde ich Dir auch knallhart auf die Finger schauen, regelmäßig wegen Kleinigkeiten abmahnen und bei nächster Gelegenheit die Miete erhöhen...
     
  4. #3 registriert, 15.03.2010
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    Nein, ich will mich auch nicht wegen dem Toilettenwasser streiten, mich interessiert es nur mal. Es ist auch plausibel wenn man die Abrechnung vom Versorger sieht, da bleiben dann 107 Kubikmeter übrig, die halt über die Personen geteilt werden. Mich interessiert nur mal wie es anders wo gehandhabt wird.
     
  5. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Die gesamte Wassermenge unter missachtung der Zwischenzähler einfach per Verteilerschlüssel auf die Mieter umlegen. Der standardisierte Verteiler ist dann per qm-Wohnfläche.
     
  6. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Wenn man es wirklich genau nimmt, ist das die Folge einer nicht verwertbaren, weil unvollständigen, Verbrauchserfassung.
    Bei 5 Mietern wird sicher auch einen geben, der bei einer Verteilung nach Wohnfläche besser wegkommt und aus diesem Grund die Verteilung der Differenzmenge nach Personenzahl - zu Recht - beanstandet.
     
  7. #6 registriert, 16.03.2010
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    Wasserabrechnung

    Hallo zusammen,

    nach Capos Antwort :wink habe ich einmal beim Mieterbund auf die Seite geschaut und dort steht sinngemäß folgendes:
    http://www.mieterbund.de/1130.html?&no_cache=1&sword_list[]=wasseruhr

    Solange in einer Mietwohnung nicht an allen Wassersträngen Uhren angebracht sind, müssen die Wasserkosten, wie die übrigen "kalten" Betriebskosten auch, nach Personenzahl oder nach Wohnfläche abgerechnet werden.

    Und da der Vermieter eh die Differenz zu den Wasseruhren über Personen abrechnen wollte, könnte er es ja jetzt auch so machen. Oder kann er es sich jetzt aussuchen ob er nach Wohnfläche oder Personen abrechnet? Waswäre fairer? Ich würde sagen nach Personen.
     
  8. #7 lostcontrol, 16.03.2010
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    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    RE: Wasserabrechnung

    wegen abrechnung nach personen gibt's immer wieder mächtig ärger (liest man ja häufig in diesem forum).
    das fängt damit an, dass der freund täglich anwesend ist und auch übernachtet, geht über die zahl der besucher (manch einer hat nie besuch während andere täglich besucher empfangen) bis dahin (gerade beim klo) dass am einen wasserkasten keine gross/klein-taste vorhanden ist, beim anderen aber schon, und dass beim dritten per hand/ziegelstein/wassereimer gespart wird.

    wasserzähler einzubauen scheint mir (mal wieder) die einzig richtige lösung...
     
  9. #8 Michael_62, 16.03.2010
    Michael_62

    Michael_62 Erfahrener Benutzer

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    Die Frage nach der Fairness stellt sich nicht.

    Hier zählt nur, was sieht das Gesetz vor.

    Er kann sich es heraussuchen.

    Der Mieter hat keinerlei Mitspracherecht.
     
  10. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    RE: Wasserabrechnung


    Mieterbund und Sachkenntnis sind offensichtlich unvereinbare Dinge... :help

    Die Aussage "müssen nach Personenzahl oder Wohnfläche abgerechnet werden" kann man nur bei völliger Ahnungslosigkeit machen. Wohnfläche als Umlageschlüssel gilt nach § 556a Abs. 1 BGB immer dann, wenn nichts anderes vereinbart ist. Wenn etwas anderes vereinbart ist wie z.B. pro Wohneinheit oder ... oder "Tagesdatum", dann ist nach genau dem vereinbarten Umlageschlüssel abzurechen und nicht nach "nach Personenzahl oder Wohnfläche".

    Personenzahl ist nur einer aus einer riesigen Anzahl von prinzipiell denkbaren Umlageschlüsseln und kommt nur in Betracht, wenn es genau so vereinbart ist.
    Ob das bei der Ausgangslage einer unvollständigen und damit gescheiterten Verbrauchserfassung wohl der Fall ist?
     
  11. #10 registriert, 20.03.2010
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    Wasserabrechnung

    Hallo zusammen,
    ich danke euch für ihre Hilfe!

    :wink
     
  12. malloy

    malloy Erfahrener Benutzer

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    Ich weiß, Fragestellung ist abgehandelt, aber wenn jemand mit der nicht ganz sauberen Abrechnung des "Restwassers" einverstanden ist und deswegen zum Mieterbund hoppelt und mir deswegen das Leben schwer macht, bekommt halt jeder Mieter zusätzlich eine Wasseruhr an die Toilettenspülung geklöppelt. Das freut den Mieter, denn nun hat er eine gerechte weil genaue Klospülungsbenutzungsabrechnung, darf aber die Miete für diese Uhren zusätzlich tragen, da umgelegt. Was kostet eine nochmal? Bei alpha-beta wohl um die EUR 5,25? Kann sich unterm Strich so auch zum Pyrrhussieg entwickeln...
     
  13. #12 lostcontrol, 03.07.2010
    lostcontrol

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    tja, die frage ist nur: für wen?
     
  14. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Wo steht, dass Differenzmessung nicht zulässig ist?

    Beispiel 1: Heizungsnachspeisezähler. Wird sich meist gespart. Denn was der Zählt wird ohnehin auf die Heizkosten und somit alle umgelegt. Ist aber genaugenommen eine Differenzmessung.

    Beispiel 2: FBH. Ein Haupt WMZ an der Heizanlage und ein weiterer an der Fußbidenheizung. Die Differnez wird dann über die Heizkostenverteiler verteilt. Da würde keiner im Tram daran denken für den Strang der statischen Heizung einen dritten WMZ einzubauen. Wäre meist technisch auch garnicht möglich.
     
  15. #14 pragmatiker, 04.07.2010
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    hallo heizer, es geht im thread um kaltwasserzähler und nicht um heizkosten. ist nicht vergleichbar.
    was manche nicht wissen: zwischenwasseruhren und hauptwasseruhr differieren -völlig normal- um bis zu 25%, weil sie anders messen.
     
  16. #15 lostcontrol, 05.07.2010
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    najaaaaaaaaaaa...
    also ich denke mal dass jeder mitdenkende vermieter die summe der einzelzähler mit dem hauptzähler vergleicht, oder nicht?
    und ich hab hier aktuell wasserzahlen von 17 wohnungen und rund 40 jahren ablesung vorliegen - 25% abweichung gab's da wirklich noch nie. unsere maximale abweichung lag bisher bei ca. 5%, mehr aber nicht (und da frag ich mich dann immer ob das nicht auch mit dem ablese-zeitpunkt zusammenhängen könnte, denn kaum einer wird wohl am 31.12. um exakt 0:00 uhr ablesen).
    wenn man sich natürlich nur an dem orientiert was die wasserwerke ablesen - da ist es natürlich klar dass grössere abweichungen vorkommen, denn die fangen bei uns ab oktober an ihre ablesebesuche zu machen und das geht meist bis anfang februar. ich hatte sie schon im einen jahr anfang oktober und dann erst wieder im übernächsten jahr anfang februar "zu besuch" - da ist es kein wundern wenn die abweichungen so extrem sind, ist ja klar. selbstverständlich lese ich selbst dann auch noch möglichst zeitnah zum 31.12. ab.
     
  17. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    5% Zählverluste sind sehr wenig. Im Normalfall ist das etwas mehr. Durchschnittlich 10-20%. Allerdings geht da meist noch Wasser für Heizung o.ä. mit ab.

    Tendenziell sind die Verluste um so größe je größer die Liegenschaft ist.

    In kleinen Häusern wird meist nur ein Qn 2,5 Wasserzähler eingebaut. Dieser hat ein ähnliches Zählverhalten wie die Wohnungszähler und es treten kaum Zählverluste auf.

    In größeren Häusern hat man meist einen Qn10 oder größer. Der läuft natürlich nicht an, wenn da nur einer den Hahn etwas öffnet. Daher verwenden die Versorger meist ab der Größe Verbundzähler. Das ist im Prinzip ein großer und ein kleiner Zähler in einem.


    Egal ob Heizung oder Wasser. Differenzmessung ist vielerorts üblich und auch zulässig, so lange der überwiegend größere Teil des Verbrauches die Differenz bildet, so dass die Zählverluste vernachlässigbar sind. Insbesondere wenn eine zusätzliche Messung technisch nicht möglich oder zu kostenintensiv ist.


    Mal ein anderes Bielspiel.

    Eine Liegenschaft hat einen großen Wasseranschluß mit einem Schachtzähler. Von dort wird eine große Wäscherei versorgt. Zwischendrin steht noch ein Einfamilienhaus, welches mit an der Leitung hängt und hat einen entsprechenden Wasserzähler. Abrechnungstechnisch ist es nun so, dass vom Gesamtverbrauch des Schachtzählers der Verbrauch des EFH abgezogen wird. Was übrig bleibt bekommt die Wäscherei.

    Kein Richter auf der Welt wird für die Wäscherei einen extra Wasserzähler verlangen. Dessen Kosten würden die möglichen Zählverluste am EFH Zähler um ein Vielfaches übersteigen.
     
  18. #17 Annika1975, 05.07.2010
    Annika1975

    Annika1975 Erfahrener Benutzer

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    Überschreitet die vom Hauptwasserzähler gemessene Verbrauchsmenge die Summe der durch die Einzelzähler angezeigten Verbrauchsmengen der Wohnungen bis zu 20%, so kann der Vermieter nach dem Verhältnis der Anzeige der Wohnungszähler die Wasserdifferenz umlegen. Eine Meßdifferenz über 20% schließt jegliche Umlage einer Unterschiedsmenge aus. Die gilt nur wenn alle Verbrauchsstellen über eine Messvorrichtung verfügen. (so auch LG Braunschweig 6 S 163/98).

    Auch die Einsparung des Wasserzählers in einer Wohnung unter Nutzung einer Differenzberechnung wurde von Gerichten als zulässig befunden. Bedient sich der Vermieter einer zwar exakten, aber ungewöhnlichen Berechnungsmethode zur Ermittlung des Wasserverbrauchs, hat er dem Mieter die Gelegenheit zu verschaffen, sich von der Richtigkeit der abgelesenen Werte in den anderen Wohnungen zu überzeugen, wenn dieser selbst den Rest der Wassermenge zugeschrieben erhält. (so auch AG Erkelenz 8 C 578/96)

    Im vorliegenden Fall wird der Verbrauch der einzelnen Wohnungen von Unterzählern erfasst, jedoch mit Ausnahme der Toilettenspülung welche nach Personen umgelegt wird. Dies halte ich für zulässig.
     
Thema: Toilettenwasserabrechnung
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