Trennung des Mieter-Paares

Diskutiere Trennung des Mieter-Paares im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo zusammen, es gibt zu diesem Thema zwar schon Einiges, was ich mir ergoogeln und hier im Forum erlesen konnte, aber zur Sicherheit will ich...

  1. #1 Triple-J, 14.04.2017
    Triple-J

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    Hallo zusammen,

    es gibt zu diesem Thema zwar schon Einiges, was ich mir ergoogeln und hier im Forum erlesen konnte, aber zur Sicherheit will ich nochmal einige Punkte nachfragen:

    Ich habe seit einem guten Jahr eine kleine Wohnung an ein junges, nicht verheiratetes Paar, vermietet. Heute informierte er mich telefonisch, dass man sich getrennt habe und er aus dem MV raus möchte. Ich habe mich erstmal zurückhaltend geäußert, wonach ich erstmal nachlesen und mich dann wieder bei ihm melden würde.

    Im MV (Haus & Grund) heißt es:
    a) So, wie es im MV steht und gemäß dem, was ich mir zudem noch angelesen habe, kann ich also den Wunsch des Mieters verweigern und ihm sagen, er bleibt Teil des Mietvertrages. Wäre für mich auch von Vorteil, weiterhin zwei Vertragspartner zu haben (die Miete kam bisher immer abwechselnd mal von ihm, mal von ihr, meistens mit ein bisschen Verspätung. Nach einer freundlichen telefonischen Nachfrage hieß es dann immer, das Geld kommt in 1-2 Tagen und so war es dann auch). Oder würdet Ihr anders vorgehen?

    b) Muss ich dann eigentlich zukünftig wichtige Mitteilungen (Nebenkostenabrechnung etc.) immer an die Postanschrift von beiden schicken? Oder reicht es aus, wenn ich die Schreiben nur an das Mietobjekt schicke, aber beide namentlich anschreibe?

    c) Ich verweigere ihm jetzt also die Entlassung aus dem MV. Angenommen, das Mädel wohnt dann noch zehn Jahre ohne ihn in der Wohnung und will dann, in zehn Jahren, ausziehen. Dann brauche ich doch in zehn Jahren von beiden eine schriftliche Kündigung, oder? Da die beiden dann aber schon seit zehn Jahren wahrscheinlich keinen Kontakt mehr haben, ist eine entsprechende Absprache zwischen den beiden dann ziemlich unwahrscheinlich. Würde es dann ausreichen, von dem Mieter, jetzt, in 2017, einen schriftlichen Kündigungswunsch zum nächstmöglichen Zeitpunkt mitgeteilt zu bekommen und dann, wenn in zehn Jahren die Kündigung der Mieterin eintrifft, reicht mir dann das nur von ihr unterschriebene Schriftstück, da ich bei ihm auf das Schriftstück von vor zehn Jahren (aus 2017) zurückgreifen kann, wonach der "nächstmögliche Zeitpunkt" aufgrund der Kündigung durch die übrige Vertragspartnerin dann im Jahre 2027 eintritt?

    d) Er hat mich zwar am Telefon nicht auf das Thema Kaution angesprochen, aber das kann ja noch kommen. Die Kaution wurde damals in einer Summe von ihm überwiesen. Gemäß meiner Recherche müssen die Mieter untereinander klären, wie sie damit umgehen bzw. ob sie es untereinander verrechnen. Dass heißt, ich muss ihm bei einem Auszug seiterseits nichts zurückzahlen. Wie sieht es aber nach Beendingung des Mietverhältnisses aus, also wenn das Mädel später auch auszieht?

    Im MV heißt es hierzu:
    Nun, da er die Kaution gezahlt hat, würde ich die Kaution - sofern mir keine von beiden Mietern unterschriebene anderweitige Lösung vorgeschlagen wird - nach Beendigung des Mietverhältnisses an ihn zurückzahlen, selbst, wenn das Mietverhältnis erst in zehn Jahren gekündigt wird und er dann schon seit zehn Jahren gar nicht mehr in der Wohnung wohnt. Seht Ihr das genauso?

    Danke. :)
     
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  3. Pitty

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    Ich habe in den anderen Thread geschrieben wie ich es handhabe.

    Eine Kündigung in 10 Jahren stelle ich mir kompliziert vor, wenn Du der Entlassung nicht zustimmst kannst Du den Mieter in D. suchen. Das kann teuer werden.

    Er hat ja um Entlassung gebeten und nicht um Auszahlung der Kaution. Das sollen sie schön unter sich klären.
     
  4. #3 anitari, 14.04.2017
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    Ist denn "das Mädel" finanziell in der Lage die Wohnung allein zu halten?

    Die Frage würde ich mir als erstes stellen.

    Wenn ja ihn aus dem Vertrag entlassen. Die Kaution ist vertrags-, nicht personengebunden. Heißt bei Entlassung einer Person der Partei Mieter bleibt die Kaution wo sie ist. Beim Vermieter.

    Wenn nein sollen sie gemeinsam den Vertrag jetzt kündigen und sie sich eine bezahlbare Wohnung suchen.

    Ihn auf Biegen und Brechen im Vertrag halten bringt nur Probleme. Das Problem mieterseitige Kündigung hast Du schon erwähnt. "Normale" Mietteilungen wie z. B. die BK-Abrechnung könntest nur an eine Person schicken. Was aber wenn Du den Vertrag kündigen willst, Forderungen "eintreiben" oder gar eine Räumungsklage einreichen? Dann mußt Du alle Personen der Partei Mieter anschreiben bzw. anschreiben lassen.
     
  5. #4 Triple-J, 14.04.2017
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    Das heißt, Du stimmst der Entlassung eines Mieters aus dem MV bei einer Trennung grundsätzlich zu?

    Naja. Der Grund, warum die Miete häufig ein paar Tage später kommt, soll die angespannte finanzielle Lage sein. Zudem ist das Mädel - soweit ich weiß - in einer Ausbildung, alleine dürfte sie Probleme haben, die Wohnung zu finanzieren.

    Mit einem Ausbildungsgehalt allein kannst Du kaum eine eigene Wohnung alleine bezahlen, egal welche. Meine Wohnung ist auch nur eine 1-Zimmer-Wohnung.

    Nun, mein "Wunsch", ihn im Vertrag zu halten, besteht ja gerade für den eventuellen zukünftigen Fall, "Forderungen einzutreiben". Dann habe ich zumindest zwei Vertragspartner, auf die ich zugreifen könnte.
     
  6. #5 anitari, 14.04.2017
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    Und was ist mit den laufenden Zahlungen? Meinst er wird seinen Teil dazu leisten wenn er nicht mehr da wohnt? Ich bezweifel das stark.
     
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  7. #6 Triple-J, 14.04.2017
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    Nein, die laufenden Zahlungen wird er sicherlich nicht leisten. Mir geht es vielmehr darum, falls der Tag kommen sollte, an dem keiner die laufenden Zahlungen leisten sollte, dass ich dann zwei Personen habe, denen gegenüber ich Forderungen eintreiben könnte. Zumal davon auszugehen ist, dass er solventer ist als sie.
     
  8. Berny

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    Deshalb würde ich keinen der beiden aus dem Vertrag entlassen. Ihre gegenseitigen Verbindlichkeiten können sie auch genauso gut unter sich regeln (bspw. aufgrund § 1361 BGB).
     
  9. #8 Chris_W, 14.04.2017
    Zuletzt bearbeitet: 14.04.2017
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    Hi Triple-J,

    im ungünstigsten Fall (oder vielleicht willst du das auch) kündigen dir aber beide dann das Mietverhältnis, wenn du hier keinen rauslassen willst. Hier musst du eben selber Abwägen, ob du mit der verbleibenden Person ein Mietverhältnis haben möchtest oder ob dir das zu unsicher wäre. Den Status und das Einkommen der verbleibenden Person wäre hierbei natürlich nicht unerheblich, genauso wie, ob das ein angenehmer Mieter ist oder eher nicht, usw.. Das die Miete 1-2 Tage mal unpünktlich kommt, das sehe ich jetzt nicht als großes Problem an. Wichtiger ist doch letztlich, das die Miete bezahlt werden kann bzw. bezahlt wird.

    Ich gehe nicht davon aus, das wenn das Paar sich jetzt trennt hat, das der auszuziehende weiterhin für dieses Mietverhältnis des Ex Partner auf unbestimmte Zeit aufkommen möchte. Das wäre auch irgendwie unverhältnismäßig, da der auszuziehende Partner überhaupt keinen Nutzen davon hätte.

    Dann hättest du am besten damals den Mietvertrag nur mit der solventeren Person abschließen sollen und nicht mit beiden. Dann wäre jetzt ganz klar, wer die Wohnung verlassen muss und wer weiterhin dein Mieter bleibt.
     
  10. #9 Triple-J, 14.04.2017
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    Gilt dieser § auch für nicht verheiratete Paare?

    Dass das Mädel dann auch kündigt, halte ich für weniger wahrscheinlich, aber das Risiko wäre ich notfalls bereit einzugehen.

    Das Mädel ist wie gesagt - soweit man es mir gesagt hat - in Ausbildung, alleine wird sie die Miete nicht aufbringen können. Entweder sie ist auf Unterstützung der Eltern angewiesen oder auf Unterstützung vom Amt (ich musste ihr schon mal ein entsprechendes Formular ausfüllen). Mit dem Mädel an sich kann ich leben, solange, wie sie die Miete zahlen kann.

    Dass er das kaum möchte, dürfte klar sein. Für mich ist aber interessant, festzustellen, was ich möchte. ;)


    An den Zitaten von Euch (Chris_W und Berny) werden die unterschiedlichen Vorangehensweisen deutlich. Mir war es - genau wie Berny - immer lieber, zwei Vertragspartner statt Einen zu haben. Falls einer mal nicht leisten kann, habe ich eben noch einen Zweiten, an den ich herantreten kann (insbesondere im Ernstfall, wenn die Miete nicht kommt und ich ggfls. Räumungsklage einreichen muss). Und das mit der Solvenz kann sich auch schnell mal ändern, z. B. wenn sie mit der Ausbildung fertig ist und er plötzlich seinen Arbeitsplatz verliert etc.

    Hmm... irgendwie bin ich mir jetzt unsicherer als vorher...
     
  11. #10 immodream, 14.04.2017
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    Hallo,
    ich habe auch regelmäßig Paare oder Wohngemeinschaften ,die sich trennen oder bei denen Einer einen anderen Studienort bekommt.
    Ich mache dann einen sauberen Schnitt, lasse Beide eine normale Kündigung mit Dreimonatsfrist unterschreiben und entscheide dann, ob ich die Wohnung an den verbliebenen Einzelmieter weiter vermiete.
    Manchmal ist das eine gute Chance, unliebsame Mieter elegant los zu werden.
    In den meisten Fällen ist aber die Weitervermietung an einen verbliebenen Mieter ohne Probleme abgelaufen.
    Manchmal haben sie sich, bei Studenten üblich , einen neuen Mitmieter gesucht, den ich dann auch wieder in den Mietvertrag aufgenommen habe.
    Also sauberen Schnitt mit Kündigung beider Mieter machen und dann weiter entscheiden.
    Grüße
    Immodream
     
  12. #11 Triple-J, 14.04.2017
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    Auch, wenn ich mir eine pünktlichere Mietzahlung wünschen würde: Diese Wohnung liegt in einem inzwischen nicht mehr so beliebten Stadtteil (ich erinnere an "Mieternot in Aachen"...), so dass ich das Mädel eigentlich halten wolle würde. Ich kann natürlich schlecht beurteilen, inwieweit die Finanzkraft des Mädels nach Ausscheiden des Ex-Freundes aus dem MV sich weiter verschlechtern würde...

    Zusätzliche Frage noch:
    Wenn ich den Freund aus dem MV entlassen würde, gilt dies aber nur für die Zukunft richtig? Eine NK-Nachforderung für 2016 könnte ich dann trotzdem von beiden einfordern, korrekt?
     
  13. #12 immodream, 14.04.2017
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    Hallo Triple-J,
    so handhabe ich das zumindestens .
    Grüße
    Immodream
     
  14. #13 Chris_W, 14.04.2017
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    Hi,

    und warum redest du nicht mal mit den Mietern, wie die sich das vorstellen in Bezug auf die weiteren Mietzahlungen falls der Ex Partner aus dem Vertrag entlassen wird?

    Auch ein Grund, warum der Ex Partner unvorteilhaft seinen könnte, wenn er weiterhin dort offiziell Mieter ist. Und das hätte letztlich dann auch Auswirkungen die dich betreffen könnten, wenn deswegen der verbleibende keine Leistung oder nur einen Teil irgendeiner Leistung bekommt und deswegen dann die Miete nicht oder nicht vollständig zahlen kann.

    Das hast du jetzt glaube ich falsch verstanden. Die Überlegung mit wem man einen Mietvertrag eingeht, die sollte man sich vor Vertragsunterzeichnung stellen und bei nicht verheirateten Paaren kann es u.U. sinnvoll sein, nur mit dem solventeren Mieter einen Vertrag einzugehen und falls die sich trennen sollten, dann stört der insolvente gehende Mitbewohner auch nicht. Denn bei jemand bei dem nichts zu holen gibt, der bietet im Vertrag auch keine weitere Sicherheit. Bei dir jetzt geht es aber um was ganz anderes, nämlich um die Frage, ob man jetzt den Ex Partner mit drinnen lassen sollte, weil der verbleibende Mieter allein zu unsicher wäre? Ich gehe aber mal stark davon aus, das hier der Ex Partner nicht mitmachen wird, auch wenn das von deiner Seite aus Wünschenswert wäre.
     
  15. #14 Triple-J, 14.04.2017
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    Und was glaubst Du, was die Antwort sein wird? Ihm kann es sowieso egal sein. Sie wird wohl kaum sagen, dass sie es finanziell nicht schafft, selbst, wenn es ihr klar wäre.

    Das er mit im Vertrag steht, heißt ja grundsätzlich nicht, dass er auch mit dort wohnt.

    Kann der Ex-Partner denn verlangen, dass er aus dem MV aussscheidet? Ich habe die Formulierungen im Haus & Grund-Mietvertrag sowie meine Google-Recherche (siehe unten) so verstanden, dass die Entscheidung bei mir als Vermieter liegt.

     
  16. Berny

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    Verlangen kann er viel... *pffft*
     
  17. Andres

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    Natürlich kann er das verlangen und Vermieter wie Partner sind auch schon durch Urteil verpflichtet worden, derartigen Vereinbarungen zuzustimmen. Damit das zwangsweise durchgesetzt wird, müsste bei der Würdigung der Interessen aller Beteiligten der "Auscheidungswillige" :91: aber schon starke Gründe vortragen, warum ihm die Fortsetzung des Mietverhältnisses in dieser Form nicht zugemutet werden kann und ob nicht auch die Kündigung des Mietverhältnisses eine zumutbare Möglichkeit wäre.

    Bei einer handelsüblichen Trennung wird das aber kaum passieren. Dass beide Ex-Partner weiterhin im Vertrag bleiben, ist der Regelfall. Deshalb schließe ich neue Verträge bevorzugt nur mit einem der beiden ab - nämlich dem solventeren. Ob ich ausziehende Partner freiwillig aus dem Vertrag entlasse, kommt ganz erheblich darauf an, ob der verbleibende Partner die Miete stemmen kann. Da die Zustimmung zu dieser Änderung komplett freiwillig wäre, ist es übrigens auch legitim, hier erneut aktuelle Unterlagen zu Einkommen und Bonität zu fordern.


    Müsste m.E. an beide gehen und ich handhabe das auch so.


    Ja.


    Ich halte den Umstand, dass für eine wirksame Kündigung auch der andere Teil eine Erklärung abgeben müsste und dass völlig unklar ist, ob und wann das passieren könnte, für unverträglich mit dem Wesen einer einseitigen Gestaltungserklärung. (Boah, was für ein Satz. :sauer030: Falls das zu unverständlich war: Google, "bedingungsfeindlich" - um dieses Konzept geht es.)


    Kannst du halten, wie du willst: Auszahlung an den einen, den anderen oder beide irgendwie anteilig. Wenn ich nichts Näheres weiß, zahle ich an den, von dem ich das Geld bekommen habe, falls das noch zu klären ist.
     
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  18. #17 Triple-J, 14.04.2017
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    Nun, dann werde ich dem Ex-Partner in den nächsten Tagen mal anrufen und ihm sagen, dass er nicht aus dem Vertrag raus darf. Das wird bestimmt ein nettes Gespräch. ;)

    Das ist natürlich der größte Knackpunkt bei so einer Sache... Je länger die Trennung her ist, desto schwieriger wird das dann, wenn die "verbliebene" Partnerin schließlich kündigen will.

    Trotz Google stehe ich hier auf dem Schlauch. Ich verstehe, dass Kündigungen einseitige bzw. "bedingungsfeindliche" Erklärungen sind. Aber dennoch müssen doch beide Mieter die Kündigung unterschreiben, selbst, wenn die "verbleibende" Mieterin erst in zehn Jahren kündigt? Mit meinem in Post #1 geäußerten Gedanken wollte ich eine Möglichkeit finden, zu vermeiden, in X Jahren in die blöde Situation zu kommen, einen vielleicht zwischenzeitlich mehrfach umgezogenen Ex-Partner "auffinden" zu müssen, um dann von ihm die Kündigung seiner Ex-Partnerin bestätigt zu bekommen. M. E. wäre mein "Lösungsvorschlag" sowohl zu meinem Vorteil als auch zum Vorteil der beiden Mieter. Denn der Ex-Partner dürfte kein Interesse daran haben, dass ich in X Jahren nochmal auf ihn zukommen muss und das Mädel wird erst recht nicht wollen, dass ihre Kündigung irgendwann von der eventuellen Zustimmung ihres Ex-Partners abhängt. Die Frage ist nur, ob hier rechtlich etwas gegen spricht (wie so häufig...). Wenn ja, wären wir wieder da, dass ich in X Jahren von beiden eine unterschriebene Kündigung brauche...
     
  19. #18 Chris_W, 15.04.2017
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    Guten Morgen,

    was der ausziehende Partner sag, wäre auch nicht so interessant, außer er wäre damit einverstanden weiterhin Vertragspartner zu bleiben, um im ungünstigsten Fall für unbestimmte Zeit für den bleibenden Ex Partner mit gegebenenfalls neuen Lebensabschnittsgefährten, der dann eventuell nur Mitbewohner ist, zu haften. Natürlich muss der ausziehende Mieter dazu nicht dort wohnen, aber ich kann mir nicht vorstellen, das der auszuziehende so einem Vorschlag zustimmen wird. Aber Fragen kostet nichts und manchmal wird man auch überrascht. Interessanter wäre letztlich hier aber schon, was der verbleibende Partner dazu sagt und gegebenenfalls muss er erneut Nachweise erbringen, was für ein Einkommen oder welche beantragten Leistungen ihm monatlich zu Verfügung stehen um alleine die Miete zu stemmen. Dann sieht man doch viel besser, ob das klappen könnte oder nicht. Wenn das geldlich nicht hinhaut, dann solltest du natürlich hier nicht zustimmen, das der Partner aus dem Mietvertrag entlassen wird, dann sollen lieber beide kündigen oder weiterhin beide Vertragspartner bleiben. Und im anderen Fall kannst du dir immer noch Gedanken dazu machen, nur das du jetzt wenigstens mal Zahlen hast mit denen man rechnen könnte. Wenn du natürlich von vorhinein schon sagst, das du mit dem verbleibenden Mieter kein Mietverhältnis führen willst, dann kannst du dir das ganze Nachfragen natürlich jetzt sparen.

    Und was willst du darauf jetzt hören? Ja, nein, vielleicht? Ob das ein Problem werden kann oder nicht, das lässt sich nicht vorab sagen. Die Chancen sind aber meiner Meinung nach vorhanden, um Probleme zu verursachen. Ein sauberer Schnitt wäre hier einfacher, egal ob das jetzt beide kündigen sind oder einer bleibt weiter dein Mieter, aber dann eben ohne den Partner als Sicherheit.

    Und sollte so ein Fall nochmals bei dir vorkommen, dann solltest du dir am besten vorab dazu Gedanken machen, ob es nicht Sinnvoller wäre, nur mit dem solventeren einen Mietvertrag einzugehen. Dann hättest du jetzt nämlich nicht dieses Problem.
     
  20. #19 anitari, 15.04.2017
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    Noch besser, er kann sie auf Zustimmung zur gemeinsamen Kündigung des Vertrages verklagen. Dann ersetzt das Urteil ihre Unterschrift unter der Kündigung.

    Im E-Fall bei einem Richter.
     
  21. Duncan

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    Ich kann mich hier nur dem Vorgehen von Immodream anschließen, auch wenn ich in anderen Bereichen damit meine Bauchschmerzen habe. Aber ein solventer Mieter ist mir lieber als hundert insolvente. Masse schützt hier nicht. Der vermeidlich solventere Mieter wird wahrscheinlich auch nicht auf Dauer 2 Mieten stemmen können, für welche Whg. der die Zahlung einstellt kannst dir selbst ausrechnen.
    Also lieber klaren Schnitt, Kündigung des gesamten Mietverhältnisses, Solvenzprüfung beim bleibewilligen Part und nach dieser wird denn entschieden.
     
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