Trinkgeld - Eigenbeleg - Empfänger namentliche Nennung

Diskutiere Trinkgeld - Eigenbeleg - Empfänger namentliche Nennung im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Hallo liebe Leser, wie ist Eure Einschätzung: Ich will über meine gegebenen Trinkgelder an Handwerker (z. B. Verlegen Bodenbelag, Montage...

  1. #1 Schabulski, 12.04.2019
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    Hallo liebe Leser,
    wie ist Eure Einschätzung:
    Ich will über meine gegebenen Trinkgelder an Handwerker (z. B. Verlegen Bodenbelag, Montage Fliegengitter)
    für die Steuererklärung einen Eigenbeleg schreiben.
    Ist es zwingend notwendig, die Empfänger namentlich zu nennen oder reicht "Monteure der Fa. XY"?
    Sind 10 € Trinkgeld pro Arbeitsstunde zu großzügig (für die Anerkennung in der Steuererklärung)?
    Danke für Eure Meinung.
     
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  3. SaMaa

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    Ich bin kein Steuerberater und auch sonst nicht unbedingt bewandert in diesem Thema.
    Aber soviel ich weis, müssen Trinkgelder versteuert werden z.b. Frisör, Bedienung etc.
    Somit müsste ja im Gegenzug dein "Beschenkter" - eine ordnungsgemäße Abwicklung auf beiden Seiten vorausgesetzt - diesen Betrag in seiner Steuererklärung auch aufführen. Ob das widerum dann so gewollt wird, sei mal dahin gestellt.
    Bei Geschenken unter 35€ muss man - soviel ich weiss - namentlich den Beschenkten und auch den Grund an den Beschenkten nennen.
     
  4. Andres

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    Der 1. April ist vorbei. Wenn dir 10 € zu viel sind, dann gib dem Handwerker doch nur 5 € pro Stunde. Das ist eine größere Ersparnis als du von der Steuer zu erwarten hast und der Handwerker freut sich immer noch. :009sonst:


    Selbständige (das könnte der Frisör sein) müssen, Angestellte nicht, § 3 Nr. 51 EStG.
     
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  5. SaMaa

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  6. #5 Schabulski, 12.04.2019
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  7. #6 Schabulski, 12.04.2019
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    @SaaMaa: Danke - aus dieser Seite hatte ich das mit den Eigenbelegen - am besten ich rufe bei der Firma an und frage nach den Namen.
    @Andres: Danke für die Antwort - aber interpretieren kann ich sie nicht wirklich.
     
  8. #7 ehrenwertes Haus, 12.04.2019
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    Das ist Andres wohlformulierte Art, zu versuchen dir klar zu machen, dass du einer Schnapsidee nachjagst. Spätestens beim Nutzen-Zeitaufwand-Vergleich. Steueroptimierungspotential damit nicht der Rede wert.

    Mein Vater hätte, nicht ganz so höflich, gesagt:
    Du hast nen Furz im Hirn!
    Geh zwischen den Ohren lüften.


    Wenn du einen Spitzenplatz für die nächste äußerst akribische Steuerprüfung haben möchtest, die Chancen steigen je mehr "Schlupflöcher" du zur "Optimierung" nutzen willst. Auch Prüfer können 5 (in Grenzen) gerade sein lassen, wenn sie sich nicht übers Ohr gehauen vorkommen und ein "ganz Schlauer" vor ihnen sitzt.
     
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  9. #8 taxpert, 13.04.2019
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    Meine Meinung als Vermieter: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich, also wenn Du willst ....!

    Meine Meinunf als Finanzbeamter: Die Fragestellung an sich suggeriert mir, dass nicht gefragt wird "Wie kann man tatsächlich gezahlte Trinkgelder beim FA glaubhaft machen?", sondern "Was kann ich dem FA unterjubeln, ohne dass es misstrauisch wird?".

    Wk könnrn nur tatsächlich verausgabte Kosten sein, ein Eigenbeleg hat die gleiche Nachweiskraft wie ein leeres Blatt Papier!

    Einfach mal §160 AO lesen, dann hat sich die Frage erübrigt!

    Ein "festes" Trinkgeld je Arbeitsstunde dürfte eher ungewöhnlich sein, so dass man seitens des FA sicherlich in eine weitere Prüfung einsteigen wird. Dabei dürfte ein Eigenbeleg kaum ausreichen, so dass das FA sicherlich von seinem Recht nach §93 Abs.1 Satz 3 AO Gebrauch machen wird! Also nicht wundern, wenn die Bearbeitung der Erklärung mehrere Monate dauert!

    Man kann natürlich die Vermutung haben, dass das Ganze mit dem Unternehmer abgesprochen war und es sich daher nicht um ein Trinkgeld im Sinne §3 Nr.51 EStG handelt, sondern um Arbeitslohn von dritter Seite! Also ist das ein idealer Aufhänger, den/die Betrieb(e) zu einee Betriebsprüfung zu melden!

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  10. SaMaa

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    :danke dann war ich im ersten Post doch nicht soooo ganz auf dem "Holzweg"
    und man sieht mal wieder, dass das www eine "Schlangengrube" ist,
    das für jeden "DIE" Wahrheit bereit hält, die er gerade als richtig bzw passend empfindet
    ohne jeglichen Anspruch auf Richtigkeit :D
     
  11. #10 Schabulski, 13.04.2019
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    @taxpert, Danke für die Antwort und die Einschätzung.
    Hätte die Frage anders formulieren sollen. Jedenfalls kann ich ein gutes Gewissen haben, da mit niemandem was abgesprochen war und die Gelder tatsächlich geflossen sind .
     
  12. Pitty

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    Wenn man seinen Handwerker eine Falle zum Finanzamt stellen möchte, kann man gerne Trinkgelder angeben.

    Ich wäre nie auf die Idee gekommen das anzugeben. Sorry
     
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  13. SaMaa

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    Um Misverständnissen vor zu beugen:

    ich meinte mich selber im #9 und nicht den Threadsteller.
    Ich war erst der Meinung, nein das geht nicht bzw das ist nicht zielführend.
    und dann habe ich gegoogelt.......
     
  14. #13 taxpert, 14.04.2019
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    Dann sagen wir mal, dass Du die grundsätzlichen Probleme -inkl. §160 AO - umschifft hast. Wir wissen nicht, über welche Gesamtsumme wir reden, aber 10 € pro Stunde klingt auf‘s Jahr gerechnet eher nach viel als nach 2,50 €!

    Wk müssen -anders als BA- zunächst nur glaubhaft gemacht werden. Dabei trifft den Stpfl die Nachweislast, da es sich um steuermindernde Sachverhalte handelt.

    Macht der Stpfl Sachverhalte geltend, die stark vom normalen Lebenssachverhalt abweichen (also zum Beispiel erhebliche Trinkgeldzahlungen), so steigt der Anspruch an die Glaubhaftmachung in dem Maße, in dem der geltend gemacht Sachverhalt vom normalen Lebenssachverhalt abweicht. Dass heißt, es ist ein Nachweis ggf. sogar ein Beweis notwendig.

    Je nach Umfang deiner Trinkgelder kann es also sein, dass das FA nicht sämtliche Zahlungen anerkennt, denn ich gehe nicht davon aus, dass Du entsprechende Quittungen vorlegen kannst.

    taxpert
     
  15. #14 notwendiges Übel, 14.04.2019
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    Ich bin bestimmt nicht „kniepig“ , aber 10€/Std. an Trinkgeld kommt mir viel vor.
    Ich hatte in der letzten Woche auch Handwerker da. Dem, der den Löwenanteil der Arbeit geleistet hat und auch manches was nicht selbstverständlich war „mal eben“ mitgemacht hat, habe ich gern gegeben. Sein Kollege hat natürlich auch etwas bekommen. (Aber eben weniger) Auf die Idee das abzusetzen und Belege zu schreiben wäre ich nicht gekommen.....
    .....nach dem Motto „Kommt von Herzen“ ;-)
     
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  16. Duncan

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    ich verdiene ja nun seit einigen Jahren meine Brötchen im Handwerk. Von derartigen Sätzen hab ich noch nie gehört, noch nicht mal als Schätzung eines Finanzbeamten und die verschätzen sich grundsätzlich nicht zum Nachteil des Fiskus. Bei einem einzigem Kunden sind 20€ pro Mann und Tag schon eher fürstlich. Es gibt da wohl erhebliche regionale Unterschiede, aber eher üblich sind Spannen von 2-10€ pro Besuch, wenn es was gibt, was an den meisten Tagen nicht der Fall ist(!). Hier aber stark vom Gewerk und der Art des Kundenkontakts abhängig. Aber nur selten wird´s dreistellig per anno. Also durchaus Größenordnungen wo auch das FA nur müde abwinkt, da ist die Tinte teurer.
     
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  17. #16 notwendiges Übel, 14.04.2019
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    @Duncan, als ich ˋ81 meine Ausbildung begonnen habe, meinte meine Mutter-wenn ich das Trinkgeld, das ich während der Ausbildung bekommen würde, ansparen würde, bekäme ich ein Kaffeeservice zusammen......
    ....selbst wenn ich das Trinkgeld der insgesamt 12 Jahre (abzüglich Meisterschule ) Berufstätigkeit im Handwerk zusammen nehme, würde es etwas preiswertes von Ikea ;)

    5Jahre nach der Meisterprüfung bin ich aus dem Gewerk ausgestiegen.....da war das Thema „Trinkgeld“ eh durch......im kaufmännischen gibt’s eh kein Trinkgeld :003sonst:
     
  18. set

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    Hmm, ich weiß ja nicht in welchem Handwerk ihr arbeitet, aber im Winter an sehr guten Tagen mit viel Kundenkontakt kommen bei mir schon mal so 20- 30 Euro an Trinkgeld am Tag zusammen. Ich mache Kundendienst für Heizungsanlagen und wenn die Anlage nach relativ kurzer Zeit wieder läuft (was mir auch meist gelingt) ist die Freude beim Kunden recht groß und da gibt es dann auch mal ein höheres Trinkgeld. Ich schätze mal so 100,- bis 150,- Euro im Monat sind es im Monat immer.
     
  19. #18 notwendiges Übel, 14.04.2019
    notwendiges Übel

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    Meine Rede ;-) .....wenn der Kunde das zahlen würde-was es ihm in dem Moment, wo das Gerät ausfällt, wert wäre- wenn der Fernseher/Heizung/Herd oder gar Auto ausfällt.......
    .....der Handwerker würde jeden Akademiker lohnmäßig übertreffen :28:
     
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