Trittschalldämmung

Dieses Thema im Forum "Bautechnik" wurde erstellt von Taliesin, 20.07.2008.

  1. #1 Taliesin, 20.07.2008
    Taliesin

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    Hallo

    Hier die Vorgeschichte, wem's zuviel Blahblah ist, bitte erst nach der gestrichelten Linie weiterlesen ;-)

    Ich bewirtschafte seit einigen Jahren ein Haus mit Ladenlokal und 3 Wohneinheiten, von denen ich eine mit meiner Familie selbst bewohne.
    Zu dem Ladenlokal gehörte eine Werkstatt im hinteren Teil des Hauses.

    Über der Werkstatt liegt eine der vermieteten Wohnungen. Die Werkstatt wurde in den letzten 10 Jahren von einer Schneiderei als eben Werkstatt und später von einem Dienstleister als Büroraum genutzt.

    In der Zeit war die Wohnung darüber von einer alleinstehenden berufstätigen Frau bewohnt. Diese Frau hat dann vor 2 Jahren erst einen Partner (herzlichen Glückwunsch) und dann das dazugehörige, neugeborene Kind mit in die Wohnung genommen :Blumen

    Jetzt hat es sich so ergeben, dass die Werkstatt im Frühjahr 2007 als Hobbyraum mit Publikumsverkehr vermietet wurde. Seitdem mehrten sich dann die Beschwerden über Lärm in der Wohnung. Daraufhin haben wird dann in der Werkstatt eine Akustikdecke einbauen lassen und hofften auf Besserung.

    Die blieb natürlich aus. Zu der Werkstatt gehört ein Vorraum, welcher jetzt als Aufenthaltsraum genutzt wird. Dort treffen sich die Hobbyisten nach getaner Tat zu einem gemeinsamen Gläschen. Natürlich wird der Hobbyraum eher in den Abendstunden und am Wochenende genutzt. Dass das einer jungen Familie bzw später dann einer alleinerziehenden Mutter gegen den Strich geht, leuchtet wohl den meisten ein. Jedenfalls ist die Wohnung oben jetzt leer (die Zwischengeschichte erspar ich dem Leser ;-) )
    -------------------------------------------------------
    Laut dem Erbauer des Hauses ist in der Decke zwischen Werkstatt und Wohnung (Beton) keinerlei Dämmung. Zwischen dem Aufenthaltsraum unten und der Werkstatt befindet sich das Treppenhaus nach oben mit einer eingegossenen Betontreppe.
    Es wäre sicherlich sinnvoll, die Treppe mechanisch von den Wänden zu trennen, aber da sehe ich keine Möglichkeit.
    In der Werkstatt befindet sich besagte Akustikdecke. Ich möchte nun, da die Wohnung leer ist, dort eine Bodendämmung nachträglich einbringen, um die unten liegenden Räume akustisch abzukoppeln. Ich habe zwar schon eine ungefähre Vorstellung, wie ich das anstellen will, habe hier aber in einigen Beiträgen gelesen, dass einige Leute anscheinend gute Vorstellungen haben, wie man derartige Probleme sinnvoll angeht. (dies habe ich vor allen Dingen aus Beiträgen von lostcontrol herausgelesen)

    Könnt Ihr mir da ein paar Tipps geben?

    Vielen Dank für Resonanz

    Gruß
    Tali
     
  2. AdMan

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  3. Capo

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    Eine geeignete Trittschalldämmung unter Fliesen oder Laminat wird wohl kaum ausreichen, auch nicht, wenn man die Trittschalldämmung fachmännisch an der Wand hochführt.
    Die Treppe wird wohl ein Unruhepunkt bleiben. vielleicht hat ja jemand anderer noch eine Idee.
     
  4. #3 Taliesin, 20.07.2008
    Taliesin

    Taliesin Erfahrener Benutzer

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    Hallo

    tendenziell hätte ich mich für die nichtgeklebte Verlegung von Teppich entschieden, des Trittschalls wegen. Nachdem ich allerdings den Bodenbelag-thread gelesen habe, bin ich eher verunsichert.

    Auch wenn Laminat seit einigen Jahren DER Bringer zu sein scheint, empfinde ich das Geklappere beim Laufen als eher störend und vor allem auch dem Hausfrieden nicht zuträglich.

    Gruß
    Tali
     
  5. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Um den Teppich aber wirklich dämmend aufbringen zu können, sollte über einen schwimmenden Estrich nachgedacht werden. Das Problem ist, dass die Schallquelle die Treppe ist und nicht die Bodenauflage.
    Kleiner Exkurs in die Bauphysik:
    Trittschall ist nur eine Unterart des Schalls.
    Dämmung wird maximal durch Einbau einen maximal "dichten" Stoffes erreicht.
    Das soll heißen, je schwerer der Stoff, desto größer die Dämmwirkung von Schall.
    (Bei Temperatur ist es das Gegenteil).

    In deinem Fall ist Teppich zwar eine Option (wie auch dickes PVC), jedoch sollte der Unterbau bzw die Stahlbetondecke (die ja der Schallleiter ist) abgeschirmt werden und dafür reicht Teppich nicht.
     
  6. #5 lostcontrol, 21.07.2008
    lostcontrol

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    so leid's mir tut, da fällt mir auch nicht viel zu ein.
    bzw. das beste was mir dazu einfällt, wäre den zusatz-gewinn durch die vermietung der werkstatt an "hobbyisten" zugunsten einer guten vermietung der wohnung darüber aufzugeben. müsste man mal gegenrechnen.

    ich hab die "schallschutz-probleme" zwar bisher nur umgekehrt gehabt (d.h. die mieter darunter beschweren sich über die schritte auf z.b. laminat in der wohnung darüber), aber ich vermute stark dass es nicht nur der von unten hochdringende lärm sondern auch der lärm des "drumrum" ist.
    eine schneider-werkstatt (leises gewerbe, leise maschinen) mit maximal tagsüber kundenverkehr und über nacht totenstille) dürfte vom schall-faktor her dann doch deutlich leiser sein als 'ne hobby-werkstatt einer truppe leute die dann auch gerne noch am späteren abend ein bissserl feiert...

    mein bodenleger (ich plane grad neue böden für 'ne nach 18 jahren neu zu vermietende wohnung) sagt ja, dass es gerade das "schwimmende" verlegen von böden sei, das zu den schallproblemen führt. aber er bezog das auf den raum selbst und den raum darunter.

    sorry, aber ich hab keine erfahrung mit wohnungen über werkstätten - meine erfahrungen beschränken sich auf laden, büro und praxis.
     
  7. #6 Taliesin, 21.07.2008
    Taliesin

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    naja, meine Planung sah bis jetzt dahingehend aus, dass ich auf den jetzigen Boden Trockenstrich (die Verlegeplatten mit Mineralwolle oder Styropor drunter) lege und hatte gehofft, dass Ihr mir das Gleiche raten würdet.

    Die bis jetzt vorhanden Leichtbauwände sind alle raus, gerade wird die Elektrik komplett erneuert und dann sollte der Boden rein, danach dann noch mittels Leichtbau ein Abstellraum und aus der alten 3ZKNB eine 1ZKNBB machen

    irgendwann ...

    Gruß
    Tali
     
  8. #7 lostcontrol, 21.07.2008
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    ui, die abkürzungen kenn ich noch nich - was bedeutet den das N und das zweite B?

    aber abgesehen davon:
    rechnet sich das denn?
    ich hätte jetzt angenommen dass eine wohnungsvermietung mehr geld bringt als eine werkstattvermietung...
     
  9. #8 Taliesin, 21.07.2008
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    KN übersetze ich mit Kochnische :-)
    und BB mit BadBalkon :-)
    der Abstellraum wird doch nicht mit aufgeführt, oder?

    Es ist schon so, dass die Wohnung etwas mehr Miete gebracht hat als die Werkstatt. Ich bin aber recht froh, dass ich die Werkstatt unter die Leute gebracht habe, bisher war sie meist unser Abstellraum. Wohnungen loszuwerden war nie so sehr das Problem, zumal der neue Mieter jetzt vom Hobbyraum weiß, bevor er einzieht.

    Den Trockenestrich wollte ich einbrinegn, weil man ihn mir als DEN Bringer, was die Schalldämmung angeht angepriesen hat. Zumal mir mein Vater vom Fehlen jeglicher Dämmung im Boden erzählt hat, sind die Platten ein Zugeständnis an den Wohnungskomfort. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob ich die Abstellraumwände auf den Trockenestrisch stelle oder ich die Platten dort um die Wand herum lege, was ja wieder Schallübertragungen vom Boden in die Wand bringt.
    Da jetzt der "Vorflur" ersatzlos gestrichen wurde, wird auch eine neue Eingangstür fällig, da die alte einfach verglast war und man auch die Tür als Schallüberträger bezeichnet hat - also kommt da jetzt eine "vernünftige" Tür rein.

    Gruß
    Tali
     
  10. #9 lostcontrol, 21.07.2008
    lostcontrol

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    ist der abstellraum in der wohnung oder isser wo anders?

    was bitte ist ein "badbalkon"?
     
  11. #10 Taliesin, 21.07.2008
    Taliesin

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    der Abstellraum wird vom jetzigen Wohnzimmer abgezwackt, welches aber mit dem Schlafzimmer fusioniert

    die Wohnung wird haben
    1 Zimmer mit
    KochNische
    Bad und
    Balkon (irgendwann)

    Gruß
    Tali
     
  12. kummer

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    Mein Lieblingsthema, die Trittschalldämmung. :wink Das Problem hab ich auch mit den Mietern über mir. Als erstes - ohne "Grundsanierung" wird das nix. Und Grund meint auch Grund. Es gibt Industrie-Gummimatten (2-12cm Dicke), die nehmen so ziemlich alles vom Boden, was Trittschall abgibt. In normalen Räumen würden wohl ca. 4-6 cm reichen, aber billig (je nach dicke ca. 5-45€/m²) ist der Spass nicht und du mußt es flächig verlegen. Ginge das bei dir? Wenn nicht, lass es gleich bleiben. Weil das Zeug nur bis zum schwächsten Glied trägt und dann weiter lärmt. Also komplett, oder garnicht.
     
  13. #12 Taliesin, 22.07.2008
    Taliesin

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    Hallo

    hmmm Gummimatten....

    dann taugen die Trockenestrichplatten also nicht? die koppeln doch auch den Boden ab

    Gruß
    Tali
     
  14. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Es ist ein Unterschied, ob du den Schall vom Ausbereich der Wohnung abschotten willst (Treppe) oder den Trittschall aus der Wohnung. Ich denke nicht, dass die Werkstatt sich über Lärm aus der Wohnung beschwert...
    die gummimatte koppelt die Wohnung von der Stahlbetondecke ab und verhindert, dass sie den Trittschall in die darunterliegende Wohnung überträgt. Du brauchst jedoch eine Schalldämmung/ abkopplung der Treppe zur Wohnung. Demnach musst du die Decke + Wand zur Wohnung abkoppeln.
     
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