Trotz Wasseruhren wurde gwisser Wert geschätzt. Zulässig???

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von Charly15, 02.02.2011.

  1. #1 Charly15, 02.02.2011
    Charly15

    Charly15 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    wir haben unsere Nebenkostenabrechnung 2010 am 27.01.2011 bekommen. Dort sind wir über den Punkt "Abrechnung Wasser und Kanal" gestolpert.

    Die letzten Jahre haben wir unsere Nebenkostenabrechnung immer Ende März, Anfang April bekommen.

    Unser Vermieter hat die Wasseruhren (Warmwasser, Kaltwasser und Waschmaschine) abgelesen. Doch zusätzlich zum errechneten Verbrauch, hat er uns für Warmwasser 2 m³, für Kaltwasser 3 m³ und für die Waschmaschine 1 m³ bis 10.02.1011 draufgeschätzt.

    Darf er soetwas machen? Denn ich frage mich, wofür wir hier sonst Wasseruhren haben? Und vor allem, warum macht er das?

    Wir haben ihn leider noch nicht erreichen können. Das "Warum" werden wir auf jeden Fall noch erfragen.

    Kann mir hier einer sagen ob der Vermieter den Verbrauch bis zu einem gewissen Zeitpunkt im Vorraus schätzen darf, obwohl es Uhren gibt? :?

    Dank Euch allen im Vorraus.
    Gruß, Charly
     
  2. AdMan

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  3. Berny

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    Hallo Charly,
    ich halte das für nicht korrekt.
    Ist denn der 10.02.2011 ein besonderer Tag?
    Wie ist denn der Abrechnungszeitraun?
     
  4. Heizer

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    Ich vermute der Vermieter hat keine Ahnung von Betriebskostenabrechnung und verteilt auf diese Weise die Zählverluste.

    Normalerweise verteilt man keine m³ sondern €. Und da hat man die Versorgerrechnung.

    Die € teilt man einfach durch die abgelesenen m³ der Wohnungszähler und multipliziert den so errechneten m³/€ Anteil wieder mit dem jeweiligen Verbrauch. Ist eigentlich ganz einfach und mit jedem Taschenrechner hinzukriegen.

    Dein Vermieter macht es also komplizierter als nötig und provoziert dabei unnötige Verwirrung.

    Da es dabei zwangsläufig zu Rundungsdifferenzen kommt, ist so eine Abrechnung natürlich falsch. Ob Du aber zu viel oder zu wenig zahlst kann ich nicht sagen. Bei einer Korrektur könnte das auch zu Deinem ungunsten ausfallen.
     
  5. #4 Charly15, 04.02.2011
    Charly15

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    Hallo Heizer,

    vielen Dank für Deine Antwort.

    Mein Vermieter hat den tatsächlichen Verbrauch auch genauso ausgerechnet, wie Du es beschrieben hast.

    Zusätzlich hat er mir 6m³ draufgeschätzt, bis 10.02.2011 das macht 36,48 € die ich zusätzlich bezahlen soll, die ich aber ja noch gar nicht verbraucht habe.

    Das verstehe ich halt nicht. Er liest immer Ende Dezember alles ab, und die Nebenkostenabrechnung gab es Ende März, Anfang April.

    Gruß, Charly
     
  6. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo Charly,
    wie ist denn generell der Abrechnungszeitraum?
     
  7. #6 Charly15, 04.02.2011
    Charly15

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    Hallo Berny,

    auch Dir, danke für Deine Antwort.

    Also, Abrechnungszeitraum ist von Dezember 2009 bis Dezember 2010. Diese Abrechnung haben wir nun bekommen.

    Bloss wie gesagt: er hat eine Vorrausschätzung sich heraus genommen, wo er meint, ich würde bis 10.02.1011 6 m³ Wasser verbrauchen.
    (Vielleicht verbrauche ich bis dahin ja auch mehr, aber das ist ja völlig egal....)

    Fakt ist, wir haben Wasseruhren, um den genauen Verbrauch abzulesen. Da braucht man nichts schätzen.

    Und was wird das für ein Durcheinander, wenn seine Schätzung mit meinem Verbrauch nicht übereinstimmt. Das auseinander zu rechnen kann ja was werden.

    Für mich bleibt einfach nur das "wieso, weshalb, warum".

    Liebe Grüße,
    Charly
     
  8. Heizer

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    Ich denke da wirst Du drumrumkommen Deinen Vermieter selber zu fragen.
     
  9. Berny

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    Hi Charly, einen solchen Abrechnungszeitraum gibbet nicht. Lass' mich raten: 01.01.-31.12. oder 01.12.-30.11.?

    Bei BetrkAbr wird nicht geschätzt, sondern auf's Centchen genau abgerechnet.
     
  10. #9 Charly15, 05.02.2011
    Charly15

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    Ganz ehrlich ?

    So genau wissen wir gar nicht von wann bis wann er eigentlich abrechnet. Leider taucht das Ablesedatum nirgendwo auf der Abrechnung auf.

    Ich habe aber von anderen Mietern hier im Haus, die schon länger hier wohnen etwas ganz interessantes heraus bekommen.

    Nun erklärt sich wahrscheinlich auch, warum er eine Schätzung im Vorraus macht.
    Er braucht nämlich Geld.

    Er hat bei zwei Mietern hier im Haus um einen 3-Stelligen Geldbetrag angefragt, er meinte er könne die Palletlieferung nicht bezahlen.

    Ich weiß jetzt, dass er insolvent war vor ca. 7 Jahren und deshalb hier alles auf dem Namen seines Sohnes läuft. Unser Mietvertrag z.B. auch.

    Die "Hochrechnung" die er angestellt hat, dient einfach nur dazu, ein paar Euros hereinzubekommen. Denn wenn man mal genau überlegt, bezahle ich das Wasser ja dann zweimal.

    Einmal mit meinen monatlichen Abschlägen, und dann im Vorraus seine Hochrechnung.

    Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es keine gesetzliche Grundlage gibt, von mir Geld im Vorraus für etwas zu verlangen, was ich noch gar nicht verbraucht habe und ich ja sowieso bezahle.

    Wenn er ja mit seinen Mietern die Lage offen besprechen würde... Aber so, ohne etwas zu sagen? Nein.

    Allerdings frage ich mich, warum er die Pallets nicht bezahlen kann. Er muss doch nur mit dem Geld unserer Nebenkosten wirtschaften.

    Naja, aber um das zu eruieren, muss ich wohl mit ihm persönlich mal ein ernstes Wörtchen reden.

    Oh sorry, das ist ja ein richtiger Roman geworden. Aber vielen Dank an Euch trotzdem.

    Es grüsst Euch,
    Charly
     
  11. Berny

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    Hallo Charly15,

    Dein Ansprtechpartner ist Dein auf dem MV angegebener (und unterschiebener) Vermieter.
    Ich würde ihm vorschlagen, mal ein offenes Gespräch mit mir zu führen, andernfalls ich meine Betriebskostenvorauszahlungen halbieren würde, wenn keine Klärung herbeizuführen wäre.
     
  12. #11 Charly15, 05.02.2011
    Charly15

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    Hallo Berny,

    bist Du sicher, dass man die Zahlung der Nebenkosten halbieren kann bei "Nichtklärung"?
    Das habe ich noch nie gehört. Immer nur, dass man die Kaltmiete prozentual verringern kann bei Missständen.
    (Ich meine, klar, Du würdest es wohl sonst kaum schreiben).

    Aber was sagst Du denn zu diesem Vorgehen? Ich fühle mich irgendwie schlecht, da ich keinen Ärger haben will, aber auch die Bezahlung seines Schätzwertes nicht einsehe.

    Nun habe ich eben noch zusätzlich erfahren, dass meine Nachbarn schon länger verlangen, das Sparbuch der hinterlegten Mietkaution einzusehen.
    Doch bislang ohne Erfolg.
    Schon länger heisst seit ungefähr 3 Monaten. Ich brauchte bei Einzug keine Kaution zu zahlen.

    Oh man, wo das wohl noch hinführt.

    VG, Charly
     
  13. Berny

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    Hallo Charly,

    "bist Du sicher, dass man die Zahlung der Nebenkosten halbieren kann bei "Nichtklärung"?"
    Natürlich nicht, jedoch, wenn er uneinsichtig ist, würde ich einen groben Keil für den groben Klotz nehmen. Damit er es endlich kapiert.

    "Immer nur, dass man die Kaltmiete prozentual verringern kann bei Missständen."
    Nein, der Missstand ist ja nicht an der Mietsache, somit kann die Kaltmiete micht reduziert werden. Da der Mangel an der Abrechnung ist, würde ich hier deutlich (und e.F. schmerzhaft) eingreifen.

    "Aber was sagst Du denn zu diesem Vorgehen?"
    Siehe meine beiden Meinungen oben.

    "Nun habe ich eben noch zusätzlich erfahren, dass meine Nachbarn schon länger verlangen, das Sparbuch der hinterlegten Mietkaution einzusehen."
    Das Recht haben sie auch nicht, afaik. Wenn einer meiner Mieter Auskunft haben wollte, würde ich ihm antworten, dass sein Kautionssparkonto Nr. yxz bei abc derzeit einen Stand (ziehe das mit Excel mit) von soundsoviel Euronen hat.

    "Schon länger heisst seit ungefähr 3 Monaten. Ich brauchte bei Einzug keine Kaution zu zahlen."
    HIER dreht es sich ja nur um Dich...
     
  14. #13 Christian, 05.02.2011
    Christian

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    Hallo Charly,

    m.E. ist eher das Gegenteil der Fall.
    Der Vermieter kauft Brennstoff (Heizöl, Holzpellets, etc.) für mehrere 1000 Euro. Das Geld ist erst mal gebunden. Du (als Mieter) zahlst monatlich eine Betriebskosten-Vorauszahlung für das, was du vermutlich verbraucht hast. Wenn sich nach der Abrechnungsperiode herausstellt, daß du mehr als das, was der BK-Vorauszahlung entspricht, verbraucht hast, hat der Vermieter jeden Monat für dich Geld vorgestreckt. Zusätzlich kauft er ja nicht jeden Monat Heizöl, und streckt deswegen nochmal viel Geld vor.

    Na ja, aber verbrauchen wirst du die geschätzten 6 m² doch vermutlich, oder ist die Schätzung deiner Meinung nach weit daneben?
    Wenn natürlich nächstes Jahr wieder ab 1.1. abgerechnet wird, zahlst du doppelt, die nächste Abrechnung müsste also korrekterweise ab 11.02.2011 sein. Oder man verrechnet die Schätzung mit den tatsächlichen Werten, was m.E. aber absolut nicht nachvollziehbar sein wird.

    Grundsätzlich heißt es ja immer, daß Vermieter grundsätzlich im Geld schwimmen. So gesehen ist deine Einschätzung durchaus interessant :D
    Aber ob die 36,48 € den Schluss, daß der Vermieter Geld braucht, zulassen, bezweifle ich einfach mal.

    Vielleicht hat der Vermieter schlicht und ergreifend vergessen, den Zählerstand zum Jahreswechsel abzulesen. Vielleicht hat er sich auch verrechnet, oder der Rechenweg ist nciht ausführlich genug erläutert. Mein Tipp: Lade den Vermieter auf eine Tasse Kaffee ein und besprech' mit ihm die Abrechnung, deine Bedenken, Befürchtungen und Probleme. Damit ist allen eher geholfen als mit Nichtzahlung, Abzug etc.

    Dein Vermieter ist, wie schon gesagt, derjenige, der im Mietvertrag als Vermieter angegeben ist. Jeder andere hat genau so viele Rechte und Pflichten bezüglich des Mietverhältnisses wie der Briefträger oder der Pastor.

    Gruß,
    Christian
     
  15. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo Christian,
    ... also Betriebskostenabrechnung nach Gutsherrenart, was der VM :stupid da so verzapft...?
     
  16. #15 Christian, 06.02.2011
    Christian

    Christian Gesperrt

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    Hey Berny,

    ja, vielleicht. Vielleicht auch nicht. Vielleicht auch was ganz anderes. Das wird man hier aber m.E nicht ausreichend klären können. Daher der Tipp, mit dem zu reden, der es wissen sollte, nämlich dem Vermieter.

    Gruß,
    Christian
     
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