TV-Verstärker blockiert Nachbars Kabel-Internet - Wer haftet?

Dieses Thema im Forum "Ausstattung" wurde erstellt von brian, 17.10.2009.

  1. brian

    brian Neuer Benutzer

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    Hallo Leute,

    wir leben seit 15 Jahren im Erdgeschoss einer dreistöckigen Mehrfamilienwohnung.
    Vor etwa 10 Jahren haben wir zur TV-Versorgung unserer Nebenzimmer einen TV-Verstärker an unserer Fernsehdose installieren lassen. Selbstverständlich nach Absprache mit dem Vermieter. Gestern stellte sich nun heraus, dass dieser Verstärker den Internetzugang über "Kabel Deutschland" unseres kürzlich über uns eingezogenen Nachbarn verhindert, da offenbar ausgehende Signale blockiert werden. Technisch ist das Problem durch einen anderen Verstärker zu lösen, der diese ausgehenden Signale durchlässt. Uns stellt sich nun die Frage, wer rechtlich gesehen die Kosten für einen eventuellen Umtausch unseres TV-Verstärkers tragen muss.

    Ist dies
    -unser Nachbar?
    -die Mieter, also wir?
    -der Vermieter?
    -das Elektrikerunternehmen, das den Verstärker installierte?
    -Kabel Deutschland, also der Internetanbieter unseres Nachbarn?
    -oder jemand anderes?

    Danke und Gruß,

    Brian
     
  2. AdMan

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  3. #2 Michael_62, 17.10.2009
    Michael_62

    Michael_62 Erfahrener Benutzer

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    Niemand.

    Wenn Kabel Deutschland an der Stelle nicht anbieten kann, dann muss dein Nachbar einen anderen Provider nehmen, z.B. die Telekom, die das über eine andere Leitung macht.
     
  4. #3 Thomas76, 17.10.2009
    Thomas76

    Thomas76 Erfahrener Benutzer

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    Wie kommst du denn zu dieser gewagten Behauptung ? Nach der Beschreibung kann Kabel_Deutschland sehr wohl anbieten, nur durch den installierten Verstärker klappt das nicht mehr.

    @brian : so wie ich das sehe, handelt es sich ja für das gesamte Haus um einen zentralen Kabelanschluß, der dann in alle Wohnungen verzweigt, oder ?
    Dann würde ich mal behaupten, das ihr in der Pflicht seit etwas zu unternehmen, da der von euch eingebaute Verstärker offensichtlich die volle Funktionsfähigkiet des Kabelnetzes bei euch im Haus stört.Also einen anderen Verstärker nehmen, oder einen zweiten Kabelanschluß beantragen.Ersteres dürfte aber wohl kostengünstiger sein.
     
  5. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    evtl kann man den Berater, der zu diesem falschen Verstärker geraten angehen, aber der Vermieter hat damit definitv nix zu tun.
     
  6. #5 Thomas76, 17.10.2009
    Thomas76

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    Das wäre auch noch eine Möglichkeit.Hat der Elektriker die Störsicherheit zugesagt, müßte er natürlich haften.
    Ich vermute aber mal, das dies nicht angesprochen wurde, womit es wieder beim Mieter hängen dürfte.
     
  7. helaba

    helaba Erfahrener Benutzer

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    Ich würde mal sagen: Verursacherprinzip, also IHR tragt die Kosten selbst.

    Eine dritte Person (hier Elektriker) kann man wohl nicht haftbar machen, da vor 10 Jahren meiner Erinnerung nach so ein Internetzugang noch gar nicht technisch möglich war. Damals hat man in der Regel noch mit dem Modem gesurft. DSL stand erst am Anfang.
     
  8. #7 Thomas76, 17.10.2009
    Thomas76

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    Stimmt.Ich hatte das "vor 10 Jahren" überlesen ;)
     
  9. #8 Michael_62, 17.10.2009
    Michael_62

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    :winkNach all den Beiträgen stehen wir wieder da, wo mein Beitrag war.

    Kabel Deutschland kann DSL in der dort herrschenden Infrastruktur ohne Umbauten nicht anbieten.

    Also: Anderer Anbieter, andere Technologie. :wink
     
  10. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    @Thomas
    habe das "vor 10 Jahren" auch überlesen, aber den Verkaufsberater gemeint. Nicht den Elektriker. "Ich empfehle ihnen diesen Verstärker, der hat die wenigsten Nebenwirkungen"
    Aber nach 10 Jahren sollte auch das hinfällig sein.
     
  11. #10 Thomas76, 17.10.2009
    Thomas76

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    Ja, zumal, wie auch helaba bereist schrieb, vor zehn Jahren noch keiner wissen konnte, das es irgendwann mal DSL über Kabelfernsehen geben wird.

    Hm.Würde nicht der Verstärker als Störquelle existieren, würde sowohl Anbieter als auch Technologie funktionieren.

    Man könnte höchsten darüber streiten, das seit zehn Jahren über die Verkabelung Fernsehen gesehen wird und nun ein Nachbar darüber eine andere Technologie laufen lassen will, und das ja dann sein Problem ist, wenn das nicht geht.Die verkabelung war schließlich immer nur für's Fernsehen gedacht, warum sollen andere ihrer Fernsehverkabelung umbauen, nur weil jemand da DSL drüber laufen lassen will ?

    Allerdings würde das wiederum bedeuten, das der Zeitpunkt ein Rolle spielt, und das kann's bei Störungen ja nicht sein.Hätte nämlich der Nachbar schon seit Jahren DSL über's Kabelfernsehen laufen, und man würde jetzt den Verstärker einbauen, der das DSL stört, würde ja auch jeder behaupten, derjenige, der den Verstärker einbauen lies hat die Störung verursacht und muß das Rückgängig machen.

    Aber wer zuerst kommt, malt zuerst kann in so einem Fall ja eigentlich auch nicht die Maxime sein.

    ich bin mir da selbst nicht mehr so sicher ;)
     
  12. #11 Christian, 17.10.2009
    Christian

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    Hallo,

    was würde denn ein entsprechender Verstärker kosten?
    Was bringt der vorhandene Verstärker an Geld rein, wenn man ihn bei ebay vertickt?
    Was kostet eine Kiste Bier?

    Vielleicht kann man ja einen Deal mit dem Nachbarn machen, daß ihr den Verstärker austauscht, und er im Frühjahr (wenns mal wieder wärmer ist) das Fleisch auf dem Grill sponsort? Oder die Kiste Bier? Wenn ihr den Vermieter auch einladet, beteiligt der sich vielleicht auch?

    Redet miteinander, versucht euch, in die jeweils anderen hineinzuversetzen - irgendwie haben alle ja ein bisschen Recht (finde ich jedenfalls) - wenn jeder ein bisschen nachgibt, müsste man sich doch irgendwie einigen können? :bier
     
  13. #12 Thomas76, 17.10.2009
    Thomas76

    Thomas76 Erfahrener Benutzer

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    Der Ansatz von Christian scheint mir auch der einfachste, zumal so ein TV-Verstärker ja nicht die Welt kosten wird.
     
  14. brian

    brian Neuer Benutzer

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    Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten!

    Thomas76 hat da einen wichtigen Gedanken erwähnt: Vor zehn Jahren hat eben noch keiner daran gedacht, dass irgendwann mal ein Gerät das Antennenkabel auch zum Senden benutzen möchte. Insofern sehen wir uns da unbescholten und quasi "Kosten aus dem Nichts" entgegen.

    Aber uns ist natürlich auch an einer unbelasteten Nachbarschaft gelegen. Und ihr habt recht: Ein entsprechender Verstärker kostet mit ca. 60 Euro nicht die Welt. Dazu kommen allerdings noch Kosten für die Installation, da der derzeitige Verstärker direkt in die Buchse verkabelt wurde (was wohl auch der Auslöser der ganzen Problematik ist). Und selber an der Buchse rumzufummeln ist mir ehrlich gesagt zu riskant.

    Eine Überlegung wäre vielleicht noch die Anschaffung eines neuen Verstärkers nach dem Christian'schen Ansatz und die Installation durch die Techniker von Kabel Deutschland, die ja schließlich an der Gewinnung des Kunden interessiert sein dürften.

    Was meint ihr?

    Brian
     
  15. trend

    trend Benutzer

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    Was sagt denn Kabel Deutschland zu dem ganzen? Als ich damals DSL über Kabel bestellt habe, wurde auf Kosten von Ish ein komplett neuer Verstärkerkasten im Keller installiert.
    Einfach mal nachfragen, die haben ja Interesse an neuen Kunden...........
     
  16. #15 Christian, 18.10.2009
    Christian

    Christian Gesperrt

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    Ganz ehrlich?
    Wenn dein Nachbar, der Vermieter oder der Kabelanbieter "Nein" sagen, können hier beliebig viele Leute "Ja" sagen, ohne daß das von Relevanz ist.

    Rede mit deinem Nachbarn, dem Vermieter und dem Kabelanbieter - und nicht mit uns! Wir können das hier nicht entscheiden.

    Vielleicht ist es ja auch im Interesse des Vermieters, daß an seinem Eigentum (der Buchse) jemand qualifiziertes herumbastelt, so daß er sich vielleicht an den Elektrikerkosten beteiligt?
     
  17. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Rein technisch gesehen halte ich den Verstärker, der fremde Signale blockiert, auch für 1999 nicht mehr auf dem Stand der Technik.

    Zu der Zeit kab es bereits Internet über Kabelfernsehen oder war zumindest im Aufbau. Das ging glaube ich so um 1995 los.

    Ich denke hier wurde damals an der falschen Stelle gespart und ein einfaches Gerät verwendet, welches für den vorgesehenen Zweck ungeeignet ist.

    Für eventuelle Störungen anderer ist natürlich der Betreiber haftbar und muss im Fall des Falles für Abhilfe sorgen. Also der Mieter in dem Fall.
     
  18. garuda

    garuda Neuer Benutzer

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    Da es aber keine Umrüstforderung gibt, so sehe ich hier den Bestandschutz (auch wenn dieser Begriff in diesem Bereich nicht verwendet wird) gegeben.

    Was mich nur wundert: weshalb gehen die Signale aus Eurem Verstärker zum Nachbarn?
     
  19. #18 Thomas76, 21.12.2009
    Thomas76

    Thomas76 Erfahrener Benutzer

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    Je nach Art der Verkabelung kann das durchaus vorkommen.Gerade bei älteren Verkabelungen ist es oftmals so, das quasi ein Kabel durch das ganze Haus, also von Anschlussdose zu Anschlussdose läuft.Wenn dann da irgendwo irgendwas stört, kann sich das u.U. auf alles andere auswirken.
     
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