Über Zähleinheiten Rückschluss auf Verbrauch möglich?

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von patricia0815, 03.02.2015.

  1. #1 patricia0815, 03.02.2015
    patricia0815

    patricia0815 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    Ich habe eine Frage zu den Heiz- bzw. Warmwasserkosten und den zugehörigen Verbrauchswerten. Kann man über die angezeigten Werte bzw. den am Stichtag aufgenommen Werten/Zähleinheiten Rückschluss auf den Verbrauch nehmen bzw. einen Vergleich zum Vorjahr ziehen? Mein Verständnis:

    1. Warmwasser:
    Hier ist bei mir eine entsprechen Wasseruhr verbaut.
    Hier bin ich der Meinung das man anhand der Zählwerte rückschliessen kann auf den Verbrauch. Das Verhalten hier ist linear,d.h. mehr Verbrauch bedeutet mehr Zähleinheiten.

    2. Heizkosten:
    Diese werden über einem Wärmemengenzähler erfasst. Wie verhält es sich hier mit den abgelesen Zähleinheiten und dem Verbrauch? Gilt hier die gleiche Logik wie der Erfassung der Messwerte durch eine Wasseruhr?

    Lg
    Patricia
     
  2. AdMan

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  3. #2 Tobias F, 03.02.2015
    Tobias F

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    GENAU. Denn die Wasseruhr misst den Wasserverbrauch in m³.
    D.h. je mehr Wasser durchgelaufen ist (weil es eben verbraucht wurde), und dabei natürlich gezählt wurde, umsomehr wurde verbraucht. Also ich finde das irgendwie logisch, oder?


    Auch hier gilt - größerer Differenzbetrag (Jahresanfang - Jahresdende) als im Vorjahr = mehr Verbrauch.

    Daraus kann man vermuten, auch grob abschätzen, wie sich die Hiezkosten verändern werden. Aber eben auch nur sehr grob. Denn zum einen gibt es (bei Heizung und Warmwasser) IMMER Grundkosten die verbrauchsunabhängig sind, und zum anderen ändern sich ja evtl. die Brennstoffkosten (wenn man bedenkt wie günstig z.B. Heizöl im Moment ist).
     
  4. #3 patricia0815, 03.02.2015
    patricia0815

    patricia0815 Neuer Benutzer

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    Ok... Passt schon in meine Vorstellung.
    Nochmal zum wärmemengenzähler:
    Das verhalten hier ist also auch als linear anzusehen (je mehr Verbrauch desto mehr zähleinheiten)? Es ist also nicht wie beim Heizkostenverteiler, bei dem die Zähleinheiten keinen Rückschuss auf den tatsächlichen Verbrauch ermöglichen, sondern lediglich die Verbrauchsanteile am Gesamtverbrauch ermöglichen.

    Wenn nun die Zähleinheiten am Wärmemengenzähler
    Trotz erhöhten Heizölverbrauchs (im Vergleich zum Vorjahr) sinken, liegt ein Problem bei den Amaturen vor?


    Lg
    Patricia
     
  5. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Nicht unbedingt. Bei Heizöl wäre ich immer vorsichtig bzgl. der Verbrauchsermittlung, da hierbei oftmals fehlerhaft berechnet wird, wie Erfahrungen im Mieter- und Vermieterforum zeigen.
     
  6. #5 Tobias F, 03.02.2015
    Tobias F

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    Wie sonst sollte es sein?


    Natürlich zählt der verbrauchte "Wärmeeinheiten", nicht anders als ein Wärmemengenzähler. Was soll er sonst zählen? Die Summe aller Verbrauchseinheiten wird dann zur Kostenberechnung herangezogen.


    Ein klares JEIN !
    Es kann viele Gründe geben wieso der Verbrauch gestiegen ist, z.B. gestiegener Warmwasserverbrauch.
    Oder die Nachbarn haben geheizt wie die Weltmeister, oder im Winter stand das Fenster im Heizraum offen und die rohre sind nicht isoliert, oder die Leitung zwischen Tank (vielleicht im Garten vergraben) und Brenner ist undicht und Öl versickert im Boden, oder die Heizung läuft grottenschlecht, oder .......


    Aber wovon reden wir überhaupt?
     
  7. Andres

    Andres
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    Nicht zwingend. Es könnte auch ein Defekt an der Heizung voliegen, der den Wirkungsgrad deutlich verschlechtert. Wenn man den Warmwasserverbrauch nur nach Volumen betrachtet, gibt es noch die Möglichkeit, dass die durchschnittliche Kaltwassertemperatur gesunken ist. Dann wird mehr Energie benötigt, um das gleiche Volumen auf die gleiche Temperatur zu erhitzen.
     
  8. #7 PHinske, 04.02.2015
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    Ich kann jetzt nur etwas zu den Heizkosten sagen:

    Wenn man in einer Abrechnungsperiode mehr Einheiten auf dem Wärmezähler hat, heißt das nicht automatisch, dass auch die Heizkosten für die betrachtete Wohnung höher liegen als im Vorjahr.

    Beeinflussende Faktoren sind vor allem die Gesamtheizkosten für das ganze Haus sowie der eigene Anteil der verbrauchten Einheiten an der Summe der Einheiten für das ganze Haus.

    Angenommen, die Gesamtheizkosten wären in 2 Jahren gleich, könnten die Heizkosten für die betrachtete Wohnung trotzdem niedriger sein, wenn zB alle anderen Wohnungen in der Summe mehr Einheiten haben als im Vorjahr.

    Aus jeder Heizkostenabrechnung kann man sehen, wie teuer 1 Einheit in dem betreffenden Jahr geworden ist.

    MfG PHinske
     
  9. #8 patricia0815, 10.02.2015
    patricia0815

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    Hmm, so richtig ist es mir noch nicht klar. Ich war bisher immer der Auffassung das beim wärmemengenzähler die gleiche Logik wie beim volumenzähler gilt. Je mehr Verbrauch desto mehr Einheiten. Klar, wenn die Isolierung schlecht ist, benötige ich mehr Energie um die entsprechende temperaturdifferenz zu erzielen. Aber das würde aus meiner Sicht automatisch einen erhöhten Verbrauch und damit mehr Zähleinheiten bedeuten.
     
  10. Andres

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    Das liegt daran, dass du die Begriffe "erfasster Verbrauch", "Verbrauch" (also gesamter ...) und Kosten munter durcheinanderwirfst.


    So ist es auch, jedenfalls soweit es den erfassten Verbrauch betrifft. Es gibt aber auch nicht erfassten Verbrauch, z.B. die Leitungsverluste vor dem Zähler. Verbrauch (egal ob erfasst oder nicht) und Kosten sind auch nicht zwingend proportional, u.a. weil sich der Wirkungsgrad der Heizanlage im Betrieb ändern kann.
     
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