Übergabe von Belegen und Kto.-Auszügen bei Verwalterwechsel

Dieses Thema im Forum "Eigentümerversammlung" wurde erstellt von Schneeflocken, 01.04.2015.

  1. #1 Schneeflocken, 01.04.2015
    Schneeflocken

    Schneeflocken Gast

    Hallo, ich habe eine Frage unter Fachleuten. Welche Belege und Kto. -Auszüge müssen an den neuen Verwalter übergeben werden, wenn Stichtag 31.12. ist. Für die Abrechnung zuvor ist klar. Nun stellt sich die Frage wie weit zurück? Eigentlich beträgt doch die Aufbewahrungspflicht für Belege 2 Jahre außer die Gewährleistung beträgt mehr. Die Gemeinschaft hat keine Herausgabe vorerst beschlossen, der neue Verwalter besteht aber darauf bzw. möchte die Gemeinschaft dazu animieren. Die WEG zählt vor dem Gesetz als Privatperson, also müsste die Aufbewahrungspflicht sich danach richten? Vor allem sind alle vorherigen Belege, JA, WP , Kto.- Auszüge vorhanden und wurden vor jeder ETW- Versammlung eingesehen und geprüft. Bis einschließlich 31.12.2013 liegt auch die Entlastung vor. 2014 liegt nun bei dem neuen Verwalter, da auch er die Abrechnung machen muss. Der neue Verwalter denkt aber er muss alles vor 2014 prüfen, da er mit der Abrechnung für 2014 in Haftung ist. Was genau ist zu tun. Habe schon mehrere Objekte übergeben, da gab es keine Nachfrage nach Unterlagen aus den letzten 10 Jahren. Bei mir kommt allerdings hinzu, dass ich dem neuen Verwalter meine kompletten Verwaltungsobjekte überlassen habe da ich mein Gewerbe aufgegeben habe. Kann mir bitte jemand helfen, stehe kurz vor einem Nervenzusammenbruch, da ich alles ab 2005 raus suchen müsste. Bitte bitte
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Sämtliche Verwaltungsunterlagen sind Eigentum der Gemeinschaft. Endet die Bestellung und wechselt der Verwalter sind daher sämtliche vorhandenen Unterlagen an die Gemeinschaft (und damit an den neuen Verwalter) herauszugeben. Wenn Unterlagen von vor dem Krieg noch vorhanden sind, sind auch diese Unterlagen herauszugeben.


    Die Aufbewahrungspflicht für Rechnungen beträgt für Privatleute 2 Jahre. Die Beschluss-Sammlung ist unbefristet aufzubewahren. Weitergehende, gesetzliche Aufbewahrungspflichten gibt es im Fall einer WEG und ihrer Verwaltung nicht.

    Das ist aber völlig irrelevant. Erstens bewahrt jeder, der einigermaßen klar bei Verstand ist, sämtliche Unterlagen deutlich länger auf. Zweitens sind auch Unterlagen, die man "eigentlich" nicht mehr bräuchte, trotzdem herauszugeben - du darfst dieses Zeug nicht einfach unterschlagen.


    Unter solchen Umständen würde ich als neuer Verwalter oder als Eigentümer noch mehr als sonst die Herausgabe aller noch vorhandenen Unterlagen fordern. Wundert dich das ernsthaft?


    Du nimmst ein paar Umzugskartons und legst alle Ordner im Regal, auf deren Rücken "Gemeinschaft Musterstraße 42, Glückstadt" steht rein. Anschließend passiert das gleiche nochmal auf deinem Computer - statt dem Umzugskarton hier mit einer CD oder DVD. Die gesammelten Werke gehen dann an den neuen Verwalter. Ganz ohne Nervenzusammenbruch.

    Wo ist das Problem? (Und ich ahne natürlich, was die Antwort ist.)
     
  4. #3 Schneeflocken, 02.04.2015
    Schneeflocken

    Schneeflocken Gast

    Also, sämtliche Beschlusssammlungen sind raus. Alle Verträge (auch alte), Schriftwechsel, Bauunterlagen u.s.w. ebenfalls. Es geht nur um Belege und Kontoauszüge. Kontoauszüge sind ebenfalls alle vorhanden bis 2005 und Belege nur bis 2012. Geordnet ist auch alles. Habe auch gehört, dass die Herausgabe der alten Unterlagen über Beschluss gehen sollte, auch zu meiner Absicherung. Da es mit dem neuen Verwalter aus persönlichen Gründen Probleme mit mir gibt, möchte ich mich einfach nur absichern. Kann ja nicht überprüfen ob er es richtig macht und mir irgend etwas anhängen will. Habe meine Aufgaben stets ordentlich gemacht und habe nur in der letzten Zeit 2014 schwer zu tun gehabt aus gesundheitlichen Gründen, deshalb auch die Gewerbeaufgabe.
     
  5. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Dann lässt Du Dir eine schriftliche Aufstellung der übergebenen Ordner und Dateien auf einem Übergabeprotokoll quittieren und gut ist es.
     
  6. #5 Martens, 02.04.2015
    Martens

    Martens
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    Wie schon geschrieben wurde, es ist alles herauszugeben, was vorhanden ist.

    Dann sollte man bei absehbaren oder befürchteten Problemen alles so gut es geht dokumentieren (Fotos machen), was man herausgegeben hat und sich die Übergabe schriftlich bestätigen zu lassen.

    Forderungen gegen den Verwalter sind nach drei Jahren verjährt, mit dem ganzen Altzeuchs ist nichts weiter zu bewegen.
    Ich weiß aus diversen Übernahmen, wie schwierig es ist, dem schlampigen Vorverwalter zivilrechtlich erfolgreich an die Karre zu fahren, nennt sich Regreß :)
    Das ist für einen scheidenden Verwalter wiederum beruhigend...

    Christian Martens
     
  7. #6 schneeflocken, 02.04.2015
    schneeflocken

    schneeflocken Gast

    Ich danke vielmals, werde das so machen vor allem mit den Fotos. Angst oder Vorwürfe wegen Regress muss ich mir keine machen, da es nichts gibt. Mir ging es nur um die rechtliche Lage auch zur eigenen Sicherheit.
    Danke nochmal.
     
  8. #7 Martens, 02.04.2015
    Martens

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    rechtlich ist ja nun geklärt und zu Deiner Sicherheit: außer Schadensersatzansprüchen kann Dir doch nichts passieren und die sind, wie schon gesagt, recht schwierig durchzusetzen, sofern es überhaupt einen Ansatzpunkt in Deiner Arbeit gegeben haben sollte.

    allet jute,
    Christian Martens
     
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