überteuerte Sanierung, preisgünstige Anbieter ignoriert

Diskutiere überteuerte Sanierung, preisgünstige Anbieter ignoriert im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Habe zwei vergleichbare Objekte (auch in Bezug auf Etagenanzahl und Größe der Wohnanlage) gleichen Baujahres in einer Stadt (verschiedene...

  1. #1 Wetterfrosch, 23.05.2017
    Wetterfrosch

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    Habe zwei vergleichbare Objekte (auch in Bezug auf Etagenanzahl und Größe der Wohnanlage) gleichen Baujahres in einer Stadt (verschiedene Eigentümergemeinschaften). Eines wurde kürzlich zur vollsten Zufriedenheit saniert und den Eigentümern vor Abstimmung Kopien der Angebote ausgehändigt. Kurz darauf soll nun auch das zweite Objekt saniert werden.
    Seltsamerweise lagen die veranschlagten Kosten dort 2,5x so hoch. Ich teilte also der Hausverwaltung meine Bedenken bezüglich des veranschlagten Preises und die Adressen der drei preiswertesten Firmen mit und bat, auch von diesen Angebote einzuholen. Ich erhielt sogar eine Bestätigung per Mail über den Eingang.
    Nun liegen die Angebote vor (wurden von einem beauftragten Ingenieurbüro eingeholt) und darüber soll bei der nächsten ETV abgestimmt werden. Die Angebote sind weiterhin 2,5 so teuer wie die der von mir beigebrachten Firmen, jedoch wurde keine der drei Firmen berücksichtigt. Auf Nachfrage erfuhr ich, daß keiner dieser Firmen eine Anfrage vorlag. Nun gibt das Ingenieurbüro keine Auskunft, warum die Angebote nicht eingeholt wurden und warum es 2,5 so teuer ist. Auch seitens der Hausverwaltung gibt es keine Auskunft, weil sich die verantwortliche Person wie jedes Jahr nach Versand der Informationen zur ETV bis zur ETV im Urlaub befindet und alle anderen Mitarbeiter nichts dazu sagen können.
    Die zwei bekannten Mitglieder des Verwaltungsbeirates sind ebenfalls nicht erreichbar - was könnte man jetzt noch tun?
     
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  3. #2 immobiliensammler, 23.05.2017
    immobiliensammler

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    Wenn Dir die anderen Angebote vorliegen aufgrund dieser Positionen selbst ein Angebot einholen und in der ETV vorlegen!
     
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  4. #3 Papabär, 23.05.2017
    Papabär

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    Grünau. Und die Kommunikation mit dem Verwalter vlt. auch mal schriftlich machen. Also so richtig altmodisch mit Farbe auf Papier ...
     
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  5. #4 Madslamarer, 24.05.2017
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    Mit Schriftverkehr hat alles Hand und Fuß. Im schlimmsten Fall eben das Schreiben von einem Anwalt aufsetzen lassen. Das hinterlässt immer einen gewissen Eindruck.
     
  6. #5 Wetterfrosch, 25.05.2017
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    Vielen Dank für die Antworten, aber kann es beim Selbsteinholen von Angeboten nicht Probleme geben? Man hat zwar eine Auflistung der einzelnen Arbeiten, aber dazu gehören doch auch Rahmenbedingungen zu denen die erstellt werden. z.B. sind nicht alle Arbeiten klar, manches ist erst ersichtlich, wenn die Arbeiten ausgeführt werden und wird dann nach Aufwand abgerechnet. Macht man sich dann nicht haftbar, wenn es zu Differenzen kommt bzw. können die Angebote dan nicht aus diesem Grund abgelehnt werden?
    Aber zum Glück hat mein Hinweis den Verwaltungsbeirat einzuschalten, Wirkung gezeigt. Ich habe nun eine schriftliche Bestätigung des eingeschalteten Ing.-Büros, daß alle von mir genannten Firmen zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert wurden.. Allerdings haben die jetzt nur 10 Tage Zeit, müssen dazu sicherlich das Objekt ausgiebig zu besichtigen, fragt sich, ob die das in der Zeit noch schaffen, denn viele sind zur Zeit ausgelastet. Aber viel mehr Zeit bleibt nicht bis zur ETV.
    Aber so wie ich es aus der Formulierung des Tagesordnungspunktes verstanden habe, wird ja nur darüber abgestimmt, daß die Sanierung erfolgt, das Geld aus der IR genommen wird und der preiswerteste Anbieter genommen wird. Welcher, ist dann ja weiterhin noch offen.
    Die andere Frage ist, ob wirklich alle Arbeiten und die Einschaltung eines teuren Ing.-Büros zur Überwachung erforderlich sind. Nach 20 Jahren ist das Streichen sicherlich zum Schutz des Putzes angebracht, auch kleiner Putzausbesserungen und Reparaturen im Sockelbereich sowie Abdichtung von Fugen. Aber was an Titanzinkblechen im Dachbereich, Dachrinne und Fahlrohren so schnell verschleißen kann, konnte ich bei der Besichtung vom Boden aus nicht mit Sicherheit beurteilen, da wird man sich wohl auf die Angaben des Verwalters verlassen müssen. Es soll ja auch "schwarze Schafe" geben, die schanzen Firmen unnötige Aufträge zu...
     
  7. Duncan

    Duncan
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    wohl mal auf das Dach gucken müssen.
    Die üblichen Brandwandabdeckungen und Anschlüsse reißen gerne mal an den Lötnähten auf, da kann dann Wasser eindringen. Diese werden heute gerne mit einer Dichtbahn verklebt und dann zum Kraftschluss vernietet, früher und in vielen Lagen auch heute noch wurde gelötet. Die Abdichtung wird in der Regel auf bituminöser oder auf Flüssigkunststoffbasis, ggf. faserarmiert, ausgeführt. Entsprechende Abdichtungen der Rinnen ebenso, in den Rinnen findet man gerne auch mal Einschüsse von Luftgewehren/pistolen, Silvesterkram und Lochfraß, gerne mal von Cent-Münzen verursacht, aber auch von den sich sammelnden Sedimenten von Stadtstaub. Diese Sedimente sind eine Ansammlung so ziemlich aller Giftstoffe die in die Stadtluft abgegeben werden, in einigen Regionen ist das Zeug echt aggressiv.
    Wenn du einen nicht entlohnten Dachdecker dabei siehst wie er mit dem Spruch: nimm meine letzten Cents/Pfennige auch noch eine Handvoll Münzen aufs Dach wirft, sei dir sicher er weiß was er da tut. Fallrohre werden gerne mal eingedrückt, oder im Rückstau bei Frostgeschehen von innen anstauendem Eis gesprengt. Die Längsnaht dreht man üblicherweise zum Haus hin, sieht man oft nicht, dass die auf ist wenn man nicht gezielt danach Ausschau hält. Insgesamt ist ein Fernglas für einen ersten Überblick vom Boden aus unerlässlich.

    Alles in allem: Mal genauer ansehen und ggf. erläutern lassen.
     
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  8. #7 Chris_W, 25.05.2017
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    Hallo Wetterfrosch,

    sind das denn auch vergleichbare Arbeiten die hier ausgeführt werden sollen oder gibt es beim zweiten Objekt mehr oder andere Arbeiten, die dann eben auch zu höheren Kosten führen?

    Wenn das vorab anscheinend nicht ersichtlich ist, wird dir hier auch keine andere Firma vorab eine sichere Auskunft zu den tatsächlichen Kosten geben können. Und wenn die Firma xy erstmal den Auftrag hat und mit den Arbeiten anfängt, glaube ich nicht, das die Hausverhaltung sich dann um neue Angebote für diesen einzelnen Punkt bemühen wird. Interessanter dürfte hier schon sind, ob die Punkte die absehbar sind, ob die preislich in Ordnung wären?

    Die Frage ist sicherlich berechtigt, aber bei größeren Bauvorhaben und bei einer Eigentümergemeinschaft geht es auch um beurteilen und absichern.
     
  9. #8 Papabär, 26.05.2017
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    Die Notwendigkeit des Ing.-Büros ergibt sich ja bereits aus der Sorge um derzeit nicht erkennbare Mängel. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder man erkennt die (zum Beispiel) morschen Sparren nicht als solche und befestigt die Lattung eben mit (beispielsweise) Kabelbindern - sieht ja hinterher eh kein Mensch ... oder man erneuert die entsprechenden Bauteile dann eben von Grundauf mit - was aber den Rahmen des ursprünglichen Angebotes höchstvermutlich sprengen würde. Also das altbekannte Problem von wegen Pest oder Cholera.

    Das Ingenieurbüro kann da zwar auch nicht viel gegen machen, aber als vom Bauherren (also der WEG) beauftragt, werden die solche Vorkommnisse unter die Lupe nehmen und prüfen ob es wirklich einen zwingenden Bedarf gibt oder eine Baufirma sich da schlicht ihren Auftrag ein wenig erweitern will.
     
  10. #9 RalfMayer, 25.06.2017
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    Ja das mit dem erweiterten Bauauftrag muss man immer gut prüfen, da ist man schnell mal in einer Erweiterung drinnen.
     
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überteuerte Sanierung, preisgünstige Anbieter ignoriert

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