Umlage mehrere Energiequellen

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von Mieter1962, 20.01.2012.

  1. #1 Mieter1962, 20.01.2012
    Mieter1962

    Mieter1962 Erfahrener Benutzer

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    Hallo zusammen,

    durch das Lesen von einigen alten Beiträgen hat sich mir eine Frage eröffnet, über die ich nun eine Weile gegrübelt habe. Vielleicht könnte ihr mir Licht ins Dunkle bringen.

    Nehmen wir mal an, in einem Haus gibt es unterschiedliche Energiequellen für Heizung und Wasser - z.B. Gas und Strom oder Öl und Holz etc.
    Aber nicht das eine für Heizung und das andere für Wasser, sondern gemischt. Und man könnte nicht genau nach Heizung und Warmwasser trennen, weil beides zu unterschiedlichen Teilen für beides genutzt wird.

    Also damit ihr versteht wie ich das meine eine kleine Erklärung:
    Z.B. wird Wasser und Heizung mit Öl betrieben, aber man kann noch zusätzlich mit Holz heizen. Oder Heizung und Warmwasser laufen mit Gas, aber im Sommer wird Wasser über Strom erwärmt usw

    Wie würde man das dann bei der Abbrechung berücksichtigen? Werden dann beide Energiequellen zusammen gefasst und einfach als Posten "Heizkosten" abgerechnet oder muss nach den einzelnen Arten aufgeschlüsselt werden?
     
  2. AdMan

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  3. #2 Christian, 20.01.2012
    Christian

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    Hallo,

    ich habe eine Öl-Zentralheizung für 2 Wohnungen. Auch ich kann nicht genau sagen, wieviel Liter Heizöl für Warmwasserbereitung und wielviel für die eigentliche Beheizung der Räume verbraucht wurden.
    Trotzdem schafft es die Abrechnungsfirma, die ich mit der Brechnung der Heizkosten beauftragt habe, die Kosten für das verbrauchte Öl aufzuteilen.

    Die Firma bekommt von mir die Menge des verbrauchten Öls, und rechnet sich daraus einen Betrag aus. Da würde dann zusätzlich noch die Kosten für das Holz (oder Gas oder Strom) einfließen.

    Soweit eigentlich (in meinen Augen) absolut kein Problem.

    Wie die Firma das macht, interessiert mich eigentlich nur am Rande. Hast du vor, die Heizkosten selbst abzurechnen? Ich gebe zu bedenken, daß du ja eh z.B. diese Verdunstungsdinger an jedem heizkörper brauchst, also so oder so schon auf solch eine Firma angewiesen bist.

    Oder habe ich dich falsch verstanden?

    Gruß,
    Christian
     
  4. #3 Pfeifdireins, 20.01.2012
    Pfeifdireins

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    Hallo,
    ab 1.1.2014 glaube ich wars, da braucht jeder Wärmeerzeuger 2 zusätzliche Wärmemengenzähler: 1 für Heizungswasser, 1 für Brauchwasser warm.
    Oder habe ich da was falsch verstanden ?
    Gruss,
    P.
     
  5. Berny

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    Moin P.,
    so isses.
     
  6. #5 Soontir, 20.01.2012
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    Falsch,

    lt. Heizkostenverordnung brauchst du nur einen fürs Warmwasser.

    Macht aber keinen Sinn, daher empfehlen alle zwei einzubauen, einen fürs Warmwasser und einen für die Heizung.
     
  7. #6 Papabär, 20.01.2012
    Papabär

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    Wie betreibt man denn Wasser mit Öl? Bei uns wird das Wasser über Pumpen angetrieben - und die wiederum funktionieren mit Strom.

    Oder habt Ihr an jeder Pumpe ´nen Dieselmotor laufen? ... Wahnsinn! :smile008:
     
  8. Heizer

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    Ja genau so.

    Alle Kosten in einen Topf, gut umrühren und entsprechend Heizkostenverordnung aufteilen.
     
  9. Berny

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    Ein Beitrag, der hier niemanden wirklich weiterbringt. ;-(
     
  10. Heizer

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    Wer empfiehlt das? Der Heizungsbauer? Der hat von Heizkostenabrechnung so viel Ahnung wie ich vom Singen, verdient aber an dem zweiten Zähler auch noch was.

    Wir haben bisher in keinen der Wohnhäuser zusätzlich für die Heizung einen Wärmemengenzähler einbauen lassen. Das bringt abrechnungstechnisch keine Vorteile und verursacht nur zusätzliche Kosten. Ausnahme bei Nutzergruppenvorverteilung und bei Industrieparks.

    Die 100% Wärmemenge kann man nach wie vor über die Brennstoffformel errechnen. Die Ungenauigkeit über den Wirkungsgrad ist unerheblich. Außerdem hat so ein Wärmezähler auch einen Betriebsfehler von bis zu 5%. Man hätte lediglich den Vorteil den Heizungswirkungsgrad übers Jahr +-5% genau ermitteln zu können.
     
  11. #10 Mieter1962, 20.01.2012
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    Vielen Dank für eure Antworten. Auch wenn ich die Details zur Abrechnung nicht ganz verstehe, so ist mir nun doch klar, dass man alle Kosten "in einen Topf" wirft.
    Ich hab zwar nicht vor, sowas jemals selbst abzurechnen, aber ich stell mir das trotzdem kompliziert vor. Vorallem, wenn dann die Parteien uneinig sind, wer mehr von einer bestimmten Energieart verbraucht hat. (Wenn zum Beispiel eine Partei mehr Öl verbraucht und die anderen mehr Holz oder so)
    Aber ich hab ja schon mehrfach gelernt, dass eine Abbrechnung nicht gerecht, sondern nur korrekt sein muss.

    Und ja, ich habs ein bischen unglücklich formuliert "Wasser mit Öl betreiben" ;) Ich dachte da an eine verbundene Zentralheizung, die dann eben mit Öl befeuert wird.
     
  12. #11 Soontir, 21.01.2012
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    Öh nö nicht der Heizungsbauer sondern die Abrechnungsfirma

    Guggst du hier Drück mich
     
  13. Berny

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    Das dortige Bild ist übrigens falsch: Die WMZ gehören in die Hin-Leitungen. Beim Heizkreis korrekt, beim Warmwasserspeicher falsch eingezeichnet.
     
  14. Heizer

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    Hä? Hinleitungen? Meinst Du den Vorlauf?

    Die Zähler gehören in den Rücklauf. Ist schon richtig das Schaubild.

    Jedoch bin ich ganz und garnicht der Meinung von Minol. Die wollen natürlich mehr Wärmezähler verkaufen. Für so ein 10 Familienhaus wird denen gerne mal zusätzlich so ein Qn6 oder Qn10 aufgeschwatzt. Zählermiete so ab 100€ aufwärts im Jahr.

    Natürlich wird das Messergebnis etwas genauer. Aber wofür?

    1. ist es nicht gesetzlich gefordert und
    2. bezahlen es ja eh alle Mieter.

    Ob die nun 3€ mehr in der Raumwärme oder in den Warmwasserkosten umgelegt bekommen ist doch egal. Aber ob die 10€ mehr Messkosten zu zahlen haben ist schon nicht mehr so egal.
     
  15. #14 Pfeifdireins, 22.01.2012
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    Hallo Heizer,
    ich kanns auch schon nicht mehr hören, das ständige "kannst du ja eh auf die Mieter umlegen" - Gewäsch. Bin übrigens auch bei Minol, und hab noch keinen WMZ.
    Ist es eher wirtschaftlich, den WMZ für das Warmwasser sich "extern" vom Heizungsbauer liefern und montieren zu lassen oder den von Minol zu organisieren?
    Beim externer Lieferung, was sind da so deine Liebligskandidaten ?

    Gruss,
    P.
     
  16. Berny

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    Pardong, habe nochmals nachgeschaut: Du hast recht, sind ja beide WMZ in den Rückläufen. Ist auch in meiner Immobilie so der Fall.
     
  17. Heizer

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    Stino Aufputzzähler. Die sind am preiswertesten und der weit verbreitetste Standard. Also egal ob Münol, Üschda oder Dechemm oder sonstwer, die haben alle solche Zähler.

    Für die WW-Bereitung reicht bis etwa 20 Wohnungen ein Qn 2,5. Lasse Dir keinen größeren aufschwatzen. Der kostet dann gleich 100€ mehr in der Miete im Jahr.

    Wenn Du ohnehin bei denen die anderen Messgeräte gemietet hast spricht ja nichts dagegen auch den Zähler dort zu mieten. Da hast Du auch gleich die Wartung und den Eichtausch dabei.

    Wenn Du den selber einbauen läßt wird es auf jeden Fall teurer. Heizungsbauer haben bei weitem nicht so gute Konditionen bei solchen Zählern. Denn Messplatz muss er jedoch erstellen. Das kostet einmalig 50-100€ je nach Aufwand.

    Achte aber darauf, dass er KEINE Tauchhülsen verbaut. Direktmessung ist seit 2006 vorgeschrieben. Nur wissen das viele Sanifrösche noch nicht.
     
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