Umlage von Wartungskosten

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von Sun, 02.07.2007.

  1. Sun

    Sun Neuer Benutzer

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    Hallo,

    in den Tiefen des Netzes habe ich schon gesucht, doch bisher habe ich kaum brauchbare Antworten erhalten. Es geht mir um:

    (1) Wartungskosten für eine Feststellanlage
    (2) Wartungskosten für eine Drehtürautomatik
    (3) Wartungskosten für das Einstellen von Zimmerfenstern

    Kann mir jemand sagen wie die rechtliche Sachlage ist, dürfen diese Kosten in der Betriebkostenabrechnung angesetzt werden?

    Schönen Gruß
    Sun
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    1. und 2. wenn diese Kosten im Mietvertrag festgehalten wurden.
    aufgrund der Kosten denke ich, dass es sich hier um Gewerbe handelt, oder?
    Da diese Kosten sonst unter der Kostenart 17 zu finden sind, müssen diese auch vereinbart werden.

    Was ist mit Wartungskosten für Zimmerfenster gemeint? Werden einmal im Jahr die Fenster kontrolliert, ob sie dicht sind? Das sind so wie ich das verstehe Instandhaltungskosten und nicht umlegbar.
     
  4. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Mir schein als ob hier versucht wird Reparaturkosten als Wartungskosten getarnt umzulegen. Das ist so nicht zulässig. Auf jeden Fall Belege zeigen lassen und hinterfragen was da genau gemacht wurde.

    Wenn auch nur eine Schraube, Dichtung etc. ausgetauscht wurde sind das Reparaturen bzw. Instandhaltungen und nicht umlegbar.

    Wartungskosten sind wiederkehrende Arbeiten wie Reinigung, Überprüfung oder Einstellarbeiten so fern sie regelmäßig notwendig sind. Mehr nicht !!!
     
  5. Sun

    Sun Neuer Benutzer

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    Erst einmal danke für eure Antworten.

    Um Missverständnissen vorzubeugen: Hier will niemand irgendwelche Reparaturkosten auf die Mieter umlegen. Deswegen versuche ich mich ja schlau zu machen und habe nachgefragt

    Bei dem Objekt handelt es sich um ein Mehrfamilienwohnhaus für ältere, teils gehbehinderte Menschen. Daher ist auch die Hauseingangstür mit einer Drehtürautomatik versehen und die Brandschutztüren im Keller sowie im Erdgeschoss jeweils mit einer Feststellanlage ausgestattet. Diese Anlagen müssen jährlich gewartet werden, die Kosten dafür meines Erachtens also umlegbar, (1) und (2).

    Bei (3) Kosten für das Einstellen und Ölen von den Wohnungsfenstern (einmal jährlich) glaube ich das weniger. Nur erklären sowohl der Bauleiter als auch eine Handwerksfirma, dass diese Wartungskosten umlagefähig sind. Was ist nun richtig?
     
  6. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    gibt es einen Langzeitvertrag für die Arbeiten aus (3)? Dann wären das umlagefähige Kosten, weil

    1. nichts rep wird
    2. regelmäßige Kosten entstehen.

    Also denke ich schon, dass es umlegbar ist. Die (3) kosten sind nur nicht unbedingt notwendig (oder doch wegen dem Rettungsweg etc?).

    Wie auch immer! Notwendig sollte hier jedoch die Nennung im Mietvertrag sein wie oben bereits geschrieben. (ebefalls Kostenart 17)
     
  7. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Keine Ahnung ob es da spezielle Fester bei Euch gibt. Aber normale Kippfenster sind wartungsfrei. Wenn da was nachzustellen ist dann nur direkt nach dem Einbau damit es richtig schließt. Und geölt muss da nix werden. Jedenfalls habe ich seit jahrzehnten meine Fester nicht geölt und die funzen nach wie vor einwandfrei.
     
  8. #7 Vermieterheini1, 06.08.2007
    Vermieterheini1

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    Hallo Sun,

    (1) + (2) sind nur dann umlagefähig, wenn explizit unter "Sonstiges" bei den Betriebskosten im Mietvertrag aufgeführt.
    (3) ist meiner Meinung nach NICHT umlagefähig, da bei normalen Fenstern überhaupt nicht regelmäßig erforderlich! Bei den heute üblichen Schrott-Kunststoff-Fenstern mag das sogar jährlich erforderlich sein, aber ich kann mir nicht vorstellen dass das ein Richter akzeptiert.
     
  9. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Moderne Fenster setzen sich im Lauf der Zeit und müssen gelegentlich neu eingestellt werden. Dabei wird der Flügel angehoben. Zu diesem Zweck gibt es am Scharnier unten eine Inbusschraube. Diese Schraube sitzt unter einer Kunststoffabdeckung, die man sehr leicht nach oben wegziehen kann. Jährliche Neueinstellung ist sicher nicht erforderlich, ist aber auch nicht Voraussetzung für eine Betriebskostenumlage. Wie man schon an den Eichkosten für Zähler erkennen kann, steht ein Kostenanfall alle 5 oder 6 Jahre einer Umlage nicht entgegen.

    Wie schon zutreffend zu lesen war, muss die Umlage dieser Kosten allerdings explizit vereinbart werden. Wenn es eine entsprechende Vereinbarung gibt, wird jeder Richter dies zu akzeptieren haben. Die Beträge dürften sich sich im Bereich von 1-2 € pro Fenster bewegen.

    Ob eine regelmäßige Wartung bei diesen Summen Sinn macht oder ob man nicht bei Bedarf den Hausmeister das jeweilige Fenster einstellen lässt, wird jeder für sich selbst entscheiden müssen. Der Zeitaufwand wird bei den Hausmeisterkosten zu behandeln sein wie der Austausch von Glühlampen. Obwohl es sich genau genommen um eine Instandsetzung handelt, werden die Kosten für die Arbeitszeit umgelegt.
     
  10. #9 onkelfossi, 06.08.2007
    onkelfossi

    onkelfossi Erfahrener Benutzer

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    hallo,

    es ist sehr wohl sinnvoll fenster alle paar jahre nachzustellen. wir haben teilweise hochwertige schallschutzfenster verbaut. nur der flügel alleine wiegt schon fast 60kg. da sollte man hin und wieder mal nachjustieren, damit das fenster perfekt sitzt. sitzt das fenster schon nicht mehr optimal, kann dies im winter zusätzliche heizkosten bewirken.

    vg, fossi
     
  11. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Ich wiederhole es auch gern nochmal.

    Bei normalen Festern muss nix nachgestellt werden. Maximal 1-2 Jahre nach dem Einbau bei einem Neubau wenn sich das Mauerwerk noch etwas gesetzt hat. Aber dann nie wieder.

    Sollte das dennoch notwendig sein ist am Bau etwas oberfaul wenn sich da ständig die Wände bewegen.
     
  12. Sun

    Sun Neuer Benutzer

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    Danke für eure Antworten!

    Für (1) und (2) sind Wartungsverträge abgeschlossen, das mit den Fentern lasse ich. Es erscheint mir nicht erforderlich und mehr Geldmacherei.

    Ach, mein nächstes Problem findet ihr hier: Müllabfuhrgebühren bei unterschiedlicher Nutzung (ich hoffe der Link ist erlaubt)

    Grüßle
    Sun
     
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