Umnutzung in Wohnraum

Dieses Thema im Forum "Bautechnik" wurde erstellt von Mogli, 01.12.2015.

  1. Mogli

    Mogli Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich habe mich hier neu angemeldet, weil ich hoffe, dass man mir weiter helfen kann. Ich hoffe ich bin hier auch richtig. Ansonsten kann ein Admin den Beitrag auch dementsprechend verschieben.

    Ich bin noch kein Vermieter, kann aber sein, dass sich das ändert.

    Wir sind interessiert an einem Haus. Dieses hat ein 2. Gebäude auf dem Grundstück. Dieses war mal ein Schweinestall, das der Verkäufer zu einer Ergo-Praxis umgebaut hat und hat auch eine Baugenehmigung dafür.
    Wir wollen diese Praxis weiter vermieten. Zwar wäre es schön, wenn einer auch eine Praxis drin haben möchte, wahrscheinlicher wird man es aber privat als Wohnung/Haus vermieten.
    So viel ich weiß muss dazu eine Umnutzung beantragt werden. Ist dies so richtig? Wenn man äußerlich nichts verändert, sondern innen einfach nur etwas renoviert und bisschen umbaut (aber nicht an der Statik), könnte es Probleme geben? Was sind Gründe dafür, dass man eine solche Umnutzung nicht gestattet?
    Es ist für uns halt riskant, wenn man das Haus kauft, aber das 2. Gebäude nicht weiter vermieten kann und daher möchten wir uns absichern ob es da irgendwelche Probleme geben kann.

    Vielleicht habt ihr ja Infos, Tipps oder Links wo ich mich weiter informieren kann.

    Vielen Dank!
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Ja, zumindest grundsätzlich.


    Dass das Gebäude die baulichen Anforderungen an Wohngebäude nicht erfüllt. Welche das sind, regelt die Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes. Weitere Hindernisse können sich aus einem geltenden Bebauungsplan oder anderen allgemeinen örtlichen Bestimmungen ergeben, die den Charakter der Gegend in eine bestimmte Richtung lenken sollen. Außerdem könnte die umgekehrte Richtung noch problematischer werden, denn für die Beseitigung von Wohnraum gibt es oft deutlich restriktivere Vorschriften.

    Sorry, ich weiß, dass das ziemlich allgemein formuliert ist. Aber ohne Kenntnis über die genaue Lage des Objekts lässt sich das nicht wirklich genauer sagen.


    Dann stellt ihr eine Bauvoranfrage.
     
  4. #3 BHShuber, 01.12.2015
    BHShuber

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    Hallo,

    das nennt man Beantragung einer Nutzungsänderung von Gewerbe auf Wohnraum.

    Gruß

    BHShuber
     
  5. Mogli

    Mogli Neuer Benutzer

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    Hallo,

    danke für eure Hilfe.
    Und was ist, wenn ich nicht weiß ob der zukünftige Mieter nun ein Gewerbe drin haben möchte oder nicht? Gibt es auch die Möglichkeit beides offen zu lassen? Denn wenn ich das Gebäude zu einem Wohnraum umwandle und der Mieter möchte ein Gewerbe drin haben, dann muss man ja wieder zurück beantragen? Und umgekehrt wenn ich erstmal keine Nutzungsänderung beantrage, kann ich keine Mieter suchen, die privat eine Wohnung haben möchten?

    Dass man umgekehrt die Mieter nicht so einfach raus bekommt, weiß ich.

    Und die Bauvoranfrage richte ich ans Landratsamt? Weil die Gemeinde konnte mir da nicht wirklich weiter helfen, außer dass ich die Umnutzung im Landratsamt beantragen muss. Dass man das vorab klären kann, wurde mir nicht mitgeteilt.

    Bebauungsplan gibt es nicht, das weiß ich. Dahinter sind auch weitere kleine Häuser die bewohnt sind. Es befindet sich auch direkt an einer Straße und ist von dort aus auch betretbar. Hausnummer würde es dann bekommen und sollte kein Problem sein, wenn der Antrag durchgeht, so wurde es mir von der Gemeinde zumindest mitgeteilt. Wir befinden uns in BaWü.
     
  6. Andres

    Andres
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    Das ist schonmal eine Auskunft. In Ba-Wü ist das nämlich leicht uneinheitlich geregelt: Es gibt Gemeinden, die das selbst machen (dazu zählen alle Stadtkreise und grob die Hälfe der großen Kreisstädte), es gibt Gemeinden, die sich zu Verwaltungsgemeinschaften zusammengeschlossen haben, es gibt Gemeinden, die das gar nicht machen und für die dann das Landratsamt zuständig ist. Umgekehrt heißt das, dass es außerhalb der Stadtkreise immer eine untere Baurechtsbehörde am Landratsamt gibt, aber dass sie nicht immer für die eigene Gemeinde zuständig ist. :top


    Spart Arbeit.


    Dann noch ein bisschen Lektüre.
     
  7. Mogli

    Mogli Neuer Benutzer

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    Da hast du mir sehr geholfen! Vielen Dank für den Link. Von daher sollte das kein Problem sein. Ich weiß, dass die Probleme dann oft entstehen, wenn es konkret wird, aber wenn man sich im vorab so gut es ging informiert hat, kann man halt irgendwann nichts mehr machen. :finger011:

    Wir haben auch schon festgestellt, dass die Landesbauordnung in BaWü doch noch recht viele Freiräume lässt und nicht alles bis ins Kleinste verboten oder geregelt wird. Anfangs hatten wir Angst, dass man für jeden Mist eine Baugenehmigung braucht, zum Glück ist dem nicht so. Bin sehr froh hier zu leben. (Kann natürlich sein, dass es in anderen Bundesländer noch besser ist, das weiß ich nicht :008sonst:)
     
  8. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    So sehe ich das nicht, hast wohl ein Wort vergessen...:003sonst:
     
  9. Mogli

    Mogli Neuer Benutzer

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    Ich meinte eigentlich dass man nichts mehr dagegen machen kann. Also dem ausgeliefert ist. "Falsch" kann man leider immer was machen, manchmal gibts halt doofe Nachbarn, doofe Gesetze o.ä. wogegen man einfach nichts mehr machen kann.

    :)
     
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