Umstellung auf EKHV

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von tabbasco, 17.10.2013.

  1. #1 tabbasco, 17.10.2013
    tabbasco

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    Hallo zusammen,

    wir (Mieter) wurden vor ein paar Wochen auf die elektronische Messung umgestellt und hatten davor die Messung mit den Röhrchen nach dem Verdunstungsprinzip.

    Ich kenne das bereits aus unseren Wohnung davor, aber es sind zwei Frage aufgekommen:

    Im Bad haben wir bisher öfters gezeigt und schon den Wert 37 auf dem Gerät. Der Wert kommt mir extrem hoch vor. In unserer alten Wohnung hat es sehr viel Zeit benötigt bis so eine hohe Zahl entstanden ist. Kann es hier bei den Systemen einen so großen Unterschied geben? Ich glaube der alte Anbieter war Techem, jetzt ISTA.

    Die neuen Messgeräte liegen höher als die alten mit Röhren. Hier habe ich nachgelesen, dass 75% Höhe vorgeschrieben ist. Unsere Heizungen werden bei geringer Heizleistung oben recht warm, aber ab der Hälfte noch kalt. Ganz warm werden sie meistens nur wenn sie voll aufgedreht werden. Stimmt jetzt meine Annahme, dass ich eigentlich kaum noch etwas spare wenn ich die Heizung auf niedrigerer Stufe laufen lassen, weil am Messpunkt die Temperatur ja genauso hoch ist als wenn ich stärker aufdrehe?

    Vielleicht hat ja hier jemand schon Erfahrungen gemacht und kann mir helfen.

    Danke vorab!
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Das ist nicht so wie beim Wasserzähler. Dort ist 1 m³ immer die gleiche Menge Wasser und wenn auf dem Zähler plötzlich der doppelte Wert steht, weiß man sofort, dass man doppelt so viel Wasser Verbraucht hat.

    Ablesewerte von HKV sind dimensionslose Werte. Interessant ist also nicht der einzelne Wert, sondern (in diesem Fall) nur das Verhältnis zu den anderen Werten bzw. der Anteil an der Summe aller Ablesewerte.


    Zur zweiten Frage kann ich leider nichts beitragen.
     
  4. #3 Papabär, 17.10.2013
    Papabär

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    Unterschiede kann es nicht nur bei den verschiedenen Messgeräten geben - auch verschiedenee Heizkörper können einen Unterschied ausmachen.
    Ob der bislang gemessene Wert realistisch ist, wird Dir hier niemand sagen können. Klar ist jedoch, dass EHKV genauer messen als Verdunster (die darüberhinaus ja auch noch einen Kaltverdunstungsanteil haben) - und die reinen Ablesewerte dadurch zumeist höher ausfallen. Man erschrickt dabei zunächst oft ... da die Messausstattung aber bei allen Nutzern identisch ist, relativiert sich das i.d.R. wieder.



    Aufpassen muss man als Mieter jedoch bei der Abrechnung für das Jahr der Umstellung. Aufgrund der Überfüllung der Röhrchen (--> besagter Kaltverdunstungsanteil) kann es möglich sein, dass bei dem einen Mieter noch ein Verbrauch von 0 Einheiten abgelesen wurde ... beim Nachbarn schon 1.

    Während sich die Ablesewerte sonst - zum Jahreswechsel - z.B. immer bei 4 und 6 (ich nehme mal fiktive Werte) befunden haben, wurde der Hauptteil der Kosten zu 4/10tel, bzw. 6/10tel aufgeteilt.

    Bei Ablesewerten von 0 und 1 vereinfacht sich diese Rechnung natürlich (ggf. zum Nachteil dessen, der den einen Strich auf der Skala hatte).

    Ähem, ... kann man diese Erklärung verstehen?



    Eigentlich nicht ... hast Du die Temperatur am Messpunkt gefühlt oder gemessen?
     
  5. #4 tabbasco, 17.10.2013
    tabbasco

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    Danke für eure Antworten.

    Ich weiß, dass die Zahl nur im Gesamtzusammenhang Sinn macht.
    Trotzdem kommt es mir sehr viel vor. Aber auch klar, dass mir wahrscheinlich hier keiner weiterhelfen kann, der nicht im selben Haus wohnt ;-)

    Theoretisch kann ich aber schon die Werte auf den verschiedenen Heizkörpern untereinander vergleichen auch wenn diese dann unterschiedlich bei der Abrechnung einfließen, oder?

    Erklärung verstehe ich. Da werde ich ein Auge drauf haben, danke.

    Die Heizung wird im oberen Drittel sehr warm, an der Stelle misst ja auch der Zähler, das zweite Drittel mittelwarm und das untere Drittel fast kalt. Also wenn ich Stufe drei wähle.
    Auf Stufe 4-5 werden auch die anderen Bereiche so warm wie das obere Drittel, aber ich erziele viel mehr Heizwirkung für den Raum.

    Meiner Theorie nach ist aber auf Stufe 3 oder 4-5 der Verbrauch laut Messgerät gleich, weil dort oben immer die gleiche Wärme herrscht? (Klar das es um paar Grad abweichen wird)
     
  6. #5 Papabär, 17.10.2013
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    Das kommt darauf an, ob die EHKV auf eine Einheitsskala programmiert - oder bereits auf die jeweiligen Heizkörper "zugeschnitten" sind.

    Bei Verwendung einer Einheitsskala wird für die Abrechnung ein Umrechnungsfaktor (UF) benötigt ... und ohne Diesen wäre ein Vergleich der Ablesewerte untereinander so sinnvoll wie der Vergleich zwischen Äpfeln und blau.




    Immer noch die Frage: Gemessen oder gefühlt.



    Ähem, ... bevor Du da ohne Ende rumexperimentierst, solltest Du Dich evtl. mal über die Funktionsweise von Thermostaten sachkundig machen. Tante Google kann Dir da helfen ...

    Ich ahne nämlich gerade, dass Du zu jener Sorte Mieter gehörst, die Thermostate wie einfache Ventile benutzen und sich dadurch ihre Heizkosten in die Höhe treiben.

    Wenn der Heizkörper als Beispiel eine Leistung von 800Watt hat, wird sich dies auch durch den Einsatz modernster Messtechnik nicht verändern ... egal bei welcher Thermostatstufe.
    Der Unterschied ist halt nur, wann das Thermostat runterregelt.
     
  7. #6 tabbasco, 17.10.2013
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    Ich habe immer nur gefühlt.

    Es geht im Prinzip um folgendes. Ich nehme jetzt mal sehr fiktive Werte um das zu verdeutlichen:

    Ich drehe auf Stufe drei, und erziele einen Heizwert von z.B. 100, weil nur die Heizung oben sehr warm ist, ab der Mitte wird sie nur lauwarm.
    Das neue elektronische Messgerät zählt den Verbrauch 10.
    Das Röhrchen war ein einer tieferen Stelle, und hätte nur 5 gezählt.

    Jetzt heize ich auf Stufe 5, der Heizwert ist 300.
    Das elektrische Messgerät zählt den Verbrauch von 12, da es auf Stufe drei bereits oben heiß war.
    (Das Röhrchen würde jetzt auch 12 messen, da weiter unten auch heiß.)

    Würde ich jetzt auf drei heizen habe ich also 10/100
    Auf Stufe fünf dann 12/300

    Früher habe ich auf Stufe drei gespart mit den Röhrchen, jetzt ist drei natürlich sparsamer, aber ich spare nicht mehr so viel wie früher. Oder anders formuliert, wenn ich Stufe 5 verwende, kostet es mich nicht viel mehr. Früher wäre der Anstieg auf dem Zähler im Vergleich zu dem was rauskommt unvorteilhafter gewesen.

    Ich hoffe das ist einigermaßen nachvollziehbar was sich hier in meinem Kopf abspielt :D

    Ist diese Logik korrekt oder habe ich da einen Denkfehler?
     
  8. #7 tabbasco, 17.10.2013
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    Ich stelle mir die Frage, ob es sich lohnt die Heizung auf 2,5 zu stellen mit ca. 19 Grad Temperatur, oder dann gleich höher laufen lasse und so 20-21 Grad erreiche, wenn der Verbrauch des Zählers dann nicht weit auseinander ist.
     
  9. #8 Fremdling, 18.10.2013
    Zuletzt bearbeitet: 18.10.2013
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    Haben auch ista-HKV und dort gibt es tatsächlich recht hohe (dimensionslose) Anzeigewerte. Aber wie hier schon geschrieben, kommt es eben auf das Verhältnis zu den Verbrauchswerten anderer Benutzer und die UF an.

    Bezüglich der unterschiedlichen Wärmeverteilung am Heizkörper schon mal eine 'Entlüftung' versucht?

    Bei 'normalem' Heizverhalten mit 'üblichen' Zimmertemperaturen im gesamten Haus sollte es den von Dir gewähnten Effekt (gleiche Heizkosten bei weiterer Thermostat-Öffnung) nicht in nennenswerter Höhe geben. Die von Dir geschilderten Erscheinungen geben auf dem Zeitstrahl womöglich lediglich einen untertägigen 'Zwischenstand' wider und dürften sich spätestens bei niedrigen Außentemperaturen und erhöhtem Wärmebedarf im Raum erledigen.
     
  10. #9 tabbasco, 18.10.2013
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    Dann bin ich erstmal beruhigt, dass es auch bei anderen Mietern mit ISTA zu so hohen Werten kommt ;-)

    Nur ein Teil der Heizungen können entlüftet werden. Beim Rest ist das laut Vermieter auch nicht nötigt, weil bei diesen sich bauartbedingt oder durch die Lage wohl keine Luft festsetzen kann. Für mich sehen sie allerdings gleich aus.

    Wenn ich das richtig verstehe meinst du also, dass mehr aufdrehen auch mehr Kostet, spätestens wenn die Heizungsanlage mehr Gas gibt durch eine kältere Außentemperatur?
     
  11. #10 Papabär, 18.10.2013
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    Ist wie beim Autofahren ... je mehr Gas man gibt, desto schneller ist man am Ziel, desto länger reicht der Sprit ... oder so. :?


    Ich habe bereits vor mehreren Beiträgen den Tipp gegeben, sich über die Funktionsweise von Thermostaten schlau zu machen ... das war kein Versehen.


    Dass HK bei nur leicht geöffnetem Vorlauf unten nur lauwarm werden, ist normal ... hat wat mit die Schwerkraft zu tun. Dat mutt so.

    Die Ventilstellung hat per se nichts mit der Thermostatstellung zu tun.

    Mit der Hand wird man Temperaturen jenseits der 70°C kaum unterscheiden können ... außer vlt., wenn man die Hände gerade aus dem heißen Spülwasser genommen hat.
     
  12. #11 Fremdling, 18.10.2013
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    Exakt! Halte Deine Beobachtungen für 'Grenzerfahrungen' (mildes Wetter, wenig geöffnetes Thermostatventil), die Du in der Winterzeit eigentlich nicht mehr machen können dürftest.
     
  13. #12 tabbasco, 18.10.2013
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    Es ist leider so, dass unsere Wohnung schon früh auskühlt, wir also schon heizen müssen wenn wir noch lange weit weg sind von den Minusgraden.

    Diese Grenzerfahrung haben wir also dann doch relativ oft. ;-)

    Wenn wir 18 Grad im Raum haben, reicht mir eine bisschen Wärme der Heizung und ich drehe sie nur leicht auf, weil ich mit 19,5 Grad leben kann.
    Allerdings wird sie dann nur oben recht warm unten eher kalt.
    Wenn ich also für ungefähr die gleichen Kosten auch 21 Grad haben könnte, wäre das ja schlauer.
     
  14. Andres

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    Und ein weiteres Mal die Bitte, sich mit der Funktionsweise eines Thermostats vertraut zu machen ...
     
  15. #14 Fremdling, 18.10.2013
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    Hallo tabbasco,

    wenn Dir die Wärme von 19,5°C reicht, belasse es doch dabei. Scheinst den Thermostat-Knopf (mögliche Stufen 1-5?) dann entsprechend auf eine untere Stufe eingestellt zu haben, was ja bedeutet, der Thermostat schließt bereits bei Erreichen der 19,5°C.

    Solltest Du mehr Wärme wünschen, stelle den Thermostat-Knopf halt 1-2 Stufen höher ein. Dann kannst Du Deine Theorie ja mal 'empirisch erforschen'. Vermutest Du richtig, zahlst Du gleich viel. Solltest Du irren, zahlst Du Lehrgeld, da Dir ja auch 19,5°C gereicht hätten.

    Mein frecher Tipp: Höhere Stufe = mehr Wärme = mehr Kosten! :148:
    Viel Spaß dabei! - Bin damit raus.

    Lieben Gruß
    Fremdling
     
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