Umstellung auf Funk-HKV/WZ = Verdoppelung der Zählerkosten !

Diskutiere Umstellung auf Funk-HKV/WZ = Verdoppelung der Zählerkosten ! im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hi zusammen, ich stecke aktuell in einer Zwickmühle und weiss nicht so recht wie ich weitermachen soll. Grundlage wäre ein MFH mit ca. 10...

Looop

Benutzer
Dabei seit
27.01.2016
Beiträge
51
Zustimmungen
10
Hi zusammen,

ich stecke aktuell in einer Zwickmühle und weiss nicht so recht wie ich weitermachen soll.

Grundlage wäre ein MFH mit ca. 10 Parteien.
HKV und Wasserzähler wurden vor langen Jahren einmalig gekauft. Zusätzlich wurde ein Wartungsvertrag abgeschlossen.
Aufgrund des Vertragsalters ist die Wartungsgebühr der HKV + WZ mit ca. 500 EUR rel. niedrig.
Der Vertrag läuft schon sehr lange bei einem der bekannten Ableser B.
Ich bin damit sehr zufrieden. Es gibt so gut wie keine Probleme mit der Abrechnung.

Der Vertrag läuft 01/2023 aus und wird dann vermutlich wieder stillschweigend 10 Jahre verlängert wenn ich nichts ändere oder aktiv kündige.

Mein Problem:
Die neue Heizkostennovelle. Alle Zähler müssen ja ab 2027 fernablesbar sein.

Ich habe jetzt ein Angebot von B* vorliegen, was mich etwas erstaunt.
Sie möchten schon dieses Jahr Funkzähler verbauen.

Bei Zählermieter würden sich die jährlichen umlegbaren Kosten von 500 EUR auf ca. 1000 EUR erhöhen.
Bei Zählerkauf würde sich die jährlichen umlegbaren Wartungskosten von 500 EUR auf ca. 800 EUR erhöhen. (Einbaukosten für Eigentümer ca. 7000 EUR)
Durch die sehr hohen Einbaukosten für mich als Eigentümer kommt eigentlich zukünftig nur noch Zählermiete in Frage.

Unabhängig von Heizkosten wird der Mieter mit der doppelten Gebühr an Kosten der Geräte belastet.

Ein Alternativangebot eines regionalen Anbieters ergibt ähnliche Kostenstrukturen nur ca. 50 EUR günstiger.
Also nicht relevant das Unternehmen zu ändern.

Ich möchte meinen Mietern keine unnötigen Kosten aufbrummen, jedoch sind mir hier ein wenig die Hände gebunden.
Den Nachteil werden sie früher oder später leider merken. Bei den Mehrkosten braucht Funk wirklich kein Mensch.
Hauptsacht sie können dann monatlich ihre Werte ablesen *lol*

Meine konkrete Fragen hierzu:
* Was würdet ihr tun ? Soll ich jetzt warten und erstmal gar nichts tun ? Bis 2027 ist es ja noch hin.
* Was machen die großen Messdienstleister zum Stichtag 2026 wenn noch laufende alte güstige Warungs-Verträge aktiv sind, die jedoch keine Funk-Umrüstung beinnhalten ?
(Vermutlich werde ich kein Funk-System zum alten Wartungspreis erhalten, oder ?)
Werde ich dann gezwungen neue Zähler zu kaufen ?
Eine verbindliche Antwort ist hier bei B* nicht zu erfahren. Wisst ihr da mehr ?
* Welche Überlegungen zum Thema Funkumrüstung gibts hier bei anderen Hausverwaltungen mit laufenden Alt-Verträgen ?

Da der Vertrag nächstes Jahr wieder verlängert wird, kommt das Thema aktuell schon hoch.
Ich beschäftige mich mit dem Thema etwas detailierter, und möchte das bestmögliche machen, da mir die Kostenbelastung für meine Mieter echt nicht egal ist.

Danke vorab für euren Beitrag
Looop
 
Zuletzt bearbeitet:

Ferdl

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
14.09.2015
Beiträge
2.303
Zustimmungen
1.191
Ort
Westerwald
Der Vertrag läuft 01/2023 aus und wird dann vermutlich wieder stillschweigend 10 Jahre verlängert
Daran hätte ich meine Zweifel, da
Ich habe jetzt ein Angebot von B* vorliegen,

was mich etwas erstaunt.
Sie möchten schon dieses Jahr Funkzähler verbauen.
Erstaunt mich wenig, da
Bei Zählermieter würden sich die jährlichen umlegbaren Kosten von 500 EUR auf ca. 1000 EUR erhöhen.
Was du heute kannst verdienen verschiebe nicht auf Morgen. Das viele Geld wo die Abrechnungsdienstleister ihren Lobbyisten gezahlt haben, muss ja auch wieder reinkommen.

Ich würde es einfach mal abwarten was B bis zum Ende des Vertrages unternimmt, wenn der Vertrag sich verlängert ist es gut, wenn nicht kannst du immer noch Unterschreiben.
 

Newbie15

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
27.04.2015
Beiträge
792
Zustimmungen
325
Ich möchte meinen Mietern keine unnötigen Kosten aufbrummen, jedoch sind mir hier ein wenig die Hände gebunden.
Den Nachteil werden sie früher oder später leider merken. Bei den Mehrkosten braucht Funk wirklich kein Mensch.
Hauptsacht sie können dann monatlich ihre Werte ablesen *lol*
Die Mieter können doch locker die erhöhten Kosten für die Erfassung über die Einsparung bei der Heizung wieder reinholen. Dafür bekommen sie doch extra im Sommer einen Brief, wie viel Energie sie fürs Duschen verbraucht haben
;)
.

Es ist jetzt schon, d.h. seit 12/2021 Pflicht, fernauslesbare Zähler zu verbauen, wenn die Zähler getauscht werden müssen, deshalb bietet es die Firma so an. Das wurde in der Novelle der Heizkostenverordnung festgelegt. Andere dürfen nicht mehr neu eingebaut werden. Bis 2026 ist praktisch nur die Frist für das, was bis zur Novelle 2021 noch eingebaut wurde. Ausnahme wäre natürlich, dass es unwirtschaftlich ist, aber ich glaube, da wird die Grenze hoch hängen, denn unwirtschaftlich sind sie wohl immer ;). Dass die teurer sind, war ja zu erwarten und dass es die monatliche Verbrauchsinformation nicht kostenlos gibt, ist auch klar. Und wie man nur durch die Verbrauchsinformation Energiekosten einsparen soll, muss mir auch noch einer erklären. Aber so sieht es die Energieeffizienzrichtlinie der EU nun mal vor.
 

braut

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
17.09.2021
Beiträge
254
Zustimmungen
70
Ein schrecklicher Papiertiger - und was hat der Mieter davon, was interessiert es ihn?
Heutige Heizungszähler erlauben dem Mieter nicht nur monatlich, sondern täglich, stündlich,... den Abruf seiner Verbrauchswerte. Und was hat er davon, wie oft nutzt er diese Abfragemöglichkeit?

Sinnvoll wäre vielleicht eine Pflicht zur Messung von Temperatur und Feuchtigkeit - gerade unter dem Aspekt der Schimmelproblematik und Wärmedämmung. Aber ein solches Ausspähen würde dem Mieter auch wieder zu weit gehen, wenn man ihm genau zeigen kann, wann er gekocht oder Wäsche zum Trocknen aufgehängt und wie oft am Tag er wie lange gelüftet hat.

Sorry, aber ich kapiere wirklich nicht, ob und wie die neuen Zähler dem Mieter helfen sollen. Primär verursachen sie massive Mehrkosten, die (bei aktueller Gesetzeslage) am Mieter hängen bleiben - und da braucht's nur den ersten Wähleraufschrei, damit diese Zählerkosten in Zukunft auf den Vermieter übertragen werden.
 
Thema:

Umstellung auf Funk-HKV/WZ = Verdoppelung der Zählerkosten !

Umstellung auf Funk-HKV/WZ = Verdoppelung der Zählerkosten ! - Ähnliche Themen

Kosten bei partieller USt-Optierung: Hallo zusammen, kann mir jemand helfen, die möglichen Kosten aufzuschlüsseln, welche bei einer partiellen USt-Optierung anfallen. (WEG mit ca...
Wohn und Geschäftshaus als Anlage: Hallo, ich könnte mir aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gut vorstellen, in eine Immobilie zu investieren. Da ich aber...
Kann man bei Erschaft bisherigen Wärmemessdienstvertrag übernehmen?: Hallo, ich bin neu hier und habe gleich eine schwierige Frage: Ich habe ein kleines Zweifamilienhaus geerbt, dessen beide Wohnungen vermietet...
Vermieter erstellt keine NK/BK-Abrechnung - Will nun aber die Vorauszahlung erhöhen..: .. Was tun? ---------------------------------------------------------------------- Hallo, ich bin Armin und komme aus Düsseldorf. Das...
Alternative zur Klage?: Hallo, nachdem ich schon mehrfach gute Hinweise aus dem Forum bekommen habe, suche ich hier wieder Rat. Neben etlichen Nebenkriegsschauplätzen...
Oben