Und nun eine Betreuerin..

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von _holger, 26.02.2014.

  1. #1 _holger, 26.02.2014
    Zuletzt bearbeitet: 26.02.2014
    _holger

    _holger Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    bin leider Mitglied in einer unübersichtlichen familiären Bruchteilsgemeinschaft mit 5Wohnungshaus wie in einem anderen Thema beschrieben. Bin zwischenzeitlich wenigstens seitens der Miteigentümer wenigstens bevollmächtigt zu handeln... Die Immo ist sehr klamm, Ärger mit gemeinsamer Grundschuld+Bank, vorheringer "Verwalter" hat vieles auflaufen lassen, schlechte MV gemacht etc pp wie im Bilderbuch was man nie machen sollte - ich bin beim Rettungsversuch soviel in Kurzform. (Alternative Inso sozusagen) 4 der 5 Einheiten sind trotz allem gut vermietet wenn auch in einem Fall krass unter Vergleichsmieten.

    Habe gegen eine nicht zahlende und nicht reagierende Mieterin Kündiung nach Abmahnung und schlussendlich mit viel Mühe und Zeitaufwand eine Räumungsklage getippt, viel gescannt und gedruckt und abgeschickt.

    Rückmeldung des AG ist noch nicht da wird aber erwartet, bezahlt ist auch noch nicht.

    Heute bekomme ich auf Abmahnung Kündigung etc erstmals Antwort, von einer Dipl.-Rechtspflegerin die die Betreuung anzeigt (Gesundheit, Vermögen, Wohnung, Recht / Behörde) .

    Im Vorfeld habe ich auch 2 MB erlassen, zu einem dieser gestern Vollstreckungsbescheid.

    In der Hoffnung das hier jemand Erfahrung hat mit so etwas -
    macht die Räumungsklage noch Sinn? Wäre eher entweder mit freiwilligem Auszug oder Zahlung (würde dann auch Räumung auch verzichten) zu rechnen?
    Kann ich nun überhaupt noch den zweiten VB erlassen (geht erst ab nächster Woche)

    Dazu vielleicht noch der Hinweis, die Mieterin hat gerade Ende letztes Jahr eine Inso abgeschlossen. Bin also immer etwas auf Alarm ob auf der Gegenseite doch Planmäßig gehandelt wird. (Entsorgend der Verbindlichkeiten in der nächsten Inso...) Dagegen spricht bisher nur das kein Einspruch gegen den MB erhoben wurde.
    Mein Ziel bisher war eigentlich so schnell wie möglich vollstrecken oder dies zumindest versuchen. (Lohn/Konto).

    Was meint den Ihr, habt Ihr Erfahrungen mit solchen Konstellationen?
    Ist die Betreuerin normalerweise zu mir kooperativ?
    Würde den MV auch fortsetzten (oder lieber neu fassen) , wenn die Rückstände ausgeglichen werden.
    Wird die Betreuerin versuchen das Wohngeldstelle oder wer auch immer Außenstände übernimmt?
    Oder solle ich die Dame eher wie einen gegnerischen RA betrachten?

    Danke für Eure unverbindliche Einschätzung!

    Nachtrag: es gibt auch einen Einwilligungsvorbehalt - Vermögensvorsorge
    Der Betreuungsausweis ist auch schon 3 Wochen alt - die FK war davor, der erste MB wurde am Tag der Ausstellung beauftragt.
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    So einen Fall gab es vor nicht allzu langer Zeit hier im Forum - einfach mal ein bischen suchen.

    Es wäre eine gute Idee, sämtlichen Schriftwechsel ab sofort nicht nur der Mieterin sondern auch der Betreuerin zukommen zu lassen. Anwaltliche Vertretung ist sowieso dringend unzuraten - schon ohne die Betreuungsgeschichte.


    Irgendwie musst du ja wieder an die Wohnung kommen. Oder willst du dauerhaft auf die Miete verzichten? Außerdem sind die Chancen gar nicht so schlecht, solange ein ausreichender Rückstand für eine außerordentliche fristlose Kündigung bestehen bleibt.


    Freiwilliger Auszug ist meiner Meinung nach wenig wahrscheinlich. Die Rechtspflegerin ist nicht die "Stimme der Vernunft" sondern vertritt die Interessen der Betreuten, fast wie ein Anwalt. Sie wird die Dame wohl kaum auf die Straße setzen.

    Zahlung ist schon eher denkbar, vor allem wenn es dadurch zu einer Fortführung des Mietverhältnisses käme. Ich würde hier allerdings keinerlei Zugeständnisse machen. Wenn die Schulden bezahlt sind, kann man weitersehen.

    Selbstverständlich. Aber ob das sinnvoll ist? Verfügt die Mieterin überhaupt über ausreichendes Vermögen?


    Sind die Schulden davor oder danach entstanden?


    Das mag sein. Ich wiederhole mich aber gerne: Sie vertritt die Interessen der Betreuten. Sie vertritt nicht deine Interessen und steht auch nicht zwischen dir und deiner Mieterin.


    Nachteiligen Vereinbarungen wird die Betreuerin nicht zustimmen. Das darf sie auch gar nicht.


    Möglich. Wenn sie das versucht, hat sie bessere Chancen, falls tatsächlich Obdachlosigkeit droht. Daher: Die Räumung weiter betreiben.

    Ja.
     
  4. #3 sara, 26.02.2014
    Zuletzt bearbeitet: 26.02.2014
    sara

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    dann solltest du dich direkt mit ihr in Verbindung setzen, und die Fragen klären.
    Denn sie ist nun dein Ansprechpartner und wird auch dafür sorgen, dass Mietzahlungen etc. geleistet werden. Auch evtl. Gelder von entsprechende Ämter beantragen, falls es da noch eine Möglichkeit gibt.

    Das verstehe ich nicht, bzw. weiß nicht was genau das beinhaltet ???

    Ich würde vor der Rücksprache mit der Betreuerin keinen Vollstreckungsbescheid mehr erlassen.

    Ich habe vor ein paar Jahren einen ähnlichen Fall gehabt, allerdings ging es nur um NK Nachzahlungen die nicht mehr getätigt wurden von einer 93jährigen. Sie hat dann eine Betreuerin bekommen und diese hat die Forderungen dann beglichen. MB und VB waren davor aber auch schon erfolgt. Die Betreuung kam erst ein paar Monate später. Die Mieterin kam dann ins Heim und die Betreuerin hat die Wohnung nach Kündigung auch räumen lassen.
    Also ich war froh über die Abwicklung mit der Betreuerin.

    nein, sehe ich nicht so.
    Sie wird natürlich die Interessen der Mieterin vertreten, aber auch deren Rechtsgeschäfte tätigen.
     
  5. Duncan

    Duncan
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    Das ist auch ggf. die Aufgabe eines RA's, ein solcher kann regelmäßig auch eingesetzt werden. Von daher würde ich die Betreuerin auch vergleichbar einem solchen behandeln. Aber ein "gegnerischer" RA ist mitnichten (und Neffen) mein Feind, er ist oft auch die (einzige) Chance auf ein vernünftiges, sachliches Gespräch/Schriftwechsel mit nachvollziehbaren Argumenten und Wünschen auf Augenhöhe.
    Ich würde den Kontakt suchen und versuchen zu erfragen, wie die Betreuerin die (wohnungsmäßige) Perspektive sieht. Mit etwas Glück löst sich da so manches Problem in Wohlgefallen auf.
     
  6. #5 Akkarin, 28.02.2014
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    Der Einwilligungsvorbehalt bewirkt, dass Rechtsgeschäft der betreuten zwar abgeschlossen werden können, diese aber erst mit Zustimmung der Betreuerin wirksam werden (nicht zu verwechseln mit schwebend unwirksam).

    Auch wenns rechtlich falsch ist, du kannst dir das praktisch vorstellen, wie mit einem minderjährigen.
    Der kann dir zwar sagen, dass er deine Wohnung mieten möchte, aber du brauchst die Unterschrift der Eltern.
    In den VB muss sie daher nicht einwilligen, da der Schuldner kein Mitspracherecht hat, ob du gegen ihn gerichtlich Vorgehen
    Möchtest.
     
  7. #6 _holger, 02.03.2014
    Zuletzt bearbeitet: 02.03.2014
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    Hallo zusammen

    und erst mal ein dickes Dankeschön für Eure Antworten!

    Habe mit der Betreuerin Kontakt aufgenommen und die Sache ist zumindest gefühlt eher positiv einzuordnen.

    @Andres
    Prinzipiell gebe ich Dir Recht, ein RA wäre nicht falsch. Hab aber da irgendwie nen eingeschränktes Vertrauensverhältniss, wenn auch @Duncan Di hast recht hat mir das auch hier gezeigt, besser man hat mal jemanden mit dem man was ausmachen kann als nur einen Briefkasten mit fragwürdiger Kenntnisnahme von Schreiben auf der Gegenseite. Aktuell dürfte ich aber schon mal einen fast 4 stelligen Betrag gespart haben den ich gar nicht gehabt hätte (außer Bank nicht bedienen)

    Da die finanzielle Lage für uns schlecht ist - ich aber im Moment Zeit habe und mich gut in Dinge einlesen kann habe ich es ohne probiert. Abmahnung und Kündigung und auch das einreichen der Klage bin eigentlich ganz zuversichtlich das ich bei einem Richter durchgekommen wäre. Bei Widerspruch hätte ich das aber sicher erneut abgewogen. Da ich 600KM weg bin vom dem Haus hätte ich vermutlich dann auch noch nen RA vor Ort gebraucht (besser gleich der kennt ja seinen Richter...)

    Mit RA wäre ich vermutlich schneller, da ich etwas auf doppelte Sicherheit gespielt habe, und erst abgemahnt, vermutlich hätte es da schon zur FK gereicht. Auf der anderen Seite habe ich noch Wochen gebraucht um die Vollmacht eines Miteigentümers zu bekommen, so das da je nachdem auch nicht keine Zeit zu gewinnen war. (Das hat die FK am meisten verzögert)

    @Sara einen VB hatte ich gerade am Tag vor Kenntnisnahme der Betreuung erlassen, habe dies auch der Betreuerin mitgeteilt. Da ich nun weis Mieterin bezieht Krankengeld kann ich mir einen Lohnpfändungsversuch wohl auch sparen.

    Habe der Betreuerin auch meine Sorgen mitgeteilt, sie teilte mir glaubwürdig mit das man es nicht auf eine Räumung mittels GVZ rauslaufen lassen würde. Die Wohnung ist mit 100qm prinzipiell zu groß für die Alleinerziehende Mutter so das bereits aktiv nach einer kleineren gesucht werden würde. (vielleicht nicht ganz einfach ist bei betreuter Person)

    Werde nun mal 14 Tage abwarten mit dem Bezahlen der Räumungsklage. Die Einspruchsfrist für die Fristgemäße Kündigung läuft morgen auch ab, im Streitfall müsste man vielleicht darüber nachdenken ob die Frist durch die Betreuung sich verlängert. Ansonsten würde eine Nachzahlung auch nicht mehr heilen.
    Bei Übernahme der Mietzahlung durch dritte (Stelle) könnte die Frau von mir aus auch noch wohnen bleiben, im Haus gab es keine Probleme mit Ihr. Die Betreuerin meinte aber schon zu groß. Mein Hauptziel ist erstmal möglichst Rückstände nicht vergrößern. Wie hoch die gesamten Räumungskosten am Ende wirklich werden können brauch ich Euch ja nicht erzählen... da ist mir jede bessere Einigung willkommen, eigentlich bin ich drauf angewiesen.

    Diese kümmert sich auch um Hilfen vom Staat, so das ich doch gestiegene Hoffnung habe das der Außenstand sich nicht vergrößert, die Bank macht schon Ärger...

    Gehe mal davon aus das ein bezahlen von Schulden im Prinzip aber auch zur Aufgabe der Betreuerin gehört, diese wird ja schlecht alle Ausgaben genehmigen können und dem VM "nichts abgeben"?

    @Akkarin ja so habe ich das zwischenzeitlich auch verstanden, schon heftig. Eigentlich gar nicht lebenspraktikabel für ne Mutter? Meine gelesen zu haben Einwilligung für alles ab 25€. Zumindest zerstreut das ein wenig meine Sorge die Betreuung könnte angestrebt worden sein um eine Räumung zu verzögern.. Muss schon was los sein wenn man sich sowas antut.

    Deine Einschätzung zum VB kann ich folgen, denke werde das Porto mal noch investieren aber an die Betreuerin zustellen lassen.

    @Andres teile der Schulden könnten vor vor Erteilung der Restschuldbefreiung entstanden sein., im Insoregister stehen 2 Termine, mir reichte erstmal die Erkenntnis "Dame kennt isch mit sowas aus", macht das vielleicht wieder.... Nehme an für mein Anliegen ist das aber irrelevant für mich und höchstens für Ihre Befreiung relevant, oder?

    Wollte zur Vermeidung von Verjährung ja je nach Verlauf auch auf Eingehungsbetrug gehen um eine Verjährung meiner Verbindlichkeiten evtl. zu unterbinden. (Scheint aber in der Regel nicht erfolgsversprechend zu sein, wobei bereits ein Ausfall der zweiten Miete...)

    Und nochmal @Andres "Daher: Die Räumung weiter betreiben".: Hat "das Amt"bei eingereichte Räumungsklage (beziehungsweise wenn diese Bezahlt ist ist sie ja Anhängig (?)) erweitere Zahlungsmöglichkeiten? (Natürlich auch gerne Kommentare von anderen)

    Die Betreuerin meinte manchmal zahlen sie rückwirkend, manchmal nicht - erwähnte aber auch das die Mieterin zu hohe Einnahmen für Wohngeld hätte (ups doch ran ans Konto?) . Hoffe mal das die B. eher gute Beziehungen zu den Ämtern hat.



    Danke Euch und eine schöne Woche!
     
  8. #7 sara, 02.03.2014
    Zuletzt bearbeitet: 02.03.2014
    sara

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    ich denke es geht da nicht nur ums Porto, sondern auch um die Kosten für den VB diese werden zwar auch der Mieterin wieder in Rechnung gestellt, aber insgesamt wird dadurch auch die Forderung erhöht.

    Ich würde erst mal keine Räumungsklage anleiern.
    Nach Aussage der Betreuerin ist die Whg. eh zu groß und sie wird eine kleinere Whg. sicher für die Betreute suchen.
    Ohne genaue Abstimmung mit der Betreuerin, würde ich auch zur Kostenvermeidung keine gerichtlichen Schritte im Moment beantragen. Auf den Kosten die du evtl. wegen Zahlungsunfähigkeit der Mieterin doch sitzen bleibst, ist der Batzen der dadurch produziert wird nicht gerade wenig.

    So bekommst du evtl. eher die z.Z. geschuldeten Beträge über das "Finanz-Management" der Betreuerin.
     
  9. #8 _holger, 02.03.2014
    _holger

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    Hallo,

    zu VB - der Mahnbescheid ist schon bezahlt, ging bisher davon aus das der VB nicht noch mal kosten entstehen lässt?
    Allerdings hab ich nicht bedacht das im Falle eines Einspruches gegen VB es automatisch zum Verfahren kommt, da die Forderung aber berechtigt ist wird die Betreuerin dies wohl nicht tun? Werde mal anfragen.

    Egal, ein VB ist eh schon raus der andere kann auch warten.

    Zu 2. ja sehe ich genau so. Wenn die Lage in 2-3 Wochen unverändert ist (also ich keinen cent bekommen habe) mal weitersehen. Gehe aber nicht davon aus das die B mir am Telefon da was vorgespielt hat und sie weis ja mir gehts primär um die Miete und nicht um die Räumung. Einzige Einschränkung wäre wenn eine dritte Stelle nur bei Klage zahlt, hoffe das ist nicht so aber mit Sozialleistungen kenne ich mich nicht aus aber da soll es ja seltsame Sachen geben.
     
Thema: Und nun eine Betreuerin..
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