unerlaubte Untervermietung / nachträgliche Zustimmung

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Jan_bln, 14.01.2010.

  1. #1 Jan_bln, 14.01.2010
    Jan_bln

    Jan_bln Neuer Benutzer

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    Folgender Fall:

    Hauptmieterin wohnt selber offensichtlich nicht mehr in der Mietwohnung. Ist dort aber noch gemeldet. Die Tochter und -seit einem halben Jahr- eine Untermieterin bewohnen die Wohnung. Nach Abmahnung teilt die Hauptmieterin mit, dass die Untervermietung -vorsorglich- beendet wurde und bittet gleichzeitig -zum nächsten 1.- um Zustimmung aus finanziellen Gründen für die gleiche Untermieterin -der sie ja nun angeblich gerade gekündigt hat-. Greift da auch §540 BGB? Müssen wir zustimmen?

    Vielen Dank für die Hilfe.
     
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  3. #2 Michael_62, 14.01.2010
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    Ja, finanzielle Notlage ist ein durchaus akzeptierter Grund für die Notwendigkeit unterzuvermieten.

    Wenn die Wohnung dadurch nicht überbelegt ist, wird dem schwer zu begegnen sein.

    Eine fristlose Kündigung wäre auch möglich, aber vor Gericht mit einer weinerlichen Mutter und "wir haben doch immer pünktlich gezahlt..." eher schwierig. :bier
     
  4. #3 Jan_bln, 15.01.2010
    Jan_bln

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    Die Notwendigkeit ist -wenn man ihr glaubt- gegeben. Aber müssen wir einem Untermieter zustimmen, dem angeblich gerade das Untermietverhältnis -auf unsere Abmahnung hin- gekündigt wurde. Wäre ja witzlos, wenn die gleiche Person dann ab 1. wieder Untermieter ist.
     
  5. #4 Thomas76, 15.01.2010
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    Ich glaube kaum, das das ein rechtlich tragfähiger Grund ist, diesen Untermieter abzulehnen.Letzteres kann man, soweit ich weiß nur, wenn in der Person des Untermieters irgendeine Unzumutbarkeit besteht (habe den genauen Wortlaut gerade nicht da), und das dürfte bei euch ja nicht der Fall sein.

    Ansonsten kann die Mieterin bei vorliegender Erlaubniss zur Untervermietung an so ziemlich jeden Untervermieten (mit Ausnahme des oben genannten), auch an jemanden, dessen Untermietvertrag gerade gekündigt wurde.

    Darüber hinaus frage ich mich, warum es für euch denn ein Problem sein sollte, diesen Untermieter zu akzeptieren ? Habt ihr schlechte Erfahrungen mit dem oder wollt ihr der Mieterin nur "eins auswischen" ? Ansonsten dürfte es für euch doch egal sein, ob es nur ausgerechnet dieser oder irgendein anderer Untermieter ist ?
     
  6. #5 Michael_62, 15.01.2010
    Michael_62

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    Ihr könnt mit hinreichend fundiertem Vortrag sicherlich einen Untermieter aus persönlichen Gründen ablehnen.

    Nur welche können diese denn noch sein?

    Tip: Vorlage Führungszeugnis verlangen -> Eintrag -> Ablehnung
    Vorlage unbefristeter Arbeitsvertrag -> keiner -> Ablehnung
    Vorlage Schufa Eigenauskunft -> Einträge -> Ablehnung
    Vorlage Mietschuldenfreiheit letzter Vermieter -> Ablehnung
    Vorlage Ummeldebescheinigung seit Untermiete -> keine -> Ablehnung
    Vorlage Gehaltsbescheinigung , Eigenauskunft , Untermietberechnung - > nicht tragfähig -> Ablehnung

    Das wären zulässige Gründe m.E. nach.

    Er ist Ausländer -> bei europäischem Ausland heiss.
    Er ist Schwul, blond,übergewichtig, ... -> Diskriminierungsklage vorherzusehen.
    :wink :wink
     
  7. #6 Thomas76, 15.01.2010
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    Ich bin mir da nicht so sicher, ob dies rechtlich ausreichend Gründe wären, einen Untervermieter abzulehnen.Das finanzielle Risiko trägt ja erst mal der Untervermieter (auch wenn das in der Praxis dann oftmals auf den Hauptvermieter zurückfallen wird).
     
  8. #7 Jan_bln, 15.01.2010
    Jan_bln

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    Logisch wäre es zumindest; Hauptmieter vermietet unter, weil er sich die Miete nicht leisten kann. Untermieter hat nur z.B. einen befristeten Arbeitsvertrag und kann dann nicht mehr zahlen. Dann wäre der Hauptmieter dran. Der kann ja aber nicht; darum vermietet er unter...ohje

    Aber die Frage war ja eigentlich ob einem Untermieter zugestimmt werden muss, der schon in der Wohnung lebt....Sozusagen nachträglich.
    Und wir suchen auch nicht nach einem Grund abzulehnen. Den haben wir in der Person. Ist halt mal grundsätzlich interessant zu wissen. Dann könnte man sich Abmahnungen ja sparen.
     
  9. #8 Thomas76, 15.01.2010
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    Wäre eben die Frage, ob ein Richter dieser Argumentation, auch wenn sie logisch erscheint folgen würde.Denn erst mal kann der Mieter ja entscheiden, ob er den gewünschten Untermieter für geeignet hält, seinen finanzielle Situation zu verbessern, was zumindest Anfangs auch funktionieren sollte.Außerdem kann theoretisch auch ein Mensch ohne Arbeitsvertrag über finanzielle Mittel verfügen.
    Man wird dem Mieter, der Untervermietet, vermutlich nicht in die Risikoeinschätzung seiner Einnahmequelle(n) reinreden können.

    Naja, wie willst du ein nicht akzeptieren dieser Person als zukünftigen Untermieter begründen ? Allein damit, das dieser schon mal (unberechtigt) als Untermieter dort gewoht hat ? Ich sehe da keinen rechtlichen Ansatzpunkt, das das als Ausschlußgrund gelten könnte.

    Anders wäre es wohl, wenn diese Person in der Zeit, in der sie dort bereits gewohnt hat "unangenehm aufgefallen" wäre, dann hätte man natürlich einen Grund.
     
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