uninteressierter Wohnungseigentümer....

Diskutiere uninteressierter Wohnungseigentümer.... im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Liebe Forumnutzer, heute habe ich mal eine ganz allgemeine Frage an euch und bin gespannt, wie ihr die Situation sehen werden. Zum Sachverhalt:...

  1. #1 Mutzel82, 13.02.2020
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    Liebe Forumnutzer,
    heute habe ich mal eine ganz allgemeine Frage an euch und bin gespannt, wie ihr die Situation sehen werden.
    Zum Sachverhalt:
    Es handelt sich um eine WEG mit 12 Einheiten....im Jahr 2011 wurde die EG-Whg. dem Sohnemann überschrieben, was die WEG leider auch erst Jahre später erfahren hat, da keinerlei Info erfolgte!
    Nachdem dies dann offiziell war, hat der Sohn seiner Mutter (diese wohnt abgesehen von dem Sohn auch in der betrf. Whg.) eine entsprechende Vollmacht (für alle Belange inkl. Stimmrechtsausübung) erteilt.
    Da die Gemeinschaftsordnung des betreffenden Objektes dies allerdings nicht zulässt (nur Ehepartner, andere Wohnungseigentümer oder der Verwalter), konnte diese weder an den stattfindenden WEG-Versammlungen teilnehmen noch abstimmen.
    Nun ist es so, dass auch gänzlicher Schriftverkehr im Original an den Sohn gesendet wird....Kopien gehen an die bevöllmächtigte Mutter.
    Nun erhielt ich den Hinweis, dass dem Sohnemann absolut keine Post zuzustellen ist, da er sich nicht für die Wohnung interessiert und ihm durch meine Post noch Kosten für die Entsorgung entstehen.
    Es wäre alles an seine Mutter zu schicken.
    Sollte ich dies missachten, wird die zukünftige Post ungeöffnet an mich zurückgesandt....

    Allerdings gerade was die Eigentümerversammlung (an der die Mutter ja nicht teilnehmen kann) betrifft, ist dies doch m.M.n. an den Sohn als Wohnungseigentümer zu schicken oder etwa nicht! ??
    Für mich persönlich scheint es nicht relevant, in wie weit ihn dies interessiert.
    Die Versammlung steht bevor und wenn er hält was er verspricht, wird er mir die Einladung ungeöffnet zurückschicken.....mir wurde ebenfalls nahegelegt, dass die WEG für solche Portokosten zukünftig nicht aufkommen wird.
    Wie würdet ihr euch diesbezüglich verhalten....mein Empfinden ist leider, dass eine solche Reaktion eine Frechheit ist und Probleme geschaffen werden, wo eigentlich gar keine sind.
    Ich bin mir derzeit auch unsicher, in wie weit die Mutter hier überhaupt über Belange der WEG informiert werden darf....zwar liegt eine Vollmacht vor aber wir leben ja auch in Zeiten, in denen der Datenschutz groß geschrieben wird. Wie würdet ihr diese Situation bewerten und ggf. euch zukünftig verhalten ?
    Danke im Voraus für eure Hilfen!
     
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  3. #2 Schnulli, 13.02.2020
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    Es ist keine Verwalterzustimmung erforderlich gewesen? Das Grundbuchamt hätte dies ja prüfen müssen.

    Meine Meinung: Sohnemann ist Eigentümer und damit vollumfänglich für die Belange der WEG zuständig. Erkläre das der Mutter, die da wohnt, dass die mal ihrem Sohn ins Gewissen reden soll. Post darf sie dazu wohl von Euch nicht bekommen, und wenn Sohnemann die Annahme verweigert hat er meiner Meinung nach selbstverschuldetes Pech gehabt. Spannend wird das erst, wenn die WEG Forderungen an ihn hat. Wie läuft das mit dem Hausgeld?
     
  4. #3 Mutzel82, 13.02.2020
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    Vielen Dank erstmal für deine Antwort....das Problem ist leider auch, dass die Mutter derselben Meinung ist wie ihr Sohn.
    Krass gesagt, ist mein persönlicher Eindruck sogar der, dass die Mutter ihm das so eingeredet hat und er das dann auch so macht.
    Oder eventuell will Muttern auch gar nicht, dass Sohnemann über alles informiert ist, das kann ich leider auch nicht gänzlich ausschließen. Darf die Mutter denn auf der Grundlage der vorliegenden Vollmacht Post bekommen oder aus datenschutzrechtlichen Gründen eher nicht???
    Die monatlichen Zahlungen werden ebenfalls gänzlich von der Mutter beglichen....
     
  5. #4 Schnulli, 13.02.2020
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    Stimmrecht geht nicht, allein schon deshalb, weil die Mutter nicht an der Eigentümerversammlung teilnehmen darf. Das ist ja keine öffentliche Veranstaltung. Wenn Sohnemann die Post zurück schickt.. wie gesagt, Pech. Er muss ja nicht an der Versammlung teilnehmen, wenn er nicht will.

    Letzten Endes kann euch ja egal sein, wer das Hausgeld zahlt. Aber Ansprechpartner und Briefempfänger in allen Belangen die WEG betreffend ist meiner Meinung nach erstmal der Eigentümer. Die rechtlichen Folgen aus der Annahmeverweigerung und mögliche weitere Optionen vermag ich nun nicht abzuschätzen. Das wird mir zu juristisch... Letzten Endes wahrscheinlich eine Abwägung zwischen "anwaltlicher Beratung" und "so weitermachen wie bisher".
    Meiner Meinung nach ist der Verwalter an den Datenschutz gebunden und "darf" gar nicht irgendwem anders außer dem Eigentümer die Post zukommen lassen. Alles andere muss Sohnemann im Innenverhältnis mit der Mutter klären.
     
  6. #5 Goldhamster, 13.02.2020
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    Hallo @Mutzel82

    was interessieren dich die internen Familienangelegenheiten anderer Leute?
    Du weißt doch selber wie du richtig handeln musst. Da gibt es doch keine zwei Meinungen.

    Oder schickst du auf speziellen Wunsch eines Eigentümers auch eine Einladung z. B. an den Thüringischen Landtag?


    Gerne mag Einladungen
    DER HAMSTER
     
  7. #6 Mutzel82, 13.02.2020
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    ok vielen Dank nochmal...ich sehe das absolut genauso aber wollte gern noch weitere Meinungen dazu einholen. Ich hatte dem Sohn ja jetzt lediglich die Nebenkostenabrechnung (Kopie ging an Mama) zugestellt und dann eine für mich so überzogene Reaktion??
    Eigentlich möchte ich mit der Mutter (die ist wirklich unmöglich und teilweise auch unter jeglicher Gürtellinie) gar keinen Kontakt und Gespräche mehr aber aufgrund der Vollmacht wahrscheinlich auch nicht ganz so einfach.
    Ich überlege aktuell auch, ob ich das mir nun vorliegende Schreiben einfach ignoriere und die Einladung zur WEG Versammlung dem Sohn dann zu gegebener Zeit daraufhin kommentarlos zusende, weil ich mich auf ein solches Niveau eigentlich nicht herablassen möchte und es mir eh sinnlos erscheint, mit denen zu kommunizieren.
     
  8. #7 Schnulli, 13.02.2020
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    Aus einer Annahmeverweigerung entstehen keine Portokosten, wenn der Sohn es zurück schickt kann er keinen Portokostenersatz für die Rücksendung von der WEG verlangen.

    Ja. Und an niemanden anders.

    Aber die zukünftigen Probleme daraus kannst du ja jetzt schon herleiten, wenn die Mama keine Kopien mehr bekommt....
     
  9. #8 ehrenwertes Haus, 13.02.2020
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    Ob diese Vorgabe wer stellvertretend für einen Eigentümer an einer EV teilnehmen und abstimmen darf so zulässig ist?
    Mit dieser Einschränkung könnte auch kein Rechtsbeistand als fachkundigen Berater oder Stellvertreter, medizinisch erforderliche Betreuer oder Pfleger als Begleiter an einer EV Teilnehmen. Damit wären alle Eigentümer, die auf eine solche Unterstützung angewiesen sind, von der Teilnahme und Ausübung des Stimmrechts ausgeschlossen.
     
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  10. #9 Mutzel82, 13.02.2020
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    nein, der liebe Sohn wollte mir damit nur "verbieten" die Portokosten (wenn ich ihm etwas zuschicke) der WEG in Rechnung zu stellen, so war das leider gemeint....

    ja, die zukünftigen Probleme liegen leider auf der Hand, wo für mich eigentlich gar keine sind....
     
  11. #10 Schnulli, 13.02.2020
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    Ja

    doch, siehe hier den Begriff und die Urteile dazu
    https://www.haufe.de/recht/deutsche...htoeffentlichkeit_idesk_PI17574_HI636911.html
     
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  12. #11 ehrenwertes Haus, 13.02.2020
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    Warum geht eine Kopie an die Mutter, die als Stellvertreter für den Sohn nicht akzeptiert wird?
    Ist das konform mit dem Datenschutz?

    Was die Eigentümer selbst weiter reichen ist deren Sache, aber als Verwaltung interne Infos an unbeteiligte Dritte rausgeben... sehr fragwürdiges Verhalten.
     
  13. #12 Mutzel82, 13.02.2020
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    Da die Mutter u.a. alle Zahlungen leistet und vor allem es ausdrücklich gewünscht war und die Generalvollmacht vorliegt, stellte das bis dato kein Problem dar ihr eine Kopie zukommen zu lassen, da es ja auch schon seit einigen Jahren auch schon vor dem "neuen Datenschutz" so üblich war....aber ja, wahrscheinlich nicht so optimal von mir.
     
  14. #13 Schnulli, 13.02.2020
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    Zumindest bezüglich der Nebenkostenabrechnung kannst du nun abwägen zwischen "Datenschutz" (wo kein Kläger da kein Richter... Interessierts ernsthaft jemanden?) oder dem "Vermeiden von Problemen"... :zwinkernd001:
     
  15. Andres

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    Ich sehe da überhaupt kein Problem. Die Mutter ist in allen Belangen bevollmächtigt, also auch zum Empfang des Schriftverkehrs. Datenschutz halte ich für überhaupt keinen relevanten Faktor.

    Auch sonst halte ich dieses Problem für ziemlich "unjuristisch".
     
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  16. #15 Benni.G, 13.02.2020
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    Wenn die beiden unter der gleichen Adresse wohnen, könntest du dann nicht einfach Eigentümer als Vor- und den Nachnamen auf die Post schreiben.
    Dann soll der, der Lust hat, die Post öffnen.
     
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  17. #16 Anhalter, 13.02.2020
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    Also der Sohn hat die Mutter bevollmächtigt "für alles".
    Die Mutter darf nicht an den Versammlungen teilnehmen. (Hätte nie gedacht, dass sowas geht, aber scheinbar gibt es Urteile die das bestätigen)

    Also müsste man doch die gesamte Korrespondenz über die Mutter laufen lassen können, Abrechnungen entsprechend. Einladungen eigentlich auch, aber eventuell mit dem Vermerk, dass eben nicht sie sondern der Sohn eingeladen ist.
     
  18. #17 Schnulli, 13.02.2020
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    Ein spannendes Konstrukt, wenn dann das eine Familienmitglied die Infos nicht an den andern weitergibt dann weiß man doch schon, dass die insgesamt nicht alle Preiselbeeren im Joghurt haben.
    Die Anreden in dem Anschreiben und sonstigen Briefen und Mitteilungen sollten aber immer an den Eigentümer gerichtet sein, dann sollen die intern halt zusehen, wie sie klar kommen. Lass die Post an den Eigentümer halt sein, bringt ja nix hier in dem Fall....
     
  19. #18 Mutzel82, 14.02.2020
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    Vielen Dank für eure Antworten und hilfreichen Meinungen!
    Aber ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass die beiden nicht in ein und derselben Wohnung wohnen. Sohnemann wohnt ca. 250 km entfernt und steht auch nicht am Briefkasten der Mutter.
    Eigentlich dachte ich erst, ich richte meine Korrespondenzen weiterhin an den Sohn und wenn diese Post dann ungeöffnet zurückkommt, werde ich mich zukünftig auch weigern mit Muttern zu kommunizieren.
    Aber leider wird dies ja nicht so ganz einfach und möglich sein, da ja die Vollmacht vorliegt aber ehrlich gesagt, stinkt mir dieses Verhalten dann doch so ziemlich....aber der letzte Tip von Schnulli ist eine gute Idee (dachte nur eigentlich, dass dies nicht so wirklich geht, da der Sohn ja da gar nicht wohnt und am Briefkasten steht....)
     
  20. #19 Benni.G, 14.02.2020
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    Dann soll der Sohn dir mitteilen, dass seine Post ab sofort an die Adresse seiner Mutter geschickt werden soll.
    Oder haben die beiden auch noch andere Nachnamen?
     
  21. #20 Mutzel82, 14.02.2020
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    ja die haben unterschiedliche Familiennamen....
     
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