Unklarheiten für Betriebskostenabrechnung 2012

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von Sebastian-D, 31.12.2013.

  1. #1 Sebastian-D, 31.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 31.12.2013
    Sebastian-D

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    Hallo zusammen.

    Ich habe gestern durch Pers. Posteinwurf durch meinen Vermieter die Betriebskostenabrechnung "2012" erhalten.

    Anbei habe ich einige unklarheiten entdeckt, und möchte mich dabei mal erkundigen
    ob das so seine Richtigkeit hat.

    Die Unklarheiten ergeben sich zunächst aus der Wasser & Abwasser berechnung.

    Folgende Angaben hat der Vermieter gemacht:

    Posten - Art - Ges. - Anteil - Verteilung - Anteil Wohnung
    =================================
    Wasser - Personen - 9 - 2 - 410m³ - 176,64 €
    Wasser/Gewerbe - 685m³ - "K/A" - 1311,76 € - "K/A"
    Abwasser - Personen - 9 - 2 - 1282,26 € - 129,52 €
    Abwasser/Gewerbe - "K/A" - "K/A" - "K/A" - "K/A" - "K/A"

    Für das Abrechnungsjahr muss man hierbei noch wissen, das es
    zu Ende Sept. Anfang Okt. 2012 ein Mieterwechsel
    stattgefunden hat, wobei die Personenanzahl der Wohnung der 1. Etage von "3" auf "2" zurückging.
    Die Ges. Belegung des Hauses wäre dann bis zu diesem Zeitpunkt "9" zu "8".

    Leider liegen keine weiteren Dokumentationen betreffend der Abrechnung vor.
    Kann mir einer von euch grob sagen, ob das so hinkommen mag?

    Mir fehlen bezugspunkte wie:
    Wie hoch ist der Ges. Verbrauch und deren Kosten, um sodann eine Verteilung durchzuführen, um zu Prüfen ob die Abrechnung Korrekt ist.

    --------------------------

    Weitere unklarheiten ergeben sich aus "Fläche".

    Kosten wie z.b.:

    - Grundsteuer
    - Straßenreinigung

    sind als Fläche mit 824 qm² angegeben.

    Hingegen sind:

    - Versicherung
    - Abfallentsorgung
    - Allgemeinstrom

    mit einer Fläche von 372 qm² angeben.

    Im Haus selbst gibt es eine gewerbeeinheit -> Gastronomie (Gaststätte)
    Mir ist über diese Gewerbeeinheit keinerlei qm² größe bekannt.

    Ich kann dem "Papier" keinerlei widerufsbelehrung entnehmen, über die man einwände Geltend machen könnte.

    Zudem steht noch Handschriftlich vom Vermieter folgender Vermerk:

    Die Abrechnung ist Komplett Maschinell erstellt worden, und enthält kein Erstelldatum.

    Im Briefkopf ist "Links" in der Ecke die Postalische Anschrift an mich als Mieter.
    Rechts Oben als Absender der Vermieter mit Postfachanschrift.

    Inhaltlich habe ich diese Abrechnung mit vergleichsabrechnungen (Beispiele aus dem Internet, wie eine Formell Gültige Abrechnung auszusehen hat)
    verglichen und bin zu dem entschluss gekommen, das die Gesamte Abrechnung Formell gesehen
    nicht den Ansprüchen genügt, denen sie laut Beispielen zu tragen haben sollte.

    Das mit den "innerhalb von 8 Tagen" kommt mir ausserdem sehr kurz vor.
    Zumal ich ja Fehler festgestellt habe.

    Die Abrechnung insgesamt kann ich nicht nachvollziehen, da ich Zahlen vorgelegt bekommen habe
    die nach Vergleiche (Altersmässig selbe Haus, selbe Lage, selbe Größe, selbe Schnitt der Wohnungen etc)
    vom Preislichen Gravierende unterschiede festgestellt habe
    die es meiner Ansicht nach schon rechtfertigen würden, gegen die Gesamte Abrechnung einen Widerspruch zu erheben.

    Vermag jemand betreffend Wasser & Abwasser und der "Fläche" etwas zu sagen?

    Wie geht ihr vor, wenn es sollche unstimmigkeiten gibt, wo die Wasserkosten nicht
    nachvollzogen werden konnten, von Mieter Seite her?

    Dabei bitte beachten, das es für die Wohnungen keine Wasseruhren gibt.

    Es gibt nur eine Hauptuhr (Keller) und daran hängt für die Gastro. eine weitere Uhr.
    Die Wasserkosten müssen erst getrennt werden.

    Wie oben ersichtlich, wird das nach Personen umgelegt, aber es Fehlen Informationen
    wie das Rechnerrisch und auf Richtigkeit überprüft werden kann.

    Radschläge sind erbeten.

    PS: Radschläge wie: Frag doch mal deinen Vermieter.. bringen keine Lösung
    da ich genau noch die Selbe Problematik habe mit der Abrechnung aus 2011
    wo mein RA den VM aufgefordert hat die Entsprechenden nachweise einmal offen zu legen, um es Prüfen zu können. - Der VM verweigert die mitarbeit, und lässt mich die Belege nicht einsehen, noch macht er Kopien, trotz mehrfacher Zusage, das ich die entsprechenden Kosten übernehme. - Aufgrund der mitarbeitsverweigerung habe ich Mitte Jan. 2014 eine zunächst Mündliche anhörung vor Gericht aus der Sache der Abrechnung 2011 wo ich gerne die Abrechnung zu 2012 mit hinein nehmen möchte.

    PPS: Der VM wohnt über 350 km entfernt, da Fährt man nicht mal so eben vorbei.
    [Habe kein Auto, kein FS, und müsste mit Öffentlichen verkehrsmittel anreisen]
    Die Anreise alleine machen schon "Hinweg" 3,5 Stunden aus.

    Ansonsten Wünsche ich allen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Pharao, 31.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 31.12.2013
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    Hi,

    irgendwie ist das doch doppelt gemoppelt und trotzdem nicht nachvollziehbar ... :?

    Ich mein, wenn ich was nach "Personen" oder "m2" abrechne, dann spielt der Verbrauch pro Wohneinheit oder der Gesamtverbrauch des Hauses doch keine wirkliche Rolle, sondern nur die Gesamtkosten.

    Also:
    - Posten Wasser,
    - Abrechnungsart Personen,
    - Gesamtanzahl Personen *,
    - Personen pro Wohneinheit xy *,
    - Kosten pro Wohneinheit xy

    * Was mir hier aber auch fehlt, wenn hier nach "Personen" abgerechnet wird, ob die Gesamtanzahl der Personen das ganze Abrechnungsjahr gleich war ? Sollte das nicht der Fall gewesen sein, müsste man m.E. hier mit Zeiträumen arbeiten bzw auflisten.

    Den Gesamtverbrauch könnte man, wenn man das umbedingt wissen muss, aus der Wasser-Rechnung entnehmen. Hier hat jeder Mieter das Recht, sich alles zeigen zu lassen an Rechnungen, was abgerechnet werden soll mit dem Mieter.

    Ah ok, das ist dann wohl der Teil, der für den alle Wohnräume sich ergeben hat: Verteilung 410m3, denn das "trennen" ist hier ja wichtig zwischen Wohnraum und Gewerbe. Trotzdem fehlen hier m.E. irgendwie die Gesamtkosten, denn mit den "m3" und "Umlageschlüssel Personen" kann man keine "Eurönchen" sich ausrechnen.

    Öhm - gibt es eine Pficht darauf Hinzuweisen, das laut §556 BGB Abs 3 steht: "Einwendungen gegen die Abrechnung hat der Mieter dem Vermieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Mieter Einwendungen nicht mehr geltend machen, es sei denn, der Mieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten.". In einen "guten" Mietvertrag müsste das aber auch nachzulesen sein ....

    Nur weils dir kurz vorkommt, bedeutet das nicht, das es deswegen ungültig wäre. Evtl wäre es Sinnvoll hier ggf. nur unter Vorbehalt zu zahlen, wenn der Vermieter sich eh weigert dir Belege vorzulegen.

    Wenn du aber eh einen RA in der Hand hast, lass den das doch alles machen und entscheiden !
     
  4. #3 Sebastian-D, 31.12.2013
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    Ich habe ja das Probl. das er mich nicht mal die Abrechnungsunterlagen aus 2011 Prüfen lässt.

    Da hatte er mir ja nen Mahnbescheid reingejagt, dem ich wiedersprochen hatte.
    Ich habe dem VM bereits darauf hingewiesen, das etwas mit der Abrechnung nicht stimmt.

    Es kam nur von ihm zurück, das er keine Fehler erkennen könne.

    Wiegesagt, dem Papiere nach rennen, bzw. zu klärung bringen, das habe ich seit Anfang 2012 und habe noch immer keine Einsicht bekommen, weil er mich nichts nachgucken lässt.

    Nun hatte der VM ja deswegen klage eingereicht gehabt, und ich habe schon mehrfach über meinem RA dem Gericht mitgeteilt, das der Kläger mich nicht in die Unterlagen gucken lässt, und auch nichts raus gibt.
    Mein Ra. hat ihn auch schon paar mal darauf hingewiesen, die Unterlagen offen zu legen, da ansonsten eine Gegenklage angestoßen werden sollte.

    Und die Gegenklage läuft inzwischen auch, und ist mit im Zusammenhang der Abrechnung aus 2011 und einigen anderen Mietstreitigkeiten.

    Ich kann nicht ständig imer und immer Bitte Bitte.. mach das mal über 6 Monate, iwann reichts.
     
  5. #4 Pharao, 31.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 31.12.2013
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    Öhm ? Also wenn ein Mieter nur sagt: "da stimmt was nicht", dann würde ich auch als Vermieter nur sagen "Sorry, kann keinen Fehler erkennen" ;)

    Du musst m.E. schon genauer sagen, was an der Abrechnung nicht stimmt oder nicht nachvollziehbar ist. Allerdings ändert das nichts daran, das du alle Belege/Rechnungen, die mit dir abgerechnet werden sollen, einsehen darfst ! Ohne Einsicht kann keiner Nachvollziehen, ob zb die Gesamtkosten stimmen bzw ob hier wirklich auch eine Rechnung vorliegt, ect.

    Klar, das muss wohl keiner machen. Wie schon geschrieben, wenn du eh einen RA an der Hand hast, dann lass den doch alles weitere Regeln.

    Wenn der Vermieter alle Rechnungen verweigert, könntest du theoretisch alle Abrechnungspunkte in Frage stellen bzw anzweifeln. Spätestens vor Gericht muss der Vermieter das ja vorlegen, ansonsten verliert er bzw er verliert eh, denn ich denke mal, das du versuchen wirst dein Unkosten dem Vermieter auf`s Auge zu drücken und da man ihn ja mehrfach vorab schon aufgefordert hat die Belege zu zusenden, wäre somit die Klage und evtl auch der RA garnicht nötig gewesen.
     
  6. #5 Andres, 31.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 01.01.2014
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    Zuerst zum Wasser, ich sehe das so: Zunächst trennt der Vermieter die Gewerbeeinheit und die Wohnungen entsprechend dem erfassten Verbrauch. Die Gewerbeeinheit hat 685 m³ verbraucht, die Wohnungen 410 m³. Anschließend wird vom Wasservrebrauch der Wohneinheiten dein Wasserverbrauch ermittelt, nämlich 2/9 von 410 m³, was Kosten von 176,64 € entsprechen soll. Wenn ich mit diesen Informationen den Preis für 1 m³ Wasser nachrechne, komme ich auf 1,96 €, was mir plausibel erscheint.

    Ob ich das nachvollziehen kann oder ob das Ergebnis plausibel ist, spielt aber keine Rolle. Diese Abrechnung ist falsch, und zwar sachlich und formell:
    • Ein offensichtlicher formaler Fehler ist das Fehlen der Gesamtkosten, d.h.: Wieviel wurde insgesamt für das Frischwasser bezahlt? Erst mit dieser Information ließe sich die Anwendung des Umlageschlüssels nachvollziehen. Die Gesamtkosten sind zwingend anzugeben, BGH VIII ZR 108/02.
    • Die Personenanzahl hast du selbst genannt. Das ist hier zumindest nicht nachprüfbar, wurde aber anscheinend nicht berücksichtigt. Es wäre eine Berechnung nach Personentagen erforderlich gewesen. Das ist ein sachlicher Fehler.


    Beim Abwasser sieht es ähnlich aus: Ob für die Gewerbeeinheit z.B. ein separater Gebührenbescheid ergangen ist, wäre anhand der Belege zu prüfen - ob es korrekt ist, dass das Gewerbe nicht im Abwasserschlüssel ist, kann man so also nicht sagen.

    Immerhin sind hier die Gesamtkosten genannt, trotzdem ist der fehlende Zeitfaktor auch hier zu beanstanden.


    Dann zu den Umlagen nach Fläche. Ob du es hören willst oder nicht, ist egal: Das musst du beim Vermieter nachfragen. Die Aufzählung aller Flächen samt ihrer jeweiligen Größen muss jedenfalls nicht in die Abrechnung. Kannst du grob abschätzen, ob die Differenz von 452 m² die Fläche der Gewerbeeinheit sein könnte?

    Es wäre nämlich schon denkbar, dass die bei 372 m² genannten Kosten für die Gewerbeeinheit separat entstehen (beim Müll ist das sogar sehr wahrscheinlich), während die Grundsteuer z.B. ziemlich sicher in einem einheitlichen Bescheid anfällt.

    Das ist auch nicht nötig. Für Einwendungen hast du ab Zugang 12 Monate Zeit.


    Daraus schließe ich, dass es zu einer Nachzahlung kam? Ansprüche auf Nachzahlungen hat der Vermieter erst dann, wenn er eine korrekte Abrechnung vorgelegt hat. Außerdem ist dir ein angemessener Zeitraum (i.d.R. ein Monat) zu gewähren, um die Abrechnung zu prüfen.


    Ob das in diesem Fall einen Mangel darstellt, kann ich nicht beurteilen. Man wäre als Vermieter gut beraten, solche Fragen gar nicht erst aufkommen zu lassen ...


    Nein, so läuft das nicht. Geprüft wird diejenige Abrechnung, die dir vorliegt, und zwar selbständig. Wenn der Vermieter seine Kosten belegen kann und sie korrekt abgerechnet hat, genügt das. Dass ein anderes Objekt vergleichsweise billiger ist, interessiert nicht.

    Einwendungen sind gegen konkrete Fehler dieser Abrechnung zu richten. Eine Einwendung gegen die "ganze Abrechnung" (noch dazu mit dieser Begründung) ist nicht zielführend.


    Ich habe gerade 10 Liegestütze gemacht. Ist das auch ok?


    Besprich das mit deinem Anwalt.
     
  7. #6 Sebastian-D, 31.12.2013
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    Naja, er verklagt mich, wegen der Abrechnung zu 2011.
    Er hatte nen Mahnbescheid zugeschickt, dem ich wiederrufen habe.
    Ansich hat es dann nach dem widerruf [hat mein RA gemacht] ca. 3 Monate gedauert, indem dann die Klaage eingereicht wurde das ich verklagt werden solte zur Zahlung seiner Fehlerhaften Abrechnung.

    Er selbst redet immer wieder davon, wie sehr alles Teuer wird, aber bisher hat er in den Jahren es nie so wirklich geschafft eine Abrechnung zu erstellen.

    Wenn dann so Abrechnungen kommen, rückwirkend 2007 - 2010 - mit ebenfalls fehlern, und horrornachzahlungen.

    und sich einige Positionen Jährlich decken, und im wohnumfeld ales Teurer geworden ist.

    Wie gesagt, ich habe jeden einzelnen Punkt der Abrechnung bemängelt, ganz besonders den Punkt wegen Wasser & Abwasser.

    Im Mietvertrag ist kein Verteilerschlüssel vereinbart. [Mietvertrag von 1989].
    Nebenkosten sind als Personen angegeben, mit einer entsprechend der Person zu Zahlenden Anteils.

    Für meine Nachbarn erstellt der VM keine Abrechnung, obwohl laut deren MV's es drin steht, das abzurechnen ist.

    Nun sah ich bei einigen Mietern, das egal wieviele Personen in der Wohnung sind es einen gleichbleibenden Nebenkostenvorrauszahlung vereinbart wurde.

    Durchschnittlich ca. 2,10 €/m² verlangt der VM bei den anderen Mietern als NKV.

    Ich denke das wird dann auch erklären, wieso so manches nicht passt, oder nicht passen will.
     
  8. #7 Pharao, 31.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 31.12.2013
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    Öhm, auch hier ein blick in §556 BGB:

    "Über die Vorauszahlungen für Betriebskosten ist jährlich abzurechnen; dabei ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten. Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist ist die Geltendmachung einer Nachforderung durch den Vermieter ausgeschlossen, es sei denn, der Vermieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten."

    Das heißt aber nicht, das du keine Betriebsabrechnung nach Ablauf der Frist mehr einfordern könntest, denn es könnte ja auch ein Guthaben rausgekommen sein. Also ein Recht auf eine Betriebsabechnung hast du weiterhin, nur das nach Fristende der Vermieter dir nix mehr in Rechnung stellen kann.

    Na dann ist der Verteilerschlüssel doch "nach Personen", oder nicht ? Ansonsten gilt §556a BGB Abs1:

    "Haben die Vertragsparteien nichts anderes vereinbart, sind die Betriebskosten vorbehaltlich anderweitiger Vorschriften nach dem Anteil der Wohnfläche umzulegen. Betriebskosten, die von einem erfassten Verbrauch oder einer erfassten Verursachung durch die Mieter abhängen, sind nach einem Maßstab umzulegen, der dem unterschiedlichen Verbrauch oder der unterschiedlichen Verursachung Rechnung trägt."

    Dann können deine Nachbarn auch die Nebenkostenvorauszahlungen (vorübergehend) einstellen, denn dann ist davon auszugehen, das keine Kosten anfallen. Könnte aber auch sein, das er mit denen eine Pauschale vereinbart hat, dann gib`s keine Abrechnung.
     
  9. #8 sara, 01.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 01.01.2014
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    dann wird das doch geklärt werden.

    Was soll das, das kann ich nicht nachvollziehen? Der Anwalt möchte wohl noch ein bisschen mehr verdienen. Oder gibt es da noch weitere gravierende Punkte die einer Klageerhebung deinerseits rechtfertigen. Die Abrechnung ist es wohl nicht.

    Wenn eine Klage doch schon anhängig ist, dann wird das mit den Belegen dort wohl geklärt, denn der Richter wird ohne plausible Abrechnung und Belege die Klage abweisen.

    Der neuen Abrechnung widersprichst du zeitnah wieder mit den gleichen Gründen. Evtl. folgende Mahnbescheide auch.

    Hast du wirklich einen Anwalt für Mietrecht?
     
  10. #9 Sebastian-D, 01.01.2014
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    Ja, ich habe einen RA für Mietrecht "Miet & Eigentumsrecht"
    mit dem Spezialgebiet "Betriebs, & Nebenkostenabrechnungen"

    Der VM hat einen RA der zwar auch Mietrecht hat, aber der scheint mir auch nicht gerade
    der Hellste zu sein.

    Dem Kanzleiprofil nach macht er noch viele nebentätigkeiten, neben dem Mietrecht.
    Das macht meiner nicht.

    Mein RA. hat ja auch dem RA. des VM's geschrieben das die Abrechnung nicht io ist.
    Dies betrifft die Abrechnung 2011, und jetzt auch 2012.

    Der Ra. des VM's hat aber auf das Schreiben meines RA's nicht reagiert.
    Das Thema wird von VM Seite "Totgeschwiegen".

    Die Abrechnung aus 2012 ist dem selben "Fehlerhaften" Schema entsprungen, wie die 2011 Abrechnung.

    Ich bin ja Bereit das zu klären, aber die gegenseite ist Stur, und lässt weder mich
    noch meinem RA die unterlagen Prüfen.

    An einigen bescheiden, zum. in Punkto Wasserabrechnung könnte ich durch die Stadtwerke etwas bekommen.
    Da die aber mir diese Daten nicht aushändigen wollen (Datenschutz)
    haben die gesagt, das dann mein RA nen schreibchen aufsetzen soll, und das Anfordern soll.

    Habe darüber mit meinem RA. gesprochen, und der meinte das wir den Papieren von den Versorgungsstellen
    nicht hinterher laufen werden, da der VM sie hat und rausgeben muss, da sie bis zu 3x + angefordert wurden.

    Bisher ergebnislos.

    Daher setzt mein RA darauf, das der VM via Gericht jetzt in die Knie gezwungen wird
    hier jetzt für klarheiten zu sorgen, da ich sodenn im zweifel die Komplette Vorrauszahlungen einstellen darf, bis die Sache komplett geklärt ist.
     
  11. #10 prinzregent, 01.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 01.01.2014
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    tja, ich bin ja kein Rechtsanwalt, aber hier ist der Vermieter eindeutig im Unrecht.

    Der Vermieter muss dir auf Anfrage alle Unterlagen zeigen.

    Ich mach so was im Restaurant, so bei Cafe und nem Essen geht das locker.

    Der Vermieter hat auch klar anzuzeigen, dass ein Mieterwechsel statt fand. Denn der ist in deinem Einzelfall sehr wichtig, weil die Personenzahl sich geaendert hat.

    Dem Vermieter fehlt eindeutig ein Computerprogramm, was so was ausrechnet. Das ist teuer, so ne Software.

    Aber die Sache ist ja bei deinem Anwalt. Der Vermieter wird das verlieren.

    ha ha ha, DAS hast du gut geschrieben: " Der VM hat einen RA der zwar auch Mietrecht hat, aber der scheint mir auch nicht gerade
    der Hellste zu sein."
     
  12. #11 Sebastian-D, 01.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 01.01.2014
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    Naja, in Bezug dieses RA vom VM habe selbst ich ihm mal einen Brief geschrieben gehabt
    und habe ihn darauf aufmerksam gemacht, das mit der Abrechnung seines Mandanten etwas nicht stimmt.

    Ich habe die Ges. Abrechnung aufskorn genommen, und habe zuweilen darauf hingewiesen
    das der Gezahlte vorschuss des Zeitraums "01.01.11 - 31.12.11" nicht den tatsachen
    entspricht.

    Ich überweise Miete & NKV als 1 Haupsatz (Brutto) und schreibe bei der Überweisung
    im Verwendungszweck woraus sich die Ges. Summe zusammensetzt.

    Habe dann von meiner Bank eine Jahres Tabelle mit nur den Einträgen der Mietzahlungen nebst NKV geben lassen.

    Hier behauptet der RA des VM's nun selbst, ohne für seinen Mandanten tätig zu werden
    das noch immer keine Fehler der Abrechnung vorhanden sind.

    Und genau das selbe liegt jetzt mit der Abrechnung 2012 vor, weil hier wieder die
    im Vorraus geleistete Zuschuss zur Abrechnung "01.01.12 - 31.12.12" nicht den Tatsachen der tatsächlich Gezahlten Vorschusses trägt.

    Aber diesmal werde ich das direkt meiem RA übergeben, und ihn Prüfen lassen, er hat ja auch die Abrechnungen 07-11 vorliegen, aus denen dr VM versucht hat 07-11 geltend zu machen.

    Konte aber nun einvernehmlich geklärt werden das der VM keine ansprüche aus den Jahren 07-10 geltend machen will, aber weierhin an 11 festhält.

    Nachtrag:

    Ich habe dem VM und dessen RA eine Reale Nebenkostenabrechnung zukommen lassen
    bei der alle wesentlichen Punkte abgedeckt waren, die keine Fragen offen ließen
    weil alle Abrechnungspositionen klar hervorgegangen sind, und es weder von:

    Hausverwaltung [Ersteller der Abrechnung - Dem Wohnungseigentümer [Einem bekanten von mir] - Und dessen Mieter [Mein Cousin und seine Frau] zu keinerlei beanstandungen gekommen ist.

    Die Abrechnung ist viel Detailierter gewesen als die Abrechnung meines VM's.

    Hier waren sogar dinge benannt gewesen, dessen Kosten der VM nicht auf die Mieter abwälzen konnte, daher gingen diese Positionen in der Berechnung des Mieters gegen 0.

    Mit dieser Abrechnung habe ich keine 5 Min. gebraucht um sie zum einen zu verstehen, und deren Inhalt auf Fehler zu überprüfen.
    - Ich fand keine Fehler.

    In der Abrechnung sind inbegrifflich auch gewerbe gewesen.

    VM & sein RA begründen:

    Meine Beispielabrechnung könne in diesem Falle niht zur anwendung kommen
    da sich die Abrechnung auf eine Abrechnung mit Mehreigentümer handele.

    ----

    Okay, mehreigentümer ist insoweit richtig, aber das ändert für mich an der tatsache nichts, das diese Abrechnung Korrekt war.

    Zudem habe ich ich bei der Abrechnung mit Textmarker die Stellen Makiert gehabt, die nach MV abzurechnen sind.

    Das wird aber dennoch von RA & VM nicht anerkannt.

    Nachtrag 2:

    Ich habe vorher meinen RA gefragt, wegen der Abrechnung meines Bekannten, und er hat mir gesagt das die Abrechnung
    Formell gesehen keine Fehler aufweist, und ich das als "Vorlage" bzw. Abrechnungsbeispiel an meinem VM weiterreichen kann
    sodas der VM direkter versteht, auf was ich meine Fehler der Abrechnung von ihm beziehe.
     
  13. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    ja, was willst du denn noch hören?
    Warte doch einfach diesen Termin ab, dann wird sich das sicher in deinem Sinne klären.
    Ich würde auch nicht weiter den Vermieter in diesem anhängigen Verfahren kontaktieren.

    Wichtig - Widerspruch auch gegen die neue Betriebskostenabrechnung einlegen und abwarten.
     
  14. #13 immodream, 01.01.2014
    immodream

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    Hallo Sebastian- D,
    ich stehe als Vermieter zwar auf der Gegenseite, trotzdem gebe ich dir den Ratschlag,
    mit dem RA deines Vermieters nicht mehr zu reden ( schreiben ).
    Ein Gerichtstermin wird unausweichlich stattfinden.
    Und dann musst du mit einfachen , klar verständlichen Fakten dem Richter alles so erklären , das der dich versteht.
    Vergiss die ganze Rechtsanwaltsmafia.( die haben teilweise gemeinsam studiert oder spielen im gleich Golfclub oder Tennisverein, und essen in der Gerichtskantine gemeinsam zu Mittag )
    Du musst den Richter überzeugen. Vor Gericht ist das wie in einem großen Kindergarten. Es wird nicht Recht gesprochen , sondern der, der den Richter klar und deutlich überzeugen kann, gewinnt.
    Alle anderen Vorurteile und Erfahrungen sind Märchen aus dem Hartz4 Fernsehen.
    Lass dich nicht unterkriegen.
    Grüße
    Immodream
     
  15. #14 Sebastian-D, 01.01.2014
    Sebastian-D

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    Widerspruch werde ich sowieso einlegenn, und zusätzlich einlegen lassen.
    Damit bin ich dann - vorrübergehend erstmal - auf der für mich recht sicheren seite.

    Ich kommuniziere derzeit sowieso nicht mehr mit dem VM, oder dessen RA.
    Da das Gericht eingeschaltet ist, muss ich über den den Weg meines RA's gehen.

    Dann verläuft die sache nähmlich so:

    Ich -> Mein RA -> Gericht -> VM's RA -> VM.....
    VM -> Sein RA -> Gericht -> Mein RA -> Ich....

    Bevor das stattgefunden hatte wie der Schriftverkehr von statten geht, habe ich vom
    ersten Schreiben an, wo von Gerichtsseite her der Gerichtsstempel stand, die
    Kommunikation sofort eingestellt.

    Dies Betraf NKV 2011.

    Für 2012 muss ich das Seperat machen, weil es wieder etwas unabhängiges ist, aber
    meines erachtens, und rechtsgefühl im zusammenhang./.zusammenspiel mit der Abrechnung aus 2011 liegt.
     
Thema: Unklarheiten für Betriebskostenabrechnung 2012
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