Unseriöser Käufer! - Probleme nach fast 1 Jahr

Diskutiere Unseriöser Käufer! - Probleme nach fast 1 Jahr im Immobilien - Erwerb/Veräußerung im Inland Forum im Bereich Immobilien Forum; Liebe Forenfreunde, liebe Immofans und Experten, diese schöne Plattform, die uns allen zur Verfügung steht bzw. dieses geniale Forum und seine...

  1. #1 garfield_79, 13.03.2017
    garfield_79

    garfield_79 Benutzer

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    Liebe Forenfreunde, liebe Immofans und Experten,

    diese schöne Plattform, die uns allen zur Verfügung steht bzw. dieses geniale Forum und seine Mods und User finde ich großartig!

    Aus aktuellem Anlass brauche ich mal wieder euren Rat:

    Situation
    • Mutter hat ihr EFH/Grundstück in der Provinz im Mai 2016 verkauft.
    (Danke nochmals für eure Unterstützung zwecks Klauseln Notarvertrag!)
    • Käufer hat Kaufpreis überwiesen
    • Schlüsselübergabe erfolgt

    Ärger

    Übergang von Lasten und Pflichten wurde auch exakt im Vertrag geregelt.

    Danach hätte der Käufer anteilig für 2016 noch Grundsteuer, Versicherungsbeiträge, Energieversorgeranteile an sie zahlen sollen.

    • hat er bis heute nicht gemacht
    Schlimmer:

    Die Gebäudeversicherung hat meiner Mutter auch für 2017 nochmal den vollen Jahresbeitrag in Rechnung gestellt!

    Auf Beschwerde hin, mit Hinweis auf erfolgten Verkauf in 05/2016, ist sie abgeblitzt. Grund, der Kauf ist wohl auch nach 10 Monaten noch nicht im Grundbuch wirksam eingetragen.

    Wie kann das sein?!?

    Der Käufer macht einen auf Taubstumm und reagiert weder auf Anrufe noch auf Briefpost, geht aber parallel weiter seinen Geschäften nach.

    Frage

    1. Was kann meine Mutter in dem so gelagerten Fall effektiv tun um sich aus der Kostenfalle zu befreien bzw. um das ausstehende Geld zügig zu bekommen?
    2. Welche Handhabe hat sie gegen den unseriösen Käufer/neuen Eigentümer?
    3. Was würdet ihr an ihrer Stelle tun? (Verkauf lief über Makler.)

    Bitte schreibt wieder eure spontanen Gedanken und Ideen!

    Bin für jeden hilfreichen Rat dankbar!

    Ich wünsche euch allen eine erfolgreiche Woche!

    LG
     
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  3. #2 Toastedblackcat, 13.03.2017
    Toastedblackcat

    Toastedblackcat Erfahrener Benutzer

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    Soweit mir bekannt: wer am 31.12. des Jahres im Grundbuch steht, wird zur Kasse gebeten. Egal wann der Verkauf genau stattfand. Bei der Grundsteuer auf jeden Fall. Wie die Versicherung das sieht, ist wohl von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich.

    Was der Makler jetzt damit zu tun haben sollte- erschließt sich mir allerdings nicht.
     
  4. Andres

    Andres
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    Das ist eine Frage an den Notar. Es gibt Grundbuchämter, die schon so lange für die Umschreibung benötigt haben, es gibt Notare, die den "Papierkram" vergessen, es gibt Käufer, die dem Notar den Eingang des Kaufpreises auch nach Monaten noch nicht bestätigt haben (falls die Kaufpreiszahlung nicht treuhänderisch über den Notar erfolgt), ... . Wir hier im Forum müssten raten - der Notar wird den tatsächlichen Grund sehr wahrscheinlich wissen.


    Die Umschreibung könnte man notfalls auf dem Klageweg erzwingen, aber vorher würde ich doch gerne wissen, woran es hängt.
     
  5. #4 BHShuber, 13.03.2017
    BHShuber

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    Hallo,

    Nutzen und Lasten!

    So nun die Grundsteuer entrichtet immer derjenige der am Anfang des Jahres, spätestens nach Zugang des Bescheides (meist Januar) im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist für das gesamte Jahr.

    Kaufvertraglich kann der Käufer zu einer Abschlagszahlung nicht verpflichtet werden, höchstens zu gegenseitigen Ausgleich der Kaufparteien.

    Der Käufer kann ausschließlich nur die Gebäudeversicherung übernehmen oder mit außerordentlichen Kündigungsrecht kündigen, wenn er den Nachweis bringt, als Eigentümer im Grundbuch zu stehen, da dies ja noch nicht der Fall ist, hätte deine Mutter die Versicherung kündigen können und zwar wegen Wegfall des versicherten Risikos, welches mit Nutzen und Lasten auf den Käufer übergegangen ist.

    Der Energieversorger hält sich immer an die Person, mit der er ein Vertragsverhältnis hat, hat diese Person es versäumt, die Energieversorgung zu kündigen, dann zahlt diese Person am St. Nimmerleinstag auch noch.

    Bisher kann ich von Seiten des Käufer keinerlei Unseriösität erkennen????
    Lediglich Versäumnisse von Seiten des Verkäufers!

    In der Form, dass er es versäumt hat, den Versicherungsvertrag zu kündigen, dass er es versäumt hat dem Energieversorger zu kündigen und es versäumt hat, die im Kaufvertrag vereinbarten Ausgleichszahlungen beim Käufer einzufordern, sowie es versäumt hat beim Notar nachzufragen woran die versäumt Grundbucheintragung des neuen Eigentümers nicht durchgeführt wurde, zumindest müsste die Auflassungsvormerkung eingetragen sein, dies hätte bei den Institutionen Versicherer und Energieversorger als Nachweis gereicht.

    Gruß
    BHShuber
     
  6. #5 anitari, 13.03.2017
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

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    Grunderwerbssteuer nicht gezahlt wäre möglich.
     
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  7. #6 garfield_79, 13.03.2017
    garfield_79

    garfield_79 Benutzer

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    Vielen Dank für eure qualifizierten und interessanten Antworten!

    Werde das alles so weiter geben und meine Mutter umgehend darauf aufmerksam machen.

    Ihr seid Spitze!

    LG
     
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