Untermietvertrag mit monatlicher Kündigungsfrist

Diskutiere Untermietvertrag mit monatlicher Kündigungsfrist im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Ich beabsichtige Wohnungen in meinem MFH an WGs oder Studenten zu vermieten, weil ich mit Studenten in meiner kurzen Zeit als Vermieter die besten...

  1. radipi

    radipi Neuer Benutzer

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    Ich beabsichtige Wohnungen in meinem MFH an WGs oder Studenten zu vermieten, weil ich mit Studenten in meiner kurzen Zeit als Vermieter die besten Erfahrungen gemacht habe. So wurde mir auch durch die Polizei bestätigt, dass man mit Studenten in der Regel selten Probleme hätte mit Ausnahme der seltenen Beschwerde wegen lauter Musik.

    Nun habe ich eine komplette Wohnung an meine Frau "regulär" vermietet mit normalen MV so wie es üblich ist. Meine Frau hat die Erlaubnis zur Untervermietung. Sie "untervermietet" an Studenten un-möbelierte Zimmer, und stellt so 2er oder 3er WGs zusammen - alles natürlich unter Berücksichtigung und mit Absprache der einzelen Studenten. ABER - und hier ist der Knackpunkt - der Unternietvertrag hat eine gegenseitige Kündigungsklausel "zum Ende des folgenden Kalendermonats" - das haben Studenten gerne weil es Ihnen Flexinilität gibt, und als Vermieter hat man die Möglichkeit Problem-Mieter schnell aus der WG rauszubekommen.

    Frage an das Forum / rechtlich vorbelastete Experten: ist so eine "Konstruktion" sinnvoll, oder habe ich etwas übersehen?
     
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  3. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo radipi,

    Du kannst das natürlich versuchen, wenn es aber hart auf hart kommt wird das ein Gericht sehr wahrscheinlich kippen.
    Insbesondere wenn du kündigst ist die verkürzte Kündigungsfrist zum Nachteil des M.
    Schlimmstenfalls wäre deine Kündigung unwirksam und du müsstest ggf. nach verlorenem Rechtsstreit neu mit der gesetzlichen Frist kündigen.

    Es gäbe ja noch die möblierte Vermietung, da hast du vom Gesetz noch kürzere Fristen. Wär das nix?

    VG Syker
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    So wird es nicht passieren...
    Für eine Kündigung durch den Vermieter würde nicht nur wahrscheinlich, sondern mit Sicherheit die gesetzliche Kündigungsfrist von min. 3 Monaten gelten. Allerdings wäre eine Kuendigung mit einer unzutreffenden Frist von 1 Monat nicht unwirksam. Das Mietverhaeltnis würde zum nächstmöglichen Termin enden... zumindest wenn die Kuendigung im Grundsatz berechtigt wäre.

    Das wär bei dem hier in Rede stehenden Sachverhalt nix... Möbliert ist nur eines von zwei Kriterien, die für die kurze Kündigungsfrist von zwei Wochen zum Monatsende vorliegen müssten. Das zweite Kriterium lautet "innerhalb der Wohnung des Vermieters". Davon ist im UP nicht die Rede.
     
  5. #4 Pharao, 01.11.2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 01.11.2014
    Pharao

    Pharao Gast

    Hi Radipi,

    eine Vereinbarung zum Nachteil des Vermieter ist i.d.R. gültig. D.h. wenn du es den Studenten schmackhaft machen willst, kannst du natürlich mit denen einen kürzere Kündigungsfrist vereinbaren. NUR deine Kündigungsfrist als Vermieter darf/sollte nicht kürzer sein als gesetzlich gefordert, denn das wäre dann m.E. eine Vereinbarung zum Nachteil des Mieters und somit i.d.R. unwirksam. Aber wie heißt es so schön "Wo kein Kläger, da kein Richter". Trotzdem würde ich es eher rechtssicher machen.


    Naja, neben Ruhestörung gibt es ja noch einiges, was die Polizei nicht erfasst. Hierzu zählt zB wie die Wohnung bzw. das Zimmer nach Mietende aussieht, ob der Mieter brav seine Miete zahlt, ect.
     
Thema: Untermietvertrag mit monatlicher Kündigungsfrist
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