unterschiedliche Anteilsberechnung in Wohngeldabrechnung

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von wagnerth, 01.10.2014.

  1. #1 wagnerth, 01.10.2014
    wagnerth

    wagnerth Neuer Benutzer

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    Hallo an alle,

    wir haben seit letztem Jahr einen neuen Hausverwalter und nun kommt die erste Wohngeldabrechnung. Dabei ist aufgefallen dass die Anteile zur Berechnung teilweise unterschiedlich sind.
    Die Wohnanlage hat 10 Garagen mit jeweils 3,0/1000 Anteilen. Meine Wohnung hat 108,00/1000 Anteile.
    Nun berechnet der HV z.B. für den Allgemeinstrom mit einem Verteilungsschlüssel von insg. 111,00/1000 (soweit kann ich es noch nachvollziehen)
    Für die Gewässerschadenshaftpflicht und die Hausreinigung verwendet er nun aber einen Verteilungsschlüssel von 108,00/970.
    Hier kommen meine Fragezeichen. Dass die Hausreinigung und die Gewässerschadenshaftpflicht nicht auf die Garagen umgelegt wird, kann ich noch nachvollziehen (deswegen ja auch mit 108,00 und nicht 111,00) - aber warum nun 970stel und nicht 1000stel?

    Oder denk mich hier einfach nur zu einfach (oder zu kompliziert)?
    Ist das so zulässig? Die Vorverwalter haben immer alles mit 1000stel berechnet!

    Grüsse

    wagnerth
     
  2. AdMan

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  3. dots

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    Ich nicht.
    Betrachtest du eine Wohnung zusammen mit einer Garage?


    9/1000 = 18/2000 / 4,5/500 ... warum also sollte es einen grundsätzlichen Unterschied machen, wenn man mit tausendsteln, fünfhundertsteln oder siebeneinhalbsteln rechnet?
     
  4. #3 wagnerth, 01.10.2014
    wagnerth

    wagnerth Neuer Benutzer

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    da der Garagenhof beleuchtet ist, bezieht sich der Allgemeinstrom sowohl auf das Haus als auch auf die Garagen.

    Da geb ich Dir recht - solange immer der selbe Quotient zugrunde liegt. Aber hier sind es einmal 1000stel und einmal 970stel.
     
  5. Andres

    Andres
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    Weiß ich nicht - machen wir es doch mal einfach:

    Du, dots und ich wollen uns gemeinsam eine Torte beim Konditor kaufen. Der Konditor möchte uns nur ganze Torten verkaufen, daher müssen wir uns untereinander einigen, wie wir die insgesamt 12 Stücke verteilen und den Gesamtpreis bezahlen. Wir einigen uns darauf, dass jeder den Anteil der Torte bezahlt, der seinen Stücken entspricht.

    Du hättest gerne 5 Stücke, also zahlst du 5/12.
    dots hätte gerne 3 Stücke, zahlt also 3/12.
    Ich hätte gerne 4 Stücke, zahle also 4/12.

    Jetzt hat sich aber dots mit dem Konditor geeinigt und bekommt 4 Stücke ausnahmsweise einzeln und darf direkt bezahlen. 1 Stück verkauft er dir weiter - das interessiert mich aber alles nicht, weil es mit unserer ursprünglichen Vereinbarung nichts zu tun hat. Davon bleibt jetzt noch folgendes übrig:

    Die Torte hat nur noch 8 statt 12 Stücke.
    Du möchtest noch 4 Stücke, zahlst also 4/8.
    Ich möchte weiterhin 4 Stücke, zahle also auch 4/8.

    Wenn es dir besser gefällt, können wir auch beide 6/12 zahlen. Oder 500,00/1000.

    Vielleicht kannst du dir die Sache auch einfacher vorstellen, wenn du die Division nicht als "durch" oder als Bruch liest, sondern als "von". So sperrig diese Formulierung in Gesetzestexten manchmal klingt, so sehr vereinfacht sie die Sache hier.


    Es ist also recht einfach: Wenn sich die Anzahl der Stücke ändert, ist es rechnerisch am einfachsten, den Nenner an die neue Gesamtzahl der Stücke anzupassen. Man muss dann nämlich für den Zähler weiterhin nichts anderes tun, als durchzuzählen - in deinem Fall nur noch bis 108, weil die 3 für die Garage entfallen.

    Die alte Abrechnung muss nicht falsch sein. Man kann danach den Bruch so erweitern, dass wieder der alte Nenner entsteht. Statt 108/970 kann man auch 111,3/1000 ansetzen. Die 1000stel sehen zwar schön aus, aber eigentlich ist es so nicht logisch.

    Natürlich kann die alte Abrechnung auch einfach nur falsch sein ...
     
  6. dots

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    Au ja!

    Ich hätt' gerade echt Hunger auf eine Schwarzwälder Kirschtorte.
    Zur Not würd ich aber auch Käsesahnetorte nehmen. irgendwie müssen wir uns ja einigen ;-)
     
  7. Andres

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    Ich entwerfe dann mal eine Teilungserklärung. :12:
     
  8. #7 Martens, 02.10.2014
    Martens

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    Neben den Ausführungen über Bruchrechnung im allgemeinen und Kuchen im besonderen ein weiterer Hinweis:

    Welche Kosten auf welche Einheiten umzulegen sind, ergibt sich einzig aus der Teilungserklärung und den gültigen Beschlüssen der WEG, seit 2007 zwingend in der Beschlußsammlung gelistet.
    Wenn nun der neue Verwalter anders abrechnet, als der bisherige es tat, sollte man den neuen Verwalter fragen warum er dies tut, er sollte einen Grund haben und diesen ordentlich erläutern können.

    Wenn ich im vorliegenden Fall einzelne Kosten nur auf die Wohnungen umlege, ist die Summe der verteilten Anteile um die 30 MEA der Garagen geringer, als die Gesamtsumme, es ergibt sich also für jede Wohnung zwingend ein Anteil xxx/970.

    Würde ich die Kosten für die Wohnungen mit xxx/1000 berechnen, würden die anteiligen Kosten für 30/1000 nicht abgerechnet werden, obwohl sie entstanden sind, dies ist eindeutig falsch und mindert über die Jahre das Vermögen der WEG.

    Christian Martens
     
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