Unterschiedliche Heizkostenfaktoren in Mehrfamilienhaus

Diskutiere Unterschiedliche Heizkostenfaktoren in Mehrfamilienhaus im Abrechnungs-/Umlagmaßstab Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, ich bewohne seit 14 Monaten eine Mietwohnung im Erdgeschoss in einem Mehrfamilienhaus mit 7 Parteien. Im letzten Jahr habe ich...

  1. #1 Steingrimr, 08.01.2014
    Steingrimr

    Steingrimr Gast

    Hallo zusammen,

    ich bewohne seit 14 Monaten eine Mietwohnung im Erdgeschoss in einem Mehrfamilienhaus mit 7 Parteien.
    Im letzten Jahr habe ich meine Verbrauchsentwicklung verfolgt und dokumentiert um mal ein Gefühl für das Thema Energieverbrauch und Nebenkostenabrechnung zu bekommen, da dies meine erste eigene Wohnung ist.
    Die Nebenkostenabrechnng für das Jahr 2012 (nur Dezember) liegt mir vor und ist für mich nachvollziehbar.

    Anfang 2014 wurden nun unsere Zählerstände abgelesen und ich werde die Nebenkostenabrechnung wohl Mitte / Ende Februar erhalten.
    Am gleichen Tag habe ich einem Nachbarn, der im 1 Stock über mir wohnt, geholfen seine Nebekostenabrechnung für 2012 nachzuvollziehen. Dabei habe ich auch seine aktuellen Verbrauchswerte / -einheiten für das Jahr 2013 gesehen und war schockiert.
    Diese sind 4-5x niedriger als meine. Und das obwohl ich sehr auf meinen Verbrauch geachtet habe. Auf meine Nachfrage gab er an, dass er eigentlich so gut wie nie heizen müsse und die Wohnung immer schön warm ist.

    Das ich im Erdgeschoss direkt der Kälte aus dem Wasch- und Trockenraum unter mir ausgesetzt bin und da "dagegenheizen" muss ist mir klar. Ich gehe daher davon aus, dass der Verbrauch im Erdgeschoss tendenziell immer etwas höher ist als in den oberen Wohnungen.
    Da meine oberen Nachbarn von "meiner" Wärme profitieren, müssen sie so gut wie nicht heizen und ich muss auch hier "dagegenheizen". Die Unterschiede im Verbrauch sind für mich daher ebenfalls nachvollziehbar.

    Was ich aufgrund der Sachlage aber nicht nachvollziehen kann ist, dass die Verbrauchseinheiten in allen Wohnung gleiche bewertet werden (das kann ich der Abrechnung 2012 entnehmen).
    Meiner persönlichen Meinung nach sollte eine Verbrauchseinheit im Erdgeschoss weniger kosten als eine Verbrauchseinheit in den höher gelegenen Wohnungen, um somit den Vorteil der anderen Parteien bzw. meinen Nachteil auszugleichen.
    Es macht ja auch keinen Sinn andere Parteien zum Heizen zu "zwingen", wenn Ihre Wohnungen bereits warm sind. Aber eine gewisse Umlage der Kosten sollte meinem Rechtsempfinden nach schon stattfinden. Die Unterschiede im Verbrauch sind ja schon gravierend.
    Gibt es hierfür eine rechtliche Grundlage, oder ist es tatsächlich so, dass es als Mieter einer Erdgeschosswohnung einfach mein persönliches Pech ist, dass andere von meiner Wärme profitieren?

    Ich hoffe ich konnte den Sachverhalt verständlich darlegen und bedanke mich im voraus für jeden hilfreichen Hinweis.
     
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  3. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Warum soll die Einheit bei Dir preiswerter sein? Und was machst Du mit der Dachgeschosswohnung, wo das Dach schlecht isoliert ist, hat er dann den gleich geringen Preis wie Du oder sollte er am meisten zahlen, weil er am höchsten wohnt?

    Die Wärme kommt bei Euch aus einer Anlage und wenn Du mehr Energie benötigst um Deine etwas kältere Wohnung aufgrund des Erdgeschosses wärmer zu bekommen, so hast Du einen höheren Verbrauchspreis. Schade, das Du kein Heizhaus unter Dir hast, dann könntest Du von dieser Wärme profitieren.

    Aus diesem Grund haben meine Eltern nie im Erdgeschoss gewohnt. Und immer von den Nachbarn profitiert.:zwinkernd002:
     
  4. #3 Steingrimr, 08.01.2014
    Steingrimr

    Steingrimr Gast

    Warum die Einheiten meiner Meinung nach preiswerter sein sollten, habe ich ja erläutert. Für eine Dachgeschosswohnung würde das meiner Meinung nach analog gelten.
    Das es einen Unterschied gibt ist mir schon klar, aber das dieser so massiv ist hätte ich nicht gedacht. Zumal ich sehr auf meinen Verbrauch geachtet habe.
    Leider kann man sich in der Großstadt nicht immer raussuchen ob EG oder 1. Stock. Ich würde auch den 1. Stock präferieren wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte und das nicht nur wegen den Heizkosten....
     
  5. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Wie schon geschrieben kann es im Erdgeschoss auch unterschiedlich sein, wenn Du auf dem Heizraum wohnst und schlecht isoliert ist hast Du dann Vorteil.

    Allerdings habe ich mal über Jahre hinweg ein Haus beobachtet bei dem in einem Stockwerk 7 Wohnungen waren.
    Die Wohnungen die über und untereinder waren, hatten jeweils den gleichen Grundriss und waren gleich groß.

    Ich ging auch mal davon aus, dass über einem "Vielheizer" zwangsläufig ein "Wenigheizer" wohnt, jedoch konnte ich diese Theorie bei einem Betrachtungszeitraum von ca. 8 Jahren nicht bestätigen.
     
  6. #5 Papabär, 08.01.2014
    Papabär

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    Außerdem beruht die Forderung einzig auf der m. E. unsinnigen Annahme, dass eine EG-Wohnung bereits aufgrund der Lage einen höheren Heizenergiebedarf hätte.

    Jemand, der ganz oben wohnt, könnte demzufolge (bei nicht isolierten Steigleitungen) auch argumentieren, dass beim EG-Nutzer ein Großteil der Heizenergie bereits über die Steigleitungen eingebracht wird, während er selber hierüber nur sehr wenig Wärme beziehen kann. Daher sollten EG-Bewohner einen höheren Heizkostenanteil haben, als DG-Nutzer.

    Auch könnte sich der Nutzer mit einem geringeren Energieverbrauch darüber aufregen, dass ihm ja 30 bis max. 50% der Kosten nach Fläche abgerechnet werden, wodurch er ja anteilige Kosten der "Vielverbraucher" ebenfalls auf seiner Abrechnung fände.



    Das persönliche Rechtsempfinden hat in einer Betriebs- und/oder Heizkostenabrechnung auch nichts verloren. Eine Abrechnung muss nicht gerecht - sondern korrekt sein.


    Im Übrigen würde ich mich hier mal auf die Suche nach alternativen Wärmebrücken machen. Mir fallen da spontan innenliegende Rolladenkästen ein, die in Altbauten z.B. eher selten hinreichend isoliert sind.
     
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