Unwetterregen läuft über Terassentür in die Wohnung, wer zahlt, Mieter/Vermieter...?

Diskutiere Unwetterregen läuft über Terassentür in die Wohnung, wer zahlt, Mieter/Vermieter...? im Versicherungsschäden Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, mein Mieter (Grundsicherung/Harzt IV) hat durch das heutige Unwetter einen kompletten Wasserschaden in der Wohnung ( Sout.) Das Regenwasser...

  1. baldu2

    baldu2 Neuer Benutzer

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    Hallo, mein Mieter (Grundsicherung/Harzt IV) hat durch das heutige Unwetter einen kompletten Wasserschaden in der Wohnung ( Sout.) Das Regenwasser kam über die Terrasse, aus deren Ablauf über die Tür ins Wohnzimmer. Dann suchte sich das Wasser durch die Wohnung bis ins Treppenhaus den Weg und lies alles absaufen (WEG , ich habe nur eine Whg.).
    Die Hausverwaltung hat direkt nachgesehen, warum auch immer, wir haben nur eine Gebäudeversicherung ohne Elementarschäden. Die VS will nicht zahlen. Also bleiben die Kosten an der WEG hängen, sagt die Verwaltung. Jetzt ist nur meine Frage, welche Kosten außer Trockenlegung gehören noch dazu? Auch Tapezieren... ?
    Eigentlich müßte der Mieter eine Haftpflicht haben, die hat er natürlich nicht. Begründung, mit Hartz kann er sich das nicht leisten. Die Wohnung war mit Laminat ausgestattet und das ist jetzt sicherlich hin ( mind. 30 cm stand das Wasser hoch).
    Was ist mit seinen Möbeln?.
    Muss ich als Vermieter ihm jetzt auch noch den Boden ersetzen oder ist dafür die Eigentümergemeinschaft verpflichtet? Der die Wohnung ist Sondereigentum, der Laminat wurde von mir vor der Vermietung in Auftrag gegeben. Der Mieter fragt mich jetzt sogar, wo er bleiben soll. Er will das ich ihm eine Unterkunft stelle.
    Was muss ich tun. Die Wohnung ist schon soweit wie möglich wieder vom Wasser befreit, nur Boden und Wände sind halt noch nass.

    Was kommt nun auf mich zu, bzw. könnt ihr mir sagen, was ich dem Mieter schuldig bin?
    Das krasse Ding ist auch noch, ich bin selber vom Regen überschwemmt worden. Dabei sind zwischen Wohnung und meinem Wohnsitz etliche Kilometer. Ich bin also im Moment etwas durcheinander, vergebt mir also.
     
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  3. #2 Tobias F, 20.06.2013
    Tobias F

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    Was hat/hätte eine Haftpflicht des Mieters mit dem Unwetter zu tun? Hat er es etwa zu verantworten?


    Wieso sollte die WEG Dir einen Unwetterschaden ersetzen? Davon abgesehen ist eine Eigentumswohnung, inkl. Bodenbelag, Tapeten usw. IMMER Sondereigentum.
     
  4. Berny

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    Ähem, Tobias F, zwei Gegenfragen beantworten nicht die Fragen des TO.

    @TO: Wenn es keine Elementarversicherung gab, war's das wohl...
     
  5. baldu2

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    @ Berny, danke das dachte ich mir schon. Warum mal wieder geschlamt wurde und es diese nicht gab, bleibt mir unbegreiflich. Es war immer davon ausgegangen dass es eine VS mit Elementar ist. Naja, hätten wir es mal besser kontrolliert.

    Nur noch mal eine Frage: muss ich den Boden in der Wohnung neu machen, oder ist der Mieter dazu verpflichtet? Wie sieht es mit dem raus reissen und entsorgen aus. Das gehört ja auch dazu.

    Das Trocknen wird von der WEG übernommen, da es ein Gebäudeschaden ist, sagte mir die Verwaltung. Ich muss nur alles andere mit dem Mieter klären.
     
  6. #5 Tobias F, 21.06.2013
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    Natürlich musst Du das machen, der Boden gehört zur Mietsache.
     
  7. #6 Soontir, 21.06.2013
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    Im Grude seh ich hier auch schlechter Karten für dich.
    Aber mal ne Frage, das Wasser kam durch die geschlossene Terassentür?
     
  8. baldu2

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    ja, so scheint es. Ob die Tür auf oder zu war, konnte ich noch nicht heraus bekommen. Der Mieter sagte mir nur am Telefon, er sei am Schlafen gewesen und wurde vom Wasser in der Wohnung überrascht worden.
    Na ja, es sind ja viele hier im Rheinland abgesoffen.
    Hätte er eine Hausrat, wäre diese mit in die Schadensregulierung eingetreten, wenn Elementar versichert wäre.

    Mir geht es jetzt auch darum, der Mieter droht direkt mit Anwalt und Ich muss ihm eine Wohnung beschaffen... , dabei muss ich doch erst mal den Schaden kennen und regulieren können. Das dauert halt bis Montag , dann kommen die Trockner wenn wir Glück haben.
     
  9. #8 Martens, 21.06.2013
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    Bei einem Unwetter eindringendes Regenwasser ist kein Elementarschaden, nur wenn das ganze Grundstück ein paar cm hoch unter Wasser steht (so wie aktuell neben der Donau oder Saale und Elbe etc.) handelt es sich um Elementarschäden. Soviel dazu.

    Sofern die Gebäudeversicherung eintritt, weil das Wasser aus einer Regenfalleitung oder Regenwasserableitung ausgetreten ist, habt Ihr Glück, ansonsten ist so ein Schaden nicht versichert.
    Die Gebäudeversicherung sichert das Gebäude ab. Dazu gehört i.a. alles, was fest installiert ist, bis zur Tapete und der Farbe darauf.

    Auch wenn der Mieter eine solche Versicherung hätte, würde das hier nicht helfen, er hat den Schaden ja nicht verursacht, oder?

    sein Problem.

    Sofern Gebäudebestandteil (fest verlegtes Parkett o.ä.) tritt die Gebäudeversicherung ein, sonst zahlt der Vermieter / Eigentümer.

    Der Mieter hat gegenüber dem Vermieter ein Minderungsrecht, das geht bis zu 100% sofern die Wohnung komplett unbewohnbar ist. Weitergehende Ansprüche hat der Mieter nicht.
    Die Gebäudeversicherung hat evtl. eine Klausel, daß Mietern in solchen Situationen eine Ausweichwohnung / ein Zimmer gezahlt wird, das wäre zu klären. Wir haben in einem Rahmenvertrag mit dem ehem. Berliner Monopolisten so eine Klausel.

    Christian Martens
     
  10. #9 Papabär, 21.06.2013
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    Ähm, ... wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist die Gefahr (Einregnungsschaden) hier nicht versichert. Warum also sollte die Gebäudeversicherung einen Finger krumm machen?
     
  11. Berny

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    Das wäre dann jedoch ein Haftpflichtfall, Christian.
    Hier dreht es sich aber um Sachversicherungen.
    Über die Forderungen des Mieter-RA sollte uns der Fragesteller gerne informieren...
     
  12. baldu2

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    Die Forderungen vom Mieter werde ich wohl noch genau bekommen, dann melde ich mich gerne wieder.
    Aktuell ist es so, dass aus dem Regenablauf der Terasse das Wasser rausgedrückt wurde und weil diese etwas unterhalb liegt, ist es über die Tür ins Wohnzimmer gelaufen und hat die Wohnung geflutet.

    Die Gebäude zahlt nur, wenn wir eine Elementar haben. OK, haben wir nicht. Also muss die Gemeinschaft die Wände machen.
    Bei meinem Bruder war es letztes Jahr so, das zuerst die Gebäude auch nicht zahlen wollte(weil keine Elementar), dann aber doch 4 Wohnungen die Betroffen waren, auf deren Kosten instand gesetzt hatte.
    Zählt die Tapete mit zum Gebäude oder ist es Sondereigentum?

    Der Boden in der Wohnung ist teilweise mit teurem Vorwerkteppich verklebt, der Rest ist Laminat und Fliesen.
    Laminat müsste ich also machen, wie sieht es mit dem Teppich aus?

    Alles wunderbar, aber zuerst müssen wir sehen, dass wir die Wände wieder trocken bekommen.
    Was heisst eigentlich komplett unbewohnbar? Die Wohnung ist soweit möglich trocken gelegt worden. Der Teppich muss noch raus und das Laminat.
    Fliesenbereiche ( Küche, Bad, Flure..) sind schon soweit trocken, wie es halt ohne Trocknungsgeräte geht.
    Am Montag soll große Besprechung sein, dann soll alles soweit geregelt sein, das wir wenigstens wissen, wann und von wem die Trockner kommen. Instandsetzen geht ja erst, wenn die Wohnung trocken ist.
    Das kann durchaus bis zu 2 Wochen dauern.
     
  13. Berny

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    Ich kann mir sowas nicht vorstellen, es sei denn, Du lädst irgendwo mal Photos davon hoch, die ich mir dann ansehen kann.
    Sollte das eine Fehlkonstruktion sein (wovon ich ausgehe), hast Du die A-Karte.
     
  14. #13 Kitzblitz, 21.06.2013
    Zuletzt bearbeitet: 21.06.2013
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    Der Teppich wird wohl nicht zu retten sein. Aber was fragst du hier im Forum? - Frage den Wasserschadensanierer oder einen Teppichbodenverleger vor Ort. Aber weiter unten schreibst du ja schon, dass der Teppich raus muss.

    Habt ihr einen "schwimmenden" Estrich (klingt jetzt blöde, heißt aber so) unter dem Teppichboden ? - Wenn ja, sollte die Raumtrocknung dann so erfolgen, dass der Estrich und die darunter liegende Dämmung mit eingeblasener Heißluft getrocknet wird. Gleichzeitig läuft ein Raumlufttrockner mit, der der Raumluft und damit auch den Wänden die Feuchtigkeit entzieht. Stellt ihr nur Raumlufttrockner auf, wird das auf die Schnelle nichts, da der Wandputz immer schön das Wasser unter dem Estrich aufsaugt und an die Raumluft abgibt ... das dauert viel länger.

    Wenn die Fliesenbereiche trocken sind, heißt das noch lange nicht, dass das so ist. Oberflächlich siehst du nichts - aber darunter ist alles nass. Auch hier wirst du eine Fliese opfern müssen, damit dort eine Kernbohrung zur Heißlufteinblasung hergestellt werden kann. Die dauerelastischen Fugen werden auch komplett weggeschnitten, damit dort die heiße Luft heraus kann und die Feuchtigkeit mit austrägt.

    Wenn unter der Wohnung noch ein Keller ist, könnten die Kernbohrungen je Raum auch durch die Stahlbetondecke hergestellt und zumindest das Heißlufteinblasegerät auch dort aufgestellt werden.

    Wenn die Trockner dann erst einmal laufen, wirst du merken, dass die Wohnung nicht bewohnbar ist. Die Dinger sind ziemlich laut und die Raumtemperatur wird auf über 40 °C gebracht. Von der Luftfeuchtigkeit wollen wir da gar nicht erst reden.

    Das ist fast richtig - geh' davon aus, dass es mindestens 2 Wochen dauern wird - stelle dich eher auf 2,5 bis 3 Wochen ein.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  15. #14 Papabär, 21.06.2013
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    Da gehe ich mit ... und erhöhe um 2



    Unser Löschwasserschaden Ende letzten Jahres hat sogar noch deutlich länger gebraucht. Glücklicherweise haben wir "Flüstertrockner" bekommen ... die Nachbarwohnungen blieben bewohnbar.
     
  16. #15 Kitzblitz, 21.06.2013
    Zuletzt bearbeitet: 22.06.2013
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    Habt ihr auch Heißluft unter den Estrich gebracht ? - Damit geht es deutlich schneller, weil die Raumluft stark erwärmt wird und der Raumlufttrockner viel effizienter schaffen kann (he höher die Temperatur, desto mehr Feuchtigkeit kann die Luft binden und um so mehr kann im Trockner kondensieren).

    Waren die Flüstertrockner genauso leistungsfähig wie die üblichen lauten Trockner ?

    Ich hatte schon mit vielen Wasserschäden im Neubaubereich zu tun - länger als 3 Wochen hatte die Trocknung eigentlich nie gedauert.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  17. #16 Martens, 21.06.2013
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    Gerade ein Rückstau aus Regenwasserleitungen könnte versichert sein.
    Das hat wie gesagt nix mit Elementar zu tun.
    Es kommt eben auf die konkreten Bedingungen hier an.

    Christian Martens
     
  18. #17 Martens, 21.06.2013
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    Ja, denn die Frage auf die ich antwortete bezog sich auf -genau - "Haftpflicht".

    Christian Martens
     
  19. #18 Papabär, 22.06.2013
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    Nein, soweit ich weiß nicht. Ich war in der Phase aber nicht vor Ort - kann mich also nur auf die Rechnungen berufen. Für die drei betroffenen WE´s wurden anfänglich 6 Trockner eingesetzt.



    Nun ... ich habe nicht allzu viele Vergleichswerte, aber ich denke eher nicht.


    Bei uns war halt die Schwierigkeit, dass man Anfangs die Brandursache noch nicht kannte, und einen Defekt der E-Anlage nicht ausschließen konnte. Zum Betrieb der Trockner musste erst einmal eine provisorische Elektroverteilung verlegt werden.
     
  20. #19 Papabär, 22.06.2013
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    Stimmt.

    Falls es hier jedoch - wie aktuell von Berny vermutet - einen Kontruktionsfehler gibt, der das Regenwasser auf die tiefer liegende Terasse leitet, dann wäre das m. E. kein "bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser".
     
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