Vemieter werden / Vermietung an Bekannte

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Mieter90, 08.05.2010.

  1. #1 Mieter90, 08.05.2010
    Mieter90

    Mieter90 Neuer Benutzer

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    Hallo!

    Leider habe ich, auch nach langer Suche im Forum, noch nicht die passenden Antworten auf meine Fragen gefunden.

    Mein Freund und ich würden gerne bei einem Bekannten einziehen, der ein Haus besitzt, das aus zwei seperaten Wohnungen besteht.
    Allerdings ergeben sich hier einige Fragen, da diese Wohnung bisher noch nie vermietet wurde (steht seit vielen Jahren also leer).
    Wie und wo muss man soetwas melden bzw. muss man Steuern bezahlen oder kommen auf den zukünftigen Vermieter irgendwelche Kosten zu?
    Wird der Preis offiziell festgelegt oder kann der Vermieter selber entscheiden, wie viel Miete er haben möchte?
    Wir gehen mal davon aus, dass es getrennte Zähler für Wasser und Heizkosten gibt, dann wäre es ja nachweisbar wer was bezahlen muss, aber wie sieht es bei Strom aus?
    Meldet man sich dann einfach bei einem eigenen Stromanbieter an, oder wie funktioniert das?
    (Sorry viele Fragen, wir ziehen allerdings auch das erste mal in eine eigene Wohnung)

    Vielen Dank im voraus,
    Anna
     
  2. AdMan

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  3. #2 Thomas76, 08.05.2010
    Thomas76

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    Melden in dem Sinne muß man das gar nicht, der Vermieter muß aber die Einkünfte aus der Vermietung versteuern, das geschieht über die Anlage "V" bei der Einkommensteuererklärung.Wenn man sich damit nicht auskennt, empfiehlt es sich, dies die ersten ein-zwei Jahre von einem Steuerberater o.ä. machen zu lassen, danach ist es im Prinzip nur noch abschreiben vom alten Blatt.

    Das kann der Vermieter selber festlegen, ab einer bestimmten Höhe könnte es allerdings als Wucher gelten und die Miete müßte reduziert werden.Das wäre aber nur der Fall, wenn die Miete im Vergleich zu den Mieten vergleichbarer Wohnungen deutlich überhöht (50% oder mehr) ist.

    Also wenn schon Wasser und Heizung getrennt sind, sollte in der Regel auch der Strom seperat sein, es gibt dann also einen eigenen Zähler, auf den sich der Mieter beim Stromanbieter seiner Wahl anmeldet.

    Getrennte Stromkreise mit eigenen Zählern wären die sauberste Variante.Sind die Stromkreise nicht getrennt, könnte man auch eine Pauschale vereinbaren.
     
  4. #3 Mieter90, 08.05.2010
    Mieter90

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    Vielen Dank für die schnelle und hilfreiche Antwort! :)

    Die Frage mit dem Mietpreis bezog sich darauf, ob man eine 'Mindestmiete' einnehmen muss, da es sich ja um einen Bekannten handelt, bei dem wir einziehen möchten. Nicht, dass die Miete nachher zu gering ist und dann Steuernachzahlungen o.ä. entstehen. Ich habe nämlich von einem Fall im Internet gelesen, wo das passiert ist, da sich die Miete nicht an die örtlichen Durchschnittsmieten (?) angepasst hat.

    Liebe Grüße
     
  5. #4 Thomas76, 08.05.2010
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    Das ist richtig, wenn die Miete deutlich zu gering ist, könnte das Finanzamt meckern und einen höheren Betrag zur besteuerung annehmen.Allerdings müsste da die Miete eben schon drastisch unter dem Durchschnitt liegen, da im Prinzip die Höhe der Miete frei festgelegt werden kann.
     
  6. #5 Mieter90, 08.05.2010
    Mieter90

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    Okay, wie man das dann 'intern' regelt, ist ja jedem dann selbst überlassen ;)
    Vielen Dank
     
  7. #6 Thomas76, 08.05.2010
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    Klar, nur wird es ja auch nicht im Sinne eures Vermieters sein, wenn der dann deutlich mehr versteuern muß als er tatsächlich einnimmt.Und auch, wenn es sich um einen guten Freund handelt, wird dieser seinen Wohnraum ja sicherlich nicht verschleudern ;)
     
  8. #7 Mieter90, 08.05.2010
    Mieter90

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    Das stimmt sicher. Allerdings habe ich auch alles etwas verallgemeinert, um es auf das wesentliche zu reduzieren :)
     
  9. #8 nobrett, 10.05.2010
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    Das ist mir neu und ich kann das kaum glauben. Hast Du ne Quelle?

    Liegt die Miete unter einer Grenze (ich glaube die halbe ortsübliche Vergleichsmiete), dann kann das Finanzamt allerdings die Gewinnerzielungsabsicht aus der Vermietung in Frage stellen und deshalb den anteiligen Abzug von Kosten aus V+V versagen. Aber dass man fiktive Einnahmen versteuern soll, wenn man jemand für kleines Geld bei sich wohnen lässt??? Glaub ich nicht...
     
  10. #9 Thomas76, 10.05.2010
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    Ich glaube, ich meinte das, was du hier auch geschrieben hast ;)

    Auf jeden Fall habe ich schon mehrfach gelesen, das das Finanzamt einem in irgendeiner Weise Teilweise einen Strich durch die Rechnung machen kann, wenn die Miete deutlich zu niedrig angesetzt ist.In welcher Form das im Detail geschieht, weiß ich jetzt aber auch nicht.
     
  11. #10 lostcontrol, 10.05.2010
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    naja, nicht ganz.
    bei vermietung an verwandtschaft empfiehlt der steuerberater 58% der ortsüblichen vergleichsmiete - alles darunter würde als "liebhaberei" angesehen.
    du darfst nicht vergessen dass der vermieter ja auch ausgaben für die wohnung hat, die er vielleicht gerne absetzen möchte, da muss dann die relation schon stimmen.

    das ist in etwa die erklärung, die ich vom steuerberater für die 58% (siehe oben) bekommen habe.

    ich denke der knackpunkt ist da mehr, dass man ja auch instandhaltung/instandsetzung, modernisierungen, reparaturen usw. von der steuer absetzen können möchte, sonst hätte man ja herzlich wenig von der geschichte.
    man wäre ja ganz schön dämlich sich jemand ins haus zu setzen, wenn man keine vorteile daraus hätte.

    @ mieter90:
    ich wär übrigens vorsichtig bei sowas - die freundschaft kann nämlich ganz schnell aufhören, wenn's irgendwelche problemchen gibt (lärm, nicht-gemachte kehrwoche, vernachlässigter winterdienst und ähnliches), und dann steht ihr womöglich ruckzuck wieder auf der strasse (sonderkündigungsrecht).
    bitte bedenke: es liegen WELTEN zwischen einer WG und der bewohnung einer wohnung im haus von bekannten, könnte sein du stellst dir das anders vor als es dann tatsächlich laufen soll. also auf jeden fall alles vorher sehr genau absprechen, auch die "unangenehmen" dinge wie putzdienst etc., sprich: nicht nur die rechte, sondern eben auch die pflichten...
     
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