Veraltete Stromleitungen.

Dieses Thema im Forum "Bautechnik" wurde erstellt von Morgaine, 30.04.2012.

  1. #1 Morgaine, 30.04.2012
    Morgaine

    Morgaine Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ich bin neu hier und habe ein Problem.

    Vor ca. einem Jahr haben wir ein 60 Jahre altes Haus gekauft und vermietet.
    Eigentlich war alles in einem sehr guten Zustand. Ein Elektriker hat auch den Stromkasten überprüft und und versichert, daß halt alles etwas älter, aber durchaus noch in Ordnung ist.

    Dann haben die Mieter in einem Zimmer im oberen Stockwerk eine zusätzliche Küche eingerichtet, mit unserer Genehmigung, und jetzt gibt es Probleme. Obwohl ich extra darauf hingewiesen habe Elektroarbeiten nur von einem Fachmann vorzunehmen, ist die Installation wohl vom Onkel vorgenommen worden (ohne Ausbildung).

    Vor ca. 3 Wochen fiel der Strom in der neuen Küche kpl. aus, selbst das Licht tat es nicht mehr. Daraufhin haben wir mal die Anschlüsse kontrolliert und es kam heraus, daß der Herd, der Kühlschrank und das Untertischgerät alles zusammen an einer Mehrfachsteckdose mit Verlängerung angeschlossen war.

    Wir haben uns dahingehend geeinigt, daß wir zusätzliche Automaten in den Sicherungskasten einbauen lassen und sie vom Elektriker eine zusätzliche Leitung zum Herd ziehen lassen. Das Licht tat es wieder, nur die Steckdose in der Wand nicht mehr.

    Nun ist der Strom letzte Woche in der ganzen oberen Etage ausgefallen. Ich habe nach der Befundung durch einen Elektriker beschlossen und auch mitgeteilt, daß wir nun die kpl. Elektrik in der oberen Etage erneuern werden. Wurden aber prompt vom Handwerker sitzen gelassen, der am Samstag anfangen wollte.

    Weil ich jetzt über den Feiertag keinen neuen Handwerker bekomme, sind die Mieter total sauer und drohen mit Mietminderung.

    Meine Frage: sind sie nicht vielleicht selber schuld an dem Problem wegen der völlig überlasteten 5er-Steckdose?

    Meiner Meinung nach, hätte ein Fachmann die Küche angeschlossen, hätte man uns als Vermieter mitteilen müssen, daß man die Küche so nicht installieren kann und wir hätten vorab eine neue Stromleitung ziehen lassen.

    Ich weiß, daß wir dringend handeln müssen, aber ich kann nun mal nicht zaubern.
    Ich würde am liebsten einen Sachverständigen kommen lassen, der die Schuldfrage klärt.

    Hat jemand einen Rat für uns?

    Danke

    Tina
     
  2. AdMan

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  3. #2 Papabär, 30.04.2012
    Papabär

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    Aufgrund der Schilderung würde ich mal sagen "Ja".

    Und was lernt uns das? Lass Deinen Mieter nie, niemals selber an Elektro und/oder Sanitär rumfuhrwerken. Selbst die ggf. schriftliche Verfügung, daß die Arbeiten nur von einem Fachmann durchzuführen sind schützt in keinster Weise vor Pfusch - und den Schaden hat in 90% der Fälle der Eigentümer ... vom Stress mal ganz abgesehen.
     
  4. #3 Morgaine, 30.04.2012
    Morgaine

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    Danke für die Antwort Papabär.

    Dann wäre es doch das Beste einen Sachverständigen kommen zu lassen.
    Muss der Mieter sich dann nicht mindestens an den Kosten beteiligen, wenn er Schuld hat. Oder kann ich eine Instandsetzung fordern.

    Neue Automaten wollten wir eh mal einbauen lassen, aber nicht alle Stromleitungen erneuern und auch nicht sofort.
     
  5. Heizer

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    Ich bin eher für Nein.

    Ein Gutachter würde erst mal die 2 Jährigen Prüfprotokolle einsehen wollen. Hä??? Und schon wäre die Sache für den erledigt und die Schuldfrage geklärt.


    So bald Umbauarbeiten, Reparaturen oder gar Anlagenerweiterungen vorgenommen werden erlischt der Bestandsschutz der gesamten Anlage und hätte auf den aktuellen Stand gebracht werden müssen.

    Das Gepfusche des Mieters hat die Unzulänglichkeiten der Installation erst ans Tageslicht gebracht aber nicht verursacht. Außerdem hast Du es genehmigt obwohl Du den schlechten Zustand der Anlage kanntest.


    In dem Fall den Du geschildert hast sollte einfach eine Sicherung auslösen und gut ist. Wenn die Überlast weg ist wird die Sicherung "hochgedrückt" und es geht weiter. Nach dem was Du geschildert hast scheinen ganze Leitungsinstallationen weggeraucht zu sein. Da hast Du noch Glück, dass Dir Dein Haus nicht abgebrannt ist. Zu dem könnte die Versicherung Probleme machen, wenn sie von der misserablen Installation erfährt.

    Kämen Menschen dabei zu Schaden würde sogar der Staatsanwalt eingeschaltet.

    Ich will Dir keine Angst machen und sagen Du stehst schon mit einem halben Bein im Knast, aber gelogen wäre das nicht.

    Bei Elektroinstallationen hört aber der Spaß auf. Wer hier zu sehr spart spielt mit dem Leben seiner Mieter!
     
  6. #5 Papabär, 30.04.2012
    Papabär

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    Hm ... meines Erachtens nach kann der Mieter eines 60 Jahre alten Hauses nicht automatisch eine E-Installation erwarten, die aktuellen Ansprüchen genügt. Eine bloße Erweiterung der Steckdosen ohne die Belastbarkeit der Leitungen zu überprüfen ist weiterhin alles andere als fachgerecht.

    Aber: vom Mieter könnte man wohl höchstens verlangen, daß er den Zustand vom Zeitpunkt des Mietbeginns wieder herstellt. Eine Neuinstallation, die zwangsweise immer aktuellen Standarts entsprechen muss, kann dem Mieter m. E. nicht aufgebürdet werden.

    Ich weiß nicht, was hier ein Sachverständiger bringen soll. Das Kostenangebot eines Elektrofachbetriebes dürfte fast genauso aussagekräftig sein - und mit dem gesparten Geld könnte man die eine oder andere Installation schon mal umsetzen.

    Der Elektriker kann auch sagen, an welcher Stelle eine Teilinstallation überhaupt sinnvoll ist ... was nützen einem die neuen Sicherungsautomaten, wenn das Kabel von der Straße zum Hauptverteiler noch mit Leinen "isoliert" ist.
     
  7. Pharao

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    Hi,

    mal mal unabhängig von der Rechtslage, es ist auch nicht gerade Ungefährlich, wenn man a`la 3er oder 5er Steckdosen mit Verlängerungsschnur, soviele Geräte auf einmal anschließt. Ich mein ja nur, denn die Watt-Zahl solcher Dinger ist auch begrenzt .....

    Ansonsten meine ich schon, das den Vermieter keine Schuld an dem Schlamassel hat, wenn der Mieter unfachmännisch was anschließt. Ich meine, die Elektik wurde doch von einem Fachmann abgenommen bzw als "ausreichend gut" beschrieben.
     
  8. Heizer

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    Doch kann er. Schließlich gibt es sowas wie eine VDE.

    Da geht es schon los bei einem simplen Fi-Schutzschalter für Bad und Außensteckdosen, falls vorhanden. Die gab es vor 60 Jahren noch nicht, sind aber seit den 80ern Vorschrift. Es gibt aber heute praktisch keine Anlage mehr, die seit den 70ern oder älter noch Bestandsschutz hat.

    Das geht weiter bei der lange verbotenen klassischen Nullung. In den heutigen Versorgungsnetzen setzt das viele Sicherungsmechanismen außer Kraft und ist daher lebensgefährlich.

    Dazu kommt noch, dass bis ca. 2000 bestimmte Anschlussbedingungen für Zählerplätze etc. einzuhalten waren. Das alleine verursachte bereits schon das Ende des Bestandsschutzes. Daher wurden in den 90ern auch vielerorts komplette Installationen erneuert.

    Ein heutiger Mieter kann also mindestens von einem Zustand der Intallation ausgehen, wie er in den 90ern aktuell war.
     
  9. Heizer

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    Warum? Ich habe am Computer mehrere 5er Leisten hintereinander und ca. 12 Geräte an einer Dose. Wenn die Liestung zu groß wird muss eine Sicherung sicher auslösen und nicht die ganze Installation wegrauchen.

    Die Sicherung muss das schwächste Glied im Stromkreis sein und nicht die Leitung oder Steckdose!!!

    Die Sicherungseinrichtungen der Elektroinstallation müssen solche Fehlbedienungen sicher verhindern können. Kann sie das nicht entspricht sie nicht den heutigen Anforderungen und auch nicht denen von vor 60 Jahren. Denn auch damals waren bereits Sicherungen vorgeschrieben, die im Überlastungsfalle Schaden von der Anlage abwenden und Brände verhüten.
     
  10. Pharao

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    Hi,

    du weist schon, das eigentlich auf diesen Steckerleisten so ein Schildchen drauf seinen sollte, was einem Vermietet mehr Watt zu ziehen als die Steckdosenleiste aushält ? Die halten in der Regel nämlich weniger aus, als eine verlegte Steckdose .....

    Zumal es meines Wissens auch nicht sinnvoll ist, mehrere Steckdosenleisten hinereinander zu verbinden. Die Dinger können sau heiß werden und wäre nicht der erste Kabelbrandt. Es ist also nicht immer gesagt, das die Sicherung schneller ist .....

    Sorry, aber wenn ich mir von einem Elektriker sagen lassen muss "ist in Ordnung", dann muss ich doch auf diese Aussage vertrauen können, oder ? Und das der Mieter unfachmännisch hier eine Leitung gelegt hat..... sorry, aber ein Fachmann hätte das sicherlich nicht verlegt, wenn es gegen Vorschriften verstoßen hätte, oder ?
     
  11. Heizer

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    Naja eine verlegte Steckdose hat nichts auszuhalten. Die findet man nämlich nicht mehr ;) Meine Drucker, Satgeräte, Monitore, Router etc. haben zusammen viel weniger Leistung als die Leisten aushalten.

    Also wenn so eine Leiste wegraucht, dann war sie entweder Defekt oder nicht für den Vertrieb in Deutschland zugelassen und kein GS Zeichen.
    Hat der Elektriker nur mal geguckt oder die Anlage komplett durchgeprüft und ein vorschriftsmäßiges Prüfprotokoll angefertigt? Wenn ja welche Mängel wurden festgestellt?

    Und was den Mieter betrifft. So wie ich das verstanden habe hat er lediglich an eine Verteilerleiste mehrere elektrische Geräte angeschlossen. Dagegen ist erstmal nix einzuwenden. Auch wenn die Summe der Leistungen der Geräte die einer normalen 16A Leitung übersteigt, können Schäden durch Überlastung ihm nicht angelastet werden. Es hätte wie gesagt eine Sicherung auslösen müssen BEVOR irgend ein Schaden entsteht.
     
  12. #11 Morgaine, 30.04.2012
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    Wir müssen die Installation erneuern das wissen wir. Den Anschlußkasten hat übrigens ein Elektromeiser überprüft.

    Ich ärgere mich nur so darüber, daß ich alles versuche, so schnell wie möglich jemanden zu finden der alle Leitungen neu zieht und man droht uns mit Mietminderung, obwohl der Schaden durch die unsachmässige Installation entstanden ist.

    Die Kids können im Moment nicht kochen, aber ich habe das Haus als Einfamilienhaus vermietet und die Eltern haben eine funktionierende Küche. Im Moment muss man halt fürs Licht und Kühlschrank eine Verländerungsschnur nach oben legen. Im Bad funktioniert alles, Licht und Durchlauferhitzer, weil sie seperat abgesichert sind.

    So schnell wie möglich wird alles repariert, aber so lange soll ich ihnen mit der Miete "entgegen kommen".
     
  13. #12 Morgaine, 30.04.2012
    Morgaine

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    Wenn einfach die Sicherung auslösen muss, warum brennen doch immer mal wieder Häuser ab wegen überlasteter Steckerleisten?
     
  14. #13 Papabär, 30.04.2012
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    Also ehrlich gesagt - ich bin kein Strömling. Sollten die Angaben von Heizer zu den Normen - die sich quasi über den Bestandsschutz hinwegsetzen - stimmen, dann hat der TE allerdings ein Problem.

    Hm ... auch auf die Gefahr hin, daß ich mich jetzt in das Reich der Spekulationen begebe, halte ich es dennoch eher für wahrscheinlich, daß Heizer sich diese Steckerleiste gekauft hat. Mag sein, daß man die auch irgendwo mieten kann ... aber soo teuer sind die eigentlich heute nicht mehr.

    Ach ja, auch von den in Deutschland zugelassenen und vertriebenen Steckerleisten geht eine enorme Brandgefahr aus. Diese Aussage erhalte ich übrigens regelmäßig von meiner Lieblingsfeuerwehr. Ob dies tatsächlich gleich 700% ausmacht ... nun, darüber ließe sich wahrscheinlich trefflich streiten (dann aber bitte mit der Feuerwehr).
     
  15. #14 Pharao, 30.04.2012
    Zuletzt bearbeitet: 30.04.2012
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    meines Wissens ist es durchaus möglich, durch unsachgemässe Handhabung dieser Steckdosenleisten (also zB durch hintereinander schalten von mehreren Steckdosenleisten und zu viel Watt ziehen), das die das Brennen anfangen können, bevor mal die Sicherung fliegt.

    Das hat wenig mit GS-Zeichen zu tun, wenn man die Steckdosenleiste falsch bedient ....

    Und wenn ich auf meine 3er Steckdosenleiste jetzt gucke, dann steht da : "Nicht hintereinander stecken, nicht abgedeckt betreiben, max 3500 W, usw."

    Das steht da sicherlich auch nur als Empfehlung da .......

    Vielleicht hast du eine andere Steckdosenleiste, aber auf den billigen steht meines Wissens meistens immer sowas drauf. Wäre also schon interessant, ob die Mieter hier nicht evtl Schuld an der ganze Sache haben, wenn sie hier was unfachmännisches selber verlegt oder/und noch gleichzeitig zuviele Geräte betrieben haben. Glaube bei der Sachlage dann nicht, das die Mieter mit Mietminderung, ect durchkommen. Ich mein, ein Herd zieht ganz schön Strom und das war ja nicht das einzige elektrische Gerät was an der Leitung hing ....


    @ Papabär,

    hmmm, warum hab ich "vermietet" geschrieben ? sollte natürlich "verbietet" heißen. <kopf klatsch>
     
  16. #15 rotz_loeffel, 30.04.2012
    Zuletzt bearbeitet: 30.04.2012
    rotz_loeffel

    rotz_loeffel Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    Was macht jemand ohne Ausbildung auch an der Elektrik rum? Beschränkte es sich "nur" auf eine Steckerleiste, in welche Geräte eingesteckt wurden, die sehr viel Strom ziehen? Oder hat dieser Onkel auch richtig in die Installation eingegriffen, also Strippen gezogen oder sich gar am Sicherungskasten vergriffen?

    Du hast das schriftlich?

    rotz loeffel
     
  17. Heizer

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    Wenn auf der Steckerleiste 3500 Watt drauf steht, dann muss sie das auch aushalten, sonst bekäme sie keine Zulassung für den Vertrieb in Deutschland. Selbst die billigsten für 1,99€.

    Das Problem bei den Leisten sind die Steckkontakte bei hohen Leistungen. Bei 16A können die ganz schön warm werden. Normalerweise dürfen sie sich aber nicht übermäßig erwärmen. Ist jetzt der Stecker alt und hat einen höheren Übergangswiderstand und wird die Leiste zusätzlich abgedeckt, kann es tatsächlich zum Brand kommen.

    Meist brennen die Häuser aber ab, weil die Sicherungen manipuliert wurden oder die Installation fehlerhaft war.
     
  18. #17 lostcontrol, 01.05.2012
    lostcontrol

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    hm. die müssen dann alle bei uns sein.
    aber wir haben entsprechende prüfprotokolle vom elektriker dass alles ok ist - hab ich in den letzten jahren immer mal wieder machen lassen.

    das würd ich ich im leben nicht trauen zu behaupten...
     
  19. Heizer

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    So sellte es sein. Kein Mensch hält sich an die 2 Jahres Prüffrist im Privatbereich. Aber gelegentlich sollte man schon mal eine Prüfung durchführen lassen.

    Ist aber so. Zumindest wenn alle VDE Vorgaben eingehalten wurden.

    Aber Du hast Recht. Die Praxis sieht anders aus. Insbesondere in den alten Bundesländern findet man noch häufig Installationen aus den 60ern und 70ern, die bis heute nicht auf den aktuellen Stand gebracht wurden.

    Das ändert aber nichts an der Tatsche, dass man davon ausgehen können muss, dass die Anlage i.o. ist. Und das ist sie nicht, wenn sie unverändert seit 40-50 Jahren dahinvegitiert.

    Natürlich brennt das Licht, wenn man den Schalter betätigt. Das ist nicht der Punkt. Es geht hier um sicherheitsrelevante Sachen wie Fi-Schutzschalter, selektive Leitungsabsicherung und nicht zuletzt um die Betriebssicherheit bei heute üblichen Verbrauchern, die es vor einem halben Jahrhundert noch garnicht gab.

    Es geht auch um die Austattung. Nach heutiger Ausstattungsnormative sollte eine 3 Raum Wohnung mindestens um die 25 Steckdosen aufweisen. In Altbauten hat man selten mehr als 10. Dementsprechend auch weniger Stromkreise, die dann natürlich stärker belastet werden.

    Weniger Steckdosen bedeuten auch, dass man öfter mit Verteilersteckdosen arbeiten muss.

    Ich habe in meinem kleinen Häuschen beispielsweise fast 20 Stromkreise. Waschmaschinen, Kühlschränke und Außensteckdosen haben jeweils eine eigenen Stromkreis. Auch ist in jedem Raum Licht und Steckdosen extra abgesichert. Die Steckdosen in der Küche teilen sich sogar in 2 Stromkreise auf. Insgesamt habe ich im Haus 40 Steckdosen.


    So ein 50m Ring 3x1,5er NYM Leitung kostet heute keine 20€ mehr. Die B16 Leitungsschutzschalter gerademal 2-3€. Also was soll der Geiz?
     
  20. #19 lostcontrol, 01.05.2012
    lostcontrol

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    ich hab das vor allem deshalb machen lassen, damit ich was schriftliches für die mieter hab.
    aber das küchenproblem kenn ich leider auch zu genüge. heutzutage hat man da halt einfach mehr geräte stehen als früher. da kann's dann schon passieren dass es die sicherung raushaut wenn mikrowelle und kaffeemaschine gleichzeitig angeschaltet werden, weil das einfach nicht dafür ausgelegt ist. da kann man dann entweder diesen speziellen stromkreis "vergrössern", was aber eben leider eine anpassung der kompletten wohnungsinstallationen an den aktuellen standard nach sich zieht (und je nachdem entsprechend teuer ist) oder den mieter aufklären wo das problem liegt und ausprobieren ob die mikrowelle oder die kaffeemaschine nicht vielleicht auch an 'ne andere steckdose gehängt werden könnte - das stösst bei mieter aber verständlicherweise auf skepsis und misstrauen.

    warum auch wenn alles ok ist?
    bei uns lässt sich's aber leider immer öfter nicht vermeiden, typisches beispiel ist, dass bei der badezimmersanierung der boiler gegen einen durchlauferhitzer ausgetauscht wird, der ja anderen strom braucht als der boiler (ja ihr lieben, ich weiss dass das kein "anderer" strom ist - aber beim strom tu ich mich immer schwer mit den korrekten bezeichnungen, wenn also jemand den korrekten begriff parat hat bitte ergänzen). und das geht dann halt nimmer ohne anpassung auf den aktuellen standard und ist dann leider auch immer teuer. aber was soll's, watt mutt datt mutt, und mit alter elektrik holste halt auch keinen mieter mehr hinterm ofen vor, es sei denn du vermietest unter wert.
     
  21. #20 Pharao, 01.05.2012
    Zuletzt bearbeitet: 01.05.2012
    Pharao

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    Klang bei dir erst etwas anders aber naja, dann rechne doch mal selber nach: Zitat: "... und es kam heraus, daß der Herd, der Kühlschrank und das Untertischgerät alles zusammen an einer Mehrfachsteckdose mit Verlängerung angeschlossen war ..."

    M.E. (wenn jetzt auch nur geschätzt) könnte das knapp werden und irgendwas hat ja auch nicht gestimmt, denn sonst hätte ja auch alles ohne Probleme funktioniert. :91:

    Hmm, würde also doch bedeuten das alle Wohnungen die älter sind, spätestens mal in den 90er Jahren renoviert worden sind bzw der Eigentümer dazu verpflichtet worden ist die Elektrik zu erneuern, oder ? Hmm ? Dann dürfte es also auch keine Schraubsicherungen, keine Oma-Style-Bäder mehr in Wohnungen geben oder waren die in den 90er Jahren noch aktuell ? Ich mein ja nur, weil immer wenn man was "muss" muss der aktuelle Stand eingehalten werden und ich kenne nun einige Wohnungen, wo definitiv der Stand der 70er Jahre noch verbaut ist. Und solange die Wohnung noch vermietet ist, glaube ich das auch der Mieter keinen größeren Umbau in seiner Wohnung haben will ......
     
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